„Absage für Hausarztniederlassung in Langenburg“ – SPD-Bundestagsabgeordnete fragt bei Kassenärztlicher Vereinigung nach den Gründen

Einen Offenen Brief an die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg hat Annette Sawade, Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Schwäbisch Hall-Hohenlohe, geschrieben. Darin geht es um die Hausarztniederlassung in Langenburg (Landkreis Schwäbisch Hall).

Von Annette Sawade (SPD), Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Schwäbisch Hall-Hohenlohe

Sehr geehrter Herr Dr. Metke, sehr geehrter Herr Dr. Fechner,

etwas verwundert habe ich durch Zeitungsberichte erfahren, dass es bei der Besetzung einer Hausarztstelle in Langenburg erst Zu- und später wieder Absagen aus Ihrem Hause gab.

„Opfer“ einer Überversorgung in den Zentren Hall und Crailsheim

Um ehrlich zu sein, verstehe ich das Problem nicht, das hinter der Verweigerung steht, Langenburg diese Hausarztstelle zuzugestehen. Als Gemeinde im ländlichen Raum scheint Langenburg wohl „Opfer“ einer Überversorgung in den Zentren Schwäbisch Hall und Crailsheim zu werden. Ohne Rücksicht auf die Altersstruktur, die Nahverkehrsversorgung oder die Entfernung zum nächsten Hausarzt zu berücksichtigen? Können Sie mir bitte erläutern, wieso Sie diese Niederlassung ablehnen?

Drohenden Versorgungslücken entgegen treten

Die Langenburger würden Ihnen wohl vehement widersprechen, wenn Sie hören, dass sie schon „überversorgt“ an Ärzten seien. Mit dem Wissen, dass man gezielt junge Ärzte in den ländlichen Raum locken will und dass man einer drohenden Versorgungslücken entgegen treten könnte, wäre diese Zulassung ein positives Signal, nicht nur für Langenburg, sondern für alle ländlichen Gegenden in Baden-Württemberg.

Getreu dem Sprichwort, nach dem man das Dach reparieren muss, solange die Sonne scheint, bitte ich Sie darum, die Erlaubnis zur Hausarztstelle zu geben.

Mit freundlichen Grüßen

Annette Sawade, MdB

Weitere Informationen von Annette Sawade:

Bürgersprechstunden der Bundestagsabgeordneten Annette Sawade (SPD) in Künzelsau, Schwäbisch Hall, Öhringen und Crailsheim

Annette Sawade bietet vier Bürgersprechstunden in den vier großen Städten ihres Wahlkreises Schwäbisch Hall-Hohenlohe, Künzelsau, Schwäbisch Hall, Öhringen und Crailsheim an.

Dienstag, 2. Oktober 2012, 13 bis 15 Uhr:

Wahlkreisbüro, Keltergasse 47, 74653 Künzelsau

Donnerstag, 4. Oktober 2012, 16 bis 17 Uhr:

SPD-Bürgerbüro, Obere Herrngasse 8, 74523 Schwäbisch Hall

Dienstag, 9. Oktober 2012, 16 bis 18 Uhr:

AWO, Hirschgasse 19, 74613 Öhringen

Donnerstag, 11. Oktober 2012, 18.30 bis 19.30 Uhr:

AWO, Schmale Straße 10, 74564 Crailsheim

Vorher anmelden:

Zur besseren Planung bitte wir alle Interessierten, sich vorab im Künzelsauer Wahlkreisbüro anzumelden: Telefon 07940/9829947 oder E-Mail annette.sawade@wk.bundestag.de

Unterwegs im Wahlkreis

Herbsttour der Bundestagsabgeordneten Annette Sawade

Zwei Wochen „sitzungsfrei“ hat Annette Sawade zu Beginn des Oktobers 2012. Und diese Zeit nutzt sie, um in ihrem Wahlkreis mit sovielen Bürgerinnen und Bürgern wie möglich ins Gespräch zu kommen.

Landesparteitag der baden-württembergischen SPD in Wiesloch

Am Samstag, 29. September 2012, reist Sawade direkt von Berlin nach Wiesloch, um am Landesparteitag der baden-württembergischen SPD teilzunehmen. Der Parteitag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Gute Wirtschaft – soziales Baden-Württemberg“. Sawade hatte sich im Juni 2012 an den Aktionswochen der Landespartei mit zwei Praktika in Dorfläden und dem Schwäbisch Haller Sonnenhof beteiligt. Niemand solle und dürfe allein gelassen werden, erklärte Sawade. Auch in Bezug auf ihre Schwerpunktthemen, seien diese Praktika wichtig gewesen: „Die Nahversorgung ist essentiell für die Lebensbedingungen im ländlichen Raum. Daher gilt es gerade an diesen Standorten Modelle und Lösungen zu finden. Damit die Anwohner nicht darauf angewiesen sind, eine Fahrt zu einem Einkaufszentrum auf sich zu nehmen.“

Für eine gerechte Rente

Vom Parteitag erhofft sich Sawade, die auch Mitglied des Landesvorstandes ist, wichtige Impulse in diese Richtung, sowie Fortschritte in Bezug auf die Reißverschluss-Quote bei Wahllisten und in der Renten-Frage: „Wer sein Leben lang gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt hat, dem kann man nicht am Ende seine Rente auf unter 50 Prozent kürzen“, stellt sie klar. Sie zeigt sich dabei erfreut von der lebendigen Debatte in ihrer Partei und dem Vorschlag des Bundesparteivorstands diese Diskussion vor Ort zu führen und nicht nur in der Vorstandsrunde.

Sawade in Gaildorf, Öhringen und Schwäbisch Hall

Zurück im Wahlkreis nimmt sie an der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Gaildorf teil, trifft sich zu einem Antrittsbesuch mit Öhringens Oberbürgermeister Michler und informiert sich bei Dekan Professor Ulrich Brecht und weiteren Vertretern der Außenstelle der Hochschule Heilbronn über den Ausbauzustand des Campus Schwäbisch Hall.

Am 3. Oktober 2012 beim zentralen Festakt in München

Den Tag der Deutschen Einheit verbringt sie bei einem zentralen Festakt in München auf Einladung des Bundespräsidenten Gauck.

Betriebsbesuche bei Bürkert, Würth, Novatech sowie Procter & Gamble

In der zweiten Woche stehen gleich mehrere Betriebsbesuche auf dem Programm. Bei den Firmen Bürkert, Würth, Novatech und Procter & Gamble erkundigt sich Sawade über die aktuelle Wirtschaftslage in der Region und deren Einschätzungen und Erwartungen für das nächste Jahr.

Beim DGB in Öhringen und der SPD in Crailsheim

Im Gespräch mit dem DGB-Ortsverein Öhringen kann Sawade Aktuelles von der Arbeitnehmerschaft mitnehmen und über ihre Arbeit berichten. Dies wird sie auch bei einer Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Crailsheim tun. Nachdem sie, bedingt durch ihren Einzug in den Bundestag, nicht bei der Jahreshauptversammlung des Ortsvereins anwesend sein konnte, holt sie den Besuch nun nach und kann umso mehr berichten.

Gespannt auf die Fragen der Bürgerinnen und Bürger

In Bürgersprechstunden in Crailsheim, Schwäbisch Hall, Künzelsau und Öhringen stellt sich Sawade den Fragen und Anregungen der Bürger Ihres Wahlkreis. „Die Bürgersprechstunden sind mir ein wichtiges Anliegen. Endlich habe ich in den vier größten Städten meines Wahlkreis auch Räume gefunden, an denen ich diese anbieten kann und bin gespannt auf die Fragen der Bürgerinnen und Bürger“, erklärt Sawade. Die Zeiten der Sprechstunden können auf ihrer Homepage www.annette-sawade.de nachgelesen oder über das Wahlkreisbüro (Telefon: 07940/9829947) erfragt werden.

Weitere Informationen und Kontakt:

Annette Sawade, Deutscher Bundestag, Platz der Republik 1, 11011 Berlin

Telefon 030 / 227 71210

Fax 030 / 227 76501

E-Mail: annette.sawade@bundestag.de

Ansprechpartnerin im Berliner Büro:

Antje Koch, Wahlkreisbüro, Keltergasse 47, 74653 Künzelsau

Telefon 07940 / 982 9947

Fax 07940 / 982 4604

E-Mail: annette.sawade@wk.bundestag.de

Ansprechpartner im Wahlkreisbüro:

Christian Gaus

Internet:

www.annette-sawade.de

www.facebook.com/AnnetteSawade

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In der Zeit des Nationalsozialismus als „anders“ ausgegrenzt und verfolgt – Online-Ausstellung über Jugendliche aus ganz Europa

Einen neuen Link gibt es auf den Seiten des Gedenkstättenportals in Baden-Württemberg. Dort sind Informationen über die Internetseite „du bist anders“ zu finden.

Von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

Sie hatten Wünsche, Ängste, Träume und Überzeugungen

Die Internetseite www.dubistanders.de ist eine Online-Ausstellung über Jugendliche aus ganz Europa, die in der Zeit des Nationalsozialismus als »anders« ausgegrenzt und verfolgt wurden. Sie porträtiert 15 bis 21-Jährige, die wie die heutigen Jugendlichen auch Wünsche, Ängste, Träume und Überzeugungen hatten. Sie schrieben Tagebuch oder Gedichte, machten Musik oder spielten Fußball.

Mit Lebensgeschichten auseinandersetzen

Die Internetpräsentation »du bist anders?« ist eine historische Ausstellung und ein interaktives Erinnerungsarchiv zugleich. Sie möchte Schüler und Jugendliche anregen, sich über eine Galaxie aus Symbolbildern, über einen historischen Zeitstrahl, über eine Europakarte oder über eine Themen-Wolke mit einer oder auch mehreren Lebensgeschichten auseinanderzusetzen.

Beim interaktiven Erinnerungsarchiv mitmachen

Einzelne Unterrichtsstunden oder ganze Themeneinheiten lassen sich mit diesen verschiedenen Zugängen abwechslungsreich und individuell gestalten. Zum interaktiven Erinnerungsarchiv wird die Internetseite durch die Nutzer selbst. Die Jugendlichen können im Mitmach-Bereich mit der Kommentarfunktion »Zeigen, was ich denke« zu jeder Biographie ihre ganz persönlichen Gedanken, Bilder, Tonaufnahmen oder Videos hinterlassen.

Weitere Informationen und Kontakt:

Christine von Bose, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/Projekt Jugendwebseite, Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Georgenstraße 23, 10117 Berlin

Telefon +49 (0)30 – 26 39 43 – 26

Fax +49 (0)30 – 26 39 43 – 20

E-Mail: christine.von-Bose@stiftung-denkmal.de

Internet:

http://www.stiftung-denkmal.de

http://www.gedenkstaetten-bw.de/gedenkstaettenlinks.html

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„Verfassungsschutz liefert täglich Pannen“ – Bundestagsabgeordnete Petra Pau (Die Linke) kommt nach Heilbronn

Die Bundestagsabgeordnete Petra Pau (Die Linke) berichtet am Montag, 1. Oktober 2012, in Heilbronn über die neusten Erkenntnisse aus dem NSU-Untersuchungsausschuss. Die öffentliche Veranstaltung findet ab 17 Uhr im Deutschhofkeller, Deutschhofstraße 6, in Heilbronn statt.

Von Florian Vollert, Mitarbeiter des Heilbronner Bundestagsabgeordneten Richard Pitterle (Die Linke)

Politische Konsequenzen und Umbau der Verfassungsschutzämter

Veranstalter ist der Heilbronner Kreisverband der Partei „Die Linke“. Petra Pau ist Obfrau der Linksfraktion im Bundestagsuntersuchungsausschuss, der sich Mitte September 2012 mit dem Mord an der Polizistin Michele Kiesewetter beschäftigte. Die Berliner Abgeordnete kritisert das Verhalten der Verfassungsschutzbehörden, deren „Pannen“ täglich Schlagzeilen liefern, und fordert politische Konsequenzen und den Umbau der Verfassungsschutzämter.

Kurzinformation:

Die Veranstaltung findet am Montag, 1. Oktober 2012, um 17 Uhr im Deutschhofkeller, Deutschhofstraße 6, 74072 Heilbronn statt.

Ab 16 Uhr gibt es eine Pressekonferenz (ebenfalls im Deutschhofkeller). Dort  können Vertreter der Medien gezielt Fragen stellen.

Weitere Informationen und Kontakt:

Florian Vollert, Mitarbeiter MdB Richard Pitterle, Allee 40, 74072 Heilbronn

Telefon: 07131-8971992

E-Mail: richard.pitterle@wk2.bundestag.de

Internet:

http://heilbronn.die-linke-bw.de/

http://www.pitterle.die-linke-bw.de/

http://www.linksfraktion.de/

Vorschau:

Gregor Gysi am Tag der Einheit in Brackenheim

Mittwoch, 3. Oktober 2012, ab 11 Uhr:

Gregor Gysi im Bürgerzentrum Brackenheim: “Errungenschaften, Versäumnisse, Probleme und noch bestehende Chancen der Deutschen Einheit”. Die Feierstunde zum Tag der Deutschen Einheit in Brackenheim ist 2012 von Gregor Gysi geprägt. Er wurde von Brackenheims Bürgermeister Rolf Kieser als Festredner gewonnen. Damit greift der Brackenheimer Bürgermeister einen Vorschlag des Linken-Kreisrats Johannes Müllerschön auf, der ihm Gysi empfohlen hatte. Die Rede findet in einer öffentlichen Veranstaltung statt, zu der alle BürgerInnen der Region eingeladen sind.

Kurzinformation:

Die Veranstaltung ist am Mittwoch, 3. Oktober 2012, um 11 Uhr im Bürgerzentrum Brackenheim.

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„Panik im Kopf und eine Menge Wut im Bauch“ – Konzert in Crailsheim mit „Candelilla“

Mit einem Rockkonzert meldet sich der Verein Adieu Tristesse in Crailsheim aus der Sommerpause zurück. Am Freitag, 5. Oktober 2012, ab 20 Uhr, dürfen sich die Besucher des Jugendzentrums Crailsheim auf eine leidenschaftliche Begegnung mit „Candelilla“ freuen.

Von Sina Stuber Adieu Tristesse e.V. (Verein für Kultur in Crailsheim)

Münchner All-Girl-Band

Die Münchner All-Girl-Band war unterwegs in den Staaten, um ihre Studio-Aufnahmen beim legendären Nirvana-Produzenten Steve Albini in Chicago zu machen. Ihre Texte: Wichtig. Sound: Wuchtig. Festhalten! Das Album „HeartMutter“ erscheint Anfang 2013 beim Hamburger Label ZickZack, wo in den letzten 30 Jahren zahlreiche Ausnahmekünstler wie Abwärts, Einstürzende Neubauten und Palais Schaumburg ihr Zuhause fanden. Nach eindrucksvollen Live-Konzerten Anfang des Jahres, gehen CANDELILLA von September bis November mit neuen Songs auf Tour durch Deutschland, Frankreich und Spanien. Sonic Youth im Ohr, Ja, Panik im Kopf und eine ganze Menge Wut im Bauch. „This is just a romantic concept“ heißt es in der Hookline von „23/33“, der ersten Singleauskoppelung, und genau darum geht es: die Suche nach Echtheit, Schmerzen, Authentizität ist das, was CANDELILLA antreibt, sowohl auf ihrem kommenden Album „HeartMutter“, als auch in ihrem Musikvideo zu „23/33“.

Kurzinformation:

Konzert mit CANDELILLA, Jugendzentrum Crailsheim, Freitag, 5. Oktober 2012, 20 Uhr.

Weitere Informationen im Internet:

http://www.candelilla.de/

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„Achse des Widerstands“ bekämpft die eigene Bevölkerung – Diskussionsveranstaltung in Schwäbisch Hall

Iran, Hisbollah, Syrien – Die „Achse des Widerstands“ im Kampf gegen Israel und Emanzipation im Nahen Osten. Eine Diskussionsveranstaltung mit Jonathan Weckerle (Berlin), Sprecher von STOP THE BOMB, Mitglied im Mideast Freedom Forum Berlin und freier Autor für Jungle World, Tagesspiegel, Iz3W, Phase 2 und Konkret findet am Donnerstag, 11. Oktober 2012, um 20 Uhr im Club Alpha 60 in Schwäbisch Hall, Stuttgarter Straße 7, statt.

Von Timo Kriulin, Club Alpha 60 in Schwäbisch Hall

Junge Generation strebt nach Freiheit

Mit dem Anspruch, gegen den „zionistischen Regime“ Israel und den „imperialistischen und arroganten“ Westen radikalen „Widerstand“ zu leisten, haben sich die Islamische Republik Iran, die Hisbollah im Libanon und das Assad-Regime in Syrien lange Zeit erfolgreich profiliert. Vor den Umbrüchen im Nahen Osten konnten sie sich von den „feigen“ und „reaktionären“ arabischen Regimen abheben. Die Sympathien der „arabischen Straße“ waren ihnen ebenso gewiss wie bedeutender Teile der globalen Linken und Friedensbewegung. Die Entwicklung nach der „Zedern-Revolution“ im Libanon 2005, des großen Aufstandes im Iran 2009 und dem laufenden Aufstand gegen Assad seit 2010 haben jedoch drastisch demonstriert, dass dieser „Widerstand“ weder Unterstützung noch Verständnis verdient. Der islamistische beziehungsweise arabisch-nationalistische „Widerstand“ ist nicht nur eine Bedrohung für Israel, sondern hat sich auch mit mörderischer Konsequenz gegen die jeweiligen Bevölkerungen gerichtet, in der vor allem die junge Generation nach Freiheit strebt, und kein Interesse an einem wahnhaften und endlosen Krieg hat. Im Nahen Osten brannten vielerorts bereits die Bilder und Fahnen Assads, Nasrallahs und der Islamischen Republik Iran, und es ist höchste Zeit, dass auch hierzulande mit ihrem „Widerstand“ konsequent gebrochen wird.

Kurzinformation:

Veranstaltung mit Jonathan Weckerle (Berlin), Sprecher von STOP THE BOMB, Mitglied im Mideast Freedom Forum Berlin und freier Autor für Jungle World, Tagesspiegel, Iz3W, Phase 2 und Konkret am Donnerstag, 11. Oktober 2012, um 20 Uhr im Club Alpha 60 in Schwäbisch Hall, Stuttgarter Straße 7.

Weitere Informationen und Kontakt:

www.clubalpha60.de

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„HandwerkerInnen und ihre Produkte, Jungviehprämierung, Musik, Gauklerinnen und Gaukler, Trachtentanzgruppen“ – Backofenfest im Hohenloher Freilandmuseum

Das Backofenfest im Hohenloher Freilandmuseum lockt am Samstag, 29. und Sonntag, 30. September 2012, wieder viele Besucher nach Wackershofen. Das Freilandmuseum ist an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Von der Stadtverwaltung Schwäbisch Hall

Krämermarkt der besonderen Art

Tausende Besucherinnen und Besucher werden nach Schwäbisch Hall-Wackershofen kommen, um im Hohenloher Freilandmuseum das Backofenfest mit seinem breit gefächerten Programm zu erleben und zu genießen. Jeweils von 10 bis 18 Uhr wird viel geboten. Ein Krämermarkt der besonderen Art, Handwerkerinnen und Handwerker und ihre Produkte, Jungviehprämierung, Musik, Gauklerinnen und Gaukler, Trachtentanzgruppen, jede Menge zu Essen und zu Trinken und vor allem frischer Blooz aus den historischen Holzbacköfen, all dies zeichnet das traditionelle Backofenfest aus.

 Annaweech singt hohenloher Mundart

Für die Freunde der hohenloher Mundart empfiehlt es sich, vor allem am Sonntag nach Wackershofen zu kommen, denn von 11 bis 14 Uhr präsentiert das Museum die Gruppe Annâweech. Ihre Auftritte anlässlich des Backofenfestes sind mittlerweile Tradition. Mit ihren Liedern, in denen sie über das berichten, was die Hohenloher zurzeit bewegt, verstehen sie es immer wieder aufs Neue, ihr Publikum mitzureißen und zu begeistern.

Körperbeherrschung mit Schwert und Lanze demonstrieren 

Ebenfalls am Sonntag kann das Museum seinen Besucherinnen und Besuchern eine weitere Attraktion bieten, wenn zwei Personen ihre Körperbeherrschung im Umgang mit Schwert und Lanze demonstrieren. Als absolute Könner ihres Fachs steht es außer Frage, dass sie bei ihren Darbietungen aus dem fernen China beim Publikum Staunen hervorrufen und einen bleibenden Eindruck hinterlassen werden.

Taschenspieler austricksen

Doch am Sonntag sorgt auch allerlei Musik für eine besondere Stimmung. An diesem Tag kann jede und jeder auch einmal versuchen, gegen einen äußerst flink arbeitenden Taschenspieler zu bestehen oder man kann sich aus den Karten die Zukunft vorhersagen lassen. Nicht nur den Kindern werden sicherlich die ruhigen Vorführungen eines Puppenspielers gefallen. Ruhe und die Möglichkeit, ein wenig innezuhalten, bietet um 14.30 Uhr wieder die Kirchengemeinde mit einem Gottesdienst.

Seltene Rinder werden prämiert

Etwas ruhiger geht es am Samstag zu, wenn traditionsgemäß die Tiere im Mittelpunkt stehen. Landwirte der Region lassen ab 11 Uhr Fleckvieh und ab 13.30 Uhr Tiere der seltenen Limpurger Rasse prämieren. Zwischendrin, um 13 Uhr, tritt die Züchterjugend mit ihren Kälbern zu einem Vorführwettbewerb an. Aufgelockert wird das Programm durch die Darbietungen der „Goislschnalzer“. Für Musik sorgt an diesem Tag von 14.30 bis 17 Uhr das Stadtorchester Schwäbisch Hall.

Schwäbische und fränkische Volkstanzgruppen treten auf

Wer das Fest bereits kennt, der weiß, dass viel Musik und Tanz in der Luft liegen, denn an beiden Tagen treten auf drei Bühnen schwäbische und fränkische Volkstanzgruppen auf. Ebenfalls an beiden Tagen wartet der Krämermarkt mit einer breiten Palette an regionalen Produkten auf. Weiterhin stehen wieder Handwerkerinnen und Handwerker in der Marktzeile, die ihre Produkte nicht nur verkaufen, sondern sich bei ihrer Arbeit zuschauen lassen. Damit erwartet die Besucherinnen und Besucher also ein Markt, der sich vollkommen harmonisch in die historische Atmosphäre des Museumsdorfes einfügt.

An allen Ecken duftet der Blooz

Wenn der Rauch aus den Kaminen über dem Museum schwebt und es an allen Ecken nach Blooz duftet, erahnt jede Besucherin und jeder Besucher, warum dieses Fest seinen Namen trägt. Die vielen Holzbacköfen produzieren auf Hochtouren die unterschiedlichsten Variationen dieser regionalen Spezialität. Aber es gibt nicht nur salzigen und süßen Kuchen. Weiterhin stehen Rosenküchle, Ochs am Spieß, Kutteln, Grünkernküchle und vieles andere mehr auf dem Speiseplan. Dazu gibt es von Kaffee bis Wein und vom Bier bis zum Most alles, was das Herz begehrt.

Mit dem Zug oder Bus nach Wackershofen – ermäßigter Eintritt

Möglichkeiten, an diesem Wochenende nach Wackershofen zu gelangen, gibt es zahlreiche. Für Autos sind zwar ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden, aufgrund des großen Andrangs ist es jedoch ratsam, auf öffentliche Verkehrsmittel auszuweichen. Neben dem Linienbus empfiehlt es sich, mit der Bahn nach Wackershofen zu kommen. Jede Besucherin und jeder Besucher, der mit einem Ticket des „Heilbronner-Hohenloher-Haller Nahverkehrs“, mit einem Ticket der Deutschen Bahn, einem Metropol-Tagesticket oder einem Fahrschein des KreisVerkehrs ins Museum kommt, erhält einen ermäßigten Eintritt. Der Besuch des Backofenfestes kann aber auch mit einem ausgedehnten Spaziergang verbunden werden: Wege sind ab der Haller Innenstadt ausgeschildert.

Einzigartiges Flair des Backofenfestes 

In seiner Vielfältigkeit, zugleich aber in seiner Ruhe trotz der großen Menschenmenge, liegt das einzigartige Flair des Backofenfestes. Auch am Sonntag kann jede und jeder einen Platz finden, wo er die besondere Atmosphäre des Museums und des Festes genießen kann. Welchen Weg man auch wählt, ein Besuch des Hohenloher Freilandmuseums ist am letzten Septemberwochenende immer lohnenswert.

Weitere Informationen und Kontakt:

Stadtverwaltung Schwäbisch Hall, Am Markt 6, 74523 Schwäbisch Hall

Telefon: 0791/751-0

Internet:

http://www.wackershofen.de/freilandmuseum/cms/front_content.php?idcat=60&lang=1

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„20 Jahre im Gegenwind“ – Staatssekretär Helmfried Meinel kommt zum Jubiläum des Umweltzentrums / Podiumsgespräch am Mittwoch in Wolpertshausen

Das Umweltzentrum Kreis Schwäbisch Hall e.V. feiert dieses Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Dem Vorstand des Trägervereins ist es gelungen, zur Jubiläumsveranstaltung am Mittwoch, 26. September 2012, um 19.30 Uhr den Staatssekretär des Umweltministeriums Baden-Württemberg, Helmfried Meinel, zu gewinnen.

Von Martin Zorzi, Geschäftsstellenleiter des Umweltzentrums Kreis Schwäbisch Hall

Bildvergleich über Wandel der heimischen Natur und Landschaft

Im Rahmen eines Podiumsgesprächs wird Helmfried Meinel den Naturschutzverbänden aktuelle Fragen der Umweltpolitik beantworten. Ministerialdirektor Meinel ist Amtschef des Umweltministeriums Baden-Württemberg.

Öffentliche Veranstaltung am Mittwoch, 26. September 2012, ab 19.30 Uhr

Die öffentliche Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Europasaal in Wolpertshausen. Sie wird ergänzt durch einen lebendigen Rückblick auf die Vereinsgeschichte sowie einen Bildvergleich über den Wandel unserer heimischen Natur und Landschaft.

Ausbau der Erneuerbaren Energien und Flächenverbrauch

Statt langer Vorträge zur Vereinsgeschichte stehen aktuelle Themen im Mittelpunkt: In Vertretung des verhinderten Umweltminister Franz Untersteller wird sich Ministerialdirektor Helmfried Meinel den aktuellen Fragen zur Umwelt stellen – angesprochen werden sollen unter anderem der Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Flächenverbrauch. Unter dem Motto „20 Jahre im Gegenwind“ bietet der stellvertretende UZ-Vorsitzende Helmut Fischer einen kurzen Abriss über die Aktivitäten des Vereins. Geschäftsstellenleiter Martin Zorzi wird schließlich den Wandel der Hohenloher Landschaft in den letzten Jahrzehnten in Form eines Bildervergleichs darstellen. Zur Veranstaltung ist jedermann/-frau herzlich eingeladen, Beginn ist um 19.30 Uhr im Europasaal in Wolpertshausen.

Weitere Informationen über das Umweltzentrum Kreis Schwäbisch Hall:

Umweltzentrum Kreis Schwäbisch Hall e.V., Vereinigung und gemeinsame Geschäftsstelle der Naturschutzverbände im Landkreis Schwäbisch Hall, Gelbinger Gasse 85, 74523 Schwäbisch Hall, Telefon 0791/55967, Fax 9540780, E-Mail: umweltzentrumSHA@web.de

Internet:

www.umweltzentrum-schwaebisch-hall.de

Angeschlossene Verbände und Gruppierungen (Stand März 2012): Aktive Bürger Michel­feld; Arbeitsgruppen Hall u. CR des Landes­natur­schutz­ver­ban­des; Angel­sport- bzw. Fischerei­vereine Brettachtal, Crailsheim, Eckartshausen, Honhardt, Kirch­berg u. Un­ter­sontheim; AG Gesunde Lebensweise Schw. Hall; Bäuerliche EZG Schwäb. Hall; Be­zirksverein f. Bienenzucht Gaildorf; Bürgerforum Brennnessel Mainhardt; BUND-Gruppen Crailsheim, Franken­hardt u. Schw. Hall; Bundesverband Kanu; Energie-Initiative Kirchberg; Förderkreis Regionaler Streuobst­bau (FÖS); Hei­mat­­vogel­schutz Langenburg; EZG Hohenloher Höfe; Imkerverein Main­hardter Wald; Jäger­ver­eini­gungen Crails­heim und Schw. Hall; Jugendzentrum Crails­heim e.V.; NABU-Gruppen Crailsheim, Gaildorf, Gerabronn, Ilsho­fen, Kirchberg, Main­hardt, Rot am See, Schw. Hall u. Untermünkheim; Schutzgemeinschaft Deutscher Wald; TV Naturfreunde Ortsgr. Schwäb. Hall; SAV-Haupt­verein sowie Ortsgr. Crailsheim, Gaildorf, Main­hardt, Satteldorf u. Schw. Hall; Tier­­schutz­verein Crailsheim; Umweltstiftung BI Westernach; VCD-Kreisverband Schwäb. Hall; Verein für Spe­läologie Hohen­l.-Fran­ken.

Vorstand: 1. Vors. Manfred Mächnich, Kirchberg; 2. Vors.: Helmut Fischer, Mainhardt; Bankver­b.: Konto 199 227, KSK SHA-CR BLZ 62250030; Geschäfts­stellen­leiter: Dipl.-Biol. Martin Zorzi; Geschäftszeiten:, Mo – Mi 9.00 – 16.00 Uhr, Do 14-17 Uhr sowie nach Vereinbarung.

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„Künzelsau, Hall, Öhringen, Crailsheim“ – Bürgersprechstunden der Bundestagsabgeordneten Annette Sawade (SPD)

Die Bundestagsabgeordnete Annette Sawade (SPD) hält im Oktober 2012 vier Bürgersprechstunden in den vier großen Städten ihres Wahlkreises Schwäbisch Hall-Hohenlohe ab.

Vom SPD-Wahlkreisbüro Künzelsau

Die Termine der vier Bürgersprechstunden:

Dienstag, 2. Oktober 2012, 13 bis  15 Uhr:

Künzelsau, Wahlkreisbüro, Keltergasse 47, 74653 Künzelsau

Donnerstag, 4. Oktober 2012, 16 bis 17 Uhr:

Schwäbisch Hall, SPD-Bürgerbüro, Obere Herrngasse 8, 74523 Schwäbisch Hall

Dienstag, 9. Oktober 2012, 16 bis 18 Uhr:

Öhringen, AWO, Hirschgasse 19, 74613 Öhringen

Donnerstag, 11. Oktober 2012, 18.30 bis 19.30 Uhr:

Crailsheim, AWO, Schmale Straße 10, 74564 Crailsheim

Zur besseren Planung vorher anmelden:

Zur besseren Planung bitten wir alle Interessierten, sich vorab im Künzelsauer Wahlkreisbüro anzumelden: Telefon 07940/9829947 oder per E-Mail annette.sawade@wk.bundestag.de

Weitere Informationen und Kontakt:

ANNETTE SAWADE, Mitglied des Deutschen Bundestages, SPD-Bundestagsfraktion,  Deutscher Bundestag, Platz der Republik 1, 11011 Berlin

Telefon 030 / 227 71210

Fax 030 / 227 76501

E-Mail: annette.sawade@bundestag.de

Ihre Ansprechpartnerin im Berliner Büro: Antje Koch, Wahlkreisbüro, Keltergasse 47, 74653 Künzelsau

Telefon 07940 / 982 9947

Fax 07940 / 982 4604

E-Mail: annette.sawade@wk.bundestag.de

Ihr Ansprechpartner im Wahlkreisbüro: Christian Gaus

Internet:

www.annette-sawade.de

www.facebook.com/AnnetteSawade

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„Neonazis im Dienste des Staates“ – Diskussion am Donnerstag, 27. September 2012, in Schwäbisch Hall

Eine Veranstaltung im Löwenkeller des Club Alpha 60 Schwäbisch Hall zum Thema „NEONAZIS IM DIENSTE DES STAATES“ findet am Donnerstag, 27. September 2012, um 20 Uhr statt.

Von Jochen Dürr, Schwäbisch Hall

KuKluxKlan-Umtriebe in Schwäbisch Hall

Es kommt der bekannteste Geheimdiensterxperte in Deutschland, Rolf Gössner aus Bremen, ab 20 Uhr in den Löwenkeller des Club Alpha 60 zum Diskussionsabend. Aktueller geht es nicht: Die fast 20 Naziaufmärsche in Schwäbisch Hall in den Jahren 2004 und 2005/die KluKluxKlan-Umtriebe vor über zehn Jahren in Schwäbisch Hall und die Verwicklung des Nazitrios in die Ermordung der Heilbronner Polizistin Michaela Kiesewetter in Heilbronn machen den lokalen Bezug deutlich.

Skandalöse Verstrickung des Verfassungsschutzes in gewaltbereite Neonazi-Szenen 

Ausgehend von der schockierenden Neonazi-Mordserie, die Ende 2011 ohne Zutun des Staats- und Verfassungsschutzes aufgedeckt wurde, widmet sich Rolf Gössner dem Inlandsgeheimdienst „Verfassungsschutz“, seiner braunen Vergangenheit und politischen Ausprägung sowie seinem dubiosen V-Leute-System, mit dem er Neonazi-Szenen und rechtsextreme Parteien unterwandert hat. Der Referent berichtet auf Grund eigener Recherchen über die skandalöse Verstrickung des Verfassungsschutzes in gewaltbereite Neonazi-Szenen sowie über die geheimdienstlichen Versuche, kriminell gewordene V-Leute selbst gegen Ermittlungen der Polizei abzuschirmen. Und er untersucht, wie der Verfassungsschutz im Kampf gegen Rechts agiert, ob er in seiner Ausprägung als Inlandsgeheimdienst zum Schutz der Verfassung taugt oder Fremdkörper in der Demokratie ist. Aus seinem Befund formuliert Rolf Gössner politische Konsequenzen, die für eine rechtsstaatliche Demokratie und die Bürgerrechte existentiell wichtig sind. VeranstalterInnen sind der Club Alpha 60 und die Kreisvereinigung der VVN-BdA Schwäbisch Hall

Zur Person:

Dr. Rolf Gössner arbeitet als Rechtsanwalt und Publizist in Bremen. Er ist Vizepräsident der Internationalen Liga für Menschenrechte (Berlin), stellvertretender Richter am Staatsgerichtshof der Freien Hansestadt Bremen sowie Mitglied der Deputation für Inneres der Bremischen Bürgerschaft. Mitherausgeber des jährlich erscheinenden „Grundrechte-Reports“ und als solcher ausgezeichnet mit der Theodor-Heuss-Medaille 2008, außerdem mit dem Kölner Karlspreis für engagierte Literatur und Publizistik (2012). Sachverständiger in Gesetzgebungsverfahren des Bundestags und von Landtagen. Autor zahlreicher Bücher zum Themenbereich Demokratie, Innere Sicherheit und Bürgerrechte.

Aktuelle Buchtipps:

Zuletzt erschienen:

Geheime Informanten. V-Leute des Verfassungsschutzes: Kriminelle im Dienst des Staates, München 2003; aktuelle Neuauflage als e-book 2012 bei Knaur-Verlag, München. Direktlink: http://bit.ly/J8XWNC

Menschenrechte in Zeiten des Terrors. Kollateralschäden an der „Heimatfront“, Hamburg 2007.

Mehr Informationen im Internet:

www.rolf-goessner.de

www.clubalpha60.de

www.schwaebisch-hall.vvn-bda.de

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„UmFAIRteilen“ – attac-Gruppe Schwäbisch Hall bietet Mitfahrgelegenheiten zur Demo in Frankfurt/Main

An verschiedenen Orten finden am Samstag, 29. September 2012, bundesweit Demonstrationen des Bündnisses „UmFAIRteilen“ statt. Die attac-Gruppe Schwäbisch Hall bietet Mitfahrgelegenheiten zur Demo in Frankfurt/Main an.

Von Uli Simon, attac-Gruppe Schwäbisch Hall

Wer mitfahren will: telefonisch anmelden

Wer Lust hat in Frankfurt/Main am Samstag, 29. September 2012 mitzudemonstrieren, der kann sich bei mir, Uli Simon (Telefon 07907-2509) wegen Bahn- beziehungsweise Mitfahrgelegenheit melden. Die zwei Demonstrationszüge beginnen um 12 Uhr am Kaisersack/Hauptbahnhof und an der Paulskirche/Abschlusskundgebung: 15 Uhr Roßmarkt.

Viele Organisationen gemeinsam

Zu dem Bündnis gehören folgende Organisationen: campact.de, Naturfreunde, Paritätische (Wohlfahrts-) Verband, attac, Vermögenssteuer jetzt!, Katholische Arbeitnehmerbewegung, Alevitische Gemeinde Deutschland, Appell für eine Vermögensabgabe, DIDF, Die Falken, VDK, Gewerkschaftliche Arbeitslosengruppen, Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik, Freier Zusammenschluss von StudentInnenschaften, verdi, Volkssolidarität, Kairos, GEW, SoVD (Sozialverband), DGB Gewerkschaftsjugend in Bewegung, AWO, medico.

Nächstes attac-Plenum am 4. Oktober 2012 in Schwäbisch Hall

Sie war auch Thema beim jüngsten attac-Schwäbisch Hall-Treffen im Umweltzentrum. Wir werden auf das Thema sicher auch beim nächsten attac-SHA-Plenum am Donnerstag, 4. Oktober 2012, um 20 Uhr zurückkommen.

Weltweite Reichtumsentwicklung ist besorgniserregend

Die Zusammenfassung einer aktuellen us-amerikanischen Studie zur Reichtumsentwicklung weltweit, die medial unterschlagen wird. Sie stammt von James S. Henry, einem ehemaligen McKinsey- und IBM-Manager, der sie im Auftrag von Tax Justice Network erstellt hat.

Die Ironie des „Schwarzen Loches“

James S. Henry, „The price of offshore revisited“, Juli 2012

Eine Zusammenfassung von Uli Simon

1. Das unterirdische System, das hier versucht wird, zu erfassen, ist „das wirtschaftliche Äquivalent eines astrophysischen Schwarzen Loches“. Wie jene Schwarzen Löcher ist dieses nahezu unsichtbar und kann für Beobachter, die ihm zu nahe kommen, gefährlich werden. Wir haben es mit einer der gesellschaftlich wohl am besten verwurzelten Interessengruppen zu tun. Der Weg, das System der Geheimhaltung und Verschleierung aufzudecken, „ist hart, die Arbeit mühsam, die Daten wie Bergbau im Geiste – betäubend wie jeder Tag untertage mit Kohle im Gesicht.“ James‘ ausführliche Bewertung von bisherigen Schätzungen und seine eigenen Analysewege – ein großer Teil der Studie – können hier nicht dargestellt werden. Im Folgenden deshalb nur die wichtigsten Ergebnisse:

2. In den meisten Ländern ist die Ungleichheit des finanziellen Wohlstands nicht nur viel größer, als wir vermuteten, sondern wächst auch viel schneller. Ein erheblicher Teil des globalen privaten Geldvermögen – unseren Schätzungen nach mindestens 21-32 Billionen US-Dollar ab dem Jahr 2010 – wurde nahezu steuerfrei, mit Hilfe des Schwarzen Loches (mehr als 80 „Offshore“- Verdunklungsoasen) durch die Welt „investiert“. Denken sie daran: dies ist nur das Geldvermögen.

3. Das wohl interessanteste, was wir bezüglich der neuen Landschaft der globalen Ungleichheit aufdecken konnten, ist die jüngste Entstehung einer echten transnationalen privaten Elite eines relativ kleinen Bruchteils der Weltbevölkerung (0,001%). Es bedeutet auch, dass die Gruppe dieser transnationalen Elite im Prinzip ein ureigenes Interesse daran hat, einkommens-, vermögens- und steuerschwache Regierungen zu mehr offenen Märkten und schwächeren Einschränkungen zu drängen und zwar mithilfe von einer grenzüberschreitenden, riesigen und transnationalen Armee von Piraten- Banken, Kanzleien, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Lobbyisten und PR-Firmen.

4. Die aktive Rolle der Privatbanken: Erstens haben die Top 50 der weltweit führenden Privatbanken allein 12.06 Billionen US-Dollar an privatem grenzüberschreitendem Geldvermögen unter ihrer Verwaltung. Zweitens sind die Top-10-Banken in dieser Gruppe bemerkenswert stabil . Viert wichtigste Bank ist die Deutsche Bank. Drittens wuchsen die Top Ten- Banken sogar schneller als die Branche als ein Ganzes. Mit einer jährlichen Wachstumsrate von über 20 Prozent steigerte sie ihren Anteil an der Gruppe der „Assets under Management“ (Verwaltete Vermögenswerte) von 42 Prozent im Jahr 2005 auf mehr als 51 Prozent im Jahr 2010.

5. Die Ironie dabei ist, dass jeder von diesen führenden globalen Banken, mit Ausnahme Pictet (Genfer Privatbank), als „Zu- groß- zum- Scheitern“ von ihren Regierungen in den Jahren 2008-2010 erachtet wurden, und gemeinsam Hunderte von Milliarden an Steuergeldern zur Finanzierung von Kapitalzuführungen, Standby-Krediten, Garantien für Darlehen, toxischen Asset Garantien, etc. verwendeten. Ohne die staatliche „too big to fail“- Subventionierung (aus Steuergeldern) wären mehrere dieser Banken heute verschwunden. Haben die Finanz- und Schatzämter auf der ganzen Welt nicht verstanden, dass diese Banken führend in der Steuerhinterziehung weltweit sind?

6. Die Privatbanken sind die wichtigsten Vorantreiber des globalen „Steuerunrechtssystem“. Sie bieten die Kernkompetenzen, auf die es ankommt: Geheimhaltung, Steuerminimierung, Zugriffsmöglichkeiten, Vermögensmanagement und Sicherheit, die nur ihr „Offshore“ – System bieten kann. In den letzten 30 Jahren ist eine ausgeklügelte, transnationale private Infrastruktur von Dienstleistern gewachsen, welche Dienstleistungen in einem beispiellosen Ausmaß liefern können. Dieses „Pirate Banking“ – System reinigt, schützt, verwaltet und erneuert ggf. die Domizile und Reichtümer von vielen der weltweit schlimmsten Schurken sowie die materiellen und immateriellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten von vielen unserer reichsten Individuen, neben unseren erfolgreichsten Mainstream-Banken, Unternehmen, Reedereien, Versicherungen, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Anwaltskanzleien.

7. Alle „High net worth individuals“ teilen die gleichen Grundbedürfnisse: (1) Anonymität für sich selbst, ihre Familien und ihre wirtschaftlichen und politischen Beziehungen, (2) die Fähigkeit zur Minimierung der zukünftigen Steuern, nach Abzug der Mehrwertsteuer, (3) ein Management für ihre Investitionen, vor allem für diejenigen, die noch immer daran glauben, (4) die Möglichkeit ihren Reichtum von überall aus der Welt leicht benutzen und verwalten zu können, (5) sichere Orte um sich entspannen, verstecken und das Leben genießen zu können, (6) Stahlverkleidete finanzielle Sicherheit für ihre riesigen Bestände von anonym verwalteten, weitgehend unversteuertem Privatvermögen, auch gegen die anhaltenden Bedrohungen nicht nur durch Steuerfahnder und Staatsanwälte, sondern auch durch Entführer, Erpresser, Spione, Killer, Betrüger, Hacker, Paparazzi, politische Gegner, verärgerte Familienmitglieder, Ex-Frauen, Ex-Liebhaber…

8. Ein Gemälde oder ein Bankkonto kann sich innerhalb der Schweizer Grenzen befinden, aber rechtlich wichtig ist, dass es wahrscheinlich in viele Stücke rund um den Globus fragmentiert ist. Normalerweise gibt der Eigentümer die Vermögenswerte an anonyme Offshore-Gesellschaften mit einer anderen Rechtsprechung weiter, welche diese an einen anderen Treuhändler weiterleitet, der sich ebenfalls unter einer anderen Rechts-ordnung befindet (und das ist noch eine der einfachsten Offshore-Strukturen). Letztlich steht der Begriff „Offshore“ für diese Funktion der Verschleierung.

9. Zum Verhältnis Dritte und Erste Welt: Die 139 untersuchten Quellenländer hatten eine gesamt Brutto-Auslandsverschuldung im Jahr 2010 von 4.08 Billionen US-Dollar. Wenn wir allerdings die Devisenreserven dieser Länder davon abziehen, von denen die meisten in „Erste Welt“- Wertpapiere investiert wurden, betragen die gesamt Netto-Auslandsschulden im Jahr 2010 nur noch 2.8 Billionen US-Dollar. Im Großen und Ganzen sind diese angeblich verschuldeten Quellenländer dank des Offshore-Systems gar keine Schuldner mehr: viel mehr sind sie Nettokreditgeber. Das Problem hierbei ist, dass die Vermögenswerte dieser Länder von einer kleinen Anzahl von vermögenden Privatpersonen gehalten werden, während die (Staats-)Schulden auf den Schultern von gewöhnlichen Menschen liegen. „Das eigentliche Problem ist nicht, dass die Länder keine Vermögenswerte haben. Das Problem ist, dass sie alle in Miami sind.“ (US-Notenbank 1985!) Diese Dunkelziffer von privatem Offshore-Vermögen und die öffentlichen Schulden sind historisch gesehen eng miteinander verknüpft: der dramatische Anstieg der Dunkelziffer der Kapitalabflüsse(und die private Nachfrage nach „First World“- Währungs- und sonstigen Vermögenswerten) in den 1970er und 1980er Jahren wirkte sich positiv auf den Anstieg der „Ersten Welt“-Kredite an Entwicklungsländer aus. Heute bestimmen die lokalen Eliten „mithilfe ihre finanziellen Größe“, während ihre öffentlichen Sektoren in großem Umfang Kredite aufnehmen müssen – und es sind die „Ersten Welt“- Länder, die den Großteil dieser Anleihen innehaben.

In Bezug auf die Bekämpfung der Armut gibt es keine drängendere, globale Aufgabe.

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