„Erleichtert über Einigung“ – SPD-Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt über ein neu ausgehandeltes Brexit-Abkommen

„Natürlich wäre mir ein Verbleib des Vereinigten Königreichs in der Europäischen Union am liebsten gewesen. Der Austritt ist ein Verlust für Europa. Dennoch bin ich erleichtert, dass die Verhandlungsführer eine Einigung gefunden haben“, sagt die SPD-Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt aus Künzelsau.

Kommentar von Evelyne Gebhardt aus Künzelsau, SPD-Abgeordnete im Europäischen Parlament

Lösung für Irland gefunden

„Ebenso erfreulich ist es, dass gerade mit Blick auf Irland beide Seiten eine Lösung gefunden haben. Damit kann der dortige Frieden gewahrt und ein Wiederaufflammen des Bürgerkriegs verhindert werden. Deshalb appelliere ich an das britische Unterhaus, dem ausgehandelten Abkommen zuzustimmen“, so Gebhardt weiter.

Weitere Informationen im Internet:

www.evelyne-gebhardt.eu

Weitere Informationen und Kontakt:

Evelyne Gebhardt, Mitglied des Europäischen Parlaments, Europabüro, Keltergasse 47,  D-74653 Künzelsau

Telefon: 07940-5 91 22

Fax: 07940-5 91 44

E-Mail: info@evelyne-gebhardt.eu

Internet: www.evelyne-gebhardt.eu

Evelyne Gebhardt gehört zur Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament.

 

   Sende Artikel als PDF   

„Politik zwischen Crailsheim und Berlin – Hermann Bachmaier im Gespräch“ – Buchvorstellung in Crailsheim

„Politik zwischen Crailsheim und Berlin – Hermann Bachmaier im Gespräch“ heißt das Buch, das am Freitag, 25. Oktober 2019, um 19 Uhr im Crailsheimer Ratssaal vorgestellt wird. Veranstalter ist das Stadtarchiv Crailsheim. Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer spricht ein Grußwort. Für Musik sorgt das „Crailsheimer Trompetenquartett“. Der Eintritt ist frei.

Informationen von der Stadtverwaltung Crailsheim

Bisher einziger Crailsheimer im Bundestag

Hermann Bachmaier war in der 70-jährigen Geschichte der Bundesrepublik Deutschland der bisher einzige aus Crailsheim stammende Bundestagsabgeordnete. Von 1983 bis 2005 saß er für die SPD im höchsten Parlament des Landes. Sein 80. Geburtstag in diesem Jahr bietet den Anlass, sein politisches Leben in einer zusammenfassenden Darstellung zu betrachten. Das Buch lässt den politischen Werdegang Bachmaiers in Form von Interviews Revue passieren und schildert seine bundespolitischen Betätigungsfelder.

Auseinandersetzungen in der Crailsheimer Kommunalpolitik

Es greift aber auch grundsätzliche Aspekte des Politikbetriebs in der Bundesrepublik auf. Unter anderem beschäftigt sich das Buch mit der Politisierung Hermann Bachmaiers Ende der 1960er Jahre, für die die Auseinandersetzungen in der Crailsheimer Kommunalpolitik, insbesondere um Zielsetzung und Politikstil des damaligen (Ober-)Bürgermeister Hellmut Zundel, eine wichtige Rolle spielten.

Einflussmöglichkeit des einzelnen Abgeordneten

In dem Buch geht es aber auch um den Berufsalltag eines Parlamentariers in Bonn und Berlin. Gerade das Beispiel Bachmaiers, der sein Betätigungsfeld vor allem im Parlament sah und nicht nach Regierungsämtern strebte, erlaubt einen erhellenden Blick in die Praxis des Politikbetriebs und stellt die Frage nach der Einflussmöglichkeit des einzelnen Abgeordneten.

Auf aussichtslosem Listenplatz

Schließlich thematisiert das Buch das abrupte Ende der Parlamentstätigkeit Bachmaiers, der beim Nominierungsparteitag der SPD 2005 überraschenderweise auf einen aussichtslosen Listenplatz gesetzt wurde – ein Vorgang, der bei Bachmaier heute noch Fragen aufwirft. Viele weitere Themen aus Kommunal-, Landes- und Bundespolitik erwarten den Leser in dem knapp 250-seitigen Buch, das mit zahlreichen Fotos illustriert ist.

Buchvorstellung: Freitag, 25. Oktober 2019, 19 Uhr im Ratssaal Crailsheim. Der Eintritt ist frei.

Informationen zum Buch:

„Politik zwischen Crailsheim und Berlin – Hermann Bachmaier im Gespräch“, herausgegeben von Folker Förtsch, VDS-Verlagsdruckerei Schmidt, Neustadt an der Aisch, 2019 (= Historische Schriftenreihe der Stadt Crailsheim, Band 18) 244 Seiten, zirka 75 Abbildungen, Verkaufspreis: 19,90 Euro.

   Sende Artikel als PDF   

„Porto La Plata: Der Puls Lateinamerikas – Klänge, Stimmen, Farben“ – Konzert des Weltladens in Schwäbisch Hall

Ein Konzert mit dem Titel „Porto La Plata: Der Puls Lateinamerikas – Klänge, Stimmen, Farben“ gibt es zum fünfjährigen Bestehen des Weltladens in Schwäbisch Hall. Es findet am Samsta,  26. Oktober 2019, um 19.30 Uhr in der Hospitalkirche Schwäbisch Hall statt. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Vom Weltladen Schwäbisch Hall

Freche, spannende Lieder und Balladen

Das „Grupo Sal DUO“ überzeugt mit ihrem Programm „Porto La Plata – Der Puls Lateinamerikas“ vor allem durch die Nähe zum Publikum. Die Behauptung der Würde gegen Willkür und Unrecht, die Poesie des Alltags, die geheimnisvolle Magie der Liebe, die Sehnsüchte der Seele: Das Grupo Sal Duo interpretiert schöne, freche und spannende Lieder und Balladen aus Lateinamerika und von der iberischen Halbinsel.

Kraft der Träume und Visionen

Das Besondere an diesem Programm: Durch die Bilder- und Farbkollagen von Johannes Keitel entsteht ein Wechselspiel aus Klang-Illustrationen, das die Besucher verzaubert und in der Tiefe berührt. Der Klang der Musik und der kraftvolle lateinamerikanische Puls werden durch ein Universum aus Farben und Bildern so feinfühlig umarmt, so dass ein Gesamtkunstwerk zwischen Tradition und Moderne entsteht. Die Besucher werden mitgenommen in die Welt des Südens – del Sur –: Zu befreiender Lebensfreude, der Hoffnung, die uns vorantreibt und zur Kraft der Träume und Visionen.

Kurzinformation:

„Porto La Plata: Der Puls Lateinamerikas – Klänge, Stimmen, Farben“ – Konzert des Weltladens in Schwäbisch Hall am Samstag, 26.Oktober 2019, um 19.30 Uhr in der
Hospitalkirche Schwäbisch Hall. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Veranstalter: Weltladen Schwäbisch Hall, Gelbinger Gasse 18, in Kooperation mit der katholischen und evangelischen Erwachsenenbildung Schwäbisch Hall und der evangelischen Kirchengemeinde Gelbingen.

   Sende Artikel als PDF   

„Ausgrenzung – Raub – Vernichtung / NS-Akteure und „Volksgemeinschaft“ gegen die Juden in Württemberg und Hohenzollern 1933-1945“ – Tagung in Ludwigsburg

Eine Tagung mit dem Titel „Ausgrenzung – Raub – Vernichtung – NS-Akteure und „Volksgemeinschaft“ gegen die Juden in Württemberg und Hohenzollern 1933-1945“ gibt es am Donnerstag, 7. November 2019, von 10 Uhr bis 17.30 Uhr im Staatsarchiv Ludwigsburg, Arsenalplatz 3.

Vom Staatsarchiv Ludwigsburg, Landesarchiv Baden-Württemberg, Gedenkstättenverbund Gäu-Neckar-Alb e. V. und Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

Größte Vermögensverschiebung in der deutschen Geschichte

Die Tagung richtet den Blick auf die systematische Ausplünderung der jüdischen Bevölkerung im Nationalsozialismus. Wie wurde dieser Prozess in Württemberg und Hohenzollern vorangetrieben? Die ganztägige Veranstaltung zeigt das Netzwerk der regionalen Akteure, aber auch übergreifende Zusammenhänge dieser größten Vermögensverschiebung in der deutschen Geschichte auf. Zugleich werden die wichtigsten Forschungsergebnisse vorgestellt, die der Gedenkstättenverbund Gäu-Neckar-Alb e. V. gemeinsam mit dem Landesarchiv Baden-Württemberg und der Landeszentrale für politische Bildung soeben in einem Sammelband herausgegeben hat. Erstmals liegen mit dieser Publikation umfassende Forschungsergebnisse zur Ausraubung der Jüdinnen und Juden in Württemberg und Hohenzollern vor.

Archivalien mit Informationen über geraubte Kunstobjekte

Bei der Tagung zu Wort kommen neben den Organisatoren des Forschungsprojekts auch zwei renommierte Hochschulprofessorinnen, die sich seit vielen Jahren mit der Thematik beschäftigen, sowie die bekannte Journalistin Amelie Fried, deren Familie selbst zu den Opfern des NS-Regimes gehörte. Ein Referat stellt zudem die Ergebnisse eines Erschließungsprojekts im Staatsarchiv Ludwigsburg vor, mit dem der Zugang zu Archivalien mit Informationen über geraubte Kunstobjekte verbessert werden soll. Ein Podiumsgespräch mit der Vorstandssprecherin der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg (IRGW) Professorin Barbara Traub und dem Beauftragten der Landesregierung Baden-Württemberg gegen Antisemitismus, Dr. Michael Blume, über die Schlussfolgerungen aus dem umfangreichen Projekt beschließt das Programm.

Anmeldungen zur Tagung bis spätestens 31. Oktober 2019 telefonisch unter der Nummer 07141-64854-6310 oder per E-Mail an staludwigsburg@la-bw.de

Wanderausstellung wird eröffnet

Mit der Tagung wird gleichzeitig eine Wanderausstellung eröffnet, die die Ergebnisse des Forschungsprojekts einem breiten Publikum vermitteln soll. Die Publikation können Sie über den Webshop der Landeszentrale für politische Bildung (www.lpb-bw.de/shop) erwerben.

Weitere Informationen und Kontakt:

Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB), Lautenschlagerstraße 20, 70173 Stuttgart

Internet: www.lpb-bw.de

Tagung Ausgrenzung – Raub – Vernichtung  NS-Akteure und „Volksgemeinschaft“ gegen die Juden in Württemberg und Hohenzollern 1933-1945

Donnerstag, 7. November 2019, 10.30 bis 17.30 Uhr Staatsarchiv Ludwigsburg

Die Tagung präsentiert Ergebnisse eines Forschungs- projekts, aus dem eine Ausstellung und eine Publikation gleichen Titels hervorgegangen sind. Eine Veranstaltung des Gedenkstättenverbunds Gäu-Neckar-Alb e. V., des Landesarchivs Baden-Würt-temberg und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg. Anmeldung bis spätestens 31. Oktober 2019 telefonisch oder per E-Mail an das Staatsarchiv Ludwigsburg. Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben.

Veranstaltungsort:
Staatsarchiv Ludwigsburg, Arsenalplatz 3, 71638 Ludwigsburg
Telefon: 07141/64854-6310
Fax: 07141/64854-6311
E-Mail: staludwigsburg@la-bw.de

Internet: www.la-bw.de/stal

TAGUNG „Ausgrenzung – Raub – Vernichtung / NS-Akteure und „Volksgemeinschaft“ gegen die Juden in Württemberg und Hohenzollern 1933–1945

Tagungsprogramm

10 Uhr: Begrüßung; Dr. Peter Müller, Landesarchiv Baden- Württemberg – Staatsarchiv Ludwigsburg

10.30 Uhr: Projektbeschreibung; Heinz Högerle/ Dr. Martin Ulmer, Gedenkstättenverbund Gäu-Neckar-Alb e.V.
„Die Reichtümer, die Sie hatten, haben wir Ihnen genommen“ – Der NS-Staat und das Vermögen der Juden

11.30 Uhr: Prof. Dr. Christiane Kuller, Universität Erfurt
„Wer es heute hat, weiß Gott allein“ – Quellen über das während des Nationalso- zialismus entzogene Kulturgut im Staatsarchiv Ludwigsburg
Dr. Carl-Jochen Müller, Landesarchiv Baden-Württemberg – Staatsarchiv Ludwigsburg

12 Uhr: Mittagspause; Gelegenheit zum geführten Rundgang durch die Ausstellung „Ausgrenzung – Raub – Vernichtung“

13.30 Uhr: Das Netzwerk der regionalen Akteure bei der Ausplünderung der Juden in Württemberg
Dr. Martin Ulmer, Gedenkstättenverbund Gäu-Neckar-Alb e.V.

14 Uhr: „Nur Durchführungsstelle“ bei der Enteignung der Juden? Zur Rolle der Devisenstellen und zum ungewöhnlichen Spruchkammerverfahren gegen den Stutt- garter Devisenstellenleiter Ernst Niemann Prof. Dr. Cornelia Rauh, Universität Hannover

Diskussion Kaffeepause

Zeugnisse der Unmoral – die Bedeutung historischer Dokumente als Mittel der Vergegenwärtigung von Ausgrenzung, Raub und Vernichtung
Heinz Högerle, Gedenkstättenverbund Gäu-Neckar-Alb e.V.

Meine Großeltern und ihr Kampf um das Schuhhaus Pallas in Ulm
Amelie Fried, Schriftstellerin und Moderatorin

Bedeutung und Perspektiven des Projekts „Ausgrenzung – Raub – Vernichtung“ Dr. Martin Ulmer/Heinz Högerle, Gedenkstättenverbund Gäu-Neckar-Alb e.V., Dr. Peter Müller, Landesarchiv Baden- Württemberg – Staatsarchiv Ludwigsburg Prof. Dr. Christiane Kuller, Universität Erfurt, Prof. Barbara Traub, Israelitische Religionsgemeinschaft Württemberg, Dr. Michael Blume, Beauftragter der Landesregierung Baden-Württemberg gegen Antisemitismus

– Ausklang (mit Gelegenheit zur Besichtigung der Ausstellung) / Ende: 17.30 Uhr

Moderation der Tagung: Dr. Peter Müller, Landesarchiv Baden-Württemberg – Staatsarchiv Ludwigsburg, Sibylle Thelen, Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

   Sende Artikel als PDF   

„Kein Krieg in Rojava: Türkische Militäroffensive in Syrien stoppen“ – Online-Petition unterschreiben

„Kein Krieg in Rojava: Türkische Militäroffensive in Syrien stoppen“, fordern Friedensaktivisten. Mit einem Eilappell wenden sie sich an die deutsche Bundesregierung und die Abgeordneten des Deutschen Bundestages. Die Online-Petition kann unten am Ende dieses Textes unterschrieben werden.

Von der Organisation macht-frieden.de

Bevölkerung gefährdet

Die türkische Regierung trägt mit ihrem Militäreinsatz im Nordsyrien zu einer neuerlichen Eskalation der Situation in der Region bei und gefährdet die Bevölkerung in den überwiegend kurdisch besiedelten und von der Syrisch Demokratischen Kräften (SDF) beherrschten Gebieten.

Gesamte Region wird destabilisiert

Dieser völkerrechtswidrigen Krieg wird viele Opfer mit sich bringen, die weitere Destabilisierung der gesamten Region vorantreiben und die Errungenschaften Rojavas zunichte zu machen: das friedliche Zusammenleben unterschiedlicher Ethnien und religiöser Minderheiten, Gleichberechtigung, Demokratie und Partizipation.

Verschiedene Friedensaktivitäten

Attac verurteilt die Intervention der türkischen Regierung und fordert eine Lösung der Konflikte in der Region auf dem Verhandlungsweg.

Die Kampagne „MACHT FRIEDEN – Zivile Lösungen für Syrien“ sammelt Unterschriften für eine Petition an die Bundesregierung.

Sie fordert:

– die diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei für bilaterale Gespräche zu nutzen, um von der türkischen Regierung einen Stopp des Militäreinsatzes zu fordern;

– alle deutschen Rüstungsexporte in die Türkei umgehend und vollständig zu stoppen;

ihren Einfluss im UN-Sicherheitsrat geltend zu machen und gemeinsam mit anderen Mitgliedsstaaten den völkerrechtswidrigen Militäreinsatz nicht nur zu verurteilen, sondern alle verfügbaren diplomatischen Mittel auszuschöpfen, um diesen zu stoppen;

– gleichzeitig die militärische Zusammenarbeit mit der Türkei als ein Land, das einen Angriffskrieg führt, im Rahmen der NATO in Frage zu stellen;

– die Friedensprozesse in Syrien durch den Anstoß einer Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in der Region zu stärken.

Demokratie und Menschenrechte in Syrien verteidigen

Unsere Mitgliedsorganisation Medico International sammelt ebenfalls Unterschriften für ihre Resolution „Rojava statt Krieg! Demokratie und Menschenrechte in Syrien verteidigen“: „Die Bundesregierung muss jetzt handeln und die Angriffe des Nato-Partners Türkei stoppen: Aufkündigung des EU-Türkei-Deals, Einstellung der damit verbundenen Zahlungen und Aufkündigung aller Rüstungsexporte und -deals in die Türkei sind konkrete Handlungsoptionen. Sonst machen sich Bundesregierung und EU erpressbar und sind mitverantwortlich für Erdoğans Politik. Statt Menschenrechten und Demokratie steht die Migrationsabwehr auf der Agenda der deutschen Türkei-Politik. Wer demokratische Prozesse schwächt oder gar zerstört, indem er autoritären Regimes freie Hand lässt, wird diese Welt für niemanden sicherer machen.“

Jetzt unterschreiben: Türkische Militäroffensive in Syrien stoppen!

Eilappell an die Bundesregierung und die Abgeordneten des Deutschen Bundestages:
Stoppen Sie die türkische Militäroffensive in Nordsyrien!

Der Militäreinsatz der Türkei in Nordsyrien ist ein weiterer Verstoß eines NATO-Staates gegen das Völkerrecht. Er führt zu einer neuerlichen Eskalation der Situation in Syrien und einer Gefährdung der Zivilbevölkerung in den überwiegend kurdisch besiedelten Gebieten.

Als nichtständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat muss Deutschland nun handeln und die völkerrechtswidrige Besetzung fremden Staatsgebietes gemeinsam mit anderen UN-Mitgliedsstaaten auf das Schärfste verurteilen. Der Weltsicherheitsrat muss die türkische Regierung mit allen diplomatischen Mitteln zum sofortigen Stopp des Militäreinsatzes verpflichten.

Aufgrund der Vielzahl von Staaten, die in den Syrienkrieg involviert sind, ist eine Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in der Region nach dem Vorbild der KSZE anzustreben, um laufende Friedensprozesse in Syrien zu stärken.

Deutsche Rüstungsexporte in die Türkei müssen sofort gestoppt und bereits erteilte Genehmigungen zurückgenommen werden. Die Bundesrepublik trägt hier eine besondere Verantwortung, wurden doch bereits bei der Eroberung der mehrheitlich von Kurd*innen bewohnten Stadt Afrin durch die türkische Armee im Januar 2018 deutsche Panzer eingesetzt.

Ich unterzeichne den Appell und fordere die Bundesregierung und die Abgeordneten des Deutschen Bundestages auf:

– die diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei für bilaterale Gespräche zu nutzen, um von der türkischen Regierung einen Stopp des Militäreinsatzes zu fordern;

– alle deutschen Rüstungsexporte in die Türkei umgehend und vollständig zu stoppen;

– ihren Einfluss im UN-Sicherheitsrat geltend zu machen und gemeinsam mit anderen Mitgliedsstaaten den völkerrechtswidrigen Militäreinsatz nicht nur zu verurteilen, sondern alle verfügbaren diplomatischen Mittel auszuschöpfen, um diesen zu stoppen;

– gleichzeitig die militärische Zusammenarbeit mit der Türkei als ein Land, das einen Angriffskrieg führt, im Rahmen der NATO in Frage zu stellen;

– die Friedensprozesse in Syrien durch den Anstoß einer Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in der Region zu stärken

Hier geht es mit einem Klick zur Unterzeichnung:

http://www.macht-frieden.de/jetzt-unterschreiben-tuerkische-militaeroffensive-syrien-stoppen

Dieser Appell an die Bundesregierung und die Abgeordneten des Deutschen Bundestages ist eine Aktion der Kampagne „MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien“. Er kann von Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen unterzeichnet werden. Am 17.10.2019 wird der Appell an die Bundesregierung sowie an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages verschickt.

Hier geht es mit einem Klick zur Unterzeichnung:

http://www.macht-frieden.de/jetzt-unterschreiben-tuerkische-militaeroffensive-syrien-stoppen

Hilfe für die Menschen in Rojava

Spendenaufruf

Die Nachrichten, die wir in diesen Stunden von den Menschen aus Rojava erhalten, lassen uns erschüttert innehalten. Das, wovor wir gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen seit Wochen warnen, ist nun eingetreten: Die türkische Regierung hat den Krieg gegen die kurdische Bevölkerung in Rojava begonnen. Einen völkerrechtswidrigen Krieg, der viele Opfer mit sich bringen wird, die weitere Destabilisierung der gesamten Region vorantreibt und die Reorganisierung der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) zur Folge haben wird. Dieser Krieg droht die Errungenschaften Rojavas zunichte zu machen: das friedliche Zusammenleben unterschiedlicher Ethnien und religiöser Minderheiten, Gleichberechtigung, Demokratie und Partizipation. Die Zerstörungen, die jetzt schon beginnen, werden bleiben.

Die Angriffe kommen völlig willkürlich

Die Leidtragenden sind wieder einmal die Menschen vor Ort. „Es ist chaotisch. Wir wissen nicht wann und wo bombardiert wird, die Angriffe kommen völlig willkürlich“, berichtet uns Osama von der medico-Partnerorganisation Kurdischen Roten Halbmond aus Serê Kaniyê – eine Grenzstadt, die besonders stark bombardiert wurde. Das örtliche Krankenhaus musste wegen anhaltenden Bombardierungen den Betrieb einstellen.

„Die Menschen brauchen unsere Hilfe“

„Die Menschen fliehen aus den Städten“, so Osama. Die Verletzten werden vom Kurdischen Roten Halbmond in  Krankenhäusern abseits der Grenze versorgt: In Tal Amar und Hasakeh. Noch liegen diese Städte weit genug entfernt von den Bombardierungen. Aber der Krieg hat gerade erst begonnen und der weitere Verlauf ist noch nicht absehbar. Doch eines ist klar: Die Menschen vor Ort benötigen unsere Hilfe.

„Jetzt spenden für Rojava“

medico international unterstützt das demokratische Projekt in Rojava von Beginn an – beim Aufbau eines öffentlichen Gesundheitssystems für die Bevölkerung und in Notsituationen. Die HelferInnen vom Kurdischen Roten Halbmond leisten aktuell Hilfe für die Verletzten des türkischen Angriffs. Mit dieser Arbeit in akuten Krisensituationen haben die NothelferInnen bereits viel Erfahrung gesammelt – beim türkischen Einmarsch in Afrin und bei der Rettung der JesidInnen im Shengal, Nordirak. Sie organisieren außerdem die medizinische Versorgung in den hoffnungslos überlasteten Flüchtlingslagern der Region. In all diesen Notlagen stand medico an ihrer Seite. Um dies weiterhin tun zu können, brauchen wir Ihre Hilfe – mit einer Spende können sie die Menschen vor Ort unterstützen.

Spendenkonto:
medico international
IBAN: DE21 5005 0201 0000 0018 00
BIC: HELADEF1822
Frankfurter Sparkasse

Spendenstichwort: Rojava

Internet: https://www.medico.de/kampagnen/rojava-statt-krieg/

   Sende Artikel als PDF   

„Alter Bahnhof und beste Weine sind die schönsten Zeitvertreiber“ – Weinprobe im Kulturbahnhof Gerabronn

„Alter Bahnhof und beste Weine sind die schönsten Zeitvertreiber“, unter diesem Motto steht die erste Weinprobe des Fördervereins Nebenbahn Blaufelden-Gerabronn-Langenburg am Samstag, 26. Oktober 2019, um 19 Uhr im Kulturbahnhof Gerabronn. Die Weinprobe findet zusammen mit der Weinhandlung Schmitt aus Billingsbach statt.

Von Erich Wollmershäuser, Fördervereins Nebenbahn Blaufelden – Gerabronn – Langenburg

Sekt, Wein und Bauernvesper

Für die Verkostung von einem Sekt und sieben Weinproben und dazu ein reichhaltiges Bauernvesper wird ein Unkostenbeitrag von 19.50 Euro fällig. Wir freuen uns auf alle Weinfreunde und die, die es noch werden wollen sowie alle Gäste, die dazu kommen möchten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Genießen Sie einen geselligen Abend mit Sekt, Wein und Vesper und die passenden Informationen sowie gute Unterhaltung im renovierten Bahnhofs-Güterschuppen. Der Förderverein Nebenbahn Blaufelden-Gerabronn-Langenburg freut sich auf Ihren Besuch und der Unterstützung seiner Arbeit für den Bahnhof Gerabronn.

Aktuelle Informationen gibt es auf folgender Internetseite:

www.nebenbahn.info

   Sende Artikel als PDF   

„Türkei plant Einmarsch in syrisches Kurdengebiet“ – Protestkundgebung in Schwäbisch Hall vorbereiten

Einen Aufruf wegen des bevorstehenden Einmarschs der türkischen Armee in kurdische Gebiete im Norden Syriens hat Willi Maier aus Schwäbisch Hall geschrieben. Willi Maier hat vor einigen Jahren beim Bau eines Krankenhauses in Nordsyrien geholfen (http://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=20196).

Aufruf von Willi Maier, Schwäbisch Hall

Liebe Freunde,

manche haben es sicher schon erfahren: Es ist zu befürchten, dass der Einmarsch bzw. die Bombardierung der Türkei gegen Rojava (Nordsyrien) östlich des Euphrat unmittelbar bevorsteht, natürlich wieder völkerrechtswidrig. Es gibt einen Deal, der beinhaltet, dass sich die USA zurück ziehen und der Türkei freie Hand lassen. Die USA werdennichts tun, wenn die Türkei angreift.

Protestkundgebung am Tag X + 1, um 18 Uhr

Die Vorbereitungsguppe zum Antikriegstag 2019 in Schwäbisch Hall hatte im Frühsommer schon beschlossen, dass in diesem Falle am Tag X + 1, um 18 Uhr auf dem
Schwäbisch Haller Milchmarkt eine Protestkundgebung stattfindet.

Jeder kann am Haller Milchmarkt sprechen

Diese Information ist also vorläufig. Wenn der Einmarsch / die Bombadierung beginnt, werde ich sofort eine weitere Information schicken, und wir treffen uns am Tag darauf um 18 Uhr auf dem Haller Milchmarkt. Für eine Lautsprecheranlage ist gesorgt. Jeder kann auf antifaschistischer Grundlage am Mikrofon sprechen. Bereitet euch bitte darauf vor, auch mit Schildern, Sprechchören usw.

Große Schritte für die Befreiung der Frauen

Rojava ist der türkischen Regierung ein Dorn im Auge. Die Menschen organisieren eine basisdemokratische Selbstverwaltung, wo alle Nationalitäten, Religionen und Männer und Frauen gleichberechtigt sind und teilhaben. So große Schritte für die Befreiung der Frauen gibt es nirgends auf der Welt. Das soll zerstört werden. Und die Türkei als neues imperialistisches Land möchte eine regionale Vorherrschaft erringen. Die syrischen Kantone Afrin und Idlib hat sie schon unter ihrer Kontrolle, jetzt soll der nächste Schritt folgen.

Kurden sollen vertrieben werden

Die Türkei will eine 30 Kilometer breite so genannte Sicherheitszone im Norden von Syrien einrichten – unter türkischer Kontrolle. Darin liegen fast alle kurdischen Städte. Dort will sie drei Millionen Flüchtlinge ansiedeln, die nicht von dort stammen. Die dort lebenden Kurden sollen vertrieben und vernichtet werden.

Bitte schickt diese Information an eure Kontakte, verfolgt die Nachrichten und bereitet euch auf den Tag X+1 vor.

Vielen Dank und solidarische Grüße

Willi Maier, Schwäbisch Hall

Weitere Informationen in Hohenlohe-ungefiltert:

„Die Gefahr eines Weltkrieges wächst“ – Leserbrief von Wilhelm Maier aus Schwäbisch Hall über „völkerrechtswidrigen türkischen Angriffskrieg gegen den Kanton Efrîn“

„Die Gefahr eines Weltkrieges wächst“ – Leserbrief von Wilhelm Maier aus Schwäbisch Hall über „völkerrechtswidrigen türkischen Angriffskrieg gegen den Kanton Efrîn“

„Was ist los in Syrien? – Krieg, Zerstörung und Hoffnung“ – Bildervortrag von Willi Maier in Crailsheim

„Was ist los in Syrien? – Krieg, Zerstörung und Hoffnung“ – Bildervortrag von Willi Maier in Crailsheim

   Sende Artikel als PDF   

„Musikalische Indienreise mit dem Ensemble Orient Express“ – Reichhaltiges Festbuffett im Gleis 1 in Waldenburg

Eine „musikalisch-kulinarische Indienreise mit dem Ensemble Orient Express“ gibt es am Freitag, 11. Oktober 2019, um 19.30 Uhrig Gleis 1 in Waldenburg.

Vom Gleis 1 in Waldenburg

Literarische Performance

Seit 15 Jahren veranstalten „Shakti und Sargam“ zur herbstlichen Diwali-Zeit diese literarische Performance. Musik aus allen vier Himmelsrichtungen des indischen Subkontinents ist zu hören, gespielt auf verschiedenen, indischen Instrumenten, dazu ein reichhaltiges Festbuffet. Dabei sind Björn Münz, Sitar und Sarod, Leo James Costa (aus Nagori/Bangladesh), Tabla, Khol, Dhol, Florence Sharkar, Gesang und Lichterzeremoniell sowie Ronju Sharkar, Harmonium und Gesang.

Reservierung im Internet: www.shakti-sargam.de

Telefon: 0791-9782267

   Sende Artikel als PDF