„Ein neues Miteinander, denn Crailsheim kann mehr“ – Jürgen Loga will Oberbürgermeister in Crailsheim werden

Jürgen Loga hat bei der Vorstellung der zwölf Oberbürgermeister-Kandidaten am Dienstag, 24. Oktober 2017, in der Crailsheimer Hirtenwiesenhalle als Erster gesprochen. Er ist auch der erste Kandidat, der Hohenlohe-ungefiltert unaufgefordert seine Rede zugeschickt hat. Hohenlohe-ungefiltert veröffentlicht die Rede in voller Länge. Auch die Reden der anderen Kandidaten werden veröffentlicht, wenn sie den Text ihrer Reden (ebenfalls unaufgefordert) an die Redaktion schicken (E-Mail: rag.pad@t-online.de).

Rede von Jürgen Loga, OB-Kandidat in Crailsheim

Guten Abend, liebe Crailsheimer Bürgerinnen und Bürger,

Viele von Ihnen haben ja schon mit mir gesprochen. Und noch mehr von Ihnen haben mich bereits gesehen. Am Anfang auf dem Goldbacher Licherfest, der Roßfelder Sichelhenke, dem Volksfest, dem Onolzheimer Hammeltanz. Jeden Samstag in verschiedenen Cafés. Bei meinen bis jetzt 13 Bürgertreffs und Gesprächen mit den Vereinsvorständen. Danke, dass Sie mich so gut aufgenommen haben. Danke, dass Sie meine Internet-Seite schon 10.000 Mal besucht haben und dort auf meine Bürgerbefragung über 3000 wertvolle Antworten gegeben haben. Danke, für die vielen persönlichen Gespräche! Und dass Sie so aktiv auf meiner Facebook-Seite mit dabei sind. Ihr Crailsheimer seid wirklich Klasse!

Bei alledem habe ich viel von Ihnen gelernt.

Vor allem eines ist mir glasklar geworden: Crailsheim hat schon viel Gutes geschaffen und kann sehr stolz darauf sein. Jedoch: Crailsheim kann mehr! Und das wissen Sie alle, meine Damen und Herren! Und damit meine ich alle sieben Ortsteile und alle Stadtteile. Doch wie erreichen wir mehr? Sie alle haben mir in den letzten zwölf Wochen eine klare Antwort gegeben. Sie wollen, Sie suchen neues Miteinander. Damit Klüngelei, Vetternwirtschaft und Parteistrategien KEINE Chance haben. Ein neues Miteinander zwischen Stadtverwaltung und Gemeinderat und Bürgern, auch zwischen den Vereinen und der Stadt! Dazu Führung. Klare Regeln. Verlässlichkeit. Entscheidungen. Und wenn ich das mit dem neuen Finanz- und Bau-Bürgermeister umsetze, fällt unsere Saat auf fruchtbaren Boden.

Parteifreiheit

Doch das klappt nur mit Parteifreiheit. Ich will als OB nicht eine Partei berücksichtigen müssen. Ich will nicht auf familiäre Bande achten müssen. Ich will nicht aus alter Freundschaft oder wegen der gemeinsamen Schulzeit ein schlechtes Gewissen bei Entscheidungen haben müssen. Das sagt mir meine Lebenserfahrung. Die habe ich – wissen Sie, ich bin 52 Jahre, glücklicher Vater von zwei erwachsenen Kindern und habe 25 Jahre Berufserfahrung mit Städten und Gemeinden.

Wo genau werden wir Miteinander in Crailsheim die neue Saat streuen?

In der Stadtverwaltung möchte ich die interne Strukturen optimieren, gleichzeitig an bestimmten Stellen mehr Eigenständigkeit und Verantwortung fördern. Die Gesundheit der Mitarbeiter ist mir wichtig, weshalb ich auch hier Akzente setzen werde. Letztendlich geht es mir in der Stadtverwaltung darum, dass die Mitarbeiter durch die neue Organisation mehr Zeit für die eigene Arbeit und die
Bedürfnisse der Bürger bekommen.

Nachfolgeproblematik im Handel

Ich setze aber auch in dem Bereich des Handels wichtige Marken! Entscheidend ist für mich dabei zum Beispiel die zu erwartende Nachfolgeproblematik, wenn in zehn Jahren 30 Prozent der Firmeninhaber sich altershalber zurückziehen. Mit einer frischen Struktur unter der Führung eines von der Stadtverwaltung dafür abgestellten Mitarbeiters werde ich einen neuen Verein schmieden, in dem die Unternehmer eingebunden werden, wenn es zum Beispiel um Verkehrsfluss, Gründerzentrum und Fachkräfteanwerbung geht. Und das nötige Rückgrat, wenn man mit Entscheidungsträgern aus der Wirtschaft und der öffentlichen Hand auf Augenhöhe verhandelt!

Denn es geht darum, liebe Crailsheimer, Ihre Arbeitsplätze, zu sichern!

Wobei für mich die wirtschaftliche Seite in Crailsheim nicht den Bereich der Natur und des Umweltschutzes verdrängen darf. Als Vater von zwei erwachsenen Kindern bekenne ich mich ausdrücklich zu der Erhaltung von Grünzonen und bin sehr skeptisch, wenn es um das Zupflastern unserer Natur geht.

Ausbildung

Eine Herzenssache ist mir auch die schulische Ausbildung und die Situation der Ausbildungsstätten in Crailsheim. Lehrer, Eltern und Rektoren haben von schwierigen räumlichen Verhältnissen berichtet – und das Entscheidungen und die Umsetzungen zu lange dauern. Die Kinder sind unsere Zukunft. Ich meine: Es hilft nicht, wenn wir die Samen aussäen und die Pflege im Wachstum dann vergessen. Ich sehe die Priorität auch hier in einem neuen Miteinander. Ich frage Sie: „Wie wichtig ist uns schulische Ausbildung in Crailsheim?“ Sie wissen es:  „Gute schulische Verhältnisse in allen Bereichen sind auch eine Wirtschaftsfaktor!“. Auch hier ist also ein Miteinander notwendig! Miteinander in die Umsetzung gehen! Schon jetzt stehen mit mir Menschen dafür an der Startlinie, denn es muss schnell losgehen!

Ärzteversorgung

Manche haben mir erzählt, sie finden keinen Hausarzt mehr in Crailsheim! Und dass oft Ärzte nicht mehr genug Zeit für die Patienten haben. Dass unser Krankenhaus die Behandlung bei einem Herzinfarkt nach Hall abgibt. Wir müssen handeln! Ich habe tieferen Einblick in diese Szene, denn meine Frau ist selbst nicht nur Physiotherapeutin, sondern leitete das Physiozentrum Klinik Löwenstein. Wir müssen den Ärzten helfen, deren Bürokratie abzubauen. Ein Weg dahin könnte sein, die Ausbildung des jetzt neu entwickelten Berufs des Arztassistenten noch vor den anderen Städten nach Crailsheim zu bringen. Diese ausgebildeten Fachkräfte werden dann unsere Ärzte entlasten. Wenn wir diesen Weg jetzt gehen, werden neue Ärzte zu uns kommen wollen, werden wir insgesamt eine bessere Versorgung erreichen.

Pflege

Gleichzeitig ist es mir aber auch wichtig, dass es neue Angebote für den Bereich der Pflege gibt – vorzugsweise für die Pflege zuhause. Hier will ich neue Weiter- und Fortbildungen nach Crailsheim bringen, damit die Crailsheimer lernen können, sich zumindest am Anfang schneller selbst zu helfen. Wir haben bis jetzt folgende Felder beackert: Die Stadtverwaltung, die Wirtschaft, die ärztliche
Versorgung und die Schulen. Ein Feld fehlt noch – was könnte es sein? Wie geht es uns allen, wenn wir miteinander den Boden bestellen, miteinander die Saat aussäen, miteinander die Pflänzchen pflegen, miteinander ernten – aber vor lauter Arbeit und Stress Spaß und Freude als Ausgleich vergessen? Wie gleiche ich Arbeit und Stress in Crailsheim aus? Vielleicht mit einem Bummeln an einem Sonntag-Nachmittag durch die Lange Straße? Weil wir uns dort so wohl fühlen? Und was wird ein zukünftiger Arzt und seine Frau, die wir uns doch so dringend wünschen, zu diesem Sonntag-Nachmittag in der Innenstadt sagen?

Mehr Flair für Crailsheim

Das letzte Feld heute Abend, das ich mit Ihnen und für uns bearbeiten möchte, ist das wichtigste. Es soll dafür sorgen, dass wir mehr Flair nach Crailsheim bekommen. Viele Bürger meinten, man könnte zum Beispiel am Marktplatz und in Teilen der Langen Straße dauerhaft gemütliche Blockbohlen-Häuschen aufbauen. Und dort regelmäßig Kunst und Kultur in das Herz der Stadt bringen. In den
umliegenden Cafés und Bistros sich mit Freunden und Bekannten treffen. Straßenmusikern lauschen, Künstlern zuschauen. In einem malerischen Ambiente Leckereien genießen. Ich bin begeisterter Kunst- und Kulturliebhaber. Ich will das bereits bewährte Kulturwochenende zur Kultursaison erweitern. Ich will die Horaffensage in einem Horaffentheaterstück zum Leben erwecken, zum Beispiel in unserem Stadtzentrum vorgeführt.

Kulturhalle

Ich will auch keine Sporthalle. Keine Stadthalle – sondern eine Kulturhalle. An dem Standort, wo es der Gemeinderat schon beschlossen hat. Und Kulturhalle bedeutet nicht, dass dort nicht alles möglich ist – es muss nur der richtige Grundcharakter herrschen. Es gibt mit Sicherheit einen optimalen Kompromiss, man muss ihn nur miteinander erarbeiten! Und unsere Vereine können sich dann dort präsentieren, unsere Stadt kann Empfänge geben. Damit wir in Crailsheim nicht nur die führende Wirtschafts-Stadt, sondern auch die führende Kultur- und Freizeitstadt im Nordosten von Baden-Württemberg sind.

16 Jahre

Leider standen mir nur wenige Minuten zur Verfügung und ich habe ich Ihnen daher natürlich nur einen sehr kleinen Abriss meiner geplanten 16 Jahre präsentieren können. Ja, 16 Jahre. Denn ich will in Crailsheim leben und alt werden. Und ich weiß, dass es schädlich ist, wenn ein OB nach acht Jahren entweder in den Ruhestand geht oder Karriere als Abgeordneter in der großen Politik beginnt. Ich will 16 Jahre das neue Miteinander säen, wachsen lassen und natürlich pflegen. Und ich habe dazu eine fantastische Frau an meiner Seite. Petra ist neben ihrem Beruf eine ehemalige württembergische Weinkönigin, war Schöffin und 15 Jahre Gemeinderätin, sie ist sehr offen und unterstützt mich zu 100 Prozent.

„Ich bringe Kuchen mit“

Wenn Sie mehr und ausführlicher über die guten Ideen für Ihr Crailsheim erfahren möchten, dann gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder besuchen Sie mich auf meiner Internetseite oder Sie laden mich zu sich nach Hause ein. Sie alle haben in den letzten Tagen eine Kuchenkarte erhalten, und auch draußen im Foyer liegen noch einige für Sie parat. Sie können mir diese ausgefüllt zuschicken, ich vereinbare dann mit Ihnen einen Termin – Sie machen den Kaffee – ich bringe den Kuchen mit. Und so wird Zukunft gestaltet. Miteinander. Bitte bleiben Sie gesund – und unterstützen Sie mich bei der Wahl am 12. November. Vielen Dank!

Internetseite von Jürgen Loga:

http://www.juergen-loga.de/

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