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Hoffenheim und Nürnberg wollen im nächsten Jahr wieder in Crailsheim gegeneinander spielen

Die Mannschaften der TSG Hoffenheim und 1. FC Nürnberg betreten den Rasen des Schönebürgstadions FOTO: Ralf Garmatter

Angeführt von Schiedsrichter Michael Kempter und seinen Linienrichtern betreten die Teams der TSG Hoffenheim und des 1. FC Nürnberg den Rasen des Schönebürgstadions. Das Schiri-Gespann hatte mit dem fairen Spiel keine Probleme. FOTO: Garmatter

Erstmals seit dem Umbau im vergangenen Jahr ausverkauft war das Crailsheimer Schönebürgstadion gestern Abend (27. März 2009) beim Freundschaftsspiel des Fußballerstligisten TSG 1899 Hoffenheim und dem Zweitligisten 1. FC Nürnberg. Nach offiziellen Angaben des Veranstalters TSV Crailsheim sahen 4500 Zuschauer das Testspiel. Hoffenheim gewann 2:1 (Halbzeit 0:0).

Von Ralf Garmatter, Freier Journalist, Hohenlohe-ungefiltert

Rangnick und Oenning wollen wieder ein gemeinsames Testspiel in Crailsheim

Erstmals war die neue Tribüne des Schönebürgstadions voll besetzt

Erstmals war die Tribüne des Schönebürgstadions voll besetzt

Nach der Partie lobten beide Trainer, Ralf Rangnick (Hoffenheim) und Michael Oenning (Nürnberg), die „tolle Kulisse“ in Crailsheim. „Für ein Testspiel mitten in der Runde ist das wirklich ganz außergewöhnlich“, sagte Ralf Rangnick auf eine  Frage von Stadionsprecher Peter Kröper. Beide Trainer sagten nach dem Schlusspfiff zu, dass sie im nächsten Jahr wieder ein gemeinsames Freundschaftsspiel in Crailsheim austragen wollen. Von den noch dagebliebenen Fans auf den Rängen gab es dafür lauten Applaus.

Autogramme von Carlos Eduardo, Weis und Rangnick hochbegehrt

Nach dem Spiel kamen einige der vor allem jugendlichen Fußballfans auf ihre Kosten. Wer es schaffte, in den abgesperrten Innenbereich zu kommen, konnte mit Glück eines der begehrten Autogramme von Tobias Weis (Trikotnummer 17), Trainer Ralf Rangnick, Carlos Eduardo Marques (33), Selim Teber (10) oder Timo Hildebrand (28) ergattern.

Autofahrer hatten es vor dem Spiel in Crailsheim schwer

Schon etwa eine Stunde vor dem Spiel war der Autoverkehr in Crailsheim schwer ins Stocken geraten. Viele Besucher parkten deshalb bereits weit außerhalb der Stadt und gingen zu Fuß ins Stadion. Die Erwartungen der Zuschauer an die Profifußballer waren hoch. Nicht alle konnten erfüllt werden. Die erste Halbzeit wurde von beiden Seiten etwas behäbig geführt. Mit Hoffenheim und Nürnberg trafen in Crailsheim der Tabellenfünfte der ersten Liga und der Tabellensechste der zweiten Liga aufeinander. In der ersten Halbzeit war der Klassenunterschied beider Mannschaften nicht so deutlich wie in der zweiten Spielhälfte. Das Spiel plätscherte zunächst ohne große Höhepunkte dahin. Im ersten Durchgang hatten sogar die Nürnberger vor allem bei Distanzschüssen die größeren Tormöglichkeiten. Nach der Pause zeigten die Hoffenheimer immer öfter ihr blitzschnelles Umschalten auf Angriff nach der Balleroberung. Fünf, sechs oder gar sieben Spieler spurteten in höchstem Tempo in die Nürnberger Hälfte und setzten die Club-Spieler unter Druck. Die Nürnberger verteidigten mit großem Einsatz. Zweimal konnten sie nichts gegen das druckvolle Spiel der Hoffenheimer ausrichten. Wellington de Sousa (46. Minute) und Christoph Hemlin (60.), nach genauer Hereingabe von Carlos Eduardo, trafen für die Nordbadener. Wenige Minuten vor Schluss hatte der kurz zuvor eingewechselte Ersatztorhüter Daniel Strähle gegen einen harten und platzierten Freistoßtreffer von Dominik Reinhardt (87.) keine Chance.

Lauf- und einsatzfreudiger Ex-Schwäbisch Haller Tobias Weis

Der lauf- und einsatzfreudige Lokalmatador Tobias Weis, neben Carlos Eduardo einer der auffälligsten Aktivposten des Erstligsten, hatte in den letzten Spielsekunden, nach einem blitzschnellen Konter und einer genau getimten Flanke von Spielführer Selim Teber per Kopf die Riesenchance zum 3:1. Doch der Ex-Schwäbisch Haller köpfte dem Nürnberger Keeper Daniel Klewer den Ball aus kurzer Distanz direkt in die Arme. In den vergangenen Tagen hatte Weis Kritik am Training der Hoffenheimer geübt. Laut Trainer Rangnick ist die Äußerung seines Spielers Weis durch das Bezahlen einer Geldstrafe wieder vergessen. Tobias Weis wisse selbst, dass er derzeit noch einen gewissen Rückstand gegenüber der Vorrunde habe, so Rangnick. Er sei aber wieder auf einem guten Weg. Mit der Leistung von Weis in Crailsheim war Rangnick jedenfalls zufrieden. Wenn die Verletztenliste wieder kleiner werden, seien von der TSG auch wieder mehr Siege als zuletzt zu erwarten, meinte der Coach, der in Backnang aufgewachsen ist. Club-Trainer Michael Oenning zollte seiner Mannschaft ein Lob, dass sie sich gegen die klassenhöhere Mannschaft aus Hoffenheim nicht versteckt habe. Beim Abstecken des Saisonziels bewies der ehemalige Verbandssportlehrer des Württembergischen Fußballverbands (wfv), Ex-Co-Trainer von Borussia Mönchengladbach und dem VfL Wolfsburg großen Optimismus: „Wir wollen aufsteigen“, erklärte der Trainer des Tabellensechsten der zweiten Liga. „Wir wollen besser werden als der aktuelle fünfte Rang“, erklärte sein Hoffenheimer Kollege Ralf Rangnick auf Nachfrage.

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