„Mobilisierungskampagne zum Lieferkettengesetz“ – Kreisgruppe von Attac tagt im Umweltzentrum Schwäbisch Hall (UWZ)

Die Haller Kreisgruppe von Attac trifft sich am Donnerstag, 5. März 2020, um 20 Uhr im Umweltzentrum Schwäbisch Hall (UWZ) in der Gelbinger Gasse. Interessierte sind herzlich willkommen.

Von der Attac-Kreisgruppe Schwäbisch Hall

Vorbereitungen für Aktionen am 1. Mai 2020

Auf der Tagesodnung stehen die Mobilisierungskampagne zum Lieferkettengesetz, ein Bericht von der Mercosur-Tagung des Evangelischen Bauernswerks in Hohebuch, die Vorbereitung der 1.Mai-Aktionen, das 20-Jahr-Jubiläum von ATTAC sowie das weitere Jahresprogramm. Auch die Debatte im Ratschlag Verkehrswende für Schwäbisch Hall wird besprochen.

Weitere Informationen und Kontakt:

Telefon: 01754167190

E-Mail: graischy@gmx.de

Internet: 

https://www.attac-netzwerk.de/schwaebisch-hall/startseite/

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„Was ist los am Friedensberg?“ – Leserbrief von Christian Bucher über Baumfällungen in Schwäbisch Hall

Zwei Wochen hörten die Anwohner des Friedensberges in Schwäbisch Hall Kettensägen kreischen und den Krach fallender Bäume. Man will den Eschenpilz (Hymenoscyphus pseudoalbidus) bekämpfen. Wir gingen davon aus, dass ein paar kranke Bäume gefällt werden, doch nun hat man unter anderem eine Fläche, von der Größe eines Fußballfeldes nahezu komplett gerodet.

Leserbrief von Christian Bucher, Schwäbisch Hall

Kahlschlag

Geht es hier darum, für Sicherheit zu sorgen, wie öffentlich bekannt gegeben? Geht es auch darum, Geld zu sparen, indem man eine Grünfläche, statt sie regelmäßig zu pflegen, einfach alle paar Jahre kahl schlägt? Oder ist das bereits ein Vorgeschmack dessen, was für den Hang am Friedensberg geplant ist? Dort soll früher oder später ein neues Baugebiet entstehen.

Natürlich braucht eine Stadt wie Schwäbisch Hall neuen Wohnraum – aber zu welchem Preis?

Im wahrsten und doppelten Sinne des Wortes, denn wer könnte sich eine Wohnung in solcher Lage überhaupt leisten? Würde „bezahlbarer“ Wohnraum geschaffen, oder wären es eher exklusive Wohneinheiten für Spitzenverdiener? Durch solche Bebauungsmaßnahmen würde aber nicht nur das schöne grüne Bild der Stadt für immer verändert, sondern auch das einzigartige Ökosystem unwiederbringlich zerstört, das sich dort über lange Zeit entwickelt hat.

Kröten, Schlangen, Bergmolche, Eidechsen, Salamander

Seit mehreren Jahren wohnen wir am Friedensberg und pflegen das Gelände im Sinne der Natur und Artenvielfalt. Hier gibt es neben Kröten, Schlangen, Bergmolchen und Eidechsen unglaublich viele Salamander und verschiedenste Vögel zu bestaunen. Sogar eine Ringelnatter, die eine Kröte gefangen hat, konnten wir hier schon beobachten. Überall sind alte Obstbäume und Totholz, was vielen Insekten rare Lebensräume bietet und wiederum den Fledermäusen, die am Abend ihre Runden machen, zugute kommt.

Ökosystem der Stadt erweitern

Sollte man, angesichts des rasant fortschreitenden Klimawandels die Ökosysteme der Stadt nicht ganz besonders schützen – gar erweitern, statt zu dezimieren?

Begrünen gegen Sommerhitze

Zum Abschluss soll noch kurz daran erinnert werden, dass fortschrittliche Städte bereits wieder versuchen, jede verfügbare Fläche unter anderem wegen der Hitze im Sommer und hoher CO2- und Ozonwerte, zu begrünen…

Anmerkung von Christian Bucher aus Schwäbisch Hall:

„Es wäre schön, wenn mehr Menschen beginnen würden, sich für die Grünflächen der Stadt zu interessieren. Die Stadt will fair und klimaneutral werden, mehr für die Bienen tun…alles hehre Projekte, aber gleichzeitig werden vorhandene Lebensräume für Tiere und Naherholungsgebiete für die Bürger sträflich vernachlässigt (zum Beispiel Wettbach, Hofpfad…).

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„Wirtschaftseliten haben eine nachhaltige Verantwortung“ – Bericht über die Jahrestagung der „Akademie der Weltmarktverlierer“ in Schwäbisch Hall

Über die Schattenseiten der kapitalistischen Globalisierung wollten die Veranstalter der Akademie der Weltmarktverlierer in Schwäbisch Hall aufklären. Nach ihrer eigenen Ansicht sind sie mit diesem Vorhaben „in der Mitte der Gesellschaft angekommen und es wird 2021 fortgesetzt“.

Von Hans A. Graef, Schwäbisch Hall

360 Teilnehmer

Bei der Versammlung von ATTAC Schwäbisch Hall am 6.2. im Haller Umweltzentrum wurden die Ergebnisse unserer Akademie der Weltmarktverlierer 2020 zusammengefasst und diskutiert: Initiator und Organisator dieser Aufklärungs-Akademie war zum vierten Mal die ATTAC-Kreisgruppe Schwäbisch Hall. Trotz des krankheitsbedingten Ausfalls von Dr. Gerhard Schick (Finanzwende) am 28. Januar 2020. wurde unsere Jahrestagung, von 360 Teilnehmern besucht. Das bedeutet, dass unser Thema, unser Anliegen, über die Schattenseiten der kapitalistischen Globalisierung aufzuklären, in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist und 2021 fortgesetzt wird. Diese Akademie ist unabhängig und kritsch wissenschaftlich orientiert, im Gegensatz zur Weltmarktführer-Akademie, die für ATTAC eine Lobby-GmbH darstellt.

Finanzielle Unterstützer

Diese breite Unterstützung aus der Zivilgesellschaft ist an der breiten Vielfalt gesellschaftlicher Organisationen erkennbar: Weltladen Schwäbisch Hall, Brot für die Welt, Evangelisches Kreisbildungswerk, Volkshochschule Schwäbisch Hall, Club Alpha 60, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Kreisverband, Industriegewerkschaft Metall Schwäbisch Hall, Ver.di Ortsverein Schwäbisch Hall, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Umweltzentrum Kreis Schwäbisch Hall, Initiative Umfairteilen Schwäbisch Hall. Ein besonderer Dank geht an die finanziellen Unterstützer Brot für die Welt, ATTAC und den Leserkreis von Publik-Forum.

Missachtung von Menschenrechten

Der Vortrag von Simone Knapp von der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika in Heidelberg fand am 27. Januar 2020 in Kooperation mit dem Evangelischen Kreisbildungswerk im Brenzhaus Schwäbisch Hall statt. Die Referentin zeigte die Missachtung elementarer Menschen- und Arbeitsrechte durch den Platinkonzern Lonmin und den Chemieriesen BASF. Die Aktivitäten der KASA Heidelberg haben dazu geführt, dass die Opfergruppe aus Marikana jährlich bei den Aktionärsversammlungen präsent ist und die Fragen nach der Verantwortung des Vorstands stellt. Dabei geht es um Anerkennung und Wiedergutmachung, um den Einsatz für bessere Lebensbedingungen durch bessere Löhne und eine zugesagte Verbesserung der Wohnungssituation.

Hoffen auf ein Lieferkettengesetz

Detailliert legte sie die Entwicklung der letzten Jahre dar, denn die Herausforderungen transnationaler Solidarität mit dem Ziel, für Menschenrechte gegen die rein profitorientierte Konzernmacht einzutreten. Dazu könnte in besonderer Weise das Lieferkettengesetz beitragen, das die Verantwortung der Produzenten, Verbraucher und Politik verbessern soll. Diese Initiative wird von einem breiten gesellschaftlichen Prozess und den sozialen Bewegungen unterstützt. Die 65 Teilnehmer diskutierten intensiv diesen Vorschlag.

„Die Finanzwirtschaft an die Kette legen“

Der Vortrag von Dr. Schick musste kurzfristig krankheitsbedingt ausfallen, obwohl dieses Thema „Die Finanzwirtschaft an die Kette legen“ breites Interesse fand. Für 35 Gäste, denen die Absage entgangen war, zeigten wir in der Volkshochschule den Panorama-Dokumentarfilm über Cum-Ex-Geschäfte, einer der größten Steuerbetrugsaffären, in dem Dr. Schick auftritt. Ausführlich diskutierten wir die Frage, wie es sein kann, dass Staat und Gesellschaft so einen EU-weiten Vorgang hinnehmen, der den Ländern einen Schaden von 55 Milliarden Euro verursachte. Thesen aus dem Buch „Warum schweigen die Lämmer?“ von Dr. Rainer Mausfeld. wurden debattiert.

„Die Kunst den Kapitalismus zu verändern“

Ein Höhepunkt war der Vortrag des ehemaligen Publik-Chefredakteurs und Ökonomen Dr. Wolfgang Kessler am 29. Januar 2020 vor 110 interessierten ZuhörerInnen im Haller Theatersaal auf der Basis seiner Streitschrift „Die Kunst den Kapitalismus zu verändern“. In 60 Minuten erläuterte er seine pragmatischen Thesen, angesichts „des rasenden Kapitalismus, der Mensch, Demokratie, Natur und Klima bedroht. Wirtschaft und Konsum müssen grundlegend anders werden. Er signierte sein Buch; auch dieser Vortrag wird in der Sendung „Akademie der Weltmarktverlierer“ im Freien Haller Radio „sthoerfunk.de“ zu hören sein (immer freitags um 16 Uhr). Es erschien eine positiver Bericht im Haller Tagblatt.

„Der marktgerechte Mensch“

Abschließend wurde am 31. Januar 2020 vor 130 Besuchern im kommunalen „Kino im Schafstall“ der vor kurzem neu erschienene „Film von unten: Der marktgerechte Mensch“ gezeigt, moderiert von Ver.di Schwäbisch Hall. Die Welt ist im Umbruch. Seit dem neuen Jahrtausend und zuletzt nach der Finanzkrise wurden neue Weichen gestellt. Die soziale Marktwirtschaft, gesellschaftliche Solidarsysteme, über Jahrzehnte erstritten, werden abgebaut Vor 20 Jahren waren in Deutschland knapp zwei Drittel der Beschäftigten in einem Vollzeitjob mit Sozialversicherungspflicht. 38 Prozent sind es nur noch heute. Aktuell arbeitet bereits knapp die Hälfte der Beschäftigten in Unsicherheit. Der Film zeigt biografische Beispiele und Arbeitssituationen von prekär Beschäftigten und aus dem Niedriglohnbereich.

Für eine klimafreundliche Globalisierung

P.S. Am 30. Januar 2020 beteiligten wir uns an einer Demonstration der Fridays-for-Future-Bewegung vor dem Tagungsgebäude des Weltmarktführertreffens, der Bausparkasse Schwäbisch Hall, wo ab 10.30 Uhr Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sprach, danach Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). Diese Regierungsmitglieder wurden wie die Kongressteilnehmer daran erinnert, dass viel zu wenig getan wird für eine klimafreundliche Globalisierung. Im Redebeitrag von Hans Graef wurde die nachhaltige Verantwortung der Wirtschaftseliten angemahnt, denn an die Stelle des alten (fossilen) Wirtschaftswachstums muss eine neue Ökonomie treten, aber ohne Greenwashing und mit einer neuen nachhaltigen Wirtschaftszivilisation.

Weitere Informationen und Kontakt:

http://www.weltmarktverlierer-akademie.de/

www.attac.de

www.oxfam.de

www.umfairteilen.de

www.reichtum-umverteilen.de

www.brot-fuer-die-welt.de

www.gfbv.de

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„Künstliche Intelligenz und Verbraucherschutz“ – Kommentar der Europa-Abgeordneten Evelyne Gebhardt (SPD)

Die Abstimmung der Parlamentsresolution über die Folgen von Algorithmen und automatisierter Entscheidungsfindung auf den Verbraucherschutz am Mittwoch, 13. Februar 2020, kommentiert Evelyne Gebhardt, Sprecherin der Europa-SPD im EU-Ausschuss für Verbraucherschutz.

Kommentar der Europa-Abgeordneten Evelyne Gebhardt (SPD) 

Mangel an der Software?

„Künstliche Intelligenz bietet enorme Chancen für die Gesellschaft, den Binnenmarkt und die wissensbasierte Wirtschaft, die Europa nutzen muss. Dabei muss die EU die Herausforderungen für das Wohlergehen von Verbraucherinnen und Verbrauchern angehen. Wenn beispielsweise eine Kaffeemaschine defekt ist, merkt man das sofort. Bei einem intelligenten Kühlschrank ist das schon anders: Wie soll der Verbraucher oder die Verbraucherin prüfen, ob der Mangel an der Software liegt?“

„Recht auf eine Entschädigung“

„Die EU-Kommission muss untersuchen, wie europäisches Recht in Sachen Verbraucherschutz, Produktsicherheit und Marktüberwachung überarbeitet werden muss. Etwa sind geltende Haftungsregelungen nicht an automatisierte Entscheidungsprozesse angepasst. Die herkömmliche Definition von Produkten missachtet Entwicklungen um das Internet der Dinge und muss überarbeitet werden. Verbraucherinnen müssen das Recht haben, dass verständliche und tendenzfreie Algorithmen genutzt werden. Bei Fehlern sollten Verbraucher ein Recht auf eine Entschädigung haben.“

Ethische Fragen

„Dienstleistungen können zukünftig schneller und genauer erbracht werden. Dies wirft jedoch ethische Fragen auf; besonders bei Diensten von allgemeinem Interesse, etwa in der Medizin oder bei freien Berufen. Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten verlangen, dass Menschen die Verantwortung für Entscheidungen übernehmen und, falls möglich, fehlerhafte Entscheidungen wiederrufen können. Eine unabhängige Stelle, ein ‚TÜV‘ für Künstliche Intelligenz, muss künftig garantieren, dass automatisierte Entscheidungsprozesse im Einklang mit Qualität- und Leistungsstandards sowie dem Verbraucherschutz stehen.“

Weitere Informationen und Kontakt:

Hannah Cornelsen, Referentin für Presse– und Öffentlichkeitsarbeit der SPD-Abgeordneten im Europäischen Parlament Evelyne Gebhardt

S&D-Fraktion
ASP 12 G 116
60, Rue Wiertz
B-1047 Brüssel

Telefon Brüssel: +32 228 43255

Mobil: +32 473 556378

E-Mail: hannah.cornelsen@europarl.europa.eu

Internet:

www.spd-europa.de

www.twitter.com/SPDEuropa

www.facebook.com/SPDfuerEuropa

Fabian Rothfuss, Leiter Europabüro Künzelsau, Assistent von Evelyne Gebhardt MdEP, Keltergasse 47, 74653 Künzelsau

Telefon: 0 79 40-5 91 22

Fax: 0 79 40-5 91 44

E-Mail: info@evelyne-gebhardt.eu

Internet:

www.evelyne-gebhardt.eu

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„Eine zweite Chance für die Liebe“ – Birgit Häbich erzählt in „Irgendwo in Hohenlohe“ von einer Beziehung, bei der Geschäftliches und Emotionales komplex verwoben sind

„Irgendwo in Hohenlohe“ ist eine untypische Liebesgeschichte und ein Heimatroman zugleich. Birgit Häbich, die in Murrhardt aufgewachsen ist, hat sie als Episodenerzählung in 54 kurzen Kapiteln mit eigenen Illustrationen gestaltet. Die Autorin entfaltet auf rund 220 Seiten die Geschichte von Carl Eugen Friedner und Paula Engel, die sich wirklich zugetan sind.

Buchbesprechung der Murrhardter Zeitung

Schlechtes Gewissen

Dass die Haller Handwerksmeisterin und Künstlerin Carls Dienste als Steuerberater und Rechtsanwalt in Anspruch nimmt, intensiviert die Beziehung und lässt sie gleichsam fast zerbrechen. Birgit Häbich hält in dem als Fortsetzungsgeschichte entstandenen Roman, der im Tübinger Kairos-Verlag erschienen ist, geschickt die Spannung bis zum Schluss. Sie erzählt vor allem aus der Perspektive von Carl Eugen Friedner, wechselt später aber phasenweise auch zu Paula Engel. Zu Beginn ist das Kind – oder man könnte auch sagen das Vermögen der Künstlerin – schon in den Brunnen gefallen, woran der Steuerberater und Rechtsanwalt einen nicht unerheblichen Anteil trägt. Dass Carl nach einigen Jahren des Schweigens doch wieder auf Paula zugehen will, hat vor allem emotionale Gründe. Zum einen schlagen sich sein schlechtes Gewissen und die ungeklärte Situation mittlerweile in gesundheitlichen Problemen nieder, zum anderen plagt ihn die Sehnsucht nach der Frau, mit der er sich trotz alledem und immer noch eine Beziehung wünscht. (…)

Gleichzeitig bieten die kurzen Kapitel ein schnelles (Wieder-)Einsteigen und lockeres Lesen. Hinzu kommen für Leser aus der Region verschiedene Wiedererkennungseffekte – ob in Schwäbisch Hall oder Hohenlohe.

Birgit Häbich: Irgendwo in Hohenlohe, Kairos-Verlag, Tübingen, 2018, 20 Euro ISBN 978-3-920523-21-7

Link zur vollständigen Buchbesprechung in der Murrhardter Zeitung:

https://www.murrhardter-zeitung.de/nachrichten/eine-zweite-chance-fuer-die-liebe-37742.html

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„Risiken und Nebenwirkungen der Digitalisierung“ – Vortrag von Manfred Spitzer in Künzelsau über Bildung, Gehirnforschung und Digitalisierung

Professor Dr. Dr. Manfred Spitzer spricht über die Themen „Bildung, Gehirnforschung und Digitalisierung“ am Dienstag, 11. Februar 2020, um 19.30 Uhr in der Stadthalle Künzelsau. Der Eintritt ist frei. Einlass in die Stadthalle ab 18.30 Uhr; Einlass in den Großen Saal ab 19 Uhr. 

Von der Volkshochschule Künzelsau und der Buchhandlung Lindenmaier und Harsch

Mögliche Handlungsoptionen

Die Gehirnforschung der vergangenen Jahrzehnte hat unser Verständnis von Lernprozessen deutlich bereichert. Anhand dieser Erkenntnisse kann man auch Risiken und Nebenwirkungen der Digitalisierung von Schulen in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Gesellschaft feststellen. Dies wird an Beispielen dargestellt und mögliche Handlungsoptionen werden diskutiert.

Ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik in Ulm

Professor Dr. Dr. Manfred Spitzer studierte in Freiburg Medizin, Psychologie und Philosophie. Nach seiner Habilitation für das Fach Psychiatrie waren Forschungsaufenthalte in den USA prägend. Seit 1997 ist er Ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik in Ulm. 2004 gründete er das Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL).

Gespräch und Austausch beim Stehempfang

Die Veranstaltung ist die Auftaktveranstaltung zum 70-Jahr-Jubiläum der Volkshochschule. Sie wird offiziell durch Grußworte eröffnet. Nach Vortragsende sind die Besucherinnen und Besucher zum Gespräch und Austausch beim Stehempfang eingeladen.

Kosten: 

Gebührenfrei. Spende erbeten, Einlass in die Stadthalle Künzelsau ab 18.30 Uhr; Einlass in den Großen Saal ab 19 Uhr

Termin:

Dienstag, 11. Februar 2020, von 19.30 bis 21.30 Uhr

Weitere Informationen im Internet und Kontakt zu Manfred Spitzer:

https://www.uniklinik-ulm.de/psychiatrie-und-psychotherapie-iii/team/prof-dr-med-dr-phil-manfred-spitzer.html

Hirnforscher und Bestsellerautor „Risiken und Nebenwirkungen der Smartphone-Epidemie und ihre Auswirkungen auf uns Menschen“

http://wko.tv/play.aspx?c=10271

https://www.youtube.com/watch?v=utnzI7Y_qD0

https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Spitzer

Über einen, der aus Ängsten Geld macht

https://www.sueddeutsche.de/leben/buchautor-manfred-spitzer-ueber-einen-der-aus-aengsten-geld-macht-1.3965193

Digitales Klassenzimmer – Psychiater: Wenn Kinder nur wischen, haben sie einen Nachteil* / Manfred Spitzer im Gespräch mit Tobias Armbrüster

https://www.deutschlandfunk.de/digitales-klassenzimmer-psychiater-wenn-kinder-nur-wischen.694.de.html?dram:article_id=412480

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„Vie­le Pro­ble­me und Män­gel bei der Aus­bil­dungs­qua­li­tät“ – Ausbildungsreport 2019 der DGB-Ju­gend Baden-Württemberg

Vie­le Pro­ble­me und Män­gel bei der beruflichen Aus­bil­dungs­qua­li­tät in Baden-Württemberg. Über­stun­den, aus­bil­dungs­frem­de Tä­tig­kei­ten und feh­len­de Be­treuung durch Aus­bil­derIn­nen be­stim­men den All­tag vie­ler Azu­bis. Nicht we­nig Be­trie­be schei­nen ih­re Aus­zu­bil­den­den als bil­li­ge Ar­beits­kräf­te zu ste­hen, statt ih­rem Aus­bil­dungs­auf­trag ge­recht zu wer­den.

Von der DGB-Jugend Baden-Württemberg

Über 2000 Aus­zu­bil­den­de befragt

Zum drit­ten Mal be­reits konn­ten wir einen ei­ge­nen Aus­bil­dungs­re­port für Ba­den-Würt­tem­berg er­stel­len. 2.201 Aus­zu­bil­den­de aus den 25 häu­figs­ten dua­len Aus­bil­dungs­be­ru­fe ga­ben Aus­kunft über die Qua­li­tät ih­rer Aus­bil­dung.

Zen­tra­le Er­geb­nis­se:

Das Gu­te zu Be­ginn: Rund sie­ben von zehn Aus­bil­den­den in Ba­den-Würt­tem­berg sind mit ih­rer Aus­bil­dung zu­frie­den oder sehr zu­frie­den. Den­noch gibt es wei­ter­hin – und oh­ne er­kenn­ba­re Ver­bes­se­rung zu den Vor­jah­ren – vie­le Pro­ble­me und Män­gel bei der Aus­bil­dungs­qua­li­tät. Über­stun­den, aus­bil­dungs­frem­de Tä­tig­kei­ten und feh­len­de Be­treuung durch Aus­bil­derIn­nen be­stim­men den All­tag vie­ler Azu­bis. Nicht we­nig Be­trie­be schei­nen ih­re Aus­zu­bil­den­den als bil­li­ge Ar­beits­kräf­te zu ste­hen, statt ih­rem Aus­bil­dungs­auf­trag ge­recht zu wer­den.

Betriebe müssen für Verbesserungen sorgen

Wenn die Qua­li­tät der dua­len Be­rufs­aus­bil­dung ge­stei­gert wer­den soll, sind vor al­lem die Be­trie­be in der Pflicht, für Ver­bes­se­run­gen zu sor­gen. Im Sin­ne ei­ner Si­che­rung von qua­li­fi­zier­ten Fach­kräf­ten wä­re dies auch in ih­rem ur­ei­ge­nen In­ter­es­se. Dar­über hi­n­aus ist aber auch die Po­li­tik ge­fragt, für gu­te Rah­men­be­din­gun­gen zu sor­gen. Be­hör­den und Kam­mern müs­sen zu­dem ih­rem Kon­troll- und Schutz­auf­trag im Sin­ne der Azu­bis nach­kom­men (…)

Zum ganzen Artikel auf der Internetseite des DGB-Baden-Württemberg:

https://bw-jugend.dgb.de/ausbildung/ausbildungsreport/++co++783cdfe2-021d-11ea-bd15-525400d8729f

Weitere Informationen und Kontakt:

Andre Fricke, Bezirksjugendsekretär, DGB-Jugend Baden-Württemberg, Willi-Bleicher-Straße 20, 70174 Stuttgart

Telefon: 0711-2028-248

Mobil: 0175-2924275

Fax: 0711-2028-250

Internet:

http://bw-jugend.dgb.de/

www.facebook.com/dgb.jugend.bw

Den voll­stän­di­gen Aus­bil­dungs­re­port Ba­den-Würt­tem­berg 2019 gibt es zum Herunterladen ebenfalls auf folgender Internetseite:

https://bw-jugend.dgb.de/ausbildung/ausbildungsreport/++co++783cdfe2-021d-11ea-bd15-525400d8729f

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„Verkehrswende Schwäbisch Hall, Klimapolitik, Fridays-Bewegung und Jahresprogramm“ – Themen beim offenen Treffen der ATTAC-Gruppe Schwäbisch Hall

Ein erster Rückblick auf die „erfolgreiche Jahrestagung der Akademie der Weltmarktverlierer“ steht im Mittelpunkt des Treffens der ATTAC-Kreisgruppe Schwäbisch Hall am Donnerstag, 6. Februar 2020, um 20 Uhr im Umweltzentrum Schwäbisch Hall, Gelbinger Gasse 85.

Von der ATTAC-Kreisgruppe Schwäbisch Hall

Lieferkettengesetz erster Aktions-Schwerpunkt

Weiter geht bei dem Treffen um die Verkehrswende Schwäbisch Hall, die Klimapolitik, die Fridays-Bewegung und das Jahresprogramm regional und überregional, wobei das Lieferkettengesetz einen ersten Aktions-Schwerpunkt darstellt. Neue Interessierte sind herzlich willkommen.

Weitere Informationen und Kontakt:

Telefon: 0175-4167190

Internet:

https://www.attac-netzwerk.de/schwaebisch-hall/startseite/

http://www.weltmarktverlierer-akademie.de/

„Verkehrswende weg vom Auto hin zu Bus, Schiene, Fahrrad und Füßen“ – In Schwäbisch Hall trifft sich das „Klimabündnis Verkehrswende“

http://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=25526

http://bw.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/5T3MZ/brandschutz-bei-stuttgart-21—katastrophe-mit-ansage/

https://www.bei-abriss-aufstand.de/tag/montagsdemo/

http://www.kopfbahnhof-21.de/

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„Für eine bessere Klima-Politik und Gerechtigkeit in der Weltwirtschaft“ – Aktionen der Akademie der Weltmarktverlierer in Schwäbisch Hall

Akademie der Weltmarktverlierer in Schwäbisch Hall: Insgesamt waren vergangene Woche 350 Besucher bei den Veranstaltungen, 200 haben mit den Aktivisten von Fridays-for-Future vor der Bausparkasse gegen den Weltmarktführer-Gipfel für eine bessere Klimapolitik demonstriert.

Von Hans A. Graef, Akademie der Weltmarktverlierer in Schwäbisch Hall

Radio Störfunk berichtet über die Veranstaltungen

Im Radio StHörfunk in Schwäbisch Hall gibt es inzwischen die ersten Sendungen der Weltmarktverlierer-Veranstaltungen. Der erste Schwerpunkt befasst sich mit dem „Lieferkettengesetz“. Weitere Vorträge sind ab Freitag, 7. Februar 2020, im Radio Sthörfunk zu hören.

Link zur Mediathek des Radio-Sthörfunk:

http://www.sthoerfunk.de/mediathek

Weitere Informationen im Internet über die Akademie der Weltmarktverlierer in Schwäbisch Hall:

http://www.weltmarktverlierer-akademie.de

Weitere Informationen und Kontakt:

E-Mail: hans.a.graef@t-online.de

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„Für ein gerechtes Wirtschaftssystem“ – Vier Veranstaltungen der „Akademie der Weltmarktverlierer“ in Schwäbisch Hall

Vier Veranstaltungen der „Akademie der Weltmarktverlierer“ finden in den nächsten Tagen in Schwäbisch Hall statt. Die Vorträge werden in den kommenden Wochen in der gleichnamigen Sendung freitags ab 16 Uhr im Radio Sthörfunk gesendet.

Von der Akademie der Weltmarktverlierer Schwäbisch Hall

Montag, 27. Januar 2020, um 19.30 im Brenzhaus Schwäbisch Hall:

Veranstalter: ATTAC Schwäbisch Hall und Evangelisches Kreisbildungswerk

Thema: „Zum Beispiel BASF. Über Konzernmacht und Menschenrechte“, es referiert SIMONE KNAPP von der KASA (Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika) in Heidelberg

Wie ist es möglich, dass die Menschen, die eines der wertvollsten Metalle der Welt für ein deutsches Vorzeigeunternehmen abbauen, in Slums leben? Am Beispiel der Platinlieferkette zwischen dem deutschen Chemiekonzern BASF und dem britisch-südafrikanischen Platinproduzenten Lonmin erörtert sie koloniale Kontinuitäten im Rohstoffhandel und versammelt Stimmen von ArbeiterInnen, AktivistInnen und WissenschaftlerInnen. Es geht um die direkte Verbindung des Massakers von Marikana nach Europa, um globale Lieferketten und deren Gestaltung durch Handelsabkommen und Entwicklungspolitik, um Steuervermeidung, Lobbyismus und Unternehmensverantwortung, um dringend notwendige rechtliche Regulierungen und postkoloniale Verantwortungskonzepte – und um die neuen Herausforderungen transnationaler Solidarität.

Dienstag, 28. Januar 2020, um 19.30 Uhr im Haus der Bildung Schwäbisch Hall:

Veranstalter: ATTAC Schwäbisch Hall und Volkshochschule

Dokumentarfilm „Goldmann Sachs – eine Bank lenkt die Welt“

Vortrag Finanzwende von Dr. Schick abgesagt

Wegen einer Erkrankung kann der bekannte Finanzpolitiker Dr. Gerhard Schick von der Bürgeraktion Finanzwende am Dienstag, 28. Januar 2020 seinen angekündigten Vortrag „Die Finanzwirtschaft an die Kette legen“ bei der VHS im Haus der Bildung  leider nicht halten. Der Termin soll in Kürze nachgeholt werden. Stattdessen wird für Interessierte der Dokumentarfilm „Goldmann Sachs – eine Bank lenkt die Welt“ gezeigt.

Für eine Finanzwirtschaft, die der Gesellschaft dient, nicht ihr schadet

Er ist promovierter Volkswirt, ehemaliges Mitglied des Bundestages (ehemaliger finanzpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion), Mit-Initiator des Vereins und dessen geschäftsführender Vorstand. Bekannt wurde er in den Medien durch seine Aufklärung der so genannten Cum-Cum- und Cum-Ex-Geschäfte, bei der europäische Staaten durch Geschäfte der Finanzwirtschaft um 55 Milliarden Euro betrogen wurden – einer der größten Steuerbetrügereien der letzten Jahrzehnte. „Willfährige Wirtschaftsprüfer sind Erfüllungsgehilfen der Firmen“ titelte die Süddeutsche Zeitung. Literaturhinweis: Giegold/Philipp/Schick. Finanzwende – den nächsten Crash verhindern. (Wagenbach)

Mittwoch, 29. Januar 2020, um 19.30 Uhr Theatersaal Altes Schlachthaus in Schwäbisch Hall:

Veranstalter: ATTAC Schwäbisch Hall, Publik und Brot für die Welt

Thema: „Die Kunst, den Kapitalismus zu verändern – Eine Streitschrift (2019)“

WOLFGANG KESSLER (ehemaliger Publik-Chefredakteur)

„Rasender Kapitalismus“

Megakonzerne und Großinvestoren erobern Innenstädte, Krankenhäuser, Pflegeheime, Ackerland und unsere Daten. Für hohe Renditen werden Rohstoffe ausgebeutet, Regenwälder abgeholzt und die Meere vermüllt. Der rasende Kapitalismus bedroht Mensch, Demokratie, Natur und Klima. Wirtschaft und Konsum müssen grundlegend anders werden. Das erfordert die Kunst, das Wirtschaftssystem tiefgreifend zu verändern – ohne dass es in eine Krise abstürzt. Wolfgang Kessler zeigt, wie dies gehen kann. Und was wir dafür tun können.

Andere über Wolfgang Kesslers Streitschrift:

»Ein Buch für alle, die in diesem Land etwas verändern wollen.« Stephan Hebel, Journalist
»Sagenhaft aufrüttelnd«. Friedhelm Hengstbach SJ
»Ein beeindruckendes Feuerwerk von Alternativen, das nur eine Schlussfolgerung zulässt: Alles ist tatsächlich zum Besseren veränderbar. «Christian Felber, Publizist

Freitag, 31. Januar 2020, um 20 Uhr im Kino im Schafstall in Schwäbisch Hall:

DER MARKTGERECHTE MENSCH Ein „Film von unten“ von Leslie Franke und Herdolor Lorenz, anschließend FILMGESPRÄCH mit den Autoren

Veranstalter: Kino im Schafstall, Club Alpha 60, ATTAC und Verdi

„Arbeitnehmer-Unternehmer“ statt Arbeitnehmer-Sicherheit

Wie bei dem Film „Der marktgerechte Patient“, der zeigte wie das Gesundheitswesen den kapitalistischen Prinzipien profitabel privatisiert wurde und der im Januar 2019 in Schwäbisch Hall gezeigt wurde, dokumentiert der neue Film, wie Solidarität verloren geht und wir alle Gefahr laufen, in Konkurrenz zueinander zu versinken – während die Reichen immer reicher werden. Europa ist im Umbruch. Seit dem neuen Jahrtausend und zuletzt nach der Finanzkrise wurden neue Weichen gestellt. Die soziale Marktwirtschaft, gesellschaftliche Solidarsysteme, über Jahrzehnte erstritten, werden infrage gestellt. Besonders der Arbeitsmarkt und mit ihm die Menschen verändern sich rasant. „Arbeitnehmer-Unternehmer“ statt Arbeitnehmer-Sicherheit Noch vor 20 Jahren waren in Deutschland knapp zwei Drittel der Beschäftigten in einem Vollzeitjob mit Sozialversicherungspflicht. 38 Prozent sind es nur noch heute. Aktuell arbeitet bereits knapp die Hälfte der Beschäftigten in Unsicherheit. Sie befinden sich in Praktika, wiederholt befristeter Arbeit, in Werkverträgen und Leiharbeit. Welche Folgen hat die Arbeitsmarktderegulierung für die Menschen? Wer auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft mitspielen will, muss sich von klein an auf Flexibilität und Wettbewerb einstellen. Wie verändert diese Unbeständigkeit und Konkurrenz uns Menschen selbst und unsere sozialen Beziehungen zu anderen?

Konkurrenzkampf führt ins Abseits

Wie konnte es zu dieser Entwicklung kommen? Arbeitskämpfe haben seit der Industrialisierung Standards des Arbeitsrechts erstritten, die für die soziale Marktwirtschaft grundlegend waren. Welche politischen Entscheidungen waren bestimmend, als seit den 1980er Jahren zuerst in den USA und dann auch in Großbritannien der schlanke Staat, die Beseitigung aller Schranken des Marktes und der entgrenzte globale Wettbewerb propagiert wurden? In Deutschland etablierte sich diese Politik erstmals mit der Rot-Grünen Regierung Schröder/Fischer. Mit einer Senkung der Unternehmenssteuern und der Deregulierung des Arbeitsmarktes schaffte sie es, deutschen Konzernen nachhaltig Kostenvorteile zu verschaffen. Die Realeinkommen sanken allerdings infolge dessen zwischen den Jahren 2000 und 2010 im Mittel um 4,2 Prozent, im unteren Lohnbereich sogar um bis zu 23,1 Prozent. Fast alle Menschen in Europa verlieren an sozialer Sicherheit und werden in einen Konkurrenzkampf geschickt, der zunehmend alle Lebensbereiche umfasst und viele ins Abseits drängt.

Flyer: Akademie der Weltmarktverlierer 2020

ATTAC Schwäbisch Hall & Unterstützer laden ein zur 4. Jahrestagung der Akademie der Weltmarktverlierer

Schattenseiten der Globalisierung werden ausgeklammert

Die neoliberale Akademie der Weltmarktführer wird zum zehnten Mal ein Gipfeltreffen der kapitalistischen Elite in Schwäbisch Hall ausrichten, wo ein Loblied auf Globalisierung und Wirtschaftswachstum gesungen wird. Die Schattenseiten des Welthungers, der Rohstoffkriege, des Elends, des diskriminierenden Freihandels und der Klimakatastrophe werden komplett ausgeklammert. Dem positivistischen Weltbild dieser Lobbyorganisation der Weltmarktführer setzen wir als demokratische unabhängige Akademie unsere kritische wissenschaftliche Aufklärung entgegen. Wir geben als Teil der privilegierten Gesellschaft den Opfern der strukturellen Gewalt global und bei uns eine Stimme. Feudale Feste im Stile der Sonnenkönige klammern die Überlebensfragen unseres Planeten aus. Das von Dr. Walter Dörings neoliberalem Gipfel propagierte Wirtschaftswachstum ist Hauptursache der Klimakrise, die Profiteure sind Reiche, die Börsen und Konzerne.

Unsere Parole: Eine andere, solidarische und klimafreundliche Welt ist möglich!

Die Aufklärung über die Opfer und Abgründe der Globalisierung als aktuelle Form des kapitalistischen Kolonialismus ist unser Ziel. Diese Globalisierung erzeugt strukturelle Gewalt, Terror, Kriege – eine andere Globalisierung ist nötig. Die Wirtschafts- und Politikelite wird ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung in keiner Weise gerecht. Konzerne bemächtigen sich der Staaten, wie man es nicht nur in den USA beobachten kann. Demokratien werden durch Lobbyisten ausgehöhlt und manipuliert – und die Weltmarktführer-Akademie ist eine Lobbyvereinigung, mitverantwortlich für die Defizite, auf die wir hinweisen. Nur ein Beispiel: Die globale Steuerberatungs- UND Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG ist Partner des Elitentreffens, mitverantwortlich für den Cum-Ex-Steuerbetrugsskandal, der europäische Staaten 55 Milliarden Euro Steuern entzog, die für Bildung, Gesundheit und Soziales fehlen.

Unterstützer der Akademie der Weltmarktverlierer Schwäbisch Hall:

ATTAC, Weltladen Schwäbisch Hall, Brot für die Welt, Evangelisches Kreisbildungswerk, Volkshochschule Schwäbisch Hall, Club Alpha 60, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), IG Metall, Verdi, Umweltzentrum Schwäbisch Hall, Verein Umfairteilen Schwäbisch Hall

Weitere Informationen und Kontakt:

http://www.weltmarktverlierer-akademie.de/

https://www.facebook.com/events/akademie-der-weltmarktverlierer/jahrestagung-akademieweltmarktverlierer-aufkl%C3%A4rung-solidarit%C3%A4t/507271983194734/

https://www.attac.de/

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