„Solidarität mit Textilarbeiterinnen in Bangladesch“ – Aktion von „Solidarität International“ in Schwäbisch Hall

„Tausche Rose gegen Spende“ heißt eine Solidaritätsaktion der Schwäbisch Haller Ortsgruppe von Solidarität International am Samstag 7. März 2020, um 10 Uhr auf dem Milchmarkt in Schwäbisch Hall. Der Erlös geht im Sinne des Internationalen Frauentags an Textilarbeiterinnen in Bangladesch.

Von Willi Maier, Schwäbisch Hall, Solidarität International

Arbeitssituation verbessern

Die Textilarbeiterinnen brauchen das Geld für den Aufbau einer Gewerkschaft, damit sie etwas für die Verbesserung ihrer Arbeitssituation tun können. Bangladesch ist eines der ärmsten Länder der Welt. Bei schönem Wetter kann man auch Kunsthandwerk aus Peru kaufen.

Kurzinformation: Die Aktion beginnt am Samstag, 7. März, 2020, um 10 Uhr auf dem Milchmarkt in Schwäbisch Hall.

Weitere Informationen und Kontakt:

https://solidaritaet-international.de/index.php?id=816

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„Konstellationen“ mit Grimme-Preisträgerin Suzanne von Borsody – Theatervorstellung in Crailsheim-Ingersheim

Mit „Konstellationen“ schickt die Konzertdirektion Landgraf ein raffiniert konstruiertes Zwei-Personenstück mit Starbesetzung nach Crailsheim. Das Stück thematisiert die große Liebe in all ihren Varianten. Auf der Bühne am Samstag, 14. März 2020, um 20 Uhr in der Festhalle Ingersheim zu erleben: Grimme-Preisträgerin Suzanne von Borsody und ihr Bühnenpartner Guntbert Warns.

Von der Stadtverwaltung Crailsheim

Reizvolle Gedankenspiele

„Was wäre, wenn?“ – diese Frage hat sich sicherlich jede und jeder schon einmal gestellt. Was wäre, wenn ich eine andere Entscheidung getroffen oder etwas anderes gesagt hätte, was wäre, wenn ich um eine andere Ecke gebogen wäre? Leider kann man nie wissen, was sich verändert hätte. Schließlich hat man nur das eine Leben. Aber als Gedankenspiel ist es reizvoll, alle Möglichkeiten durchzuspielen und die lineare Folge von Aktion und Reaktion auszuhebeln. Und genau das passiert auf äußerst witzige Weise in „Konstellationen“.

„Sie werden ein Paar – oder auch nicht“

Eine Frau trifft einen Mann. Sie werden ein Paar – oder auch nicht. Nur ein anderes Wort oder ein anderer Blick können entscheidend dafür sein, wie und ob es überhaupt weiter geht. Denkt man darüber nach, entsteht ein Multiversum, in dem sämtliche vorstellbaren Ereignis-Varianten gleichberechtigt nebeneinander existieren. Und diese parallelen Wirklichkeiten werden auf der Bühne hintereinander vorgeführt.

Unter der Regie von Antoine Uitdehaag spielen Grimme-Preisträgerin Suzanne von Borsody und ihr kongenialer Bühnenpartner Guntbert Warns. Vorstellungsende gegen 22 Uhr

Informationen und Kartenvorverkauf im städtischen Bürgerbüro Crailsheim, Telefon 07951/ 403-0

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„Schauen, anfassen, staunen – Keramik deutschlandweit“ – Tag(e) der offenen Töpferei auch in Kirchberg/Jagst-Mistlau

„Schauen, anfassen, staunen – Keramik deutschlandweit“ heißt es am Samstag, 14. und Sonntag, 15. März 2020, jeweils von 10 Uhr bis 18 Uhr auch in der Töpferei Fitzlaff in Kirchberg/Jagst-Mistlau. Bei den „Tagen der offenen Töpferei“ gibt es spannende Einblicke in ein uraltes, brandaktuelles Handwerk.

Von Stefan Fitzlaff, Kirchberg/Jagst-Mistlau

Werkstätten und Ateliers geöffnet

Zum 15. Mal in Folge laden rund 550 Töpfer und Keramiker in ganz Deutschland unter dem bekannten Motto „schauen, anfassen, staunen – Keramik deutschlandweit“ zum „Tag der offenen Töpferei“ in ihre Werkstätten und Ateliers ein. An vielen Orten mit einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm.

Handwerk im Wandel

An beiden Tagen dürfen sich Besucher vom unscheinbaren Material Ton und seinen vielfältigen gestalterischen Möglichkeiten faszinieren und inspirieren lassen. Sie dürfen sich auf Führungen durch Werkstätten und Ateliers oder Vorführungen diverser Arbeitstechniken freuen. Kleine Workshops laden dazu ein, sich vom Material Ton berühren zu lassen. Im Mittelpunkt stehen Begegnung und Austausch über ein sich wandelndes Handwerk und die Schönheit und Wertigkeit des handgefertigten keramischen Produkts.

Sonderausstellung „Ton trifft Papier“ 

Die Töpferei Fitzlaff in Kirchberg/Jagst-Mistlau zeigt in der Sonderausstellung „Ton trifft Papier“ neben der eigenen Gefäßkeramik Arbeiten der Papiergestalterin Irene Löffel aus Utzstetten. Vorgeführt wird, wie man mit den verschiedenen Materialien von der Fläche zum Körper gelangt, was ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede sind und wie sie sich kombinieren lassen.

Die Ausstellung „Ton trifft Papier“  ist an den Tagen der offenen Töpferei von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Danach ist sie bis 10. Mai 2020, samstags, sonn- und feiertags von 14 Uhr bis 18 Uhr in den Räumen der Töpferei Fitzlaff im Kirchberger Ortsteil Mistlau zu sehen.

Weitere Informationen und Kontakt:

Töpferei Stefan und Monika Fitzlaff, Wanderstraße 18/6, 74592 Kirchberg/Jagst- Mistlau

Telefon: 07954/ 8667

Privat: 07954/ 926760

E-Mail: fitzlaff@gmx.de

Internet: www.fitzlaff.de

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„Das große Wegschweigen“ – Artikel der Kontext:Wochenzeitung über das Fürstenhaus Hohenlohe-Langenburg in der NS-Zeit

Zwei Männer suchen einen Raum, in dem sie eine Nazi-Geschichte erzählen können. Nicht irgendeine, sondern eine über Fürst Ernst II. von Hohenlohe-Langenburg, der Hitler für ein Geschenk Gottes hält. Die beiden Männer finden keinen Saal, weil sie keinen kriegen sollen. In Langenburg und anderswo.

Von Josef-Otto Freudenreich, Kontext:Wochenzeitung

Die Nazis „geadelt“

(…) Vor zwei Jahren machte sich der freie Journalist Ralf Garmatter, 55, daran, die NS-Geschichte derer von Hohenlohe-Langenburg zu erforschen. Der Faschismus in der Region, das ist seit 1995 eines seiner Themen, weil er, im Rahmen seiner Möglichkeiten, verhindern will, dass Deutschland wieder ein antidemokratisches Land wird. Und weil er erklären will, wie es kommen konnte, dass die Nazis von diesen Herrschaften geadelt wurden. Zu all dem betreibt er auch einen Blog. Diesmal kümmerte er sich um Fürst Ernst II. (1863–1950), den Urgroßvater des amtierenden Standesherrn Philipp.

„Gebet für den Führer“

Die gesamte Familie, Vater, Mutter, zwei Töchter, ein Sohn, war Mitglied in der NSDAP, als Patron der evangelischen Kirchengemeinde sorgte Ernst II. 1936 dafür, dass das „Gebet für den Führer“ in den Gotteshäusern legitimiert wurde. Für ihn war Hitler ein „Geschenk Gottes“ an das deutsche Volk, das sich „nach starken Führern“ sehnt, die Demokratie war des Übels, der Parlamentarismus zum Erbrechen. Als Abgeordneter im Berliner Reichstag konnte er den „Ekel nicht überwinden“, schrieb er 1906 an seinen Vater, wenn Bebel oder Erzberger sprachen.

Trostloser Fürst-Ernst-Platz

Die Stadt Langenburg machte ihn 1936 zum Ehrenbürger, erhielt dafür zwei Parzellen Land (rund 600 Quadratmeter) zwischen Schloss und Friedhof, welche fortan „Fürst-Ernst-Platz“ hießen, auf dem die Jugend, so der Namensgeber, sich tummeln und zu „tüchtigen deutschen Menschen“ heranwachsen solle. Was zunächst wie eine Schenkung aussah, notiert Heimatforscher Garmatter, bezahlte die Gemeinde mit 1.500 Reichsmark in bar. Den Ehrentitel gibt es noch immer, den Platz auch. Er ist ein wenig trostlos.

„Täter Helfer Trittbrettfahrer“

Nachzulesen ist diese Geschichte in dem Buch „Täter Helfer Trittbrettfahrer – NS-Belastete aus dem Norden des heutigen Baden-Württemberg“, herausgegeben von Wolfgang Proske, erschienen 2018. Garmatter und Proske hätten gerne daraus gelesen, am liebsten in einem Raum der Stadt, in dem sich ihre Geschichte erzählen ließ. Aber das war ihnen nicht vergönnt. Ihr Name war fortan Odysseus. (…)

Link zum ganzen Artikel in Kontext:Wochenzeitung:

https://www.kontextwochenzeitung.de/gesellschaft/465/das-grosse-wegschweigen-6534.html

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„Gelebte Utopie – Geschlechtergerechte Gesellschaft im Gebiet Rojava (Nordsyrien)“ – Bundestagsabgeordnete Gökay Akbulut (LINKE) berichtet in Schwäbisch Hall

Die Mannheimer Bundestagsabgeordnete Gökay Akbulut (LINKE) berichtet am Dienstag, 3. März 2020, um 18 Uhr in Schwäbisch Hall über das Thema „Gelebte Utopie – Geschlechtergerechte Gesellschaft im Gebiet Rojava (Nordsyrien)“. Die Veranstaltung findet im Büro der Linken, Lange Straße 36, in Schwäbisch Hall statt.

Von Cedric Schiele, Cedric Schiele Kreissprecher „DIE LINKE“ Schwäbisch Hall und Hohenlohe

Wegweisendes Frauenprojekt

Gökay Akbulut berichtet wie sich diese Gesellschaft gestaltet, welchen Anteil die Frauen haben und wie gefährdet dieses wegweisende Projekt im Augenblick ist.

Kurzinformation:

Die Veranstaltung findet am Dienstag, 3. März 2020, ab 18 Uhr im Büro der Linken, Lange Straße 36, 74523 Schwäbisch Hall, statt.

Weitere Informationen und Kontakt:

https://goekay-akbulut.de/

https://die-linke-sha.de/

http://linksjugend-solid-bw.de/shaho/

https://www.aufstehen-gegen-rassismus.de/

 

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„Diskriminierende Strukturen aufdecken und verändern“ – In Schwäbisch Hall: LINKE lädt zu Veranstaltung über Frauenstreik ein

Drei Wochen vor dem internationalen Frauentag lädt der Kreisverband der Linken in Schwäbisch Hall und Hohenlohe zu einer Veranstaltung über die Frauenstreiks in der Schweiz ein. Die Schweizer Feministin und Aktivistin der Basler Regionalpartei BastA, Franziska Stier, ist am Sonntag, 16. Februar 2020, um 18 Uhr im Büro der Linken, Lange Straße 36, 74523 Schwäbisch Hall zu Gast.

Von Cedric Schiele, Kreisverband der Linken Schwäbisch Hall und Hohenlohe

Frauen und queeren Menschen zuhören

Franziska Stier hatte es in Basel geschafft tausende Frauen auf die Straße zu bringen. Das Ziel solcher Streiks müsse es sein, dass die Gesellschaft Frauen aber auch queeren Menschen endlich mal zuhört. Noch immer gebe es eine Einkommenslücke zwischen den Geschlechtern. „Frauen spüren einen gesellschaftlichen Druck, egal, ob sie auf die Kinder schauen oder im Job tätig sind.“ Was noch dazu kommt: „Sie müssen sich oft entscheiden,“ wird Stier in einer Pressemitteilung der Linken zitiert. Frauen seien bei dieser Entscheidung stärker betroffen als Männer, weil ihnen die Gesellschaft den Rücken nicht freihalte. Daher kommt es auf einen solidarischen Zusammenhalt an. Es geht darum, diskriminierende Strukturen aufzudecken, zu benennen und zu verändern.

Weitere Informationen und Kontakt:

https://die-linke-sha.de/

https://basta-bs.ch/ueber-uns/personen/koordination/

https://basta-bs.ch/news-blogs

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„Wirtschaftseliten haben eine nachhaltige Verantwortung“ – Bericht über die Jahrestagung der „Akademie der Weltmarktverlierer“ in Schwäbisch Hall

Über die Schattenseiten der kapitalistischen Globalisierung wollten die Veranstalter der Akademie der Weltmarktverlierer in Schwäbisch Hall aufklären. Nach ihrer eigenen Ansicht sind sie mit diesem Vorhaben „in der Mitte der Gesellschaft angekommen und es wird 2021 fortgesetzt“.

Von Hans A. Graef, Schwäbisch Hall

360 Teilnehmer

Bei der Versammlung von ATTAC Schwäbisch Hall am 6.2. im Haller Umweltzentrum wurden die Ergebnisse unserer Akademie der Weltmarktverlierer 2020 zusammengefasst und diskutiert: Initiator und Organisator dieser Aufklärungs-Akademie war zum vierten Mal die ATTAC-Kreisgruppe Schwäbisch Hall. Trotz des krankheitsbedingten Ausfalls von Dr. Gerhard Schick (Finanzwende) am 28. Januar 2020. wurde unsere Jahrestagung, von 360 Teilnehmern besucht. Das bedeutet, dass unser Thema, unser Anliegen, über die Schattenseiten der kapitalistischen Globalisierung aufzuklären, in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist und 2021 fortgesetzt wird. Diese Akademie ist unabhängig und kritsch wissenschaftlich orientiert, im Gegensatz zur Weltmarktführer-Akademie, die für ATTAC eine Lobby-GmbH darstellt.

Finanzielle Unterstützer

Diese breite Unterstützung aus der Zivilgesellschaft ist an der breiten Vielfalt gesellschaftlicher Organisationen erkennbar: Weltladen Schwäbisch Hall, Brot für die Welt, Evangelisches Kreisbildungswerk, Volkshochschule Schwäbisch Hall, Club Alpha 60, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Kreisverband, Industriegewerkschaft Metall Schwäbisch Hall, Ver.di Ortsverein Schwäbisch Hall, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Umweltzentrum Kreis Schwäbisch Hall, Initiative Umfairteilen Schwäbisch Hall. Ein besonderer Dank geht an die finanziellen Unterstützer Brot für die Welt, ATTAC und den Leserkreis von Publik-Forum.

Missachtung von Menschenrechten

Der Vortrag von Simone Knapp von der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika in Heidelberg fand am 27. Januar 2020 in Kooperation mit dem Evangelischen Kreisbildungswerk im Brenzhaus Schwäbisch Hall statt. Die Referentin zeigte die Missachtung elementarer Menschen- und Arbeitsrechte durch den Platinkonzern Lonmin und den Chemieriesen BASF. Die Aktivitäten der KASA Heidelberg haben dazu geführt, dass die Opfergruppe aus Marikana jährlich bei den Aktionärsversammlungen präsent ist und die Fragen nach der Verantwortung des Vorstands stellt. Dabei geht es um Anerkennung und Wiedergutmachung, um den Einsatz für bessere Lebensbedingungen durch bessere Löhne und eine zugesagte Verbesserung der Wohnungssituation.

Hoffen auf ein Lieferkettengesetz

Detailliert legte sie die Entwicklung der letzten Jahre dar, denn die Herausforderungen transnationaler Solidarität mit dem Ziel, für Menschenrechte gegen die rein profitorientierte Konzernmacht einzutreten. Dazu könnte in besonderer Weise das Lieferkettengesetz beitragen, das die Verantwortung der Produzenten, Verbraucher und Politik verbessern soll. Diese Initiative wird von einem breiten gesellschaftlichen Prozess und den sozialen Bewegungen unterstützt. Die 65 Teilnehmer diskutierten intensiv diesen Vorschlag.

„Die Finanzwirtschaft an die Kette legen“

Der Vortrag von Dr. Schick musste kurzfristig krankheitsbedingt ausfallen, obwohl dieses Thema „Die Finanzwirtschaft an die Kette legen“ breites Interesse fand. Für 35 Gäste, denen die Absage entgangen war, zeigten wir in der Volkshochschule den Panorama-Dokumentarfilm über Cum-Ex-Geschäfte, einer der größten Steuerbetrugsaffären, in dem Dr. Schick auftritt. Ausführlich diskutierten wir die Frage, wie es sein kann, dass Staat und Gesellschaft so einen EU-weiten Vorgang hinnehmen, der den Ländern einen Schaden von 55 Milliarden Euro verursachte. Thesen aus dem Buch „Warum schweigen die Lämmer?“ von Dr. Rainer Mausfeld. wurden debattiert.

„Die Kunst den Kapitalismus zu verändern“

Ein Höhepunkt war der Vortrag des ehemaligen Publik-Chefredakteurs und Ökonomen Dr. Wolfgang Kessler am 29. Januar 2020 vor 110 interessierten ZuhörerInnen im Haller Theatersaal auf der Basis seiner Streitschrift „Die Kunst den Kapitalismus zu verändern“. In 60 Minuten erläuterte er seine pragmatischen Thesen, angesichts „des rasenden Kapitalismus, der Mensch, Demokratie, Natur und Klima bedroht. Wirtschaft und Konsum müssen grundlegend anders werden. Er signierte sein Buch; auch dieser Vortrag wird in der Sendung „Akademie der Weltmarktverlierer“ im Freien Haller Radio „sthoerfunk.de“ zu hören sein (immer freitags um 16 Uhr). Es erschien eine positiver Bericht im Haller Tagblatt.

„Der marktgerechte Mensch“

Abschließend wurde am 31. Januar 2020 vor 130 Besuchern im kommunalen „Kino im Schafstall“ der vor kurzem neu erschienene „Film von unten: Der marktgerechte Mensch“ gezeigt, moderiert von Ver.di Schwäbisch Hall. Die Welt ist im Umbruch. Seit dem neuen Jahrtausend und zuletzt nach der Finanzkrise wurden neue Weichen gestellt. Die soziale Marktwirtschaft, gesellschaftliche Solidarsysteme, über Jahrzehnte erstritten, werden abgebaut Vor 20 Jahren waren in Deutschland knapp zwei Drittel der Beschäftigten in einem Vollzeitjob mit Sozialversicherungspflicht. 38 Prozent sind es nur noch heute. Aktuell arbeitet bereits knapp die Hälfte der Beschäftigten in Unsicherheit. Der Film zeigt biografische Beispiele und Arbeitssituationen von prekär Beschäftigten und aus dem Niedriglohnbereich.

Für eine klimafreundliche Globalisierung

P.S. Am 30. Januar 2020 beteiligten wir uns an einer Demonstration der Fridays-for-Future-Bewegung vor dem Tagungsgebäude des Weltmarktführertreffens, der Bausparkasse Schwäbisch Hall, wo ab 10.30 Uhr Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sprach, danach Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). Diese Regierungsmitglieder wurden wie die Kongressteilnehmer daran erinnert, dass viel zu wenig getan wird für eine klimafreundliche Globalisierung. Im Redebeitrag von Hans Graef wurde die nachhaltige Verantwortung der Wirtschaftseliten angemahnt, denn an die Stelle des alten (fossilen) Wirtschaftswachstums muss eine neue Ökonomie treten, aber ohne Greenwashing und mit einer neuen nachhaltigen Wirtschaftszivilisation.

Weitere Informationen und Kontakt:

http://www.weltmarktverlierer-akademie.de/

www.attac.de

www.oxfam.de

www.umfairteilen.de

www.reichtum-umverteilen.de

www.brot-fuer-die-welt.de

www.gfbv.de

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„Künstliche Intelligenz und Verbraucherschutz“ – Kommentar der Europa-Abgeordneten Evelyne Gebhardt (SPD)

Die Abstimmung der Parlamentsresolution über die Folgen von Algorithmen und automatisierter Entscheidungsfindung auf den Verbraucherschutz am Mittwoch, 13. Februar 2020, kommentiert Evelyne Gebhardt, Sprecherin der Europa-SPD im EU-Ausschuss für Verbraucherschutz.

Kommentar der Europa-Abgeordneten Evelyne Gebhardt (SPD) 

Mangel an der Software?

„Künstliche Intelligenz bietet enorme Chancen für die Gesellschaft, den Binnenmarkt und die wissensbasierte Wirtschaft, die Europa nutzen muss. Dabei muss die EU die Herausforderungen für das Wohlergehen von Verbraucherinnen und Verbrauchern angehen. Wenn beispielsweise eine Kaffeemaschine defekt ist, merkt man das sofort. Bei einem intelligenten Kühlschrank ist das schon anders: Wie soll der Verbraucher oder die Verbraucherin prüfen, ob der Mangel an der Software liegt?“

„Recht auf eine Entschädigung“

„Die EU-Kommission muss untersuchen, wie europäisches Recht in Sachen Verbraucherschutz, Produktsicherheit und Marktüberwachung überarbeitet werden muss. Etwa sind geltende Haftungsregelungen nicht an automatisierte Entscheidungsprozesse angepasst. Die herkömmliche Definition von Produkten missachtet Entwicklungen um das Internet der Dinge und muss überarbeitet werden. Verbraucherinnen müssen das Recht haben, dass verständliche und tendenzfreie Algorithmen genutzt werden. Bei Fehlern sollten Verbraucher ein Recht auf eine Entschädigung haben.“

Ethische Fragen

„Dienstleistungen können zukünftig schneller und genauer erbracht werden. Dies wirft jedoch ethische Fragen auf; besonders bei Diensten von allgemeinem Interesse, etwa in der Medizin oder bei freien Berufen. Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten verlangen, dass Menschen die Verantwortung für Entscheidungen übernehmen und, falls möglich, fehlerhafte Entscheidungen wiederrufen können. Eine unabhängige Stelle, ein ‚TÜV‘ für Künstliche Intelligenz, muss künftig garantieren, dass automatisierte Entscheidungsprozesse im Einklang mit Qualität- und Leistungsstandards sowie dem Verbraucherschutz stehen.“

Weitere Informationen und Kontakt:

Hannah Cornelsen, Referentin für Presse– und Öffentlichkeitsarbeit der SPD-Abgeordneten im Europäischen Parlament Evelyne Gebhardt

S&D-Fraktion
ASP 12 G 116
60, Rue Wiertz
B-1047 Brüssel

Telefon Brüssel: +32 228 43255

Mobil: +32 473 556378

E-Mail: hannah.cornelsen@europarl.europa.eu

Internet:

www.spd-europa.de

www.twitter.com/SPDEuropa

www.facebook.com/SPDfuerEuropa

Fabian Rothfuss, Leiter Europabüro Künzelsau, Assistent von Evelyne Gebhardt MdEP, Keltergasse 47, 74653 Künzelsau

Telefon: 0 79 40-5 91 22

Fax: 0 79 40-5 91 44

E-Mail: info@evelyne-gebhardt.eu

Internet:

www.evelyne-gebhardt.eu

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„Linke nominieren LandtagskandidatInnen“ – Kreisverband Schwäbisch Hall-Hohenlohe trifft sich in Kupferzell-Eschental

Der Kreisverband Schwäbisch Hall und Hohenlohe der Partei „Die Linke“ trifft sich am Dienstag, 10. März 2020, um 19 Uhr im Landhotel Günzburg in Kupferzell-Eschental. Bei dieser Veranstaltung werden die KandidatInnen der Linken für die Landtagswahl 2021 nominiert.

Die Linke, Kreisverband Schwäbisch Hall und Hohenlohe

Kostenlose Bildung von der Kita bis zum Hochschulabschluss

Die baden-württembergischen Landtagswahlen finden im März 2021 statt. Die Linke will erstmals in den Stuttgarter Landtag einziehen. Nur eine Linke, die auch im ländlichen Raum stark ist, kann die Fünf-Prozen-Hürde überspringen. Die Linke Baden-Württemberg hat in den Jahren seit der letzten Landtagswahl wichtige Weichen gestellt und Themen des ländlichen Raums angepackt. Wichtig ist hierbei, die Forderung nach kostenloser Bildung von der Kita bis zum Hochschulabschluss, eine Landwirtschaftspolitik, die das Klima und die Artenvielfalt nicht gegen kleine und mittelständische Bauern ausspielt und das Thema der Infrastruktur. Bei letzterem muss  man sowohl die Erhaltung von Kreiskrankenhäusern, den Wiederaufbau von Bahnstrecken und den Ausbau des gesamten ÖPNV, verbunden mit einer Gebührenfreiheit, als auch den Ausbau von Erneuerbaren Energien und der digitalen Infrastruktur in den Blick nehmen.

Volksantrag zum Mietendeckel

Auch für einen Mietendeckel, der am vergangenen Wochenende vom Landesparteitag gefordert wurde, will man sich einsetzen. Gemeinsam mit dem gesamten Landesverband sammeln die Haller und Hohenloher Linken in den nächsten Monaten Unterschriften für einen Volksantrag zu diesem Thema. In Verbindung mit diesen Themen fühlt sich der Kreisverband gut gerüstet für die Wahlen. Er hat in den vergangen Jahren einen Erneuerungsprozess vollzogen und verzeichnet zahlreiche Neueintritte, vor allem von jungen Menschen. Außerdem sei man durch die Kommunalwahlen im Mai 2019 gestärkt worden. Die Linke hatte es geschafft, das Mandat im Hohenloher Kreistag zu verteidigen und zog erstmals sowohl im Haller Gemeinderat, als auch in den Haller Kreistag ein. Deshalb erhoffen sich die Verantwortlichen der Partei, eine deutliche Verbesserung der Wahlergebnisse von 2016 zu erreichen.

Folgende Kandidaturen sind dem Kreisverband für die Nominierungsveranstaltung bisher bekannt:

Wahlkreis Hohenlohe Erstkandidat: Simon Brecht, 21 Jahre alt, Landesgeschäftsführer der Linksjugend solid Baden Württemberg sowie Kassierer des Linken-Kreisverbands.

Ersatzkandidatin: Heidi Scharf, 66 Jahre alt, Mitglied des Landesvorstands der Linken Baden Württemberg sowie Kreissprecherin des Kreisverbands.

Wahlkreis Schwäbisch Hall Erstkandidatin: Ellena Schumacher Koelsch, 33 Jahre alt, Stadt-und Kreisrätin Schwäbisch Hall, Mitglied des Kreisvorstands Die Linke

Ersatzkandidat: Cedric Schiele, 22 Jahre alt, Kreissprecher Die Linke Schwäbisch und Hohenlohe

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„Eine zweite Chance für die Liebe“ – Birgit Häbich erzählt in „Irgendwo in Hohenlohe“ von einer Beziehung, bei der Geschäftliches und Emotionales komplex verwoben sind

„Irgendwo in Hohenlohe“ ist eine untypische Liebesgeschichte und ein Heimatroman zugleich. Birgit Häbich, die in Murrhardt aufgewachsen ist, hat sie als Episodenerzählung in 54 kurzen Kapiteln mit eigenen Illustrationen gestaltet. Die Autorin entfaltet auf rund 220 Seiten die Geschichte von Carl Eugen Friedner und Paula Engel, die sich wirklich zugetan sind.

Buchbesprechung der Murrhardter Zeitung

Schlechtes Gewissen

Dass die Haller Handwerksmeisterin und Künstlerin Carls Dienste als Steuerberater und Rechtsanwalt in Anspruch nimmt, intensiviert die Beziehung und lässt sie gleichsam fast zerbrechen. Birgit Häbich hält in dem als Fortsetzungsgeschichte entstandenen Roman, der im Tübinger Kairos-Verlag erschienen ist, geschickt die Spannung bis zum Schluss. Sie erzählt vor allem aus der Perspektive von Carl Eugen Friedner, wechselt später aber phasenweise auch zu Paula Engel. Zu Beginn ist das Kind – oder man könnte auch sagen das Vermögen der Künstlerin – schon in den Brunnen gefallen, woran der Steuerberater und Rechtsanwalt einen nicht unerheblichen Anteil trägt. Dass Carl nach einigen Jahren des Schweigens doch wieder auf Paula zugehen will, hat vor allem emotionale Gründe. Zum einen schlagen sich sein schlechtes Gewissen und die ungeklärte Situation mittlerweile in gesundheitlichen Problemen nieder, zum anderen plagt ihn die Sehnsucht nach der Frau, mit der er sich trotz alledem und immer noch eine Beziehung wünscht. (…)

Gleichzeitig bieten die kurzen Kapitel ein schnelles (Wieder-)Einsteigen und lockeres Lesen. Hinzu kommen für Leser aus der Region verschiedene Wiedererkennungseffekte – ob in Schwäbisch Hall oder Hohenlohe.

Birgit Häbich: Irgendwo in Hohenlohe, Kairos-Verlag, Tübingen, 2018, 20 Euro ISBN 978-3-920523-21-7

Link zur vollständigen Buchbesprechung in der Murrhardter Zeitung:

https://www.murrhardter-zeitung.de/nachrichten/eine-zweite-chance-fuer-die-liebe-37742.html

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