„Türkei plant Einmarsch in syrisches Kurdengebiet“ – Protestkundgebung in Schwäbisch Hall vorbereiten

Einen Aufruf wegen des bevorstehenden Einmarschs der türkischen Armee in kurdische Gebiete im Norden Syriens hat Willi Maier aus Schwäbisch Hall geschrieben. Willi Maier hat vor einigen Jahren beim Bau eines Krankenhauses in Nordsyrien geholfen (http://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=20196).

Aufruf von Willi Maier, Schwäbisch Hall

Liebe Freunde,

manche haben es sicher schon erfahren: Es ist zu befürchten, dass der Einmarsch bzw. die Bombardierung der Türkei gegen Rojava (Nordsyrien) östlich des Euphrat unmittelbar bevorsteht, natürlich wieder völkerrechtswidrig. Es gibt einen Deal, der beinhaltet, dass sich die USA zurück ziehen und der Türkei freie Hand lassen. Die USA werdennichts tun, wenn die Türkei angreift.

Protestkundgebung am Tag X + 1, um 18 Uhr

Die Vorbereitungsguppe zum Antikriegstag 2019 in Schwäbisch Hall hatte im Frühsommer schon beschlossen, dass in diesem Falle am Tag X + 1, um 18 Uhr auf dem
Schwäbisch Haller Milchmarkt eine Protestkundgebung stattfindet.

Jeder kann am Haller Milchmarkt sprechen

Diese Information ist also vorläufig. Wenn der Einmarsch / die Bombadierung beginnt, werde ich sofort eine weitere Information schicken, und wir treffen uns am Tag darauf um 18 Uhr auf dem Haller Milchmarkt. Für eine Lautsprecheranlage ist gesorgt. Jeder kann auf antifaschistischer Grundlage am Mikrofon sprechen. Bereitet euch bitte darauf vor, auch mit Schildern, Sprechchören usw.

Große Schritte für die Befreiung der Frauen

Rojava ist der türkischen Regierung ein Dorn im Auge. Die Menschen organisieren eine basisdemokratische Selbstverwaltung, wo alle Nationalitäten, Religionen und Männer und Frauen gleichberechtigt sind und teilhaben. So große Schritte für die Befreiung der Frauen gibt es nirgends auf der Welt. Das soll zerstört werden. Und die Türkei als neues imperialistisches Land möchte eine regionale Vorherrschaft erringen. Die syrischen Kantone Afrin und Idlib hat sie schon unter ihrer Kontrolle, jetzt soll der nächste Schritt folgen.

Kurden sollen vertrieben werden

Die Türkei will eine 30 Kilometer breite so genannte Sicherheitszone im Norden von Syrien einrichten – unter türkischer Kontrolle. Darin liegen fast alle kurdischen Städte. Dort will sie drei Millionen Flüchtlinge ansiedeln, die nicht von dort stammen. Die dort lebenden Kurden sollen vertrieben und vernichtet werden.

Bitte schickt diese Information an eure Kontakte, verfolgt die Nachrichten und bereitet euch auf den Tag X+1 vor.

Vielen Dank und solidarische Grüße

Willi Maier, Schwäbisch Hall

Weitere Informationen in Hohenlohe-ungefiltert:

„Die Gefahr eines Weltkrieges wächst“ – Leserbrief von Wilhelm Maier aus Schwäbisch Hall über „völkerrechtswidrigen türkischen Angriffskrieg gegen den Kanton Efrîn“

„Die Gefahr eines Weltkrieges wächst“ – Leserbrief von Wilhelm Maier aus Schwäbisch Hall über „völkerrechtswidrigen türkischen Angriffskrieg gegen den Kanton Efrîn“

„Was ist los in Syrien? – Krieg, Zerstörung und Hoffnung“ – Bildervortrag von Willi Maier in Crailsheim

„Was ist los in Syrien? – Krieg, Zerstörung und Hoffnung“ – Bildervortrag von Willi Maier in Crailsheim

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„Das Fürstenhaus Hohenlohe-Langenburg in der Zeit des Nationalsozialismus“ – Link zu einer Sendung von Radio StHörfunk in Schwäbisch Hall

Mit dem Fürstenhaus Hohenlohe-Langenburg in der Zeit des Nationalsozialismus befasste sich vor Kurzem eine Sendung von Radio StHörfunk in Schwäbisch Hall. Außerdem ging es in dem einstündigen Beitrag um den früheren Crailsheimer Landrat Werner Ansel. Er war während des Zweiten Weltkriegs Kreishauptmann in den polnischen Städten Bilgoraj und Cholm. 1948 wurde Ansel zum Landrat in Crailsheim gewählt. Diese Funktion übte er bis 1972 aus.

Von Hohenlohe-ungefiltert

Link zur Sendung von Radio StHörfunk:

https://www.icloud.com/attachment/?u=https%3A%2F%2Fcvws.icloud-content.com%2FB%2FAdk65kx1GZ0qTRN8Z5pozAu-q67wAf-HI8AEg3ILBn8axIXM6o5cTOmm%2F%24%7Bf%7D%3Fo%3DAgWyIRE_Oj2vTw6_uqAwuO56-IRQSr_4EV3FIpnmuVB4%26v%3D1%26x%3D3%26a%3DCAog1zF0Ip3BJ7WlGYZgN3A6UOAyu4XtZ1BWILpkYHJ9fMISJxCM8YPM1S0YjIH_n98tIgEAKggByAD_MWHw5lIEvquu8FoEXEzppg%26e%3D1571756687%26k%3D%24%7Buk%7D%26fl%3D%26r%3D00342756-2806-4116-BE62-1C22FA2AADFC-1%26ckc%3Dcom.apple.largeattachment%26ckz%3D553EE06D-23A4-46D0-911B-BA361BB51255%26p%3D57%26s%3DLOI6JLwEyAHqMTI9Gvy6pA99LSQ&uk=ibbBV7wUutEZ_ruj0P1JEw&f=2019-09-19-20.mp3&sz=143997120

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„Die Flucht jüdischer Kinder vor dem Holocaust“ – Vortrag in Crailsheim zu Kindertransporten 1938/39

Einen Vortrag in Crailsheim zum Thema „Die Flucht jüdischer Kinder vor dem Holocaust – Kindertransporte 1938/39“ gibt es am Montag, 30. September 2019, um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Wissenschaftlerin Lilly Maier referiert im Forum in den Arkaden des Crailsheimer Rathauses. 

Von der Stadtverwaltung Crailsheim

Über 10.000 unbegleitete jüdische Kinder

Die Geschichte der Kindertransporte gilt als eines der wenigen positiven Kapitel in der Holocaust-Forschung: Über 10.000 unbegleitete jüdische Kinder und Jugendliche konnten 1938/39 nach Großbritannien oder Frankreich gerettet werden, weil ihre Eltern bereit waren, sich von ihnen zu trennen.

Manfred Rosenfeld aus Crailsheim

Die Kinder, zwischen zwei und 16 Jahren alt, darunter auch der Crailsheimer Manfred Rosenfeld, wurden bei Privatfamilien oder in Internaten untergebracht, viele von ihnen emigrierten nach dem Krieg in die USA. Die Rettung durch einen Kindertransport blieb dabei nicht ohne traumatische Folgen – die zwangsweise Trennung von den Eltern und die Entwurzelung aus dem gewohnten Leben hinterließen (emotionale) Spuren in der Biographie.

Zahlreiche Zeitzeugen-Interviews

Am Montag, 30. September 2019, veranstalten das Stadtarchiv und der Weiße Rose-Arbeitskreis Crailsheim zum diesjährigen „Crailsheimer Tag der Weißen Rose“ einen Vortragsabend mit der Wissenschaftlerin Lilly Maier zu diesem Thema. Der Vortrag basiert auf zahlreichen Zeitzeugen-Interviews, die Lilly Maier mit amerikanischen Holocaust-Überlebenden geführt hat. Für ihre Forschung wurde sie von der Ludwig-Maximilians-Universität München mit dem „Forscherpreis 2014 für exzellente Studierende“ ausgezeichnet. Beginn im Forum in den Arkaden des Rathauses Crailsheim ist um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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„Offene Fragen zum NSU klären“ – Online-Petition an den baden-württembergischen Landtag unterschreiben

Wegen „offener Fragen zum NSU-Skandal“ haben Christine Hildenbrand und Andreas Grandic eine Petition an den baden-württembergischen Landtag gestartet. Der Landtag soll sich speziell mit dem Fall Kai-Ulrich Stolzenburg aus Ilsfeld befassen. Innerhalb von drei Monaten werden 21.000 Unterschriften benötigt.

Von Christine Hildenbrand und Andreas Grandic aus Schwäbisch Hall

Liebe Freunde, Bekannte, Interessierte,

die Mordserie des NSU in den Jahren 2000-2007, der 10 Menschen zum Opfer fielen, ist auch heute noch eine einschneidende Zäsur in der bundesdeutschen Geschichte und eine offene Wunde in unserem rechtsstaatlichen Empfinden.

Es war unbegreiflich, dass so etwas in Deutschland passieren konnte

Noch unbegreiflicher wurde dies alles aber im Laufe der jahrelangen Ermittlungen, in deren Folge einen immer wieder das ungute Gefühl beschlich, dass das Ausmaß des Ganzen noch viel größer ist, als es zunächst erschien.

Plötzliche Todesfälle von Zeugen

Neben Pannen und Versäumnissen in der Ermittlungsarbeit kam es zu einigen plötzlichen Todesfällen von Zeugen: Florian H. verbrannte in Stuttgart in seinem Auto an dem Tag, als er zum 4. Mal vom LKA vernommen werden sollte. Ob Selbstmord oder Mord ist bis heute nicht geklärt. Seine 20-jährige Ex-Freundin starb danach an einer Lungenembolie, angeblich nach einem Sturz aufs Knie. Deren Verlobter wiederum erhängte sich. „Corelli“, V-Mann des Verfassungsschutzes und wichtiger Zeuge, starb 2014 angeblich zweifelsfrei an unentdecktem Diabetes. Zwei Jahre später schränkt der untersuchende Pathologe seine Einschätzung ein und erklärt, dass es auch durch Rattengift möglich gewesen wäre, einen derartigen Zuckerschock auszulösen.

Verbindungen in die rechtsextreme baden-württembergische Szene

Alle diese Todesfälle ereigneten sich im Zusammenhang mit den Ermittlungen zum Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter und dem Mordversuch an ihrem Kollegen Martin A. 2007 in Heilbronn, die angeblich letzte Tat des NSU-Trios Mundlos-Böhnhardt-Zschäpe, Diese Tat fiel völlig aus dem bisherigen Muster und zeigte gleichzeitig Verbindungen in die rechtsextreme baden-württembergische Szene auf.
Nachfolgend haben zwei Untersuchungsausschüsse in Baden-Württemberg deshalb u.a. die Frage behandelt, ob es bei den NSU-Morden mögliche Unterstützer, Mithelfer oder gar Mittäter aus Baden-Württemberg gab. Am 20. Dezember 2018 präsentierte der zweite Untersuchungsausschuss seinen Abschlussbericht zum Polizistenmord von Heilbronn: Die Mörder der Polizistin Michèle Kiesewetter seien demnach ausschließlich Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos gewesen.

Pannen und Unklarheiten

Allen interessierten BeobachterInnen bleiben auf Grund der vielen in den Medien berichteten Pannen und Unklarheiten besorgniserregende Zweifel, ob unser Rechtsstaat hier wirklich alles Notwendige und Mögliche zur Aufklärung tat oder ob es nicht sogar innerhalb der Ermittlungsbehörden Versuche gab, bestimmte Sachverhalte zu vertuschen.

Im März 2019 trug der in Schwäbisch Hall bekannte Journalist Thumilan Selvakumaran zusammen mit den Autoren Rainer Nübel und Thomas Moser in einer Veranstaltung diese und weitere offene Fragen im Zusammenhang mit den Untersuchungen im NSU-Komplex vor. Die drei Journalisten gelten durch ihre jahrelangen Recherchen als Experten zu diesem Thema.

Als TeilnehmerInnen dieser Veranstaltung waren wir betroffen von den detailliert dargestellten Ergebnissen ihrer Untersuchungen:

Es gibt wichtige Fragen, die nicht geklärt sind! Wir sehen uns in unseren Zweifeln an den Ergebnissen des Untersuchungsausschusses bestärkt und kommen zu dem Schluss, dass eine weitere Untersuchung der oben genannten Umstände dringend geboten ist. Eine „rückhaltlose Aufklärung“ wie sie Kanzlerin Merkel 2012 bei der Trauerfeier für die vom NSU getöteten Menschen versprach, fand ganz offensichtlich noch nicht statt. Auf diese Aufklärung aber haben die Gesellschaft, in der diese Morde und Anschläge verübt wurden, und vor allem die Opfer und deren Familien einen berechtigten Anspruch.

Petition gestartet

Aus diesem Grund haben wir eine Petition an die Abgeordneten des baden-württembergischen Landtags formuliert, mit der wir diese auffordern, den in der Petition aufgeführten offenen Fragen, nachzugehen.

Mindestens 21.000 UnterstützerInnen notwendig

Wir bitten Sie und euch, dem untenstehenden Link zu folgen und unsere Petition zu unterstützen. Bitte leitet den Link oder unser Schreiben per E-Mail, whatsapp oder wie auch immer an möglichst viele Menschen weiter. Wir brauchen mindestens 21000 UnterstützerInnen.

Online-Petition unterschreiben

https://www.openpetition.de/petition/online/offene-fragen-zum-nsu-klaeren-eine-petition-an-den-baden-wuerttembergischen-landtag

Weitere Informationen in der Zeitung „Die Welt“ und bei „Heise.de“:

www.welt.de/politik/deutschland/plus185708566/NSU-Gehe-ich-zur-Polizei-bin-ich-noch-tiefer-in-der-Scheisse.html

www.heise.de/tp/features/NSU-Polizistenmord-Versteckte-Spur-4352098.html

Buch-Tipp:

Thomas Moser, NSU: Die doppelte Vertuschung – Schauplätze und Schlüsselfälle, offene Fragen, Widersprüchliches und Grundsätzliches, eBook, Heise Medien, ISBN (epub) 978-3-95788-085-7, April 2017, zirka 170 Seiten, 7,99 Euro

Weitere Informationen im Internet:

https://www.heise.de/tp/buch/telepolis_buch_3677957.html

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„Kommen Sie zur Gewerbeschau in die Altstadt von Kirchberg/Jagst“ – Ausstellungseröffnung im Sandelschen Museum „150 Jahre Gewerbevereine in Kirchberg“

Zwei Aktionen organisiert der Gewerbe- und Fremdenverkehrsverein Kirchberg/Jagst am Sonntag, 15. September 2019. Um 11 Uhr eröffnet Bürgermeister Stefan Ohr die Ausstellung „150 Jahre Gewerbevereine in Kirchberg/Jagst“ im Sandelschen Museum. Von 11 Uhr bis 17 Uhr präsentieren sich Kirchberger Gewerbetreibende, Händler und Dienstleister in der Altstadt rund um den Rathausbrunnen.

Vom Gewerbe- und Fremdenverkehrsverein Kirchberg/Jagst

Gemütliches Zelt

Ein schönes Zelt lädt zum gemütlichen Essen und Trinken ein. Es bewirten die Metzgerei Hans Holzinger und die Spielplatzinitiative Hofgarten unter der fachkundigen Leitung von Tanja Fröber-Kochendörfer.

Gemeinsamer Infostand

Gleichzeitig zeigen Autohändler ihre neuesten Modelle, eine Firma informiert wie im privaten und gewerblichen Bereich effektiv Strom gespart werden kann. Töpfer Stefan Fitzlaff stellt kunstvoll gestaltete Keramik vor. Süffige Getränke können die Besucherinnen und Besucher bei Michael Ley „verkosten“. Informationen rund ums Thema Heizung und Sanitär gibt es bei Jens Könninger von der Firma Pfeiffer. Aktuelle Informationen über ihr umfangreiches Lernangebot bietet die Schloss-Schule Kirchberg. Die Stadtverwaltung ist mit einem Glücksrad für Kinder und Erwachsene vertreten. Der Gewerbe- und Fremdenverkehrsverein ist ebenfalls mit einem Stand dabei. Dort haben sich verschiedene Firmen zu einem gemeinsamen Infostand zusammengeschlossen. Da ist auch die aktuelle Festschrift zu bekommen.

Eintritt frei

Im Sandelschen Museum kann am Sonntag, 15. September, von 11 Uhr bis 17 Uhr erstmals die neue Ausstellung über die 150-jährige Geschichte der Kirchberger Gewerbevereine besichtigt werden. Bei ihrem Ausstellungskonzept haben die Organisatoren besonderen Wert auf eine Gegenüberstellung von „Altem und Neuem“ gelegt. Die Ausstellung ist für alle Altersgruppen geeignet. Der Eintritt ist frei. An zahlreichen Öffnungstagen bietet der Gewerbe- und Fremdenverkehrsverein Aktionen und Führungen an. Bei einem Quiz können auch junge Besucher ihr Wissen testen.

Wie sich Werkzeuge und Geräte veränderten

Werkzeuge, Haushaltsgeräte, Fortbewegungs- und Kommunikationsmittel haben sich in den vergangenen 150 Jahren grundlegend verändert. Diese Entwicklung zeigen die Ausstellungsmacher. Wie funktioniert eine handbetriebene Waschmaschine? Wie sahen Fahrzeuge, Elektrogeräte und andere Dinge, die das Leben leichter machen, früher aus und wie heute?

Selbstständige präsentieren sich

Auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher beim Gewerbe-Informationstag in der Kirchberger Altstadt und in der Ausstellung „150 Jahre Gewerbevereine in Kirchberg“ freuen sich die Selbstständigen in der gesamten Gemeinde Kirchberg/Jagst sowie der Gewerbe- und Fremdenverkehrsverein.

Öffnungszeiten der Ausstellung

Die Ausstellung im Sandelschen Museum ist von Sonntag, 15. September 2019, bis zur Finissage am 6. Januar 2020 (Feiertag „Heilige drei Könige“) zu sehen. Das Sandelsche Museum in Kirchberg/Jagst hat sonn- und feiertags von 14 bis 17 Uhr geöffnet, außer am 24., 25. und 31. Dezember 2019. Der Eintritt ist frei.

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„Mein Crailsheim: Kosmos Burgbergstraße“ – Ein weiteres Künstlergespräch mit dem Fotografen Wolfram Hahn

Der Fotograf Wolfram Hahn spricht am Mittwoch, 18. September 2019, um 18 Uhr im Crailsheimer Stadtmuseum im Spital nochmals über seine Fotoserie „Mein Crailsheim“.

Von der Stadtverwaltung Crailsheim

Aus Kaserne werden Flüchtlingswohnungen

Der in Crailsheim aufgewachsene und heute in Berlin lebende Fotograf beschäftigt sich seit 2017 mit der Burgbergstraße, die sich zum Wohnquartier auf dem ehemaligen Fliegerhorst Crailsheim entwickelt hat. Sein fotografisches Porträt des „Kosmos Burgbergstraße“ ist derzeit im Stadtmuseum im Spital zu sehen. Die aus aktuellen und historischen Fotografien sowie Zeitungsartikeln zusammengestellte Arbeit richtet den Blick sowohl auf die teils sanierten, 1936 entstandenen Kasernen, als auch auf die stark fluktuierende Einwohnerschaft.

Situation der Geflüchteten

Das besondere Augenmerk des Fotografen liegt dabei auf der Situation von Geflüchteten in ihrer neuen Umgebung und deren Umgang mit der neuen Heimat in Anbetracht des oft nur temporären Verbleibs an diesem Ort. Der Eintritt für das Künstlergespräch beträgt zwei Euro, ermäßigt ein Euro.

Info: Das fotografische Porträt des „Kosmos Burgbergstraße“ ist noch bis zum 22. September 2019 im Stadtmuseum im Spital, Spitalstraße 2, zu sehen. Die Öffnungszeiten sind mittwochs, 9.00 bis 19.00 Uhr, samstags, 14.00 bis 18.00 Uhr, sowie sonn- und feiertags zwischen 11.00 und 18.00 Uhr.

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„Strategien gegen Rechtsextremismus“ – Gedankenaustausch in Schwäbisch Hall mit dem Grünen-Sprecher Alexander Maier

Ein Gedankenaustausch mit dem Grünen-Landtagsabgeordneten Alexander Maier findet am Donnerstag, 12. September 2019, von 15.30 Uhr bis 17 Uhr, im Club Alpha, KneipenKollektiv eG, Spitalmühlenstraße 13/2, in Schwäbisch Hall statt. Alexander Maier ist Sprecher für Strategien gegen Rechtsextremismus der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag von Baden-Württemberg.

Von Andrea Schietinger, Wahlkreisbüro Jutta Niemann MdL, Landtagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen, Gelbinger Gasse 87, Schwäbisch Hall

Verbale und körperliche Angriffe auf Mandatsträger

Laut Verfassungsschutz gibt es landesweit fast 800 gewaltorientierte Rechtsextremisten. Ganz aktuell erschüttert uns die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke. Immer mehr Mandatsträgerinnen und Mandatsträger berichten über verbale und körperliche Angriffe, und auch der Ton in politischen Debatten ist rauer geworden – Drohungen und Beleidigungen gehören inzwischen zum Alltag. Auch im Internet ist die rassistische Hetze allgegenwärtig. Wir sind an dem Punkt angelangt, an dem wir
zusammenstehen müssen, um unsere Werte zu verteidigen.

Weitere Informationen und Kontakt:

Andrea Schietinger
Wahlkreisbüro
Jutta Niemann MdL
Landtagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen
Gelbinger Gasse 87
74532 Schwäbisch Hall
Telefon: 0791 / 94 64 985
Fax: 0791 / 94 64 893

E-Mail: jutta.niemann.ma1@gruene.landtag-bw.de

Internet:

https://www.jutta-niemann.de/

https://www.gruene-landtag-bw.de/abgeordnete/alexander-maier/

https://www.gruene-landtag-bw.de/abgeordnete/alexander-maier/#m-tab-0-lebenslauf

https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Maier_(Politiker)

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„Vorbildlicher Einsatz für die Erinnerungskultur“ – Rahel Straus-Preis für Eva Maria Kraiss (Schwäbisch Hall) und Wolfgang Proske (Gerstetten)

Der 2019 erstmals vergebene Rahel-Straus-Preis geht an Eva Maria Kraiss (Schwäbisch Hall), Wolfgang Proske (Gerstetten), Harald Stingele (Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V.) und die AG Gedenktag ZfP Südwürttemberg. Die öffentliche Preisverleihung findet am Samstag, 19. Oktober 2019, um 16 Uhr im Hotel Silber, Foyer Dorotheenstraße 10, 70173 Stuttgart, statt.

Von der Landesarbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg des Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie“

Vorbildliche Projekte werden geehrt

Mit dem Rahel-Straus-Preis würdigt der Landesarbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg des Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ vorbildliche Projekte in der Erinnerungskultur. Er wird von der Berthold-Leibinger-Stiftung gefördert. „Der Verein Gegen Vergessen – Für Demokratie freut sich, in Rahel Straus eine mutige, fortschrittliche und gesellschaftlich engagierte Namensgeberin für ihren Preis gefunden zu haben. Der Rahel- Straus-Preis wird in Zukunft jährlich vergeben. Der Verein zitiert Ex-Bundespräsident Joachim Gauck: „Demokratie ist nicht einfach da – und vor allem, sie bleibt nicht von allein.“

Anmeldung zur Preisverleihung:

Um Antwort wird gebeten bis zum 5. Oktober 2019 an „Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.“, zu Händen Birgit Kipfer.

E-Mail: kipfer.rohrau@online.de

Telefon: 07034 – 6573774

Adresse: Krebsbachstraße 34, 71116 Gärtringen

Der Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ schreibt über die vier Preisträgerinnen und Preisträger 2019: 

AG Gedenktag ZfP Südwürttemberg
in Würdigung der über 20-jährigen Arbeit mit Jugendlichen zum Gedenken an die Verbrechen des Nationalsozialismus und deren Opfer

Eva Maria Kraiss, Schwäbisch Hall
in Würdigung ihres unermüdlichen Engagements für eine vielseitige, regional verankerte und qualitativ hochwertige Erinnerungskultur

Dr. Wolfgang Proske, Gerstetten
in Würdigung seines großartigen Einsatzes für die Herausgabe der Publikationsreihe „Täter, Helfer, Trittbrettfahrer“ über NS-Belastete in den Regionen Baden-Württembergs

Harald Stingele Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V.
in Würdigung der über Jahre währenden Bemühungen zur Erhaltung des ehemaligen Hauptquartiers der Gestapo in Stuttgart „Hotel Silber“ und dessen Entwicklung zu einem Lern- und Gedenkort

Programm der Preisverleihung des Rahel-Straus-Preises 2019: 

Begrüßung: Birgit Kipfer, Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.

Grußwort: Petra Olschowski Staatssekretärin Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Verleihung der Preise

Gespräch mit den Preisträgerinnen und Preisträgern: Sibylle Thelen, Leiterin der Abteilung Gedenkstätten Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

Anschließend: Empfang

Informationen über Rahel Straus: 

Erste Medizinstudentin der Uni Heidelberg

Rahel Straus, geb. Goitein, wurde 1880 in Karlsruhe als Kind eines orthodoxen Rabbiners und seiner Frau Ida geboren. Sie besuchte das erste deutsche Gymnasium für Mädchen in Karlsruhe, wo sie 1899 Abitur machte und die erste Abiturrede einer jungen Frau in Deutschland hielt, in der sie unter anderem die Bildungschancen für Frauen thematisierte. Sie schrieb sich als erste Medizinstudentin an der Universität Heidelberg ein und bestand 1905 das Staatsexamen. 1907 folgte die Promotion zum Dr. med.

Berufstätig mit fünf Kindern

Im selben Jahr heiratete sie den Karlsruher Juristen Dr. Elias Straus. 1908 eröffnete sie in München eine gynäkologische Praxis. Damit war
sie die erste niedergelassene Ärztin, die an einer deutschen Universität ausgebildet worden war. In München kamen ihre fünf Kinder zur Welt. Sehr ungewöhnlich für diese Zeit schaffte sie es, Familien- und zugleich Berufsarbeit zu bewältigen.

Kampf für die Abschaffung des Paragraphen 218

Als Ärztin kämpfte Rahel Straus für die Abschaffung des §218 und engagierte sich in sozialen, pädagogischen und politischen Fragen. 1918 beteiligte sie sich in einigen Gremien der Münchener Räterepublik. Nach dem Tod ihres Ehemannes 1933 emigrierte Rahel Straus mit ihren Kindern nach Palästina. Dort arbeitete sie weiter als Ärztin und Sozialarbeiterin und gründete 1952 die israelische Gruppe der Women‘s International League for Peace and Freedom, deren Ehrenpräsidentin sie bis zu ihrem Tod 1963 in Jerusalem blieb.

Mutige, fortschrittliche und gesellschaftlich engagierte Namensgeberin

Die Landesarbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg des Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.“ freut sich, in Rahel Straus eine mutige, fortschrittliche und gesellschaftlich engagierte Namensgeberin für ihren Preis zur Würdigung vorbildlicher Projekte in der Erinnerungskultur gefunden zu haben. Der Rahel- Straus-Preis wird in Zukunft jährlich vergeben.

Weitere Informationen im Internet:

https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Proske

https://kugelbergverlag.de/

https://www.lokalmatador.de/fileadmin/user_upload/Lokalmatador/ePaper/Download/michelbach_2019_22-156710915350f2b.pdf

http://www.schwaebischhall.de/fileadmin/user_upload/Bilder/Kulturstadt/Reichspogromnacht_80_Jahre__1_.pdf

https://www.amazon.de/Schw%C3%A4bisch-Hall-Eva-Maria-Kraiss/dp/393435064X

https://www.geschichtsort-hotel-silber.de/

http://hotel-silber.de/

https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.erinnerungsstaette-in-stuttgart-hotel-silber-der-spaete-sieg-der-buerger.573ff83a-6796-43ef-8663-9005fad1bdb6.html

https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.hotel-silber-in-stuttgart-erinnerungsort-fuer-die-buerokratie-des-terrors.943d5e03-2dba-4f88-acc1-bced4938e771.html

https://www.zfp-web.de/unternehmen/erinnern-und-gedenken/

https://m.kspbadsaulgau.de/schularten/schuelerinnen-gestalten-gedenkfeier-zfp-suedwuerttemberg,10-13-1-10056.html

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„Nazi-Schmierereien waren, sind und bleiben ein Verbrechen“ – Kommentar von Harald Ebner und Jutta Niemann (beide Grüne) zu Ereignissen in Pfedelbach

„Nazi-Schmierereien waren, sind und bleiben ein Verbrechen – und das aus gutem Grund“, schreiben der Bundestagsabgeordnete Harald Ebner und die Landtagsabgeordnete Jutta Niemann (beide Grüne). Sie nehmen damit Stellung zu den jüngsten Nazi-Schmierereien in Pfedelbach.

Von Harald Ebner und Jutta Niemann (beide Grüne)

Gigantischster Völkermord

„Weil die Nazis Millionen von Menschen allein aufgrund ihrer Zugehörigkeit oder Nichtzugehörigkeit zu ethnischen Gruppen, Weltanschauungen und anderen willkürlichen Kriterien ermordet haben und damit für den gigantischsten Völkermord in der Geschichte der Menschheit verantwortlich sind. Weil sie eine totalitäre Diktatur und einen Überwachungsstaat sondergleichen errichtet und die Demokratie zerstört haben. Das darf sich nie wiederholen. In Deutschland nicht, weltweit nicht.

Menschen in Not helfen

Dafür stehen all jene Menschen ein, die bereit sind, Menschen in Not Hilfe anzubieten. Die bereit sind, in Menschen Menschen zu sehen, ungeachtet ihrer Herkunft, Hautfarbe oder Lebensweise. Mit den Schmierereien, die für eine menschenverachtende Ideologie stehen, sind alle gemeint, die nicht die Meinung oder Herkunft der Schmierer haben.

Werte verteidigen

Wir stehen als moderne offene Gesellschaft zusammen für die Verteidigung unserer Werte, eines freiheitlichen und demokratischen Rechtsstaates, für den eines klar ist: Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

Weitere Informationen und Kontakt:

Büro Harald Ebner, MdB, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Telefon: 030 / 227-730 28

Fax: 030 / 227-760 25

E-Mail: harald.ebner.ma11@bundestag.de

Internet:

https://www.jutta-niemann.de/

https://harald-ebner.de/startseite/

Link zu einem Artikel in der Hohenloher Zeitung vom 28. August 2019:

Sind die Hakenkreuz-Schmierereien Jugendstreich oder Nazi-Umtriebe?

https://www.stimme.de/hohenlohe/nachrichten/sonstiges/Sind-die-Hakenkreuz-Schmierereien-Jugendstreich-oder-Nazi-Umtriebe;art140018,4243028

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