„Zwischen Bilgoraj und Crailsheim – Werner Ansel, NS-Kreishauptmann und Landrat“ – Vortrag in Crailsheim

„Zwischen Bilgoraj und Crailsheim – Werner Ansel, NS-Kreishauptmann und Landrat“, lautet der Titel eines Vortrags, der am Montag, 10. September 2018, um 19.30 Uhr im Rathaus Crailsheim, Forum in den Arkaden, stattfindet. Es referieren der Journalist Ralf Garmatter und der Herausgeber der Buchreihe „Täter, Helfer, Trittbrettfahrer“ Wolfgang Proske.

Von der Stadtverwaltung Crailsheim

Vernichtungslager Sobibor im Verwaltungsbezirk

Aufgrund vieler Veranstaltungen im Herbst startet die historische Vortragsreihe von Crailsheimer Historischem Verein und Stadtarchiv Crailsheim in diesem Jahr bereits vor dem Volksfest. Am Montag, 10. September 2018, beginnt der Journalist Ralf Garmatter mit einem Vortrag über Werner Ansel, früherer NS-Kreishauptmann in Bilgoraj und von 1948 bis 1972 Landrat des Kreises Crailsheim. Als der promovierte Jurist Werner Ansel Ende Oktober 1939 in die ostpolnische Kreisstadt Bilgoraj kam, war er ein junger Verwaltungsbeamter von 30 Jahren. In der heutigen Crailsheimer Partnerstadt hatte Ansel bis Anfang 1942 den Posten eines Kreishauptmanns inne. Dies entsprach einem Landrat im „Altreich“. Anschließend tat er als Kreishauptmann Dienst im Kreis Cholm, wo im Frühjahr 1942 das Vernichtungslager Sobibor in Betrieb genommen wurde.

Ermittlungsverfahren wegen „Beihilfe zum Mord“

Der Vortrag beschreibt Ansels Werdegang, seine Dienstzeit im „Generalgouvernement“ während des Zweiten Weltkriegs, aber auch seine Nachkriegskarriere als Landrat von Crailsheim (1948 bis 1972). Ebenfalls beleuchtet wird das im Jahr 1968 gegen ihn angestrengte Ermittlungsverfahren wegen „Beihilfe zum Mord“ in Zusammenhang mit seiner Tätigkeit im besetzten Polen 1942. Einleitend stellt der Herausgeber Wolfgang Proske das Buchprojekt „Täter, Helfer, Trittbrettfahrer“, vor, in dem neben anderen Biografien der Beitrag zu Werner Ansel erschienen ist.

Kurzinformation:

Vortrag „Zwischen Bilgoraj und Crailsheim – Werner Ansel, NS-Kreishauptmann und Landrat“, Montag, 10. September 2018, 19.30 Uhr Rathaus Crailsheim, Forum in den Arkaden. Eintritt: 5 Euro (Abendkasse), Mitglieder des Crailsheimer Historischen Vereins frei.

Weitere Informationen im Internet über die Buchreihe „Täter, Helfer, Trittbrettfahrer“ und Buchbestellung:

„Täter, Helfer, Trittbrettfahrer: NS-Belastete aus dem Norden des heutigen Baden-Württemberg“, Kugelberg-Verlag, 441 Seiten, 19.99 Euro, ISBN: 978-3945893098

Internet:

http://www.ns-belastete.de/

Buchrezension im Hohenloher Tagblatt vom 2. Juni 2018:

„Treue Diener des Regimes“: https://www.swp.de/treue-diener-des-regimes-26878718.html

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„Landschaftsmalerei, Tierbilder, Selbstporträts und Haller Gassen“ – Roland Vogels Ausstellung in der Jagsttal-Ranch Großforst

Ein besonders idyllischer Platz in Hohenlohe ist der Abschnitt um Großforst (Gerabronn) an der sommerlichen Jagst – und zugleich wird die „Jagsttalranch“ mit ihren Tieren wie Strauße, Lamas und Rinder zur Kunstgalerie. Die Ausstellung von Roland Vogel ist dort bis Ende September 2018, sonntags ab 13 Uhr zu sehen. Weitere Öffnungszeiten sind möglich.

Von Hans A. Graef, Schwäbisch Hall

Reizvolles Hofcafé

Der aus Niedernhall stammende Maler Roland Vogel eröffnete am Sonntag eine weitere Ausstellung auf dem Hof, beziehungsweise in der Scheune von Familie Bauer, wo neben Landschaftsmalerei auch viele Tierbilder, Selbstporträts und Haller Gassen und ihre Häuser zu sehen sind. Immer wenn das reizvolle Hofcafé geöffnet ist oder die Tische unter den Bäumen bewirtschaftet werden, kann man diese verborgene und besondere Ausstellung genießen, vorzugweise bis Ende September, sonntags ab 13 Uhr.

Zirkus Ucello – ein Atelier auf Rädern

Vor zehn Jahren entdeckte Roland Paul Vogel, dass vor 600 Jahren in Florenz ein berühmter Künstler lebte, der seinen identischen Namen trägt: Paolo Ucello. So nannte Roland Vogel seinen Zirkuswagen, zugleich ein „Atelier auf Rädern“, Zirkus Ucello, und der steht seit Jahren am Rand des Hofes neben der Jagst. Von hier zieht der Maler, der zugleich Jahrzehnte als Maler-Meister sein Brot verdiente, ins idyllische Tal und porträtiert vorzugweise Rinder und die Natur. Voll Freude erläuterte Vogel den Besuchern seine Arbeitsweise. Auch sein berühmtes Vorbild hatte Bilder gemalt wie „Jagd bei Nacht“, „Episoden aus einem eremitischen Leben“ oder eben Hunde, Katzen und Vogel-Bilder.

Arbeiten von Tanja Gelfert zu sehen

Beeindruckend sind die großen Rinder im Jagsttal, in Pastell oder Acryl gemalte farbige Leinwände, die nun an der Scheunenwand hängen: das schwarze Kalb blickt aus dem Talgrund hervor und die Besucher an. Die bunte Rinderherde erinnert in Gestalt und Farbgebung stilistisch an Franz Marc. Pastellische Töne bestimmen die Gebäude von Schwäbisch Hall, in den Mappen finden sich sienafarbige toskanische Stadtporträts. Die Malschule des Haller Kunst-Akademie-Leiters Michael Klenk ist in Vogels Selbstporträts erkennbar, wobei er im Lauf der Jahre seinen eigenen Stil entwickelt hat. Die großen eleganten Straußenvögel beeindrucken durch die schwarzen Pastelltöne. Kleinere Arbeiten von Tanja Gelfert runden die Ausstellung ab.

Weitere Informationen im Internet über den Maler Roland Vogel:

https://www.sibilla-egen-schule.de/schule/2005_06/setag06/vernissage.htm

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„Keine Zukunft ohne Geschichte“ – Offener Brief an den SPD-Parteivorstand wegen der geplanten Auflösung der Historischen Kommission

„Keine Zukunft ohne Geschichte“ – Einen „Offenen Brief“ an den SPD-Bundesparteivorstand hat Christina Morina vom Duitsland Instituut Amsterdam (DIA) geschrieben. Die Initiatorin fordert andere Menschen dazu auf, diesen Offenen Brief im Internet zu unterzeichnen. Sie will damit verhindern, dass die Historische Kommission beim SPD-Parteivorstand aufgelöst wird (https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSc7oDBUSq-QhhEd_-y7yr0MYhwyGkRToVfNHC7A3n7VxcvSHw/viewform).

Offener Brief von Christina Morina vom Duitsland Instituut Amsterdam (DIA)

Sehr geehrte Frau Nahles, sehr geehrte Mitglieder des Parteivorstands,

mit völligem Unverständnis haben wir die Nachricht über die Auflösung der Historischen Kommission beim SPD-Parteivorstand vernommen. Als Historikerinnen und Historiker, mit oder ohne SPD-Parteibuch, halten wir diesen Schritt für einen schweren politischen Fehler. Mit Blick auf die Erneuerungsbemühungen innerhalb der Sozialdemokratie, aber auch für unsere liberale Demokratie, setzt er ein fatales Zeichen.

Neue Rechte will „nationale Wende“

Die beiden wichtigsten Impulse, die 1981 zur Gründung der Kommission geführt hatten, sind heute aktueller denn je: Unter gesellschaftlicher Zustimmung bis weit in die Mitte hinein arbeitet eine so genannte Neue Rechte wieder einmal an einer „nationalen“ Wende und torpediert mit der Macht von fast 100 Bundestagsmandaten den humanistischen, historisch-selbstkritischen Grundkonsens der Bundesrepublik; und vielleicht mehr als je zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik ist die Erhaltung unseres liberalen Gemeinwesens heute auf ein zivilgesellschaftlich inspiriertes Engagement „von unten“ angewiesen. Auch deshalb muss die Historische Kommission – möglicherweise in erneuerter Form – als Forum der Auseinandersetzung über historisch-politische, geschichts-kulturelle und geschichts-politische Fragen erhalten bleiben. Angesichts der vielen globalen Herausforderungen und der immer rabiateren „Lösungs-“ Vorschläge von Populisten und Nationalisten sind die geschichtlichen Erfahrungen der Sozialdemokratie von essentieller Bedeutung. Werden diese nicht bereitgehalten und immer wieder neu reflektiert, wird die Verteidigung unseres solidarischen Rechtsstaates um ein Vielfaches schwerer.

Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen

Sehr geehrte Frau Nahles, sehr geehrte Mitglieder des Parteivorstands, es gibt viele Bürgerinnen und Bürger, innerhalb und außerhalb der SPD, denen die Krise des sozial-demokratischen Projekts große Sorgen bereitet. Die Auflösung der Historischen Kommission würde diese Krise vertiefen. Es gibt viele Historikerinnen und Historiker, die bereit sind, sich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt einzusetzen. Die Historische Kommission ist eines der Foren, in denen über Wege zur Stabilisierung unserer demokratischen Grundordnung nachgedacht werden kann und sollte.

Wir fordern Sie auf: Revidieren Sie diesen geschichts- und gegenwartsvergessenen Beschluss!

Amsterdam, 1. August 2018
PD Dr. Christina Morina
Kontakt: c.morina@uva.nl

Den Offenen Brief im Internet unterschreiben:

https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSc7oDBUSq-QhhEd_-y7yr0MYhwyGkRToVfNHC7A3n7VxcvSHw/viewform

Weitere Informationen und Kontakt:

https://duitslandinstituut.nl/medewerker/17/christina-morina

Duitsland Instituut Amsterdam
Oude Hoogstraat 24
1012 CE AmsterdamPostadresse:
Kloveniersburgwal 48
1012 CX Amsterdam
E-Mail: c.morina@uva.nl
Telefon: +31 (0)20-5255396
Weitere Informationen im Internet über Christina Marina:
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„AfD-Schmierenkomödie um verdeckte Wahlkampfhilfe“ – Kommentar und Hintergrundinformationen des Vereins LobbyControl

Die AfD hat jahrelang von verdeckter Wahlkampfhilfe in zweistelliger Millionenhöhe profitiert, die ein wesentlicher Faktor hinter ihren Wahlerfolgen war. Die ganze Zeit hat sie nichts gegen die intransparente Wahlwerbung unternommen. Jetzt, zweieinhalb Jahre nach den ersten Geldflüssen, versucht sie, sich davon zu distanzieren. Das ist unglaubwürdig und grenzt inzwischen an eine Schmierenkomödie.

Kommentar des Vereins LobbyControl

Schweizer PR-Agentur Goal AG

Dem Briefkasten-Verein, der vordergründig als Initiator der Wahlkampfhilfe fungierte, untersagte der AfD-Bundesvorstand letzte Woche in einem Brief die künftige Nutzung des Logos und des Designs der AfD. Dass der Brief laut dem Spiegel-Bericht noch nicht bei dem Vereinsvorsitzenden Bendels angekommen ist, ließe sich recht einfach erklären: Hinter der Vereinsadresse steckt eben nur ein Briefkasten – die Post wird an die Schweizer PR-Agentur Goal AG weitergeleitet. Da kann es eben etwas dauern, bevor der “Vorsitzende” sie zu sehen bekommt. Auch die Goal AG habe eine Unterlassungsaufforderung erhalten.

Meuthen selbst eng verstrickt

AfD-Chef Meuthen leugnet im ARD-Interview (ab Minute 17:30) jeden persönlichen Kontakt zu dem Briefkasten-Verein und geht noch weiter: Er und die Partei hätten „mit denen gar nichts zu tun“.

Aber: Meuthen selbst ist nach eigener Aussage uns gegenüber persönlich befreundet mit dem Macher hinter der Wahlwerbung, Alexander Segert – und hat sich von dessen PR-Agentur Goal AG Anzeigen, Wahlplakate und Webseite bezahlen lassen. Die Zusammenarbeit ist sogar mit Meuthens Unterschrift belegt (siehe ZDF-Frontal 21 vom 29. August 2017). Meuthen hat zudem ein Interview für die Wahlkampfzeitung des Wahlwerbe-Vereins zur Landtagswahl in Baden-Württemberg 2016 gegeben.

Meuthens groteskes Täuschungsmanöver wäre zum Totlachen, ginge es nicht um ein sehr ernstes Thema: verdeckte Wahlbeeinflussung durch anonyme Geldgeber.
AfD versucht Transparenzregeln auszuhebeln

AfD will Transparenzregeln aushebeln

Meuthen versucht aber, diese direkte Unterstützung durch die Goal AG nicht als Parteispende zu werten. Das ist aus Sicht von LobbyControl sachlich abwegig – und es ist politisch hochbrisant, weil Meuthen und die AfD damit versuchen, die Transparenzregeln für die Parteienfinanzierung auszuhebeln. Falls Meuthen und die AfD Erfolg hätten, könnten Konzerne, Vermögende oder ausländische Regierungen Wahlkampagnen für eine Partei unter Mitwirkung von Politikern dieser Partei organisieren, ohne dass die Öffentlichkeit erfährt, wer dahinter steckt. Partei und Politiker müssten nur behaupten, die Kampagne nicht offiziell beauftragt zu haben.

Die Situation wird brenzliger für die AfD

Allerdings scheint die AfD mit dieser Position auf Probleme bei der Bundestagsverwaltung zu stoßen, die für die Kontrolle der Parteifinanzen zuständig ist. Das zeigt an einem Vermerk der AfD im Rechenschaftsbericht 2016 (S. 223): sie behauptet darin einerseits, dass die Unterstützung der Goal AG für Meuthen nach Auffassung der AfD nicht als Parteispende zu werten sei. Zugleich hält sie sich eine Hintertür offen: der Sachverhalt habe nicht endgültig geklärt werden können. Wenn es sich doch um eine Einnahme der Partei handeln würde, könne dieser erst in den folgenden Rechenschaftsberichten verbucht werden. Dieser Vermerk zeigt, dass die AfD selbst weiß, dass ihre Position in dieser Frage wackelig ist. Bei der Bundestagsverwaltung laufen mehrere Prüfverfahren zur Wahlkampfhilfe für die AfD.

Öf­fentlichkeit in die Irre geführt

Die jetzige Distanzierung deutet daraufhin, dass die AfD die Situation inzwischen heikler einschätzt als zuvor. Lange hatte sie nichts gegen die intrans­parente Wahlwerbung zu ihren Gunsten unternommen. AfD-Politiker redeten die Unterstützung durch die geheimen Gelder klein, sie gaben Unwissenheit vor, bemühten sich in keiner Weise um Aufklärung und führten sogar die Öf­fentlichkeit in die Irre. Wie etwa Jörg Meuthen, der noch im Mai 2017 versuchte, das ganze Ausmaß seiner Unterstützung durch die Goal AG zu verschleiern.

Meuthens „Freund“ Segert

Selbst im Rechenschaftsbericht 2016 redet die AfD nur von „Werbemaßnahmen“ der Goal AG ohne diese genau aufzulisten. Und sie behauptet, der mögliche Wert habe zum Zeitpunkt des Berichts nicht beziffert werden können. Das war mehr als eineinhalb Jahre nach den Werbemaßnahmen – da hätte Herr Meuthen bei seinem „Freund“ Segert sicher Zahlen in Erfahrung bringen können, wenn das gewollt gewesen wäre.

Keinen Sand in die Augen streuen lassen

Klar ist: Wenn die AfD für die Wahlwerbung Verantwortung übernehmen muss, drohen ihr Millionen-Strafen wegen illegaler Parteienfinanzierung. Im Fall von Jörg Meuthen geht es um die Frage, ob es sich am Ende um illegale anonyme Parteispenden handelt (mehr dazu siehe in unserem Bericht von Juni 2018: https://www.lobbycontrol.de/2018/06/parteispenden-wer-stoppt-die-intransparenten-geldfluesse-zugunsten-der-afd/). Die Bundestagsverwaltung ist jetzt in der Pflicht, die Untersuchungen voranzutreiben – und sich keinen Sand in die Augen streuen zu lassen.

Weitere Informationen und Links:

https://www.lobbycontrol.de/2018/07/afd-schmierenkomoedie-um-verdeckte-wahlkampfhilfe/#pk_campaign=20180802A&pk_source=nl

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„Täglich ertrinken Menschen im Mittelmeer: Das ist nicht in unserem Sinn“ – Freundeskreis Asyl fordert Stadt Schwäbisch Hall auf, Flüchtlinge aufzunehmen

Täglich erreichen uns Nachrichten von Menschen, die im Mittelmeer ertrunken sind, ertrunken, obwohl sie hätten gerettet werden können! Aber die EU betreibt eine Politik, diese Menschen von Europa fernzuhalten und lieber ertrinken zu lassen, als sie zu retten. Das ist nicht in unserem Sinn.

Von Peter Aichelin, Freundeskreis Asyl Schwäbisch Hall

Aktion am Samstag in Schwäbisch Hall

Wie viele Menschen an verschiedenen Orten Deutschlands finden wir uns damit nicht ab und treffen uns deshalb am Samstag, 4. August 2018, von 10 Uhr bis 12 Uhr am Stand des Freundeskreis Asyl auf dem Milchmarkt in Schwäbisch Hall. Am besten mit eigenem Plakat oder Sandwich, in orangenem T-Shirt oder Rettungswesten – als Zeichen der Aktion „Seebrücke“.

Flüchtlingsunterkünfte stehen leer

Der Stadtrat Schwäbisch Hall hat 2012 beschlossen, jährlich 17 Flüchtlinge aufzunehmen. Diese Zusage fordern wir von der Stadt ein. In der Zollhüttengasse, im Nicolaihaus, in der Schillerstraße stehen Flüchtlingsunterkünfte leer, die Infrastruktur zur Unterstützung durch Ehrenamtliche steht bereit. Leisten wir unseren Beitrag, das Massensterben im Mittelmeer zu beenden. Machen wir Ernst mit der „Wertegemeinschaft Europa“: Toleranz, Mitmenschlichkeit und Solidarität – Brücken statt Mauern

Facebooklink für die Veranstaltung in Schwäbisch Hall:

https://www.facebook.com/events/262722597659399/

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„Als der Staat rot sah – Justizopfer im Kalten Krieg“ – Filmvorführung und Diskussion mit einer Zeitzeugin in Schwäbisch Hall

Hermann Abmayr zeigt seinen Film „Als der Staat rot sah – Justizopfer im Kalten Krieg“ am Donnerstag 2. August 2018, um 19.30 Uhr im „Haus der Bildung“ (VHS) in Schwäbisch Hall, Raum M 1.02. Irene Jung, eine Zeitzeugin dieser Verfolgung von politisch Andersdenkenden, ist zur Diskussion anwesend. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung „Berufsverbote“ statt.

Von Siegfried Hubele (DGB Schwäbisch Hall) und Heidi Scharf (VVN -BdA Schwäbisch Hall)

Nicht selten ehemalige Nazi-Juristen

Der Kalte Krieg dominierte das Nachkriegsdeutschland. Gegen mehr als 200.000 Menschen wurde ermittelt, fast 10.000 wurden verurteilt. Nicht selten waren es ehemalige Nazi-Juristen, die Urteile sprachen gegen politisch anders Denkende und unbequeme Bürgerinnen und Bürger. Viele von ihnen waren Mitglied der KPD, die 1956 verboten wurde. Oft waren die Beschuldigten Männer und Frauen, die wegen ihrer Gesinnung schon unter Hitler im Gefängnis oder im KZ saßen. Manchmal standen sie in der BRD denselben Richtern gegenüber, die schon unter Adolf Hitler gegen sie „Recht“ sprachen. Aber es gab auch Verurteilungen gegen Familienangehörige, so genannte Verbündete etc..

Weitere Informationen im Internet über Hermann Abmayr:

http://www.autoren-bw.de/autor/1135/hermann-georg-abmayr/

http://www.stuttgart-steht-auf.de/pdf/abmayer1.pdf

Weitere Informationen im Internet über Irene Jung:

http://www.schwaebischhall.de/termine.html?S_Datum=8&S_Jahr=2018&cHash=5b5152aeebe461ad3d1af76a8e9b141e&id=31&Veranstaltung=35476

Weitere Informationen im Internet zum Thema:

https://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=23804

www.berufsverbote.de

http://nordwuerttemberg.dgb.de/termine/++co++29c092e6-79d9-11e8-ade1-52540088cada

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