{"id":20360,"date":"2016-01-25T13:00:00","date_gmt":"2016-01-25T12:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hohenlohe-ungefiltert.de\/?p=20360"},"modified":"2016-01-25T13:00:00","modified_gmt":"2016-01-25T12:00:00","slug":"sofie-schneck-aus-bretzfeld-dimbach-lebensgeschichte-zum-auschwitz-gedenktag-2016-zusammengestellt-von-udo-grausam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hohenlohe-ungefiltert.de\/?p=20360","title":{"rendered":"&#8222;Sofie Schneck aus Bretzfeld-Dimbach: Lebensgeschichte zum Auschwitz-Gedenktag 2016&#8220; \u2013 Zusammengestellt von Udo Grausam"},"content":{"rendered":"<p><strong>Udo Grausam, Kulturwissenschaftler aus T\u00fcbingen, hat die Lebensgeschichte einer Hohenloherin erforscht, die 1943 im Konzentrations- und Vernichtungslager\u00a0 Auschwitz gestorben ist. F\u00fcr den Auschwitz-Gedenktag am 27. Januar 2016 ver\u00f6ffentlicht Hohenlohe-ungefiltert die Lebensskizze von Sofie Schneck aus Bretzfeld-Dimbach in voller L\u00e4nge.<\/strong><\/p>\n<p><em>Von Udo Grausam, Kulturwissenschaftler, T\u00fcbingen<\/em><\/p>\n<p><strong>Lebensskizze von\u00a0Sofie Schneck:<\/strong><\/p>\n<p>Sofie Schneck, verwitwete Schneck, geboren am 31. August 1890 in Dimbach (heute bei der Gemeinde Bretzfeld, Hohenlohekreis, Baden-W\u00fcrttemberg).\u00a0Im \u201eGedenkbuch\u201c von 1993 steht \u00fcber sie: H\u00e4ftlings-Nummer: Z-3618, H\u00e4ftlings-Art: \u201eZ.D.\u201c (=deutsche Zigeunerin), Name: Schneck, Vorname: Sophie, Geburtsdatum: 31.8.90, Geburtsort: Dimbach, Bemerkungstext: gestorben, Bemerkungsdatum: 3.9.43.<\/p>\n<p><strong>Im Armenhaus zur Welt gekommen<\/strong><\/p>\n<p>Die Geburt von \u201eSofie\u201c Schneck am 31. August 1890 steht im Geburtenregister von Dimbach eingetragen. Ihre Mutter hie\u00df Amalia (oder Amalie) Friederike Mettbach, genannt C\u00e4cilie, war von Beruf Schirmmacherin, katholisch und ledig und stammte aus Nordhausen \u201ein Preu\u00dfen\u201c. Laut Eintrag brachte sie ihre Tochter Sofie \u201eim Armenhaus\u201c von Dimbach zur Welt. Im Geburtenregister ist beigeschrieben, dass C\u00e4cilie Mettbach am 9. November 1891 in Pfedelbach den Steinschl\u00e4ger Johann Schneck heiratete.<\/p>\n<div id=\"attachment_20363\" style=\"width: 237px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.hohenlohe-ungefiltert.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/SofieSchneckDimbachfuerHohenloheUngefiltert17I2016.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-20363\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-20363\" src=\"https:\/\/www.hohenlohe-ungefiltert.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/SofieSchneckDimbachfuerHohenloheUngefiltert17I2016-227x300.jpg\" alt=\"Sofie_Schneck_aus_ Dimbach\" width=\"227\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.hohenlohe-ungefiltert.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/SofieSchneckDimbachfuerHohenloheUngefiltert17I2016-227x300.jpg 227w, https:\/\/www.hohenlohe-ungefiltert.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/SofieSchneckDimbachfuerHohenloheUngefiltert17I2016-114x150.jpg 114w, https:\/\/www.hohenlohe-ungefiltert.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/SofieSchneckDimbachfuerHohenloheUngefiltert17I2016.jpg 279w\" sizes=\"(max-width: 227px) 100vw, 227px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-20363\" class=\"wp-caption-text\">Sofie Schneck, geboren in Dimbach (heute Gemeinde Bretzfeld im Hohenlohekreis)<\/p><\/div>\n<p><strong>Dienstmagd und H\u00e4ndlerin<\/strong><\/p>\n<p>In Unterlagen aus den 1930er Jahren steht, dass Sofie in Ehrenstein bei Ulm sechs Jahre lang zur Schule ging. Sie war die \u00e4ltere Schwester von Paula Schneck, die 1907 in Bitzfeld geboren wurde, als Sofie 17 Jahre alt war.\u00a0Sofie Schneck war Dienstmagd und H\u00e4ndlerin. Sie brachte 1913 in Pfedelbach ihr erstes Kind zur Welt, ihren Sohn Johann. Wilhelm Schneck aus Gr\u00fcndelhardt, geboren am 2. Juni 1894 in Spaichb\u00fchl, von Beruf H\u00e4ndler, erkannte am 11. September 1915 die Vaterschaft \u00fcber Johann an. Sofie und Wilhelm heirateten am 29. Oktober 1915 in Stuppach. In den zeitgen\u00f6ssischen Unterlagen ist Wilhelm Schneck als \u201eeinmarschiert\u201c bezeichnet, das hei\u00dft er tat als Soldat Dienst. Die Heirat in Stuppach fand vermutlich w\u00e4hrend eines Urlaubs vom Dienst statt.<\/p>\n<p><strong>Unterlagen im Gemeindearchiv Kupferzell<\/strong><\/p>\n<p>Die Namensgleichheit der Brautleute erkl\u00e4rt sich wie folgt: Wilhelm Schneck war ein &#8218;Gro\u00dfcousin&#8216; von Sofie Schneck. Der Vater von Sofies Vater Johann, der Gro\u00dfvater Paul, hatte eine Schwester Magdalene Friederike, deren Sohn Heinrich der Vater von Sofies Br\u00e4utigam Wilhelm war.\u00a0Am 15. Juli 1916 bekam Johann eine Schwester Amalie, die in Weikersheim geboren wurde. 1917 zog die Mutter Sofie Schneck mit ihrer Familie aus Pfedelbach nach Kupferzell um, wo ihr Sohn Johann in den folgenden Jahren zur Schule ging. Im Gemeindearchiv von Kupferzell gibt es Unterlagen \u00fcber Sofie Schneck und ihre Familie.<\/p>\n<p><strong>Geburt der Tochter Wilhelmine<\/strong><\/p>\n<p>Der Vater der beiden Kinder Wilhelm Schneck starb am 13. Februar 1919 in einem Lazarett in W\u00fcrzburg. Offenbar starb er an einer Verwundung oder Erkrankung, die er als Soldat erlitten hatte. Seine Witwe erhielt als Kriegshinterbliebene sp\u00e4ter staatliche Unterst\u00fctzung.\u00a01920 gebar Sofie Schneck in Winzenhofen nahe Adelsheim, damals in Baden, heute zur Gemeinde Sch\u00f6ntal im Hohenlohekreis geh\u00f6rend, ihre Tochter Wilhelmine. Einer der j\u00fcngeren Br\u00fcder von Sofie, der H\u00e4ndler Philipp Schneck, zeigte die Geburt dem Standesamt an. Die Geschwister wohnten damals in Kupferzell und waren auf der Durchreise in Winzenhofen.<\/p>\n<p><strong>Mehrere Delikte wurden angezeigt<\/strong><\/p>\n<p>Sofie Schneck fiel in den 1920er Jahren in Nordw\u00fcrttemberg, Nordbaden und in Mittelfranken offenbar mehrfach den Landj\u00e4gern oder Gendarmen oder anderen Beh\u00f6rdenvertretern auf, von denen sie wegen \u201eunerlaubten Umherziehens in Horden\u201c, \u201eLandstreicherei\u201c, \u201eBettels\u201c und anderer Delikte angezeigt und mit Strafen belegt wurde. Die Strafen, meist Geldstrafen oder ersatzweise wenige Tage Haft, wurden ins Strafregister von Sofie Schneck eingetragen, das in Heilbronn am Neckar beim Landgericht gef\u00fchrt wurde. Mitnotiert sind die damaligen Amtsgerichtsst\u00e4dte bzw. Kreisverwaltungssitze von Nordbaden bis Mittelfranken, wo die Beh\u00f6rden diese Strafen ausgesprochen hatten. Vermutlich war Sofie Schneck dort unterwegs gewesen, um nach Arbeit und Auskommen zu suchen. Sie hat vermutlich so in den zwanziger Jahren, der Zeit der Weltwirtschaftskrise, noch innerhalb der agrarischen Umgebung ihrer Geburtsregion ihr Leben zu fristen und ihre Kinder zu ern\u00e4hren versucht. Vielleicht hat sie wie anderen Sinti-Familien aus der Gegend im Sommer bei den Ernten auf den gr\u00f6\u00dferen, herrschaftlichen landwirtschaftlichen Dom\u00e4nen im Zaberg\u00e4u geholfen oder sich im Herbst und Fr\u00fchling aushilfsweise bei den kleineren Bauern von Hohenlohe als Dienstmagd verdingt; m\u00f6glicherweise arbeitete sie w\u00e4hrend des Sommers auch im Stra\u00dfenbau f\u00fcr die Gemeinden der Gegend, dann aber in gr\u00f6\u00dferen Gruppen von Arbeiterinnen und Arbeitern.<\/p>\n<p><strong>Umzug nach K\u00f6ln<\/strong><\/p>\n<p>Die Familie wohnte sp\u00e4ter in Niedernhall, wo die Tochter Wilhelmine zur Schule ging. Mitte der 1930er Jahre zog Sofie Schneck mit ihrem Vater Johann, m\u00f6glicherweise auch noch mit ihrer Mutter C\u00e4cilie, und mit ihren Kindern nach K\u00f6ln um. Auch ihr Bruder Philipp zog nach K\u00f6ln um. Ob die Familie auf der Suche nach einem besseren Auskommen umzog, oder man dem erstarkenden Nationalsozialismus auswich, muss offen bleiben.\u00a0In K\u00f6ln wohnte Sofie Schneck in der K\u00e4mmergasse 14. Ihr Sohn Johann wurde Musiker; er spielte Saxophon und Schlagzeug. Er hatte ein festes Engagement in einem K\u00f6lner Tanzlokal und trat nebenher mit einer eigenen Gruppe auf. Zeitweise arbeitete er auch auf dem Bau oder f\u00fcr Schrotth\u00e4ndler. Die Tochter Wilhelmine arbeitete in einer Brauerei, ihr Ehemann, den sie 1941 heiratete, war Eisenbieger und Eisenflechter und Hilfsarbeiter; er trug wie der Mann der Schwester Amalie den Familiennamen Kreuz. Amalie lie\u00df sich mit ihrer Familie in Wiesbaden nieder.<\/p>\n<p><strong>Amalie gebar einen Sohn<\/strong><\/p>\n<p>In dieser Zeit wurde Sofie Schneck Gro\u00dfmutter. Ihre Tochter Amalie brachte am 20. M\u00e4rz 1933 in Zipplingen ihren Sohn Karl zur Welt. Ihr Sohn und der Enkel Adalbert kam am 20. M\u00e4rz [so] 1935 in K\u00f6ln zur Welt. Sofies Enkelin Mariette wurde am 15. April 1938 in K\u00f6ln geboren.<\/p>\n<p><strong>Staatliche Rente bezogen<\/strong><\/p>\n<p>Am 22. M\u00e4rz 1938 wurde die Gro\u00dfmutter Sofie Schneck in K\u00f6ln von den nationalsozialistischen \u201eRasseforschern\u201c \u201erassenanthropologisch\u201c erfasst. Sie wurde anthropologisch vermessen und es wurde eine so genannte \u201eMesskartei\u201c-Karte \u00fcber sie angelegt, die im Bundesarchiv in Berlin-Lichterfelde erhalten ist. Drei ebenfalls erhaltene Fotos bei den Unterlagen waren vermutlich bereits w\u00e4hrend eines fr\u00fcheren Aufenthalts vom Bezirksamt Mosbach in Baden angefertigt worden, gelangten aber mit zu den Unterlagen der \u201eRasseforscher\u201c. Laut Eintrag in der \u201eMesskartei\u201c-Karte bezog Sofie Schneck 1938 als Kriegshinterbliebene eine staatliche Rente. Laut Eintrag war Sofie Schneck Mitglied in der NS-Frauenschaft. Sie habe seit immer in festem Wohnsitz in Pfedelbach, Kupferzell, Niedernhall und K\u00f6ln gewohnt. Laut der \u201eMesskartei\u201c-Karte hat sie drei Kinder geboren, einen Sohn und zwei T\u00f6chter: es lebten 1938 alle drei, so ist notiert.<\/p>\n<p><strong>Nach Auschwitz deportiert<\/strong><\/p>\n<p>Die Tochter Wilhelmine gebar 1939 in K\u00f6ln ihren Sohn Manfred, 1942 den Sohn Emanuel und am 17. M\u00e4rz 1943 Johann. Sofie Schneck hat diese letzte Geburt nicht mehr selbst erlebt, weil sie eine Woche zuvor, am 11. M\u00e4rz 1943, aus K\u00f6ln nach Auschwitz deportiert wurde. Wilhelmine und ihre Familie wurden zun\u00e4chst nicht deportiert.<\/p>\n<p><strong>Meldungen und Hinweise gesammelt<\/strong><\/p>\n<p>Seit Dezember 1938 hatte die damalige \u201eKriminalpolizeileitstelle\u201c K\u00f6ln, von jedem, der in der Stadt K\u00f6ln lebenden Sinto oder Rom eine sogenannte \u201eZigeunerakte\u201c angelegt. Dies traf auch alle anderen Sinti und Roma im \u201eDeutschen Reich\u201c, z. B. auch die w\u00fcrttembergisch-hohenzollerischen Sinti und Roma, die von der Kriminalpolizeileitstelle Stuttgart erfasst wurden. Dazu wurde ein vorgedruckter Fragebogen zur Person ausgef\u00fcllt und es wurden Fotos der Person gesammelt und eingef\u00fcgt; entweder vorhandene private oder vom Erkennungsdienst der Kripo angefertigte. Au\u00dferdem wurden von den Polizeirevieren der Stadt oder der Gemeinde und anderen mit diesen Personen befassten \u00c4mtern Meldungen und Hinweise gesammelt.<\/p>\n<p><strong>Strafregisterauszug<\/strong><\/p>\n<p>Auch korrespondierte die K\u00f6lner \u201eDienststelle f\u00fcr Zigeunerfragen\u201c mit den Geburtsgemeinden der au\u00dferhalb von K\u00f6ln geborenen Sinti und Roma, so z. B. \u00fcber Sofie Schnecks Sohn Johann mit der Gemeindeverwaltung von Pfedelbach im damals neu geschaffenen Kreis \u00d6hringen. Die \u201eDienststelle\u201c in K\u00f6ln forderte eine Geburtsurkunde von Johann an \u2013 und erhielt sie. Au\u00dferdem holte die \u201eDienststelle\u201c einen Strafregisterauszug vom zust\u00e4ndigen Staatsanwalt bzw. Landgericht ein, der ebenfalls in die \u201eZigeunerakte\u201c aufgenommen wurde.<\/p>\n<p><strong>Akte mit der\u00a0Signatur BR 2034 Nr. 1194<\/strong><\/p>\n<p>Sofie Schneck ist in den Unterlagen zu ihrem Sohn Johann Schneck in den Akten der \u201edamaligen \u201eKriminalpolizeistelle K\u00f6ln\u201c bzw. deren \u201eDienststelle f\u00fcr Zigeunerfragen\u201c erw\u00e4hnt. Die Akte befindet sich heute im Bestand des Polizeipr\u00e4sidiums K\u00f6ln im Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, am Archivort Duisburg, und hat die Signatur BR 2034 Nr. 1194. Sie ist einer der wenigen aus der Nazi-Zeit erhaltenen Original-Akten, aus der die staatliche Verfolgung der Sinti und Roma aus W\u00fcrttemberg-Hohenzollern ersehen werden kann. Die von der KPLST Stuttgart gef\u00fchrten \u201eZigeunerakten\u201c wurden bei Kriegsende zerst\u00f6rt, die Akten von K\u00f6ln blieben erhalten.<\/p>\n<p><strong>Hungertyphus<\/strong><\/p>\n<p>Bereits Mitte 1938 wurde aus K\u00f6ln Sofie Schnecks Schwager Theodor Dreschner, der Ehemann ihrer j\u00fcngeren Schwester Pauline oder Paula, die 1907 in Bitzfeld geboren worden war, in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppt. Im Mai 1940 wurde dann ein Bruder von Sofie, Philipp, mit seiner Familie in das \u201eGeneralgouvernement\u201c deportiert, wo die Familie Zwangsarbeit leisten musste und zusammen mit Juden in Ghettos festgehalten wurde. Die Kriminalpolizei von K\u00f6ln drohte den Deportierten, dass sie, wenn sie eigenm\u00e4chtig nach K\u00f6ln zur\u00fcckkehrten, in ein Konzentrationslager eingewiesen w\u00fcrden! Im \u201eGeneralgouvernement\u201c starben sp\u00e4ter, im Ghetto von Siedlce, S\u00f6hne von Theodor Dreschner am Hungertyphus oder sie wurden erschossen.<\/p>\n<p><strong>&#8222;Gemischrassisches Paar&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Sofie Schneck bekam 1941 noch in K\u00f6ln von ihrem Sohn Johann einen Enkel mit dem Namen Hans Dieter. Seine Mutter war eine Frau, die den Nationalsozialisten als \u201edeutschbl\u00fctig\u201c galt. Seit der Geburt wurden Johann und Gertrud von den NS-Beh\u00f6rden als &#8218;gemischrassisches&#8216; Paar beargw\u00f6hnt, und von Berlin aus regierten das Reichsgesundheitsamt, das Reichsinnenministerium und das Reichskriminalpolizeiamt in die Beziehung hinein.<\/p>\n<p><strong>Geheime Staatspolizei-Staatspolizeileitstelle K\u00f6ln,\u00a0Fernschreibstelle:<\/strong><\/p>\n<p>Ein Dokument der Verfolgung und des Schicksals von Sofie Schneck stellt folgendes Fernschreiben des Reichskriminalpolizeiamts Berlin an die Kriminalpolizeileitstelle K\u00f6ln von 1943 dar, das in Johann Schnecks \u201eZigeunerakte\u201c erhalten geblieben ist:<\/p>\n<p>\u201eGeheime Staatspolizei -Staatspolizeileitstelle K\u00f6ln<br \/>\nFernschreibstelle<br \/>\nAufgenommen Bef\u00f6rdert Raum f\u00fcr Eingangsstempel<br \/>\nTagstempel: Uhrzeit: Kriminalpolizeileitstelle K\u00f6ln Kriminalpolizeileitstelle K\u00f6ln<br \/>\n6.3. 43 10.50 7. MRZ. 1943 6. MRZ. 1943<br \/>\nDurch [unleserlich, UG] 13. K. 13. K. [Handzeichen \u201eWaj.\u201c, UG]<\/p>\n<p>Fernschreib-Nr. Verbleib: (Abteilung)<br \/>\n2382 Kripo<\/p>\n<p>++ Reichskriminalpolizeiamt FS [Fernschreiben] Nr. 2309 63.43 1055 =Fl.=<br \/>\nKriminalpolizeileitstelle \u2013 Dienststelle f\u00fcr Zig[euner]fragen.-<br \/>\nKoeln.&#8211;<br \/>\n&#8211; Betr.: Johann S c h n e c k, geb. 16.9.1913 Pfedelbach,<br \/>\nund Sofoe [so] S c h n e c k, geb. Schneck, geb. 31.8.1890<br \/>\nDimbach.&#8212;<br \/>\nBez.: Schreiben vom 1.3.43. &#8211; Tgb. Nr. 1194 Zig.&#8212;<br \/>\nUnter Beruecksichtigung der zahlreichen Vorstrafen ist Einweisung der Sofie und des Johann<br \/>\nS c h n e c k in Konzentrationslager erforderlich. &#8212;<br \/>\nReichskriminalpolizeiamt \u2013 A 2 B \u2013 I. A. gez. Otto. Krim. Rat.+<\/p>\n<p>13.K. K\u00f6ln, den 7.3.1943.<\/p>\n<p>1.) fernm\u00fcndlich voraus an 11.K.<br \/>\nErl. Lu.<br \/>\n2.) U.<br \/>\nDem 11. K.-Dienststelle f\u00fcr Zig.Fragen &#8211;<br \/>\n\u00fcbersandt.<br \/>\n[Unterschrift, unleserlich, UG]\u201c<\/p>\n<p><strong>Versto\u00df gegen Erlass<\/strong><\/p>\n<p>Diese Begr\u00fcndung f\u00fcr die Verschleppung von Sofie und Johann Schneck nach Auschwitz verst\u00f6\u00dft tats\u00e4chlich gegen den \u201eGrundlegenden Erla\u00df \u00fcber die vorbeugende Verbrechensbek\u00e4mpfung durch die Polizei\u201c, vom 14.12. 1937\u201c-Erlass der Nationalsozialisten. Denn die Eintr\u00e4ge ins Strafregister von Sofie Schneck unterschreiten die Strafdauer und die Deliktart, die vom \u201eVorbeugehaft\u201c-Erlass als Mindestbedingungen f\u00fcr die Haft formuliert wurden. Die erste und h\u00f6chste Strafe wegen Betrugs von 1918 war vier Monate Gef\u00e4ngnis gewesen, sp\u00e4tere Strafen waren von geringerer Dauer und hatten andere Gr\u00fcnde. Auch waren in den letzten f\u00fcnf Jahren vor 1943 keine Strafen erfolgt. Die \u00e4lteren Strafen waren 1943 zwar l\u00e4ngst ges\u00fchnt aber offenbar nicht aus dem Strafregister gel\u00f6scht worden. Heute gelten die Delikte von Sofie Schneck als Ordnungswidrigkeiten und Bagatelldelikte. Dieselbe Behauptung in dem Telegramm \u00fcber die angeblich \u201ezahlreichen\u201c Vorstrafen ihres Sohnes Johann war ebenfalls falsch.<\/p>\n<p><strong>Eigenm\u00e4chtig und willk\u00fcrlich<\/strong><\/p>\n<p>Das entsprechende, oben zitierte Fernschreiben aus Berlin, beugte das eigene Nazi-Unrecht eigenm\u00e4chtig und willk\u00fcrlich. Die Kripo von K\u00f6ln nahm die Anordnung jedoch zum Anlass, Sofie Schneck und ihren Sohn Johann zu der Deportation der anderen K\u00f6lner Sinti und Roma nach Auschwitz hinzu zu nehmen und sie gemeinsam zu verschleppen.\u00a0Sofie Schneck ist f\u00fcnf Tage nach Eingang dieses Fernschreibens, am 11. M\u00e4rz 1943, mit ihrem Sohn Johann und ihrer Tochter Amalie von K\u00f6ln nach Auschwitz deportiert worden. Nach drei Tagen Fahrt wurden am 14. M\u00e4rz 1943 im Konzentrationslager Auschwitz an diesem Tag 966 Deportierte registriert, darunter 82 aus K\u00f6ln, Bonn und Bad Kreuznach. Dies waren St\u00e4dte aus dem Bereich der Kriminalpolizeileitstelle K\u00f6ln, die f\u00fcr die Deportation der Sinti und Roma von dort verantwortlich war. (Siehe Karola Fings\/Frank Sparing 2005, S. 307). Die Mitglieder der Familie Schneck m\u00fcssen bei diesen 82 gewesen sein. In Auschwitz erhielt Sofie Schneck die Nummer Z-3618 zwangst\u00e4towiert und Amalie die Nummer Z-3616 nach der Z\u00e4hlung f\u00fcr die Frauen, und Johann die Nummer Z-3219 nach der Z\u00e4hlung f\u00fcr die M\u00e4nner.\u00a0\u00dcber ihr Schicksal im Vernichtungslager ist nur wenig bekannt. Unterlagen au\u00dferhalb der historischen H\u00e4ftlingsliste, dem \u201eHauptbuch Frauen des Lagers BIIe\u201c, das im \u201eGedenkbuch\u201c 1993 ver\u00f6ffentlicht wurde, fehlen.<\/p>\n<p><strong>Bombenopfer<\/strong><\/p>\n<p>Ob Sofie, Johann und Amalie noch erfahren haben, dass Johann, der Vater und Gro\u00dfvater, und Wilhelmine, die Tochter und Schwester, in K\u00f6ln am 29. Juni 1943 durch einen Bombenangriff der Alliierten ums Leben kam? Mit ihnen starben Wilhelmines Mann und ihre drei Buben. Die Kriegsopfer der hohenloher Familie Schneck wurden als deutsche Bombenopfer auf zwei K\u00f6lner Friedh\u00f6fen bestattet und ihre Namen finden sich noch heute in den Friedhofslisten der Stadt.<\/p>\n<p><strong>Sofie Schneck wurde 53 Jahre alt<\/strong><\/p>\n<p>Sofie Schneck starb am 3. September 1943, so ist es ins Hauptbuch Frauen des Lagers B II e in Auschwitz-Birkenau eingetragen worden. Sp\u00e4ter best\u00e4tigte das Sonderstandesamt Bad Arolsen den Tod von Sofie Schneck in Auschwitz am 3. September 1943 und beurkundete den Todesfall neu unter der Nr. 403\/1958. In Sofie Schnecks Geburtenregistereintrag von Dimbach lautet der Hinweis mit der Namensangabe \u201eSofie Schneck geb. Schneck\u201c: \u201eVerstorben am 3.9. 1943 [so] in Auschwitz wurde beim Sonderstandesamt Arolsen Kreis Waldeck unter Nr. 403 Abt. A Jahrgang 1958 neu beurkundet [\u2026]\u201c. Dieser Eintrag ist undatiert, stammt offenbar von 1958 oder sp\u00e4ter. Es ist im Standesamt von Dimbach bzw. Bretzfeld offenbar auch eine Unterlage im Familienregister erhalten. Sofie Schneck wurde 53 Jahre alt.<\/p>\n<p><strong>Toterkl\u00e4rung<\/strong><\/p>\n<p>In der Internet-Datenbank \u201eauschwitz.org.pl\u201c steht \u201eAmalia Kreutz\u201c, geboren am 15. Juli 1916, als H\u00e4ftling verzeichnet. Nach den Angaben dort musste sie die Nummer Z-3616 tragen. Sie ist also h\u00f6chstwahrscheinlich identisch mit der in den K\u00f6lner Akten gef\u00fchrten Amalie Schneck verheiratete Kreuz, der Tochter von Sofie Schneck. \u201eAmalia\u201c Frauen wurde am 14. M\u00e4rz 1943 nach Auschwitz-Birkenau ins Lager B II e eingewiesen. Laut dem Gedenkbuch starben Amalia Kreutz\/Amalie Kreuz aus Weilersheim\/Weikersheim und Sofie Schneck aus Dimbach, Tochter und Mutter, in Auschwitz-Birkenau am selben Tag, am 3. September 1943. Im Geburtenregister von Weikersheim ist mit einem abweichenden Todesdatum f\u00fcr Amalie der gerichtliche Beschluss zur Toterkl\u00e4rung vom Amalie Kreuz mit Datum 21. September 1950 eingetragen: demnach starb sie am 5. August 1943.\u00a0Musste der Sohn und Bruder Johann Schneck in Birkenau miterleben, wie seine Mutter und Schwester am selben Tag starben? Oder starb erst Amalie und dann seine Mutter?<\/p>\n<p><strong>Eidesstattliche Versicherung<\/strong><\/p>\n<p>Das Staatsarchiv Ludwigsburg hat im Bestand des Landesamtes f\u00fcr die Wiedergutmachung Stuttgart eine Einzelfallakte aus einem Entsch\u00e4digungsverfahren f\u00fcr Amalie Kreuz geb. Schneck (Signatur EL 350 I B\u00fc. 50463). Darin findet sich die Eidesstattliche Versicherung durch Johann Schneck, H\u00e4ndler in Karlsruhe, vor dem Notariat 5 in Karlsruhe, am 25. November 1964:<\/p>\n<p><strong>An Entkr\u00e4ftung gestorben<\/strong><\/p>\n<p>\u201eIch, Johann Schneck, habe selbst gesehen, da\u00df meine Schwester Amalie Kreuz geb. Schneck geb. am 15.7. 1916 in Weickersheim [richtig ist: Weikersheim, UG] im Jahre 1943 im KZ-Auschwitz an Entkr\u00e4ftung gestorben ist. Monat und Tag des Todes sind mir nicht bekannt. Ich versichere die Richtigkeit meiner vorstehenden Angaben hiermit an Eidesstatt [so, UG] gegen\u00fcber allen Dienststelle und Beh\u00f6rden, die es angeht\u201c (Staatsarchiv Ludwigsburg, Bestand EL 350 I, B\u00fc. 50463, Blatt 1 und 2).<\/p>\n<p><strong>KZ Bergen-Belsen<\/strong><\/p>\n<p>Der Bruder Johann Schneck entging der ihm von den Nationalsozialisten zugedachten Vernichtung. In einer Liste von ehemaligen H\u00e4ftlingen des befreiten KZ Bergen-Belsen ist er am 2. Oktober 1945 als \u00dcberlebender genannt. Nach seiner Befreiung durch die Alliierten heiratete er am 16. Oktober 1945 in Norddeutschland die ebenfalls verfolgte \u00fcberlebende Leopoldine Krems aus \u00d6sterreich.<\/p>\n<p><strong>Zuerst keine Entsch\u00e4digung<\/strong><\/p>\n<p>Er erhielt keine Entsch\u00e4digung nach dem Bundesentsch\u00e4digungsgesetz von 1954. Sein erlittener Schaden an Freiheit durch die Haft in den KZs Auschwitz, Buchenwald und Bergen-Belsen und der Schaden am beruflichen bzw. wirtschaftlichen Fortkommen, durch den Entzug der Arbeit als Musiker, blieben zu seinen Lebzeiten unabgegolten, sein gesetzlicher Anspruch blieb unerf\u00fcllt.<\/p>\n<p><strong>Erst 1989 Entsch\u00e4digung gezahlt<\/strong><\/p>\n<p>Johann Schneck starb 1976 in Freiburg im Breisgau. Erst lange nach seinem Tod erhielten seine verwitwete Ehefrau und seine Kinder f\u00fcr seinen Schaden an Freiheit und am wirtschaftlichen Fortkommen doch noch eine Entsch\u00e4digung. Da hie\u00df die Entsch\u00e4digungsbeh\u00f6rde von Baden-W\u00fcrttemberg l\u00e4ngst \u201eLandesamt f\u00fcr Besoldung und Versorgung\u201c, und die Auszahlung des Betrages erfolgte schlie\u00dflich am 2. November 1989[!].<\/p>\n<p><strong>Keine Witwenrente<\/strong><\/p>\n<p>Die Ludwigsburger Akte \u00fcber die Entsch\u00e4digung von Herrn Schneck schlie\u00dft mit einem Briefwechsel aus dem Jahr 1995. Damals erkundigte sich seine Witwe bescheiden, ob eine Witwenrente an sie gezahlt werden k\u00f6nne. Das Landesamt lehnte bedauernd ab: Denn dies sei von einer zuvor erfolgten Entsch\u00e4digung eines K\u00f6rper- und Gesundheitsschadens bei Johann Schneck abh\u00e4ngig und vom Erweis eines solchen Schadens durch Dokumente in der Akte bzw. im Verfahren. Diese Dokumente fehlten aber in den Unterlagen von Johann Schneck. Au\u00dferdem, so teilte das Landesamt mit, h\u00e4tte der Antrag auf Witwenrente im ersten halben Jahr nach dem Tod des Ehemannes 1976 gestellt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>\u00d6ffentlicher Vortrag in der Realschule Pfedelbach<\/strong><\/p>\n<p>Der 1941 in K\u00f6ln geborene Sohn von Johann Schneck und Enkel von Sofie Schneck besuchte im September 2013 die Gemeinde Pfedelbach im Hohenlohekreis, den Geburtsort seines Vaters, und erz\u00e4hlte in einem \u00f6ffentlichen Vortrag in der Realschule von seinem Leben als Sohn eines Sinto \u2013 und als Enkel von Sofie Schneck.<\/p>\n<p><strong>Einer der Hauptverantwortlichen f\u00fcr die Verschleppung von Sinti und Roma<\/strong><\/p>\n<p>Noch ein Wort zu der Textzeile \u201eReichskriminalpolizeiamt \u2013 A 2 B \u2013 I. A. gez. Otto. Krim. Rat.\u201c aus dem oben zitierten Fernschreiben von Berlin nach K\u00f6ln vom 6. bzw. 7. M\u00e4rz 1943. Der Kriminalrat Johannes Otto vom Reichskriminalpolizeiamt in Berlin war in der NS-Diktatur einer der Hauptverantwortlichen f\u00fcr die Verschleppung von Sinti und Roma in die Konzentrations- und Vernichtungslager. In der Bundesrepublik wurde Anfang der 1960er Jahre in K\u00f6ln ein Strafprozess gegen ihn und andere daf\u00fcr Verantwortliche er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p><strong>Katrin Seybold schrieb 2005 \u00fcber das K\u00f6lner Verfahren:<\/strong><\/p>\n<p>\u201eEs wurde gegen 58 Personen Anklage erhoben, gegen ehemalige Angeh\u00f6rige des Reichssicherheitshauptamtes, insbesondere des Reichskriminalpolizeiamtes, des Reichsinnenministeriums, der Rassenhygienischen Forschungsstelle des Reichsgesundheitsamtes in Berlin-Dahlem, des Kriminalbiologischen Institutes des RKPA sowie Kriminalbeamter der \u00f6rtlichen Dienststellen. Das Gericht verf\u00fcgte die Einstellung des Verfahrens bei 57 der 58 Beschuldigten, bei 20 Beschuldigten, weil die Strafverfolgung verj\u00e4hrt war, und bei 37 Beschuldigten, weil keine strafbare Handlung festgestellt werden konnte. Ein Einziger, Johannes Otto, Kriminalrat in der Reichszentrale f\u00fcr das Zigeunerunwesen im Reichssicherheitshauptamt (richtig: Reichszentrale zur Bek\u00e4mpfung des Zigeunerunwesens, UG) sollte zur Verantwortung gezogen werden. Nach dem Krieg war Otto Kriminaloberrat und Leiter der Kriminalpolizei Recklinghausen geworden. Dem Verfahren entzog er sich durch Selbstmord.\u201c<\/p>\n<p><strong>Quellen:<\/strong><\/p>\n<p>Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde R 165\/5 Nr. 569; R 165\/13 3041 u. Nr. 569; R 165\/57 keine Blattnummer; R 165\/138 Blatt 47.<br \/>\nLandesarchiv Nordrhein-Westfalen, Bestand BR 2034, Polizeipr\u00e4sidium K\u00f6ln, Nr. 1194 zu Johann Schneck. Darin ist seine Mutter Sofie Schneck mehrfach erw\u00e4hnt.<br \/>\nGemeindearchiv Kupferzell, B\u00fcschel A 563, A 850.<br \/>\nStaatsarchiv Ludwigsburg, Bestand FL 300\/33 I, B\u00fc. 13943.<br \/>\nStaatsarchiv Ludwigsburg, Neuzugang am 20.10. 2011, vom Landesamt f\u00fcr Besoldung und Versorgung Fellbach, Akte ES 3201 zu Johann Schneck, geb. am 16.09. 1913.<br \/>\nStaatsarchiv Ludwigsburg, Bestand EL 350 I, B\u00fc. 50463. \u00dcber Amalie Kreuz geborene Schneck.<br \/>\nSonderstandesamt Bad Arolsen, Auskunft vom 01.04. 2010.<br \/>\nStandesamt der Gemeinde Bretzfeld, Auskunft vom 08.10. 2009. Kopie des Geburtenregistereintrags Nr. 9\/1890 Standesamt Dimbach.<br \/>\nStandesamt der Gemeinde Pfedelbach, Auskunft vom 21.01. 2010. Kopie des Heiratsbuches vom 09.11. 1891, zur Eheschlie\u00dfung von Johann Schneck und Amalia oder Amalie genannt C\u00e4cilie geborener Mettbach.<br \/>\nInternationaler Suchdienst Bad Arolsen, Auskunft vom 12.07. 2010.<br \/>\nNS-Dokumentationszentrum K\u00f6ln, Auskunft vom 30.04. 2010.<\/p>\n<p>\u201eGrundlegender Erla\u00df \u00fcber die vorbeugende Verbrechensbek\u00e4mpfung durch die Polizei\u201c, Pol. S-Kr. 3 Nr. 1682\/37 \u2013 2098 \u2013 vom 14.12. 1937. In: Sammlung der auf dem Gebiete der vorbeugenden Verbrechensbek\u00e4mpfung ergangenen Erlasse und sonstigen Bestimmungen. Bearbeitet von SS-Hauptsturmf\u00fchrer Kriminalrat Richrath im Reichssicherheitshauptamt. Herausgegeben vom Reichssicherheitshauptamt \u2013 Amt V \u2013. Blatt 41-44. Berlin 1941. (=Schriftenreihe des Reichskriminalamts Berlin)<\/p>\n<p>Gedenkbuch. Die Sinti und Roma im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Herausgegeben von dem Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau in Zusammenarbeit mit dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, Heidelberg. 2 B\u00e4nde. M\u00fcnchen u.a., 1993. Hier Band 1 S. 258f., Hauptbuch Frauen S. 233f. zu Sofie Schneck und Amalie Kreuz.<br \/>\nGedenkbuch Band 2 S. 918f., Hauptbuch M\u00e4nner S. 95 zu Johann Schneck.<\/p>\n<p>Danuta Czech: Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau 1939-1945. Deutsch von Jochen August u.a. Reinbek bei Hamburg 1989.<br \/>\nKarola Fings: Die \u201eGutachtlichen \u00c4usserungen\u201c der Rassenhygienischen Forschungsstelle und ihr Einfluss auf die nationalsozialistische Zigeunerpolitik. In: Michael Zimmermann (Hrsg.): Zwischen Erziehung und Vernichtung. Zigeunerpolitik und Zigeunerforschung im Europa des 20. Jahrhunderts. Stuttgart 2007, S. 425-459 (=Beitr\u00e4ge zur Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft; Band 3), besonders S. 451 Anmerkungen 167, 173 und 175.<br \/>\nSeybold, Katrin \u201e\u201aWir brauchen nicht aufzuschreiben, wer die M\u00f6rder an uns Sinte waren, wir wissen es.\u201b In Memoriam Melanie Spitta (2.6. 1946-27.8. 2005)\u201c, in: Benz, Wolfgang und Distel, Barbara (Hg.): H\u00e4ftlingsgesellschaft Heft 21\/21 (2005), S. 197-216. (=Dachauer Hefte. Studien und Dokumente zur Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager, im Auftrag des Comit\u00e9 International de Dachau, Br\u00fcssel; Heft 21 (November 2005)).<\/p>\n<p>Das Originalfoto von Sofie Schneck stammt aus dem Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde aus dem Bestand R 165\/ 57, ohne Blattnummer.<\/p>\n<p>Autor: Udo Grausam, M. A., Mathildenstra\u00dfe 19, 72072 T\u00fcbingen.<\/p>\n<p>Stand: 17. Januar 2016.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"pdf24Plugin-cp\"> \t<form name=\"pdf24Form0\" method=\"post\" action=\"https:\/\/doc2pdf.pdf24.org\/wordpress.php\" target=\"pdf24PopWin\" onsubmit=\"var pdf24Win = window.open('about:blank', 'pdf24PopWin', 'resizable=yes,scrollbars=yes,width=600,height=250,left='+(screen.width\/2-300)+',top='+(screen.height\/3-125)+''); pdf24Win.focus(); if(typeof pdf24OnCreatePDF === 'function'){void(pdf24OnCreatePDF(this,pdf24Win));}\"> \t\t<input type=\"hidden\" name=\"blogCharset\" value=\"Cw1x07UAAA==\" \/><input type=\"hidden\" name=\"blogPosts\" value=\"MwQA\" \/><input type=\"hidden\" name=\"blogUrl\" value=\"yygpKSi20tcvLy\/Xy8jPSM3LARK6pXnpqWmZOSWpRSV6KakA\" \/><input type=\"hidden\" name=\"blogName\" value=\"88jPSM3LARK6pXnpqWmZOSWpRSUA\" \/><input type=\"hidden\" name=\"blogValueEncoding\" value=\"gzdeflate base64\" \/><input type=\"hidden\" name=\"postId_0\" value=\"MzIwNjMAAA==\" \/><input type=\"hidden\" name=\"postTitle_0\" 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F\u00fcr den Auschwitz-Gedenktag am 27. Januar 2016 ver\u00f6ffentlicht Hohenlohe-ungefiltert die Lebensskizze von Sofie Schneck aus Bretzfeld-Dimbach in voller L\u00e4nge. Von Udo Grausam, Kulturwissenschaftler, T\u00fcbingen Lebensskizze von\u00a0Sofie Schneck: Sofie Schneck, verwitwete Schneck, geboren am 31. 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