„Bauarbeiten zu Stuttgart 21 nachts unter Polizeischutz begonnen“ – Bündnis 90/Die Grünen Hohenlohe nehmen Stellung

Nachts um 23 Uhr begannen am Freitag, 30. Juli 2010, unter Polizeischutz die Bauarbeiten zu Stuttgart 21. Mit dem Abriss des Nordflügels sollen offensichtlich Fakten geschaffen werden.

Von Barbara Bruhn von Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Hohenlohe

Heruntergekommener Bahnhof in Waldenburg

Milliarden Steuergelder werden in dieses Projekt fließen, während andernorts die Infrastruktur der Bahn leidet. Wer sich einmal den Waldenburger Bahnhof ansieht oder in einem abgeschrammelten Regionalzug zwei Stunden von Waldenburg nach Stuttgart gefahren ist (auf der Rückfahrt zwar im neuen Doppelstöcker, aber bei 60 Grad Celsius wegen ausgefallener Klimaanlage), kann kaum glauben, dass diese Summen in ein Bahnhofsprojekt fließen, dessen Sinnhaftigkeit sich auch ohne Wirtschaftskrise, Technik- und Fahrplanproblemen bei der Bahn ernsthaft bezweifeln lässt. Aber das ist unter anderem die Realität, spricht man von Stuttgart 21:

– Berichte des Bundesrechnungshofes zu Stuttgart 21 interessieren die Beteiligten nicht.

– Eine Tunnellösung, die eine Reduzierung der jetzt vorhandenen 16 Gleise auf 8 vorsieht, wird als fortschrittlich propagiert, obwohl dadurch weitere Störungen vorprogrammiert sind.

– Stetig steigende Kosten (1995 2,5 Milliarden, 2007 2,8 Milliarden; April 2009 3,1 Milliarden, Dezember 2009 4,1 Milliarden) lassen die Verantwortlichen ebenfalls nicht ins Grübeln kommen.

Die Liste ließe sich noch fortsetzen.

Gespenstische Szenen – Kommunikationsscheue Politiker

Gleichgültig, wie man zu dem Projekt steht, die Szenen, die sich gestern Abend (Freitag, 30. Juli 2010) in Stuttgart abgespielt haben, waren gespenstisch. Man fühlt sich an Zeiten erinnert, von denen man glaubte, sie lägen lange hinter uns und kämen nie wieder. Und so etwas mitten in Baden-Württemberg. Jetzt darf also die Polizei nachts ihren Kopf für kommunikationsscheue Politiker und sonstige Beteiligte hinhalten. In was für einem Land leben wir eigentlich?

Kontakt:
Barbara Bruhn, Vorstand Bündnis 90/Die Grünen KV Hohenlohe
Hauptstrasse 52, 74676 Niedernhall, Telefon 07940 – 5485 998

Weitere aktuelle Informationen zusammengestellt von Hohenlohe-ungefiltert:

Informationen der Stuttgart 21-Gegner „K 21 Ja zum Kopfbahnhof – Bahnhof mit Vernunft“ auf der Internetseite http://www.kopfbahnhof-21.de/index.php?id=4

Kurzinformation von „K 21 Ja zum Kopfbahnhof – Bahnhof mit Vernunft“:

Abriss droht! Demo am Sonntag, 1. August 2010, um 19 Uhr.
Wo: Natürlich vor dem bei nebelfreier Nacht aufgestellten Bauzaun vor dem Nordflügel.

Weitere Termine:
Montag, 2. August 2010, um 7 Uhr und um 18 Uhr (Montagsdemo)

In der Nacht von Freitag auf Samstag rückte die Firma Wolff & Müller mit Baugerät an. Unter massivem Schutz einiger Hundertschaften Polizei wurde bis gegen 23 Uhr der Bauzaun errichtet. Tausende aufgebrachte Bürgerinnen und Bürger protestierten stundenlang friedlich gegen dieses Vorgehen. In der Innenstadt ruhte rund um den Hauptbahnhof der Verkehr.“

Studie zu Stuttgart 21: „Aufgrund der Brisanz der vorliegenden Resultate ist absolutes Stillschweigen erforderlich.“ http://www.kopfbahnhof-21.de/index.php?id=534

Die tageszeitung in Berlin (taz) schrieb am 28. Juli 2010: „Nach dem Bahnprojekt Stuttgart 21 wird auch die Schnellbahnstrecke Stuttgart-Ulm deutlich teurer als geplant: Mit Mehrkosten von 865 Millionen Euro rechnet die Bahn nach eigenen Angaben. Die Baukosten sollen nun rund 2,89 Milliarden Euro betragen, bisher war das Projekt auf 2,025 Milliarden Euro veranschlagt worden. Die Mehrkosten trägt allein der Bund (…). Der ganze Text auf der Internetseite http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/kostenexplosion-bei-bahnprojekten/

Artikel des BUND Südlicher Oberrhein:

Stuttgart 21 = Geldversenkung: Hohe Kosten für Oettinger Mausoleum

Nachzulesen auf der Internetseite http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/stuttgart-21-kosten-oettinger.html

Die Stuttgarter Zeitung schreibt:

Stuttgart 21: Zweites Gleis Richtung Flughafen – http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2576298_0_9833_-stuttgart-21-zweites-gleis-richtung-flughafen.html

SMA-Studie: Langer Halt – viele Engpässe – http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2573427_0_9223_-sma-studie-langer-halt-viele-engpaesse.html

Vernichtendes Zeugnis Geheimstudie im Internet – http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2571755_0_8331_-vernichtendes-zeugnis-geheimstudie-im-internet.html

Stuttgart 21: Bund will über Kosten reden – http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2573428_0_3694_-stuttgart-21-bund-will-ueber-kosten-reden.html

Föll wegen Beratertätigkeit unter Druck: Oberbürgermeister Schuster lässt Finanzbürgermeister Fölls Nebenjob prüfen – Grüne fordern Konsequenzen http://www.swr.de/swr1/bw/nachrichten/baden-wuerttemberg/-/id=1000278/nid=1000278/did=6733044/pv=video/v1yaho/index.html

Baden-Baden/Stuttgart: Bedenken in der SPD gegen Stuttgart 21 http://www.swr.de/swr1/bw/nachrichten/baden-wuerttemberg/-/id=1000278/nid=1000278/did=6730938/uulkqk/index.html

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Gerichtsurteil: Land muss Bahnaufträge ausschreiben – Stadtbahn und Frankenbahn: VCD fordert fairen Wettbewerb und Ende der Direktvergaben

Der „ökologische Verkehrsclub Deutschland e.V.“ (VCD) betrachtet den aktuellen Fahrplan der Landesregierung von Baden-Würrtemberg für die Vergabe von Aufträgen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) als hinfällig. Dies ist die Konsequenz eines Urteils des Oberlandesgerichts Düsseldorf.

Vom Verkehrsclub Deutschland (VCD)

Bisher undurchsichtige Verträge für Stadtbahn- und Regionalverkehr rund um Heilbronn

Demnach dürfen keine SPNV-Leistungen mehr ohne öffentliche Ausschreibung an Verkehrsunternehmen vergeben werden. „Die Bundesländer werden damit gezwungen, SPNV-Aufträge grundsätzlich europaweit auszuschreiben“, erläutert der VCD-Landesvorsitzende Matthias Lieb. Das Instrument der Direktvergabe habe damit endgültig ausgedient. Dies betrifft auch den Stadtbahn- und Regionalverkehr rund um Heilbronn, der bislang ausschließlich von der Deutschen Bahn (DB) sowie der Albtalverkehrsgesellschaft auf Grundlage undurchsichtiger Verträge betrieben wird.

Versuch fairen Wettbewerb zu umgehen

Die Landesregierung plane derzeit, besonders ertragreiche Regionalverkehrsstrecken wie die Frankenbahn unter Umgehung fairer Wettbewerbsverfahren auch nach 2016 direkt an die DB zu vergeben. „Solche Verfahren sind nicht transparent und haben immer ein Gschmäckle“, sagt Matthias Lieb. Nach dem jüngsten Gerichtsurteil könnten DB-Konkurrenten mit großer Aussicht auf Erfolg gegen solche Direktvergaben und die Verschwendung von Steuergeldern klagen.

Regionalverkehr muss in sinnvolle Netze und Strecken aufgeteilt werden

Nach Ansicht des VCD muss die Landesregierung ihren Wettbewerbsfahrplan für die Zukunft des SPNV in Baden-Württemberg umgehend überarbeiten. „Der Regionalverkehr muss – wie vorgesehen – in sinnvolle Netze und Strecken aufgeteilt werden und dann ohne Ausnahme in Wettbewerbsverfahren ausgeschrieben werden“, erklärt Matthias Lieb. Nur so hätten alle interessierten Bahnunternehmen gleiche Chancen, nur so würde sich das beste Konzept durchsetzen, und nur so könnten die Fahrgäste auf der Frankenbahn und anderen Strecken dauerhaft mit einem attraktiven und bezahlbaren Schienennahverkehr bedient werden. Nach einer solchen Ausschreibung wird sich nach VCD-Meinung zeigen, dass auch ein S-Bahnverkehr zwischen Heilbronn und Osterburken mit Stadtbahnen wirtschaftlich zu betreiben ist.

Deutsche Bahn ist auf vielen Strecken zu teuer – Mehr Wettbewerb notwendig

Matthias Lieb: „Wettbewerb im Schienenverkehr führt wie überall in der Wirtschaft zu besseren Angeboten bei geringeren Kosten. Die Strecke Passau – München zeigt, welches Sparpotenzial die Landesregierung ungenutzt lässt. Während die DB dort in der Vergangenheit 8,50 Euro pro Schienenkilometer kassiert hat, fährt sie nach gewonnener Ausschreibung für 75 Cent pro Kilometer.“ In Baden-Württemberg koste der durchschnittliche Schienenkilometer aber immer noch mehr als 8 Euro.

Zum Beschluss des Vergabesenats am Oberlandesgericht Düsseldorf vom 21. Juli 2010, Aktenzeichen VII-Verg 19/10:

http://www.justiz.nrw.de/Presse/presse_weitere/PresseOLGs/21_07_2010/index.php

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„Jubel über militärische Schauspiele ist eine Reklame für den nächsten Krieg“ – Heute Protestkundgebung gegen Rekruten-Gelöbnis in Stuttgart

Kundgebungen, Infostände, Musik und Aktionen gibt es heute, Freitag, 30. Juli 2010, ab 13 UHR, auf dem Stuttgarter Schlossplatz gegenüber der Buchhandlung Wittwer und dem Kunstmuseum.

Von der Initiative Gelöbnix-Stuttgart

Protest gegen zunehmende Militarisierung

Bei der Kundgebung sprechen unter anderen Claudia Haydt (Informationsstelle Militarisierung), Bettina Schulze (Bundesvorstand der Jusos), Susanne Mauch-Friz (Mitglied der württembergischen Landessynode und der EKD-Synode), Cuno Hägele (ver.di Stuttgart), Tobias Pflüger (Bundesvostand DIE LINKE, ehemaliger Mitglied des Europaparlaments).

Um 15 Uhr sollen die Rekruten geloben

Ab 15 Uhr soll das Gelöbnis der Bundeswehr im Innenhof des Neuen Schloss stattfinden. Dazu gibt es auf der Internetseite http://www.gelöbnix-stuttgart.de/ einen Live-Ticker mit den aktuellsten Infos.

Kontaktmöglichkeiten:
Ermittlungsauschuss (EA): 015205372805
Infotelefon: 015783592068

Weitere Informationen:

Gegner des Gelöbnisses in Stuttgart kritisieren Ordnungsamt

Die Gegner des öffentlichen Bundeswehr-Gelöbnisses in Stuttgart haben ihre Kritik am Ordnungsamt der Stadt erneuert. Roland Blach, Sprecher des Bündnisses «GelöbNix in Stuttgart», sagte am Dienstag, das Ordnungsamt verstoße mit der Ablehnung von Versammlungsleitern gegen geltendes Recht. Demokratischer Protest werde zudem mit bürokratischen Hürden klein gehalten.

Vorverurteilung von Versammlungsleitern

Nach Angaben der Gelöbnis-Kritiker beruft sich das Ordnungsamt auf einen Passus, wonach Versammlungsleiter abgelehnt werden können, durch die eine Gefährdung der Sicherheit zu befürchten sei. Eine solche Regelung sei im Bundesversammlungsgesetz allerdings nicht vorgesehen, betonte Thomas Trüten vom Bündnis für Versammlungsfreiheit. Zudem kritisierte er, dass Versammlungsleiter abgelehnt worden seien, gegen die noch kein Verfahren oder eine Verurteilung vorliege. «Das kommt einer Vorverurteilung gleich.»

Das Ordnungsamt hatte die Vorwürfe auf ddp-Anfrage zurückgewiesen und erläutert, dass einige Versammlungsleiter nicht abgelehnt worden seien, sondern zum Nachbessern aufgefordert wurden. In einem Fall sei noch kein Verfahren anhängig, da die mutmaßliche Straftat erst im Juni begangen wurde.

Am Freitag (30. Juli 2010) findet erstmals seit 1999 wieder ein öffentliches Gelöbnis in Stuttgart statt. Rund 650 Rekruten aus dem süddeutschen Raum werden im Innenhof des Neuen Schlosses den Schwur leisten.

Zitat von Kurt Tucholsky aus dem Jahr 1927: „Jubel über militärische Schauspiele ist eine Reklame für den nächsten Krieg, man drehe diesem Kram den Rücken oder bekämpfe ihn aktiv. Auch wohlwollende Zuschauer sind eine Bestärkung.“

Weitere Informationen im Internet:

http://www.ad-hoc-news.de/gegner-des-geloebnisses-in-stuttgart-kritisieren-ordnungsamt–/de/News/21507109

http://nachrichten.t-online.de/gegner-des-geloebnisses-in-stuttgart-kritisieren-ordnungsamt/id_42382908/index

http://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=8290

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„Hannover Tigers die Zähne ziehen“ – Alle Heimpieltermine der Crailsheim Merlins in der 2. Bundesliga Pro A

Die Crailsheim Merlins geben ihre offiziellen Heimspieltermine für ihre Mannschaft in der 2. Basketball-Bundesliga PRO A für die Saison 2010/2011 bekannt. Die Heimspiele finden in der Sportarena statt. Die Sporthalle befindet sich im hinteren Bereich des Crailsheimer Volksfestplatzes.

Von Martin Romig, Sportlicher Leiter der Crailsheim Merlins

Die Heimspielpremiere (1.) ist am Samstag, 25. September 2010, um 20 Uhr gegen die UBC Hannover Tigers.

Die weiteren Heimspiele:
2. Crailsheim Merlins – BV Chemnitz 99, Samstag, 9. Oktober 2010, um 20 Uhr.
3. Crailsheim Merlins – ETB Wohnbau Baskets Essen, Samstag, 23. Oktober 2010, um 20 Uhr.
4. Crailsheim Merlins – BG Karlsruhe, Samstag, Samstag, 13. November 2010, um 20 Uhr.
5. Crailsheim Merlins – GiroLive-Ballers Osnabrück, 27. November 2010, um 20 Uhr.
6. Crailsheim Merlins – webmoebel Baskets, Samstag, 11. Dezember 2010, um 20 Uhr.
7. Crailsheim Merlins – USC Heidelberg, Donnerstag, 23. Dezember 2010, um 20 Uhr  (Weihnachtsspiel in der Arena Hohenlohe in Ilshofen)

8. Crailsheim Merlins – Dragons Rhöndorf, Samstag, 22. Januar 2011, um 20 Uhr.
9. Crailsheim Merlins – Würzburg Baskets, Samstag, 5. Februar 2011, um 20 Uhr.
10. Crailsheim Merlins – VfL Kirchheim Knights, Samstag, 19. Februar 2011, um 20 Uhr
11. Crailsheim Merlins – Saar-Pfalz Braves, Samstag, 26. Februar 2011, um 20 Uhr.
12. Crailsheim Merlins – FC Bayern München, Samstag, 12. März 2011, um 20 Uhr.
13. Crailsheim Merlins – Cuxhaven BasCats, Samstag, 26. März 2011, um 20 Uhr.
14. Crailsheim Merlins – USC Freiburg, Samstag, 9. April 2011, um 20 Uhr.
15. Crailsheim Merlins – Science City Jena, Samstag, 23. April 2011, um 19.30 Uhr.

Weitere Informationen zu den Crailsheim Merlins gibt es auf der Internetseite http://www.crailsheim-merlins.de/

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„Ziviler Ungehorsam will geübt sein“ – Anti-Atom-Camp im Wendland bei Gorleben vom 7. bis 15. August 2010

Die Initiativen „X-tausendmal quer“ und „.ausgestrahlt“ organisieren gemeinsam ein Anti-Atom-Camp im Wendland. Das Anti-Atom-Camp findet vom 7. bis 15. August 2010 beim Gasthaus Wiese in Gedelitz (Wendland), unweit des Zwischenlagers und Erkundungsbergwerks Gorleben statt.

Vom Anti-Atom-Camp im Wendland

Aktionstrainings und Workshops, Kennenlernen, Urlaub machen, Windrad bauen

Auf dem Programm stehen Aktionstrainings und Workshops, Kennenlernen, Urlaub machen, Windrad bauen und sicherlich die ein oder andere Aktion. An den Wochenenden gibt es Konzerte und Partys. Die Verpflegung erfolgt durch eine Kochkooperative mit veganer, eventuell vegetarischer Kost und die sanitären Einrichtungen des Gasthofs können wir mit nutzen.  Veranstaltungen finden in Zirkuszelten und im Saal des Gasthofs statt. Mitzubringen ist das eigene Zelt. In begrenzter Zahl stehen auch Schlafplätze für Menschen ohne Zelt zur Verfügung (bitte vorher anmelden). Damit auch Menschen mit Kind(ern) am Camp teilnehmen können, wird eine Kinderbetreuung organisiert. „Bitte meldet euch vorher an, damit wir richtig planen können –Danke!“

Vorbereitung auf die Castor-Blockade

Das Anti-Atom-Camp soll dazu dienen, dass sich Einzelne und Gruppen, die immer mal wieder bei Aktionen zum Beispiel von .ausgestrahlt mitmachen, sich kennenlernen und voneinander lernen können. In Workshops bieten wir Grundwissen für AtomkraftgegnerInnen an, stellen Methoden für die Arbeit vor Ort vor und diskutieren über neue Aktionsideen. Und X-tausendmalquer bietet auf dem Camp Aktionstrainings an, um die Teilnehmer ganz konkret auf die bevorstehende Castor-Blockade vorzubereiten. Ziviler Ungehorsam will geübt sein: von basisdemokratischer Entscheidungsfindung und Organisation, über Umgang mit Angst und Wut, sowie das Hinkommen zur Blockade und Verhalten bei polizeilicher Räumung, bis hin zu rechtlichen Fragen. Das Aktionstraining gibt das Handwerkszeug, um Situationen einschätzen zu können und selbstverantwortlich handeln zu können.

Mittrommeln

Wir freuen uns, wenn ihr unser Webbanner schaltet, s.u. und natürlich, wenn ihr mithelft, die Camp-Flyer zu verteilen. Flyer könnt ihr per E-Mail bestellen bei Kontakt@anti-atom-camp.de

Internet: http://www.anti-atom-camp.de/

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„Christian von Stetten (CDU) ist durchgefallen“ – Abgeordnetenwatch.de gibt dem Bundestagsabgeordneten für Untätigkeit eine glatte Sechs

Eine glatte Sechs (Note ungenügend, durchgefallen) erhielt der Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten (CDU) aus Künzelsau-Schloss Stetten vom Internetforum www.abgeordnetenwatch.de. Der 40 Jahre alte Abgeordnete aus dem Wahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe beantwortete keine der Fragen, die bisher auf abgeordnetenwatch.de an ihn gestellt worden sind.

Von Ralf Garmatter, Hohenlohe-ungefiltert

275 von 622 Abgeordneten beantworteten alle Fragen

In einem Schreiben von abgeordnetenwatch.de heißt es: „Insgesamt 275 Parlamentarier (Anmerkung: von 622) erhalten für ihr Antwortverhalten auf abgeordnetenwatch.de nach den ersten neun Monaten die Note „sehr gut“. Von ihnen haben die Bürgerinnen und Bürger bislang so gut wie immer eine öffentliche Antwort erhalten (Antwortquote 100 Prozent bis 90 Prozent). Auf eine „gute“ Bilanz (90 Prozent bis 80 Prozent) kommen 51 Abgeordnete.

100 Abgeordnete antworteten überhaupt nicht

„Befriedigend“ (80 Prozent bis 67 Prozent) ist die Antwortquote aktuell bei 68 Bundestagsabgeordneten, immerhin noch 59 Volksvertreter erreichten die Schulnote 4 (67 Prozent bis 50 Prozent). Stark versetzungsgefährdet sind die übrigen Politiker: Eine „mangelhafte“ Antwortquote (50 Prozent bis 1 Prozent) haben 69 Abgeordnete, eine „ungenügende“ Arbeitsbilanz (überhaupt keine Frage beantwortet) gegenüber den Fragestellerinnen und Fragestellern weisen 100 Parlamentarier auf (darunter ist auch Christian von Stetten). Die Durchschnittsnote aller Bundestagsabgeordneten liegt bei 2,83.

Linke-Abgeordnete hauchdünn vor Grünen- und SPD-Parlamentariern

Mit einer durchschnittlichen Note von 2,38 schneiden die Abgeordneten der Linken im Parteienvergleich am besten ab, gefolgt von Parlamentariern der Grünen (2,39), der SPD (2,42) und der FDP (2,77). Mit größerem Abstand folgen die Bundestagsabgeordneten von CDU und CSU, die auf eine Durchschnittsnote von 3,35 beziehungsweise 3,49 kommen. Insgesamt haben die Abgeordneten seit der Bundestagswahl 73,99 Prozent aller Fragen beantwortet (7.056 Fragen/5.221 Antworten).

Weitere Informationen zum Antwortverhalten des Bundestagsabgeordneten Christian von Stetten:

Nach der Bundestagswahl 2009 gestellte Fragen: http://www.abgeordnetenwatch.de/christian_freiherr_von_stetten-575-37984.html

Im Wahlkampf 2009 gestellte Fragen: http://www.abgeordnetenwatch.de/christian_freiherr_von_stetten-180-24192.html

Zwischen 2005 und 2009 gestellte Fragen: http://www.abgeordnetenwatch.de/christian_freiherr_von_stetten-650-5658.html

Parteien erhielten zwei Millionen Euro an Großspenden

Die im Bundestag vertretenen Parteien haben seit der Bundestagswahl im vergangenen September zusammen über zwei Millionen Euro an Großspenden erhalten, zumeist von Unternehmen und Interessenverbänden. Unter den Spendern befinden sich unter anderen die Allianz, Daimler und BMW, aber auch Privatpersonen wie drei BMW-Erben sowie ein 82 Jahre alter Rentner.

CDU kassiert knapp die Hälfte der Großspenden

Etwa die Hälfte der Zuwendungen in einer Gesamthöhe von 2.197.875,10 Euro erhielt die CDU (1.033.235,62 Euro). Die FDP bekam knapp ein Viertel (490.886,41 Euro). Die übrigen Großspenden verteilen sich auf SPD (290.033,90 Euro), CSU (208.719,17 Euro) und Linkspartei (175.000 Euro). Als einzige Partei blieben bislang die Grünen ohne größere Spende.

Meistens sind es Mehrfachspender

Die Parteispenden stammen von insgesamt fünf Unternehmen, zwei Interessenverbänden und vier Privatpersonen. In den meisten Fällen handelte es sich um wiederkehrende Zuwendungen: Acht der elf Großspender hatten die Parteien in den Jahren 2000 bis 2009 bereits mit Spenden von zusammen 19 Millionen Euro bedacht.

Künftig jeden Monat die aktuellen Parteispenden ab einer Höhe von 50.000 Euro

www.abgeordnetenwatch.de veröffentlicht künftig jeden Monat die aktuellen Parteispenden ab einer Höhe von 50.000 Euro. Außerdem führt www.abgeordnetenwatch.de ein Parteispenden-Barometer ein, aus dem sich die Gesamthöhe der Spenden, die eine Partei in dieser Wahlperiode bereits erhalten hat, ablesen lässt (…).

Der ganze Text zu den Großspenden an Parteien ist nachzulesen auf der Seite http://blog.abgeordnetenwatch.de/2010/07/26/parteien-erhielten-2-mio-euro-an-grosspenden/

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Rot-Grün in Baden-Württemberg im Aufwind

Rot-Grün hat laut einer Umfrage zum ersten Mal in der Geschichte Baden-Württembergs eine Mehrheit vor dem bürgerlichen Lager aus CDU und FDP. Rechnet man die Linke dazu, kommt Rot-Rot-Grün im Südwesten in der neuen Erhebung auf satte 50 Prozent.

Gefunden von Axel Wiczorke, Hohenlohe-ungefiltert

Der Wahlkampf in Baden-Württemberg hat jedoch noch gar nicht begonnen. Die Umfrage spiegelt, so die Stuttgarter Zeitung, vor allem den augenblicklichen Bundestrend wider.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2571881_0_9521_-kommentar-zu-rot-gruen-im-suedwesten-im-aufwind.html

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„75.000 geheime Berichte über den Afghanistan-Krieg im Internet“ – Nachzulesen auf der Seite Wikileaks

Das Internetforum WikiLeaks veröffentlichte am Sonntag, 26. Juli 2010, mehr als 75.000 geheime US-Militärberichte über den Krieg in Afghanistan. Insgesamt beinhaltet das „The Afghan War Diary“ (Das Tagebuch des Afghanistan-Krieges) über 91.000 geheime Berichte des Afghanistan-Kriegs aus den Jahren 2004 bis 2010.

Todbringende Militäraktionen, beteiligte Einheiten und Waffensysteme

Die Berichte beschreiben todbringende Militäraktionen, machen genaue geografische Angaben zu den Orten der jeweiligen Militäraktionen, die beteiligten Militäreinheiten und die verwendeten Waffensysteme.

Das Tagebuch des Afghanistan-Krieges ist zu finden auf der Internetseite http://wikileaks.de/wiki/Afghan_War_Diary,_2004-2010

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„Mord an Babette H. aus Creglingen-Finsterlohr“ – Eines der letzten Euthanasie-Opfer in Grafeneck

Gedenkveranstaltungen für Opfer der NS-Euthanasie – bei der kranke, behinderte oder damals für krank oder behindert erklärte Menschen von den Nazis getötet wurden, sollen am Sonntag, 12. Dezember 2010, in allen Ortschaften stattfinden, aus denen Opfer stammen, die am 13. Dezember 1940 in Grafeneck auf der Schwäbischen Alb vergast und verbrannt wurden. Über 10.000 Menschen wurden von den Nazis in Grafeneck ermordet.

Von den Initiativen Stuttgarter Stolpersteine und „Die AnStifter, Interculturelle Initiativen e.V – gemeinsames Projekt „Spur der Erinnerung“

Auch eine Frau aus Creglingen-Finsterlohr unter den letzten Mordopfern

In Grafeneck auf der Schwäbischen Alb wurden am 13. Dezember 1940 im Rahmen der NS-„Euthanasieaktion“ die letzten Menschen vergast und verbrannt. Es waren:

Babette H., 45 Jahre alt, Finsterlohr (heute Teilort von Creglingen), Erwin W., 19 Jahre, Flein, Karl W,, 16 Jahre, Herkunft unbekannt, Gregor B,, 47 Jahre, Augsburg, Wilhelm H., 55 Jahre, Glems (heute Teilort von Metzingen), Julie F., 30 Jahre Hemmingen, Erwin D., 23 Jahre Jebenhausen (heute Teilort von Göppingen), Frieda H., 24 Jahre, Kleinsachsenheim (heute Teilort von Sachsenheim), Lydia A., 28 Jahre, Höfingen (heute Teilort von Leonberg), Hans B., 23 Jahre, Nagold, Karl V., 29 Jahre, Obernhausen (heute Teilort von Birkenfeld), Gertrud K., 32, Jahre, Richard R., 43 Jahre und Richard W., 66 Jahre, aus Reutlingen, Karl P., 26 Jahre Schluckenau (heute Sluknov in Tschechien), Otto G. 38 Jahre, und Eugen St., 33 Jahre, aus Schwäbisch Gmünd sowie aus Stuttgart Heinrich R., 21 Jahre, Karl B., 36 Jahre sowie Herbert F., 18 Jahre.

Mörder feierten noch Weihnachten in Grafeneck

Die Menschen kamen aus dem diakonischen Behindertenheim Mariaberg bei Gammertingen. Die Mörder feierten noch Weihnachten in Grafeneck und wechselten anschließend nach Hadamar in Hessen, um ihr Vernichtungswerk weiter fortzuführen.

Kirchenglocken sollen Tonspuren von allen Herkunftsgemeinden nach Mariaberg legen

Am 12. Dezember 2010, Sonntagnachmittag, sollen in allen Herkunftsorten Erinnerungsveranstaltungen für die oben aufgeführten Menschen stattfinden, stellvertretend für die über 10.600 im Grafeneck ermordeten Menschen. Daneben wollen wir am Montag, 13. Dezember, dem 70. Jahrestag mit Kirchenglocken Tonspuren von allen Herkunftsgemeinden bis nach Mariaberg legen. Wir denken, dass in annähernd 400 Kirchen die Glocken läuten werden – in Erinnerung an den Mord an kranken und behinderten Menschen einerseits und andererseits zur Achtsamkeit im Umgang mit den Menschen, die nicht der medizinischen, sozialen oder gesellschaftlichen Norm entsprechen als auch den Grenzsituationen am Beginn und Ende des Lebens. Es ist ein Bemühen, Spuren sicht- und wahrnehmbar zu machen und einmal den Trott des Alltags zu überschreiten – in Birkenfeld, in Flein oder auch in Stuttgart oder Berlin.

Veranstalter bittet um Mitarbeit und/oder Spenden

Wir stehen in der Umsetzungsphase und brauchen Ihre Hilfe. Wenn Sie Geld erübrigen und uns geben können, ist es für uns sehr hilfreich – wichtiger ist uns aber Ihre ideelle Begleitung als Einzelperson oder als Familie, als Schulklasse oder Schule, als Firma oder Betriebsrat, als Behörde oder Personalrat, als kirchliche oder weltliche Gemeinde, als Initiative oder Sportverein – alle sind uns wichtig und wertvoll.

Spendenkonto/Spendenbescheinigung

Unter www.spurensicherung.info, links, Rubrik „ideelle Unterstützung“ finden Sie die Möglichkeit, sich als ideelle(r) Unterstützerin/er einzutragen und mit Ihren Namen, Ihrem Status und Ihrer Reputation das Bürgerprojekt „SPURENSICHERUNG“ zu unterstützen. Wenn Sie daneben auch noch etwas Geld abgeben können sind wir dankbar – unser Konto: 229 234 2, BLZ: 600 501 01, Bank: BW Bank, Kontoinhaber: AnStifter, Stichwort: Spur, eine Spendenbescheinigung kann ausgestellt werden.

Gerne stehen wir Ihnen für weitere Fragen zur Verfügung. Bitte geben Sie doch die Information in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis weiter.

Danke und mit freundlichem Gruß

Harald Habich

P.S.: Die Stuttgarter Erinnerungsveranstaltung verzichtet auf Reden – stattdessen werden Künstler mit und ohne Behinderung durch Musik, Tanzperformance, Pantomime und weitere Ausdrucksformen das besondere Wesen der Veranstaltung konstruieren.

Kontakt: Harald Habich, Walter-Heller-Straße 29a, 70563 Stuttgart, Telabends: 0711 / 735 631 3, E-Mail: habichha@t-online.de

Einrichtungen, die mit Menschen mit Behinderungen arbeiten übernehmen Schirmherrschaft

Das BohnenCafe, ein Arbeitsort für Menschen mit Behinderungen des Caritasverbandes für Stuttgart, und der heilpädagogische Kindergarten der Karl-Schubert-Schule für seelenpflegebedürftige Kinder, Stuttgart Degerloch, haben gemeinsam für die Erinnerungsveranstaltung eine Schirmherrschaft übernommen.

Weitere Informationen im Internet:

www.Stolpersteine-stuttgart.de

www.die-anstifter.de

www.spur-der-erinnerung.de

WWW.BOHNENCAFE.DE

www.karl-schubert-schule.de

www.spurensicherung.info.de

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