{"id":9740,"date":"2011-01-23T23:36:02","date_gmt":"2011-01-23T22:36:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hohenlohe-ungefiltert.de\/?p=9740"},"modified":"2011-01-23T23:48:05","modified_gmt":"2011-01-23T22:48:05","slug":"verantwortungslose-mobilfunk-propaganda-%e2%80%93-kirchbergs-burgermeister-stefan-ohr-als-moderator-vollig-uberfordert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hohenlohe-ungefiltert.de\/?p=9740","title":{"rendered":"&#8222;Verantwortungslose Mobilfunk-Propaganda&#8220; \u2013 Kirchbergs B\u00fcrgermeister Stefan Ohr als Moderator einer Info-Veranstaltung v\u00f6llig \u00fcberfordert"},"content":{"rendered":"<p><strong>Eine Informationsveranstaltung zum umstrittenen Beh\u00f6rdenfunknetz (TETRA-BOS) hatten die B\u00fcrgermeister Stefan Ohr (Kirchberg\/Jagst) und Siegfried Gr\u00f6ner (Rot am See) vor einigen Tagen in ihren Gemeinde-Mitteilungsbl\u00e4ttern angek\u00fcndigt. Hinter den Kulissen hatten sie aber eine Propaganda-Veranstaltung &#8222;Pro Mobilfunk&#8220; organisiert. Auf dem Podium in der Festhalle Kirchberg\/Jagst sa\u00dfen am Mittwoch, 19. Januar 2011, lediglich drei TETRA-Bef\u00fcrworter, die allesamt mit Mobilfunk Geld verdienen. Eine umfassende Information der verunsicherten Bev\u00f6lkerung sieht anders aus. <\/strong><strong>Eine kritische Abw\u00e4gung der Vor- und Nachteile einer gesundheitssch\u00e4dlichen Technik war unter diesen Voraussetzungen unm\u00f6glich. <\/strong><\/p>\n<p><em>Kommentar von Ralf Garmatter, Hohenlohe-ungefiltert<\/em><\/p>\n<p><strong>Pers\u00f6nliches Fazit der missgl\u00fcckten &#8222;Info-Veranstaltung&#8220; in Kirchberg\/Jagst:<\/strong><\/p>\n<p>1. Die Inbetriebnahme des TETRA-Sendemasts in Kirchberg\/Jagst und Rot am See muss verhindert werden.<\/p>\n<p>2. Die B\u00fcrgerinitiativen gegen Mobilfunk m\u00fcssen sich jeweils eigene Strahlungs-Messger\u00e4te anschaffen, um unabh\u00e4ngig von befangenen Firmen, Verb\u00e4nden und Beh\u00f6rden eigene genaue Messungen vornehmen und dokumentieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>3. Die Bev\u00f6lkerung muss \u00fcber die dubiosen Machenschaften vermeintlich unabh\u00e4ngiger Wissenschaftler, Messtechniker und leitender Beh\u00f6rdenmitarbeiter aufgekl\u00e4rt werden.<\/p>\n<p>4. Die Bev\u00f6lkerung muss \u00fcber die gesundheitliche Gef\u00e4hrdung (unter anderem Krebs, psychische Erkrankungen, Konzentrationsst\u00f6rungen, Burnout, Tinnitus\/Pfeifton im Ohr und dergleichen mehr) umfassend aufgekl\u00e4rt werden.<\/p>\n<p>5. In Heilberufen t\u00e4tige Menschen (Umwelt\u00e4rzte, Heilpraktier etc.), Baubiologen und andere Menschen in Hohenlohe, die konkrete Praxis-Erkenntnisse zur tats\u00e4chlichen Belastung durch Mobilfunkstrahlung und Elektrosmog liefern k\u00f6nnen, m\u00fcssen sich zusammentun und ihre Erkenntnisse sammeln und m\u00f6glichst fl\u00e4chendeckend ver\u00f6ffentlichen.<\/p>\n<p><strong>Gefahren werden verharmlost<\/strong><\/p>\n<p>Niemand darf hinterher sagen k\u00f6nnen, er h\u00e4tte von nichts gewusst. Zwei Beispiele aus der Vergangenheit: Asbest galt fr\u00fcher als ungef\u00e4hrlicher Werkstoff, heute ist Asbest wegen seiner krebserregenden Wirkung verboten. Auch die sch\u00e4dliche Wirkung der Atomtechnik wurde fr\u00fcher verharmlost. Ende der 1940er und noch in den 1950er Jahren mussten US-amerikanische Soldaten bei Atomtests in der W\u00fcste als medizinische und milit\u00e4rische Versuchskaninchen aus geringstm\u00f6glicher N\u00e4he zuschauen, wie die Atompilze nach der Explosion einer Atombombe in die H\u00f6he schossen. Viele Beobachter dieser Infernos starben sp\u00e4ter qualvoll an Krebs.<\/p>\n<p><strong>Krebstod verhindern<\/strong><\/p>\n<p>Ein fr\u00fches und qualvolles Ende muss den etwa 1000 Kindern, den Lehrerinnen und Lehrern der Kirchberger Schulen, den Erzieherinnen und Erziehern des Kindergartens Windsh\u00f6he und des Schloss-Schul-Internats sowie den Anwohnerinnen und Anwohnern der Kirchberger Windsh\u00f6he erspart werden.<\/p>\n<p><strong>Strahlungs-Grenzwerte in Deutschland sind weltweit mit am h\u00f6chsten<\/strong><\/p>\n<p>Die Diskussion \u00fcber die Einf\u00fchrung der TETRA-Technik und die Gesundheits-Belastung durch Mobilfunkstrahlung f\u00fchrt schon allein wegen der umstrittenen Grenzwerte in die Irre. Fakt ist, dass der zul\u00e4ssige Strahlungs-Grenzwert in Deutschland weltweit mit am h\u00f6chsten ist. Ein Blick in entsprechende Grenzwerttabellen l\u00e4sst vermuten, dass diese Grenzwerte mit dem W\u00fcrfel ermittelt werden. So reicht die Bandbreite der Strahlungs-Grenzwerte von einem niedrigen Vergleichswert 6 bis hinauf zu einem Vergleichswert 3500. Die Grenzwerte k\u00f6nnen also von einem Land zum anderen um das beinahe 600-fache auseinander liegen.<\/p>\n<p><strong>B\u00fcrgermeister Ohr wollte keine Mobilfunkkritiker auf dem Podium<\/strong><\/p>\n<p>Ein Skandal war die Besetzung und der Ablauf der Veranstaltung in Kirchberg\/Jagst. Diese glich einer Werbeveranstaltung bei einer Kaffeefahrt. Nur, dass keine \u00fcberteuerten Heizdecken oder K\u00fcchenger\u00e4te angepriesen wurden, sondern eine milliarden Euro teuere, veraltete und gesundheitssch\u00e4dliche Mobilfunk-Technik TETRA BOS. Besonders vorzuwerfen ist Kirchbergs B\u00fcrgermeister Stefan Ohr, dass er auch nach wiederholten Aufforderungen durch Kirchberger B\u00fcrger Wochen vor dem Termin nicht dazu bereit war, auch mobilfunkkritische \u00c4rzte und Wissenschaftler auf dem Podium reden zu lassen. Besorgten B\u00fcrgern versagte der Schultes bereits Wochen vor der Propaganda-Veranstaltung der beiden Gemeinden Informationen, Protokolle und andere Dokumente zur \u00f6rtlichen Mobilfunkthematik. Konkrete Fragen wurden nicht beantwortet. Ohr betrieb peinliche Geheimniskr\u00e4merei \u2013 von transparentem Verwaltungshandeln keine Spur. O-Ton Ohr: &#8222;Die Verwaltung braucht einen Informationsvorsprung.&#8220; Diesen Standpunkt kannte ich bisher nur aus nicht-demokratisch organisierten L\u00e4ndern.<\/p>\n<p><strong>Ausweichende oder gar keine Antworten der Referenten<\/strong><\/p>\n<p>In der Kirchberger Festhalle spielte B\u00fcrgermeister Stefan Ohr noch weitere unr\u00fchmliche Rollen. Obwohl inhaltlich befangen, fungierte er als Moderator des Abends. Sein Rot am Seer Kollege Siegfried Gr\u00f6ner hingegen versuchte sich vornehm aus der Schusslinie zu halten und sagte w\u00e4hrend der etwa dreist\u00fcndigen Veranstaltung fast gar nichts. Obwohl die Diskussion und die Fragen der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger laut Plan einen Schwerpunkt der Veranstaltung bilden sollten, sah es in der Praxis anders aus. Die drei Mobilfunk-Bef\u00fcrworter durften die 300 Besucherinnen und Besucher knapp zwei Stunden lang durch langatmige Monologe einlullen. F\u00fcr eine Diskussion und Fragen blieb nur noch knapp eine Stunde. Kritische Fragen versuchte B\u00fcrgermeister Ohr abzuw\u00fcrgen. An eine grunds\u00e4tzliche Diskussion war wegen dessen dilettantischer Moderation und der ausweichenden Antworten der Referenten \u00fcberhaupt nicht zu denken. Viele Fragen beantworteten die Referenten \u00fcberhaupt nicht.<\/p>\n<p><strong>Man f\u00fchlte sich wie in eine DDR-Retro-Show versetzt<\/strong><\/p>\n<p>Zwei Mobilfunk- und TETRA-Funk-Gegnern, die kritische Ausf\u00fchrungen machten und kritische Fragen stellten, lie\u00df Moderator Ohr sogar kurzerhand das Saalmikrofon abstellen. In hysterischem Ton rief er mehrfach: &#8222;Ich lasse Ihnen jetzt das Saalmikrofon abstellen.&#8220; Man f\u00fchlte sich wie in eine DDR-Retro-Show versetzt. Noch nie habe ich in den vergangenen 25 Jahren bei einer Diskussionsveranstaltung in Hohenlohe erlebt, dass ein Moderator Fragen aus dem Publikum an die Podiumsteilnehmer mehrfach mit dem Hinweis kommentierte: &#8222;Diese Frage brauchen Sie nicht zu beantworten&#8230;&#8220; \u2013 oder: &#8222;Dieses Schriftst\u00fcck brauchen Sie nicht zu unterschreiben.&#8220; Dies geschah, als ein direkter Anwohner der geplanten TETRA-Sendeanlage allen Podiumsteilnehmern ein Schriftst\u00fcck zur Unterschrift vorlegte. Durch die Unterschrift sollte der jeweils Unterzeichnende best\u00e4tigen, dass von dem Sendemast keinerlei gesundheitliche Gefahr f\u00fcr die Kinder der nahegelegenen Schulen und des Kindergartens und auch nicht f\u00fcr die in n\u00e4chster N\u00e4he wohnenden Menschen ausgeht. Bezeichnend: Keiner der Podiumsteilnehmer hat unterschrieben.<\/p>\n<p><strong>Mangelhafte Betriebssicherheit der TETRA-Technik<\/strong><\/p>\n<p>Warum setzt sich B\u00fcrgermeister Ohr nicht f\u00fcr den gesundheitlichen Schutz der Kinder der Kirchberger Schulen und des Kindergartens Windsh\u00f6he ein? Welchen Vorteil sollen die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger der Stadt Kirchberg\/Jagst durch die TETRA-Funksendeanlage haben? Der Rathauschef lie\u00df es zu, dass sich die etwa 300 Besucher unentwegt Werbebotschaften der drei hochbezahlten Mobilfunk-Bef\u00fcrworter anh\u00f6ren mussten. Fakt ist, dass nicht einmal die Kirchberger Freiwillige Feuerwehr die neue Funktechnik haben will. Die Kirchberger Feuerwehrleute haben sich in einer Versammlung einstimmig gegen die TETRA-Funktechnik ausgesprochen. Gr\u00fcnde daf\u00fcr waren die Furcht vor gesundheitlichen Sch\u00e4digungen und die mangelhafte Betriebssicherheit der TETRA-Technik. In einem Interview im September 2010 best\u00e4tigte sogar B\u00fcrgermeister Ohr gegen\u00fcber Hohenlohe-ungefiltert, dass bisher im Stadtgebiet Kirchberg\/Jagst kein Mensch wegen mangelhafter Funktechnik zu Schaden gekommen ist. Warum also sollte die Gemeinde die Einf\u00fchrung der mangelhaften Tetrafunk-Technik unterst\u00fctzen? Allein die TETRA-Empfangsger\u00e4te sollen die Stadt Kirchberg 30.000 Euro kosten. Es ist anzunehmen, dass f\u00fcr den dauerhaften Betrieb des Sendemasts und die hohen Stromkosten weiteres Geld von der Gemeinde verlangt wird. Nicht ohne Hintergedanke haben der Bund und die L\u00e4nder die St\u00e4dte und Gemeinden mit ihren Feuerwehren zur Finanzierung der TETRA-Technik mit ins Boot geholt. Sonst h\u00e4tte m\u00f6glicherweise Bund und L\u00e4nder die veranschlagten Kosten von 10 Milliarden Euro alleine tragen m\u00fcssen. Wie bei Stuttgart 21 ist davon auszugehen, dass es nicht bei den derzeit prognostizierten Kosten bleiben wird. Die Zeche wird noch deutlich h\u00f6her ausfallen. Die Steuerzahlern m\u00fcssen sie dann begleichen.<\/p>\n<p><strong>Mikrowellen-Dauerbestrahlung f\u00fcr Schule, Internat und Kindergarten<\/strong><\/p>\n<p>Ein Treppenwitz ist die Behauptung des Innenministeriums Baden-W\u00fcrttemberg, es seien in Kirchberg alternative Standorte gepr\u00fcft worden. Der Bau der BOS-Sendeanlage am jetzigen geplanten Standort (Kirchberg, Flurst\u00fcck 791) gew\u00e4hrleiste die &#8222;beste Erreichbarkeit sowie die weitestm\u00f6gliche Entfernung von Wohnbebauung&#8220; (Quelle: Protokoll der Gemeinderatssitzung vom 28. Juli 2008). Kaum vorstellbar, dass es im l\u00e4ndlichen Raum keinen besseren Standort f\u00fcr eine gesundheitsgef\u00e4hrdende Sendeanlage gibt, als 300 bis 400 Meter entfernt von einer Grund-, Haupt- und Realschule, einem Kindergarten und einem Gymnasium mit Internat. Etwa 1000 Kinder sollen k\u00fcnftig t\u00e4glich mit der sch\u00e4dlichen Mikrowellen-Dauerbestrahlung in Schule, Internat und Kindergarten leben. Das ist f\u00fcr verantwortungsbewusste Menschen nicht hinnehmbar. Der f\u00fcr die Einf\u00fchrung der Tetrafunk-Technik zust\u00e4ndige Mitarbeiter der Landespolizeidirektion Stuttgart konnte bei der Info-Veranstaltung in Kirchberg\/Jagst auf Nachfrage keinen einzigen gepr\u00fcften Alternativstandort im Gemeindegebiet Kirchberg benennen. M\u00f6glich, dass alternative Standorte \u00fcberhaupt nicht\u00a0 ernsthaft gepr\u00fcft worden waren.<\/p>\n<p><strong>Referent Otto kassiert Geld von den Gemeinden und von der Mobilfunkindustrie<\/strong><\/p>\n<p>In seinen einf\u00fchrenden Worten stellte B\u00fcrgermeister Ohr alle drei Referenten als kompetente Experten vor. Warum aber wollen diese &#8222;kompetenten Experten&#8220; es nicht zulassen, dass ihre Aussagen bei der Diskussionsveranstaltung nicht auf Tontr\u00e4ger oder Video aufgezeichnet werden? Was haben sie zu verbergen? Nach Informationen von Hohenlohe-ungefiltert hat der Naturwissenschaftler Matthias Otto aus Osnabr\u00fcck von den Gemeinden Kirchberg und Rot am See 600 Euro Honorar f\u00fcr seinen Auftritt bekommen. Otto nimmt offensichtlich Geld von allen Seiten. Bei seiner Arbeit f\u00fcr das IZMF (Informationszentrum Mobilfunk) erstellte er beispielsweise schon zahlreiche Werbebrosch\u00fcren f\u00fcr die Mobilfunkbetreiber. Zudem fungiert er bei IZMF-Pressemitteilungen als Gesundheits-Experte, der von der Mobilfunkindustrie gerne zitiert wird. Mitglied im IZMF sind Mobilfunkbetreiber. Ein unabh\u00e4ngiger Referent sieht sicher anders aus.<\/p>\n<p><strong> Der T\u00dcV ist keine unabh\u00e4ngige Institution<\/strong><\/p>\n<p>Auch der T\u00dcV S\u00fcd, Arbeitgeber des Referenten Thomas Gritsch aus M\u00fcnchen, ist in Sachen Mobilfunk und Tetrafunk alles andere als eine unabh\u00e4ngige Institution. Bedeutende Mitglieder im T\u00dcV S\u00fcd sind beispielsweise die Firmen eon, Vattenfall und EnBW. Kaum vorstellbar, dass Stromkonzerne sich gegen\u00fcber Mobilfunkbetreibern besonders kritisch und sorgf\u00e4ltig verhalten. Sorgen die Mobilfunkbetreiber doch f\u00fcr einen gro\u00dfen Stromverbrauch, der viel Geld in die Kassen der Stromerzeuger sp\u00fclt. Zudem verdient der T\u00dcV S\u00fcd viel Geld durch TETRA-Mobilfunk-Gutachten f\u00fcr St\u00e4dte und Gemeinden. Strahlen-Messungen an zwei Pl\u00e4tzen am 19. Januar 2011 in Kirchberg haben die Stadt satte 3000 Euro gekostet. Dieses Geld k\u00f6nnte der T\u00dcV nicht verdienen, wenn die TETRA-Funktechnik verdienterma\u00dfen in die M\u00fclltonne getreten werden w\u00fcrde.<\/p>\n<p><strong>M\u00fcller konnte keine gepr\u00fcften Alternativstandorte nennen<\/strong><\/p>\n<p>Keine kritischen T\u00f6ne waren auch von Polizeidirektor Manfred M\u00fcller zu erwarten. M\u00fcller ist bei der Landespolizeidirektion (Stuttgart\/Baden-W\u00fcrttemberg) f\u00fcr die Einf\u00fchrung des Beh\u00f6rdenfunks zust\u00e4ndig. Er vermittelte in Kirchberg den Eindruck, dass er alles machen w\u00fcrde, was ihm von seinen Vorgesetzten aufgetragen wird. Hinweise des Kirchberger Publikums, dass das TETRA-Funknetz bei verschiedenen Gro\u00dfeins\u00e4tzen in Deutschland (Gro\u00dfdemonstration in Gorleben etc.) schnell zusammengebrochen ist, und die Einsatzkr\u00e4fte mit privaten Handys telefonieren mussten, ignorierte M\u00fcller wortlos. F\u00fcr die digitale TETRA-Technik steht in ganz Deutschland nur ein Server zur Verf\u00fcgung. Wenn der wegen \u00dcberlastung oder technischen Defekten ausf\u00e4llt, ist Feierabend. Die TETRA-Technik funktioniert auch nicht in U-Bahnsch\u00e4chten oder tiefen Kellern (bestimmt auch nicht in den Katakomben und Kellern des Kirchberger Schlosses). Nicht beantworten konnte M\u00fcller auch die Frage, welche Alternativstandorte f\u00fcr die Sendeanlage in Kirchberg untersucht worden sind und wo diese genau liegen. Deshalb ist anzunehmen, dass wohl keine Alternativstandorte ernsthaft untersucht worden sind. Leidtragende werden vor allem die weitaus strahlungssensibleren Kindern in den Schulen, im Internat und im Kindergarten auf der Windsh\u00f6he sein. Ihnen soll mit dem Sendemast eine &#8222;Gift-Spritze&#8220; mit krebserregender Dauerstrahlung direkt vor die Nase gesetzt werden.<\/p>\n<p>Gemeinsamer Widerstand ist deshalb das oberste Gebot der Stunde. Die Tetrafunk-Technik muss verhindert werden.<\/p>\n<p><strong>Inhalt eines Flugblatts, das Mobilfunkkritiker der B\u00fcrgerinitiativen Kirchberg\/Jagst und Rot am See bei der Veranstaltung am Mittwoch, 19. Januar 2011 in Kirchberg\/Jagst an die Besucher verteilten:<\/strong><\/p>\n<p><strong>BOS-Digitalfunk TETRA<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Mitb\u00fcrgerinnen und Mitb\u00fcrger, liebe Eltern,<\/p>\n<p>bei  der heutigen Veranstaltung treten 3 Referenten auf, die die  Interessen  des Staates bzw. der Mobilfunkindustrie vertreten, da 10  Milliarden  Euro investiert wurden. L\u00e4nder wie z. B. die Niederlande, sind  dabei, TETRA wieder  abzuschaffen. In England klagen Polizisten gegen  das Land und in Bayern  haben 50 Gemeinden TETRA erfolgreich abgelehnt.<\/p>\n<p><strong>Der Ausschuss der Kirchberger Feuerwehr hat ein Zeichen gesetzt und TETRA einstimmig abgelehnt.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Deshalb fragen wir uns:<\/strong><\/p>\n<p>Erfahren  wir heute Abend etwas \u00fcber die gesundheitlichen Risiken und  Folgen  gepulster, 24 Stunden einwirkender Mikrowellenstrahlung auf  Menschen,  Tiere und Pflanzen oder werden wir wieder mit den von der   Mobilfunkindustrie festgelegten und hochgepuschten Grenzwerten   vertr\u00f6stet?<\/p>\n<p>Ist der Sendemast verantwortbar, wenn in so geringer Sichtentfernung die ersten Wohnh\u00e4user, zwei Schulen und ein Kindergarten stehen?<\/p>\n<p>Warum darf von der Kritikerseite \u2013 trotz Anfrage \u2013 niemand aufs Podium?<\/p>\n<p>Auch  wir wollen, dass Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste den  besten  Funk bekommen, aber nicht den gef\u00e4hrlichen, v\u00f6llig veralteten und   immens \u00fcberteuerten Tetrafunk BOS.<\/p>\n<p>Auf die Gemeinde kommen hohe Stromkosten zu und die Empfangsger\u00e4te f\u00fcr die Feuerwehr sind enorm teuer. Weltweite Studien liegen vor, in denen Tausende von unabh\u00e4ngigen \u00c4rzten vor gepulster Mikrowellenstrahlung warnen! Deshalb fordern wir den Ausbau des bestehenden Analogfunks unter Ber\u00fccksichtigung der gesundheitlichen Risiken. Eine Dauerbestrahlung mit gepulsten Mikrowellen lehnen wir kategorisch ab!<\/p>\n<p><strong>Strahlensalat greift in sensibles K\u00f6rpersystem st\u00f6rend ein<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Ulrich Warnke \u2013 Biomediziner aus Saarbr\u00fccken \u2013 sprach im September 2010 vor dem Europarat in Br\u00fcssel \u00fcber den Einfluss von Mobilfunk bzw. Elektrosmog auf Menschen, Tiere und Pflanzen:<\/p>\n<p>\u201cDer Mensch hat sich mit und durch die nat\u00fcrliche ungepulste Hintergrundstrahlung zu der heutigen Spezies entwickelt. Unsere Organe bzw. Zellen kommunizieren miteinander \u00fcber kleine \u201celektrische Str\u00f6me\u201d. In dieses sensible System greift der k\u00fcnstlich erzeugte Strahlensalat st\u00f6rend ein. Je nach Konstitution des einzelnen Menschen, d.h., nach seiner Elektrosensibilit\u00e4t, k\u00f6nnen die Zellen besser oder schlechter wieder repariert werden &#8211; oder gar nicht -, was dann zu Tumoren f\u00fchren kann.<\/p>\n<p>Bei Kindern ist die Wirkung von Mobilfunkstrahlung &#8211; je nach Alter &#8211; bis zu 20mal st\u00e4rker.\u201d<\/p>\n<p><strong>Zum Stichwort Grenzwerte<\/strong><\/p>\n<p>Prof. Dr. Richter, St. Ingbert:<\/p>\n<p>&#8222;Die Grenzwerte, die das Recht auf Vorsorge sichern sollten, sind faktisch zu einem Instrument des Staates geworden, dieses Recht zu unterdr\u00fccken.&#8220; Deutschland hat seit 1997 mit die h\u00f6chsten Grenzwerte, wobei TETRA nicht einmal ber\u00fccksichtigt wurde.<\/p>\n<p>D: 10.000.000 Mikrowatt\/m2<\/p>\n<p>Die uns t\u00e4glich umgebende Hintergrundstrahlung liegt bei ca. 0,000001 Mikrowatt\/m2<\/p>\n<p><strong>Baubiologischer Richtwert:<\/strong><\/p>\n<p>Keine gesundheitliche Belastung tritt ein, wenn 0,1 Mikrowatt\/m2 unterschritten sind.<\/p>\n<p>Bei h\u00f6heren Werten sind medizinisch eindeutig nachgewiesen: Die Blut-Hirn-Schranke geht auf, St\u00f6rungen des Immunsystems treten auf, zellul\u00e4re Effekte wie Calcium-Ionen-Ver\u00e4nderungen, Ver\u00e4nderungen an Zellkan\u00e4len, Kopfschmerzen bei Anwohnern, St\u00f6rungen der Zellmembran bei S\u00e4ugetieren, &#8230;..&#8220; (Ende des Flugblatt-Textes)<\/p>\n<p><strong>B\u00fcrgermeister Ohr beantwortete Fragen weder per E-Mail, noch \u2013 wie schriftlich zugesagt (siehe Antwort-E-Mail) \u2013 bei der Informationsveranstaltung am 19. Januar 2011: <\/strong><\/p>\n<p><strong>Am 28. Dezember 2010 hatte der Autor dieses Artikels (Ralf Garmatter) eine E-Mail mit konkreten Fragen zur Tetrafunk-Veranstaltung an Kirchbergs B\u00fcrgermeister Stefan Ohr geschickt. Ohr antwortete am 29. Dezember 2010 wie folgt: <\/strong><\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Garmatter,<br \/>\nvielen Dank f\u00fcr Ihre E-Mail.<\/p>\n<p>Die Stadt Kirchberg und die Gemeinde Rot am See haben die  BOS-Informationsveranstaltung am 19. Januar 2011 organisiert, um auf  Fragen ihrer B\u00fcrger Antworten zu geben. Gerade die B\u00fcrgerfragerunde soll  ein Schwerpunkt der Veranstaltung sein. Von daher m\u00f6chte ich Sie bitten  Ihre Fragen auf der Veranstaltung zu stellen. Die Antworten  interessieren sicher auch andere B\u00fcrger. Die Ver\u00f6ffentlichung der Tagesordnung erfolgt im Mitteilungsblatt der Stadt Kirchberg vom 14. Januar 2011. Eine Kopie dieser E-Mail erh\u00e4lt zur Information B\u00fcrgermeister Gr\u00f6ner.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche Ihnen auf diesem Wege einen guten Rutsch ins neue Jahr 2011  und eine weiterhin gute Zusammenarbeit im Ortschaftsrat Hornberg.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>Stefan Ohr<br \/>\nB\u00fcrgermeister<br \/>\nSchlo\u00dfstr. 10<br \/>\n74592 Kirchberg\/Jagst<br \/>\nTelefon: 07954\/9801-28<br \/>\nTelefax: 07954\/9801-19<br \/>\ne-mail: ohr@kirchberg-jagst.de<br \/>\nwww.kirchberg-jagst.de<\/p>\n<p><strong>Die Fragen an B\u00fcrgermeister Ohr vom 28. Dezember 2010 lauteten wie folgt:<\/strong><\/p>\n<p>&#8212;&#8211;Urspr\u00fcngliche Nachricht&#8212;&#8211;<br \/>\nVon: Ralf Garmatter [mailto:rag.pad@t-online.de]<br \/>\nGesendet: Dienstag, 28. Dezember 2010 15:36<br \/>\nAn: info; Ohr Stefan<br \/>\nBetreff: Anfrage als Ortschaftsrat zur Infoveranstaltung zum BOS-Digitalfunk<\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Ohr,<br \/>\nsehr geehrte Damen und Herren der Stadtverwaltung Kirchberg\/Jagst, als Mitglied des Ortschaftsrats Hornberg habe ich einige Fragen und Hinweise zur geplanten Infoveranstaltung zum BOS-Digitalfunk am Mittwoch, 19. Januar 2011, um 19.30 Uhr in der Festhalle Kirchberg.<\/p>\n<p>1. Warum wird die Veranstaltung zusammen mit der Gemeinde Rot am See gemacht?<br \/>\n2. Wer ist als Referent eingeladen &#8211; welche Funktionen bekleiden diese Menschen bei welcher Institution?<br \/>\n3. Sind auch Mobilfunk-Kritiker unter den Referenten? Wenn nein, warum nicht?<br \/>\n4. Wie ich von verschiedenen Seiten geh\u00f6rt habe, sollen nur B\u00fcrger aus Kirchberg und Rot am See an der Diskussion teilnehmen d\u00fcrfen oder Fragen stellen d\u00fcrfen. Stimmt das &#8211; wenn ja, warum? Es m\u00fcsste zumindest m\u00f6glich sein, dass ein Kirchberger oder Rot am Seer B\u00fcrger, wenn er\/sie sich thematisch nicht sicher f\u00fchlt, einen Menschen quasi als Anwalt sprechen lassen kann.<br \/>\n5. Wie viele Meter (Luftlinie) ist der BOS-Sendemast von der GHR-Schule entfernt, wie weit vom Kindergarten Windsh\u00f6he, wie weit von der Schloss-Schule, wie weit vom neuen Baugebiet Kreuzstein, wie weit von der \u00e4u\u00dfersten Wohnbebauung in der Schulstra\u00dfe?<br \/>\n6. Welche Akten gibt es zum BOS-Funk in der Stadtverwaltung Kirchberg\/Jagst? Wann k\u00f6nnen diese von mir eingesehen werden?<br \/>\n7. Wie haben sich die GHR-Schule, die Schloss-Schule, die Eltern der Schulkinder, die Eltern der Kindergartenkinder (Windsh\u00f6he) zum Thema BOS-Funk positioniert?<br \/>\n8. Wenn Funkstrahlung gesundheitsgef\u00e4hrdend ist, sind Kinder in besonderem Ma\u00dfe davon betroffen. Wurde dies bei der Standortwahl und der Zustimmung des Kirchberger Gemeinderats zum Standort des BOS-Sendemasts seinerzeit ber\u00fccksichtigt?<br \/>\n9. Wie hat sich die Freiwillige Feuerwehr Kirchberg beim Thema BOS-Funkger\u00e4te entschieden?<br \/>\n10. Sind der Stadtverwaltung Kirchberg die schweren M\u00e4ngel der BOS-Technik bekannt? Bei Gro\u00dfveranstaltungen (schnelle \u00dcberlastung), in U-Bahnstationen, Kellern, Unterf\u00fchrungen und engen T\u00e4lern gibt es h\u00e4ufig keinen Empfang. Dies berichteten erst wieder vor wenigen Wochen Mitarbeiter von Rettungsdienst und Polizei in Fernsehsendungen zum Thema BOS-Funk.<br \/>\n11. Ist der Stadtverwaltung Kirchberg bekannt, dass es sich bei der BOS-Technik bereits vor der geplanten Einf\u00fchrung um eine veraltete Technik handelt?<br \/>\n12. Ist der Stadtverwaltung Kirchberg bekannt, dass die Kosten f\u00fcr die BOS-Einf\u00fchrung deutlich h\u00f6her ausfallen werden als bisher angenommen (Stuttgart 21 l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen)?<br \/>\n13. Ich bitte die Stadtverwaltung Kirchberg\/Jagst, die Info-Veranstaltung am 19. Januar 2011 nicht zu einer Propaganda-Veranstaltung f\u00fcr den Mobilfunk verkommen zu lassen.<br \/>\n14. Es scheint mir &#8211; \u00e4hnlich wie bei Stuttgart 21 &#8211; darum zu gehen, nachtr\u00e4glich eine Art B\u00fcrgerbeteiligung vorzut\u00e4uschen, die es aber de facto nicht gibt. Sind Sie doch mal ehrlich: es sollen schnellstm\u00f6glich Fakten geschaffen werden \u2013 wie bei Stuttgart 21.<br \/>\n15. Welche effektiven M\u00f6glichkeiten sieht die Stadtverwaltung Kirchberg\/Jagst, die Inbetriebnahme des BOS-Sendemasts noch zu verhindern, falls es sich herausstellt, dass die BOS-Technik die Gesundheit der Kirchberger B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sch\u00e4digen k\u00f6nnte?<br \/>\n16. Ist der Stadtverwaltung Kirchberg bekannt, dass es Menschen gibt, die erw\u00e4gen, ihre H\u00e4user in der Siedlung Windsh\u00f6he zu verlassen, falls der BOS-Sendemast in Betrieb genommen wird?<br \/>\n17. Ist der Stadtverwaltung Kirchberg bekannt, dass es Eltern von Schloss-Sch\u00fclern gibt, die erw\u00e4gen, ihre Kinder aus der Schule\/dem Internat zu nehmen, falls eine Dauerbestrahlung durch BOS-Funk kommen sollte?<br \/>\n18. Ist der Stadtverwaltung Kirchberg bekannt, dass es Eltern gibt, die ihre Kinder nicht in Kirchberg in die Schule gehen lassen wollen, falls der BOS-Sendemast in unmittelbarer Schuln\u00e4he in Betrieb genommen werden sollte?<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>Ralf Garmatter, Mitglied des Ortschaftsrats Hornberg und Vater einer Tochter im Kindergartenalter, die nach derzeitigem Stand in wenigen Jahren in Kirchberg zur Schule gehen w\u00fcrde.<\/p>\n<div class=\"pdf24Plugin-cp\"> \t<form name=\"pdf24Form0\" method=\"post\" action=\"https:\/\/doc2pdf.pdf24.org\/wordpress.php\" target=\"pdf24PopWin\" onsubmit=\"var pdf24Win = window.open('about:blank', 'pdf24PopWin', 'resizable=yes,scrollbars=yes,width=600,height=250,left='+(screen.width\/2-300)+',top='+(screen.height\/3-125)+''); pdf24Win.focus(); if(typeof pdf24OnCreatePDF === 'function'){void(pdf24OnCreatePDF(this,pdf24Win));}\"> \t\t<input type=\"hidden\" name=\"blogCharset\" value=\"Cw1x07UAAA==\" \/><input 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angek\u00fcndigt. 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