{"id":16211,"date":"2013-08-17T10:04:05","date_gmt":"2013-08-17T09:04:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hohenlohe-ungefiltert.de\/?p=16211"},"modified":"2013-08-17T10:10:14","modified_gmt":"2013-08-17T09:10:14","slug":"schutzbehauptungen-helfen-nicht-weiter-schutzmasnahmen-sind-notig-vortrag-von-rose-b-folson-in-schwabisch-hall-uber-den-ku-klux-klan-und-nazismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hohenlohe-ungefiltert.de\/?p=16211","title":{"rendered":"&#8222;Schutzbehauptungen helfen nicht weiter, Schutzma\u00dfnahmen sind n\u00f6tig&#8220; \u2013 Vortrag von Rose B. Folson in Schw\u00e4bisch Hall \u00fcber den Ku-Klux-Klan und Nazismus"},"content":{"rendered":"<p><strong>Einen Vortrag zum Thema &#8222;Der Ku-Klux-Klan (KKK) und seine Ableger in Deutschland&#8220; hat die Professorin Rose Baaba Folsson vor kurzem in Schw\u00e4bisch Hall gehalten. Sie ist in Ghana geboren und wohnt in Deutschland. Zum Vortrag eingeladen hatte der Club Alpha 60. Hohenlohe-ungefiltert ver\u00f6ffentlicht die schriftliche Zusammenfassung des Vortrags und die Quellenangaben.<\/strong><\/p>\n<p><em>Von Rose Baaba Folson<\/em><\/p>\n<p><strong>Einf\u00fchrung:<\/strong><\/p>\n<p>Die Verbrechen, die aus dem Gedankengut der KKK, Nationalsozialismus, Faschismus, Rassismus, Antisemitismus, Antiziginismus, Antihomosexualit\u00e4t sind alt and umfangreich. Seit Dekaden setzen sich zahlreiche B\u00fcrger und B\u00fcrgerinnen zur Wehr. Die Arbeit ist m\u00fchsam, gef\u00e4hrlich und sie wiederholt sich von Generation zu Generation st\u00e4ndig. Zahlreiche Presse unterst\u00fctzt diese Arbeit, wobei welche auf \u201eSensationstrip\u201c sind. Es fragt sich nur, wie solche \u201eSensationen\u201c oder \u201eneuere Kenntnisse\u201c aussehen sollen!<\/p>\n<p><strong>Konstruktion von \u201eGuten\u201c und \u201eSchlechten\u201c unzuverl\u00e4ssig<\/strong><\/p>\n<p>Sicherlich sind wir als WissenschaftlerInnen neugierig auf neuere Erkenntnisse, aber leider gibt es \u201ealte\u201c Themen, die uns dauerhaft begleiten und fordern, uns tagt\u00e4glich neue Eins\u00e4tze und Herangehenswei\u00dfen zu entwickeln. Zahlreiche Menschen sehen die Gesellschaft als eine Polarisierung von \u201eguten\u201c und \u201eschlechten\u201c Menschen, und die \u201eGuten\u201c haben alle ein moralisches Recht, den \u201eSchlechten\u201c zu verurteilen. W\u00e4hrend eine Diskussion \u00fcber die m\u00f6gliche Infiltration des KKK in deutsche Beh\u00f6rden, wurde ich gefragt von einer der \u201eGuten\u201c, ob ich nicht \u00fcberzeugt w\u00e4re, dass ich von einem \u201eKKK-Polizisten\u201c schlechter behandelt werde als eine wei\u00dfe Deutsche bei einem gleichen Vergehen. Ich antwortete: Der Polizist muss nicht Mitglied des Ku Klux Klan sein, um mich rassistisch anzugreifen. Ganz \u201enormale\u201c wei\u00dfe Menschen in der Gesellschaft tun dies allt\u00e4glich, privat und institutionell.<br \/>\nWie zu sehen ist, ist die Konstruktion von \u201eGuten\u201c und \u201eSchlechten\u201c unzuverl\u00e4ssig, denn oft l\u00e4sst sich ihre Betrachtung und das Benehmen gegen\u00fcber dem \u201eAnderen\u201c kaum unterscheiden.<\/p>\n<p><strong>Am Ende steht Mord<\/strong><\/p>\n<p>Manche politischen Aktivisten und Juristen in Deutschland sind krampfhaft dabei, eine Unterscheidung zwischen dem KKK und anderen Rechtsgruppierungen vorzunehmen. Es fragt sich nur zu welchem Zweck, denn wichtig ist, dass am Ende der Angriffe der KKK und anderen Rechtsgruppierungen MORD steht. Bleiben wir beim Thema \u201eUnterscheidung\u201c. In Texas\/USA, machen Sprecher des KKK oft solche unintelligenten Aussagen wie, \u201eWir sind keine NAZIS, denn wir sind keine Nationalisten!\u201c Dennoch greifen sie \u201edunkel-aussehende Menschen\u201c an, weil sie mit \u201eMexikanern\u201c verwechselt werden. Soviel zur \u201eUnterscheidung\u201c.<\/p>\n<p><strong>Deutsche Beh\u00f6rden wissen \u00fcber KKK und Rechte bescheid<\/strong><\/p>\n<p>Die Agenda des KKK und anderer Rechtsgruppierungen in Deutschland sind kein Geheimnis. Sie sind \u00fcberall zu finden, insbesondere im Internet. Ihren Bezug zu Nazi-Netzwerken wie \u201eBlood &amp; Honour\u201c, \u201eCombat 18\u201c and ihre Agenda wie, \u201eDer politische Soldat\u201c, den \u201ebewaffneten Rassekrieg\u201c, \u201eKampf um das \u00dcberleben der wei\u00dfen Rasse\u201c, \u201eKampf gegen \u00dcberfremdung und Multikulti\u201c, \u201eWhite Pride\u201c, \u201eWei\u00dfe Bruderschaft Erzgebirge (WBE)\u201c, \u201eThe Aryan Law and Order\u201c, \u201eWir m\u00fcssen die Existenz unserer Rasse und die Zukunft f\u00fcr die wei\u00dfen Kinder sichern\u201c, sind den deutschen Beh\u00f6rden sehr lange bekannt.<\/p>\n<p><strong>Rechte sehen sich als \u201eVollstrecker einer Volksmeinung\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Es ist institutioneller Rassismus, in der Gesellschaft verbreiteter Rassismus, Antisemitismus, Homophobie\/Blackphobie, Geschichtsamnesie, unverantwortliche Asyl-Diskussion von den \u201eGuten\u201c und den \u201eSchlechten\u201c, die die KKK, Nazis und andere Rechtsgruppierung befl\u00fcgelt haben, die sich als \u201eVollstrecker einer Volksmeinung\u201c erkl\u00e4rt haben.<\/p>\n<p><strong>Zu den &#8222;Ermittlungspannen&#8220;, schrieb der SPIEGEL bereits im Jahr 1984:<\/strong><\/p>\n<p>\u201eSo sehr die Auswirkungen jener Ermittlungspanne mit der Sonnenbrille den beiden Staatsanw\u00e4lten heute zu schaffen machen \u2013 es ist nur ein Teilst\u00fcck aus einer Kette von Vers\u00e4umnissen und Fehlgriffen der Strafverfolgungsbeh\u00f6rden. Sie beruhen keineswegs auf Pannen. Im N\u00fcrnberger Hoffmann-Proze\u00df werden die Auswirkungen sp\u00fcrbar, in welchem Umfang das Gefahrenpotential der Rechtsextremisten \u00fcber Jahre hinweg untersch\u00e4tzt worden ist\u201c (SPIEGEL 47\/1984).<\/p>\n<p><strong>Geld, Waffen, Bomben und Reisep\u00e4sse f\u00fcr die M\u00f6rder<\/strong><\/p>\n<p>In den 1980er Jahren wurden institutionellen Verstrickung in rechte kriminelle Aktivit\u00e4ten als \u201eSchreibtischt\u00e4terschaft\u201c genannt, denn wir wussten nicht, dass die \u201eSchreibtischt\u00e4terschaft\u201c sich in Geld, Waffen, Bomben und Reisep\u00e4sse f\u00fcr die M\u00f6rder erweitert hat. St\u0117phan Hessel w\u00fcrde einfach sagen, \u201eMensch, emp\u00f6rt euch (Deutsche Zivilgesellschaft)\u201c!<\/p>\n<p><strong>Die Entwicklung und Verbreitung des Gedankenguts des KKK in Deutschland:<\/strong><\/p>\n<p>Der KKK wurde am 24.\u00a0Dezember 1865 in den S\u00fcdstaaten der Vereinigten Staaten von Amerika gegr\u00fcndet mit dem Ziel, die Schwarzen in Gehorsamkeit zu halten oder sie zu ermorden. Seine Gewalttaten richteten sich zun\u00e4chst gegen Schwarze und deren Besch\u00fctzerInnen, und sp\u00e4ter gegen andere benachteiligte Gruppen in der Gesellschaft.<\/p>\n<p><strong>In Deutschland existierte bereits in den 1920ern ein Ku-Klux-Klan-Ableger<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt enge Verbindungen des KKKs zu anderen rassistischen Gruppierungen in den USA und im Ausland, zum Beispiel in Kanada, Australien und mehreren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, darunter Deutschland. In Deutschland existierte bereits in den 1920ern ein Ku-Klux-Klan-Ableger. Die Gruppe mit dem Namen Ritter des Feurigen Kreuzes soll etwa 1000 Mitglieder gehabt haben, die nach dem Aufstieg der Nationalsozialisten zwangsaufgel\u00f6st wurde.<\/p>\n<p><strong>Ihre Ableger reichen bis in die Gegenwart:<\/strong><\/p>\n<p>\u2013 In den 1950er wurde \u201eStay-behind\u201c gegr\u00fcndet von offizieller deutscher Stelle in Kollaboration mit den US-Gruppen;<\/p>\n<p>\u2013 1980 erneute Gr\u00fcndung in Bitburg in Kollaboration mit US-Rechten und US-Soldaten;<\/p>\n<p>\u2013 1991 Kollaboration der West- und Ost-Klan-Gruppen mit einem demonstrativen Marsch durch Bayreuth unter Polizeischutz;<\/p>\n<p>\u2013 1994 Re-Gruppierung in Jena;<\/p>\n<p>\u2013 2001 Der KKK wurde vom Bundesamt f\u00fcr Verfassungsschutz zun\u00e4chst als \u201erechtsextrem\u201c eingestuft, obwohl er seit den 1990ern als \u201caktiv\u201d in der Bundesrepublik Deutschland eingestuft worden war.<\/p>\n<p>\u2013 2012 Aufnahme-Rituale im Landkreis Schw\u00e4bisch Hall, bei dem zwei Polizisten in den KKK aufgenommen wurden, kamen an die \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n<p><strong>Der Umgang des Rechtssystems:<\/strong><\/p>\n<p>Der Umgang der Politik in der Vergangenheit und heute, bez\u00fcglich Demokratieverst\u00e4ndnis und Menschenrechtsverst\u00e4ndnis der PolitikerInnen und der Beh\u00f6rden; multikulturelle Gesellschaften und die so genannten \u201eWerte unserer offenen und freiheitlichen Gesellschaft\u201c; \u201eSorge um der Wirtschaftsstandort Deutschland\u201c<\/p>\n<p><strong>Der Umgang der Medien:<\/strong><\/p>\n<p>Der Spiegel und die Stern haben in der 1980er vereinzelt kritische Berichterstattung gebracht. Zur Zeit verursachen die widerspr\u00fcchliche Berichterstattung \u00fcber die Verstrickung des Bundes- und der L\u00e4nderverfassungsschutzbeh\u00f6rden, BKA und anderen Beh\u00f6rden bei den Attentaten der Nazis, Faschisten und des KKK Verwirrung.<\/p>\n<p><strong>Der Umgang der Politik:<\/strong><\/p>\n<p>Die konsistente starke Neigung zur Einzelt\u00e4ter-Theorie von Politikern seit den 1980er Jahren deutet auf einge\u00fcbte Untersch\u00e4tzung von Gefahr.<\/p>\n<p><strong>Perspektiven:<\/strong><\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen wir als Zivilgesellschaft besser machen, um effektiver, der N\u00e4hrboden zur Verbreitung und Akzeptanz von\u00a0 KKK-Gedankengut entgegenzutreten?<\/p>\n<p>\u2013 Wege aus der Kultur der Verharmlosung erarbeiten;<\/p>\n<p>\u2013 Abschied nehmen vom Drang zu schnellen Erkl\u00e4rungen ohne tiefe Reflektion;<\/p>\n<p>\u2013 Abschied nehmen von der Personalisierung von struktureller Probleme;<\/p>\n<p>\u2013 Raus aus der Konfliktverschwiegenheit;<\/p>\n<p>\u2013 Politiker und Politikerinnen entlarven, die mit Schutzbehauptungen punkten wollen, ohne jegliche Intention, effektive Schutzma\u00dfnahmen in die Wege zu leiten.<\/p>\n<p><strong>Exkurs \u00fcber Stephane Hessel:<\/strong><\/p>\n<p>Stephane HESSEL war ein Jude. Er wurde in Berlin geboren in 1917. 1924 wandert er mit seiner Eltern aus, nach Frankreich. Er k\u00e4mpfte mit der Resistance gegen die Nazis. 1940 kam er in das Konzentrationslage Buchenwald. Er war Mit-Verfasser der Menschenrechts-Charta der Vereinten Nationen. Kurz vor seinem Tod, im Alter vom 93 Jahren, publizierte HESSEL das Buch \u201eEmp\u00f6rt Euch\u201c.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr eine gerechte Gesellschaft k\u00e4mpfen<\/strong><\/p>\n<p>\u201eWir alle sind aufgerufen, unsere Gesellschaft so zu bewahren, dass wir auf sie stolz sein k\u00f6nnen: nicht diese Gesellschaft der in die Illegalit\u00e4t Gedr\u00e4ngten, der Abschiebungen, des Misstrauens gegen Zuwanderer, in der die Sicherung des Alters, die Leistungen der Sozialversicherung br\u00fcchig geworden sind, in der die Reichen die Medien beherrschen \u2013 nichts davon h\u00e4tten wir zugelassen, wenn wir uns dem Verm\u00e4chtnis des Nationalen Widerstandsrates wirklich verpflichtet gef\u00fchlt h\u00e4tten\u201c.<\/p>\n<p><strong>Es gibt kein schlechtes Volk per se<\/strong><\/p>\n<p>HESSEL spricht von Verpflichtung, Verantwortung, \u00dcberzeugung, Passion und Liebe! Ohne diese Werte ist unser politisches Engagement wirkungslos. 1985 in einer politischen Gremienarbeit, diskutierten wir \u00fcber Eingriffe auf j\u00fcdische Friedhof in Berlin und \u00fcber Israelischen Angriff auf Pal\u00e4stina. Es entstand \u201eL\u00e4hmung\u201c. Wie lange wollen PolitikerInnen entscheidungsunf\u00e4hig bleiben wegen der deutschen Nazi-Vergangenheit. Man kann die deutsche Vergangenheit nicht wegzaubern, aber man kann damit leben, indem man sie effektiv verarbeitet. Nur so k\u00f6nnen wir PASSION entwickeln, um Widerstand gegen eine Wiederholung zur entwickeln. Nur so kann sich Deutschland aus der L\u00e4hmung, die von schlechtem Gewissen hervorgebracht wird, befreien. Es gibt kein schlechtes Volk per se.<br \/>\nEs gibt schlechtes Gedankengut und dessen Umsetzungen. Diese Haltung entwickelt sich sehr oft zu einer Kultur, die von einer Gesellschaft geduldet wird. Und mit der Zeit entwickelt sich diese Haltung zur Norm, die den Menschen so \u201enormal\u201c und vertraut vorkommt, dass es keine Notwendigkeit mehr besteht, dagegen anzugehen.<\/p>\n<p><strong>Das Leid anderer nicht einfach wegschieben<\/strong><\/p>\n<p>Das Leid anderer wegzuschieben ist eine einge\u00fcbte Kulturtechnik. Die kollektive Verharmlosung ist auch eine einge\u00fcbte Kulturtechnik. Vor 1945 \u00fcbersahen viele nichtj\u00fcdische Deutsche das Verschwinden ihrer Nachbarn und Bekannten. Heute werden diese Menschen von ihren Kindern, Enkeln und Urenkeln verteidigt. Obwohl diese Haltung, keineswegs den Massenmord an den Juden zu bestreiten, ES IST DENNOCH EINE UNAKZEPTABLE RECHTFERTIGUNG.<\/p>\n<p><strong>J\u00fcngste Entwicklungen:<\/strong><\/p>\n<p>Von den 1960er bis in die 1980er Jahre starben in Europa mehrere hundert Menschen durch rechtsextremistische M\u00f6rder. Die meisten T\u00e4ter und ihre Hinterm\u00e4nner\/Frauen wurden nie ermittelt. Diese Welle terroristischer Anschl\u00e4ge wurde sp\u00e4ter festgestellt als die von einer als &#8222;Gladio&#8220; bekannt gewordenen Geheimarmee geplant und ausgef\u00fchrt wurde. Gladio ist eine Art Ableger von &#8222;stay-behind&#8220; (Haltet euch zur\u00fcck).<\/p>\n<p><strong>Im Kalten Krieg als Untergrundarmee gegr\u00fcndet\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Stay-behind ist eine Organisation, die von deutschen nationalen Geheimdiensten in den 1950er Jahren unter der Regie des US-Armeegeheimdienstes aufgebaut worden waren, vorbei an den Parlamenten und unter Bruch der Nationalverfassungen. Urspr\u00fcnglich war sie im Kalten Krieg als Untergrundarmee gegr\u00fcndet worden, um im Fall eines milit\u00e4rischen Angriffs von Truppen des Warschauer Pakts gegen Westeuropa, hinter den Linien einen Guerillakrieg aufzunehmen.<\/p>\n<p><strong>Einfluss kommunistischer und ganz allgemein linker Str\u00f6mungen eind\u00e4mmen<\/strong><\/p>\n<p>Die vermuteten sowjetischen Panzerkolonnen kamen nicht und so wandelte sich die Mission der Geheims\u00f6ldner im Lauf der Zeit. Es galt, den Einfluss kommunistischer und ganz allgemein linker Str\u00f6mungen einzud\u00e4mmen, gar deren Erreichen einer Mehrheit bei demokratischen Wahlen zu verhindern. Daf\u00fcr schreckte man nicht vor Terror und Mord zur\u00fcck. Alte and junge Nazis, ausgewiesene Antikommunisten, wurden angeheuert, in einem naiven Glauben, dass man diese Menschen steuern k\u00f6nne. Diese ultra-rassistische, antisemitistische Gruppe verselbstst\u00e4ndigte ihre T\u00e4tigkeiten. Viele Schwarze und Ausl\u00e4nder sind in der Zeit umgekommen.<\/p>\n<p><strong>KKK ist seit 1920 in Deutschland aktiv<\/strong><\/p>\n<p>Im Jahr 1973 baute Karl-Heinz Hoffmann eine Wehrsportgruppe (WSG) auf, die 1980 etwa 400 Anh\u00e4ngern hatte und in verschiedene Ortsgruppen aufgeteilt war. Die Agenda von Gladio, der WSG\u00a0 und des KKK waren identisch (white supremacy), dennoch wurde eine Verbindung zum KKK verschwiegen, denn der KKK wurde vom Bundesamt f\u00fcr Verfassungsschutz erst\u00a0 2001 als \u201erechtsextrem\u201c eingestuft, obwohl er seit den 1990er Jahren als \u201cAktiv\u201d in der Bundesrepublik Deutschland \u201eeingestuft\u201c wurde. Der KKK war seit 1920 in Deutschland als Ritter des Feurigen Kreuzes aktiv, mit etwa 1000 Mitgliedern.<\/p>\n<p><strong>Wehrsportgruppe Hoffmann wurde 1980 verboten<\/strong><\/p>\n<p>Hoffmann und sein WSG wurden vom Bundesnachrichtendienst lediglich als verfassungsfeindlich klassifiziert.\u00a0 Seine Verbindung zum KKK wurde einfach ignoriert, denn der KKK war zu dem Zeitpunkt nicht als \u201erechtextrem\u201c eingestuft. Im Januar 1980 wurde die WSG vom Bundesinnenministerium verboten, aus ganz anderen Gr\u00fcnden:<\/p>\n<p><strong>WSG wollte die Macht im deutschen Staat \u00fcbernehmen<\/strong><\/p>\n<p>Sie arbeite darauf hin, &#8222;die Macht im Staat zu \u00fcbernehmen &#8230; nicht mit demokratischen Mitteln&#8220;. Das Bundesverwaltungsgericht best\u00e4tigte dieses Verbot: Die Wehrsportgruppe &#8222;verfolgt in k\u00e4mpferisch-aggressiver Form das Ziel, die verfassungsm\u00e4\u00dfige Ordnung der Bundesrepublik Deutschland zu untergraben und schlie\u00dflich zu beseitigen&#8220; (Spiegel 47\/1984).<\/p>\n<p><strong>Hoffmann wurde nicht einmal wegen Antisemitismus angeklagt<\/strong><\/p>\n<p>Die Strafgesetz-Paragraphen 129 und 129 a, bez\u00fcglich krimineller und terroristischer Vereinigung, wurden bei der Strafverfolgung nicht angewandt. Hoffmann wurde nicht einmal wegen Antisemitismus angeklagt.<\/p>\n<p><strong>Gruppenorganisierung der Ableger des KKK<\/strong><\/p>\n<p>1980 hatten in Bitburg stationierte US-Soldaten gemeinsam mit Nazis einen KKK-Ableger gegr\u00fcndet. Ein erneute Kollaboration zwischen dem KKK und Deutschland, wie vor 30 Jahren mit \u201eStay-behind\u201c. Kurz danach wurden in Hamburg zwei Vietnamesen durch das KKK-Ritual der Verbrennung ermordet. 9\/1980 wurde ein j\u00fcdischer Verleger und seine Frau in Erlangen exekutiert. Monatelang suchte die Polizei den Lewin-M\u00f6rder keineswegs im Spektrum von rechtsau\u00dfen, sondern unter Angeh\u00f6rigen der j\u00fcdischen Gemeinde. Die gleiche Haltung gab es 25 Jahre sp\u00e4ter als die Morde an acht T\u00fcrken als \u201eD\u00f6ner Morde\u201c bezeichnet wurden. Die Polizei suchte die M\u00f6rder in der t\u00fcrkischen Community. Befl\u00fcgelt durch den laschen Umgang der Regierung, Justiz und der Zivilgesellschaft gab es kurz nach den Attentaten in Hamburg und dem Mord an Levin, einen Bombenanschlag mit 13 Toten, beim Oktoberfest 1980 in M\u00fcnchen. Dieser Anschlag wurde von der Friedhelm-Busse-Gruppe &#8222;Kommando Omega&#8220; ver\u00fcbt, angeblich mit Beteiligung von Hoffmann und seiner Wehrsprotgruppe. Hier l\u00e4sst sich eine gewisse Gruppenorganisierung der Ableger des KKK erkennen.<\/p>\n<p><strong>Laut der Spiegel (1980):<\/strong><\/p>\n<p><strong>Unverantwortliche politische Haltung und Verharmlosung<\/strong><\/p>\n<p>\u201eSymptomatisch f\u00fcr diese Fehleinsch\u00e4tzung, die sich von der politischen Ebene \u00fcber Justizbeh\u00f6rden bis in die Medien ausbreitete, ist der Ausspruch des Ministerpr\u00e4sidenten Franz Josef Strau\u00df: &#8222;Mein Gott, wenn ein Mensch sich vergn\u00fcgen will, indem er am Sonntag auf dem Land mit einem Rucksack und mit einem mit Koppel geschlossenen &#8220;Battle Dress&#8220; spazieren geht, dann soll man ihn in Ruhe lassen.&#8220; (im Fall Hoffmann). Dies ist\u00a0 eine unverantwortliche politische Haltung und Verharmlosung.<\/p>\n<p><strong>Tandler: Die Gefahr droht von links<\/strong><\/p>\n<p>Zwei Monate vor dem Mord an dem j\u00fcdischen Verleger Lewin und seiner Frau in Erlangen, verstieg sich Strau\u00df\u00b4 Innenminister Tandler noch zu folgender Lagebeurteilung \u2013 ZITAT:<br \/>\n&#8222;Wer die Lage kennt, der wei\u00df, da\u00df es zwar einen Rechtsextremismus gibt, aber da\u00df die eigentlichen gro\u00dfen Gefahren von Seiten des Linksextremismus kommen.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Entwicklung seit 1989:<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend in Deutschland immer noch an der Einzelt\u00e4ter Theorie festgehalten wurde, erteilte Br\u00fcssel ein Verbot der Omega-Gruppe im Januar 1982.<br \/>\n<strong>1989<\/strong> reiste Michael K\u00fchnen nach Ost-Berlin, um die 15000 DDR-Faschisten zu st\u00e4rken und zu organisieren.<br \/>\n<strong>1991<\/strong> bildete sich erneut eine KKKlan-Gruppe und marschierte unbehelligt durch Bayreuth als\u00a0 Ost\/West-Verbund, um Macht zur demonstrieren.<br \/>\n<strong>1992<\/strong> wurde ein Ermittlungsverfahren gegen die Klan-Gruppe eingeleitet. Zu diesem Zeitpunkt waren sie sehr gut organisiert und von Beh\u00f6rden infiltriert, so konnten sie zahlreiche organisierte Morde und versuchte Morde aus\u00fcben, ohne gefasst zu werden.<br \/>\nIn Hoyerswerda: Bei Verbrennung von Asylheim 200 Vietnamesen waren verletzt.<br \/>\n<strong>1992<\/strong> M\u00f6lln \u2013 drei T\u00fcrken get\u00f6tet<br \/>\n<strong>1993<\/strong> Morde von Solingen<\/p>\n<p><strong>Bundeskanzler Kohl sprach von \u201easozialer Verhaltensweise, die es \u00fcberall gibt\u201c!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Mitte der 1990er Jahre<\/strong> trafen sich etwa 20 Nazis in der N\u00e4he von Jena, verbrannten Kreuze und bauten Bomben. Dies ist ein KKK-Ritual. Teilnehmer waren die NSU-Mitglieder, die teilweise in Haft sind. Es stecken nat\u00fcrlich viel mehr Gruppen dahinter, die das juristische System verh\u00f6hnen.<br \/>\n<strong>2012<\/strong> wurde bekannt, dass in Baden-W\u00fcrttemberg zwei Polizisten Mitglieder der European White Knights of the Ku Klux Klan waren. Dieser Ableger soll von 2000 bis 2002 mit etwa 20 Mitgliedern existiert haben. Die beiden Polizisten waren auf der Geyersburg in Unterm\u00fcnkheim (Kreis Schw\u00e4bisch Hall) mit einem Blutritual in den Ku-Klux-Klan aufgenommen worden.<br \/>\nSeitdem gibt es ein wirres Durcheinander von Informationen \u00fcber die Nazis, den KKK, faschistische Angriffe und M\u00f6rder. Es l\u00e4sst ein klares Muster erkennen, das die Vergangenheit wiederspiegelt.<\/p>\n<p><strong>\u00c4mter und Kontrollgremien praktizieren Informationsverweigerung<\/strong><\/p>\n<p>Wir in der Wissenschaft haben nur einen Bruchteil der Informationen. Der BND, Bundesamt und Landes\u00e4mter f\u00fcr Verfassungsschutz, Milit\u00e4rischer Abschirmdienst, parlamentarische Kontrollgremien, parliamentalische Kontrollkomission, der britische CI5, das US-FBI und CIA , DIA und andere internationale Experten, \u00dcberwachungsorganisationen und Institutionen wissen weitaus mehr. Aber aus komplexen Gr\u00fcnden, die nur ihnen bekannt sind, praktizieren sie Informationsverweigerung.<\/p>\n<p><strong>Entnazifizierung \u2013 Kalter Krieg \u2013 erneute Geburt des KKK<\/strong><\/p>\n<p><strong>Irmgard Hochreither (2005) fasste den Entnazifizierungsprozess zusammen:<\/strong><\/p>\n<p>\u201eEs war die breite deutsche Mitte, die sich Hitler und seiner Politik verschrieben hatte. Die schwungvoll gestartete Entnazifizierung endet im Westen als Farce und im Osten als Selbstbeweihr\u00e4ucherung. Experten mit brauner Vergangenheit sind auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs bald wieder gefragt\u201c.<\/p>\n<p><strong>Entnazifizierung mit hohem b\u00fcrokratischen Aufwand<\/strong><\/p>\n<p>Am 2. August 1945 im Potsdamer Abkommen, kamen die Alliierten zu einem Konsens, wie das NS-System zerst\u00f6rt und seine St\u00fctzen bestraft werden sollten. Die Prozedur hat wegen des b\u00fcrokratischem Aufwands die Besatzer schnell \u00fcberfordert. Die Amerikaner versuchten, mit einer gigantischen Fragebogenaktion Nazis aufzusp\u00fcren, aber mit den Millionen F\u00e4llen waren sie schnell \u00fcberfordert.<\/p>\n<p><strong>Bev\u00f6lkerung zeigte keine Reue<\/strong><\/p>\n<p>Die Bev\u00f6lkerung zeigte kein Reue. Anstatt Reue emp\u00f6rte sie sich und \u00fcbte Kritik \u00fcber &#8222;ungerechte Behandlung&#8220;, &#8222;Willk\u00fcr der Obrigkeit&#8220; und &#8222;Sippenhaft&#8220;. Der Fokus war weggelenkt! Und auf etwas anderes gerichtet. In diesem Fall auf &#8222;ungerechte Behandlung&#8220;, &#8222;Willk\u00fcr der Obrigkeit&#8220; und &#8222;Sippenhaft&#8220;.<\/p>\n<p><strong>Sich als Opfer stilisieren<\/strong><\/p>\n<p>Jetzt sind sie die Opfer! Nicht die Juden, Kommunisten, Homosexuellen, Schwarzen, Behinderten, Roma und Sinti und andere Holocaust-Opfer. Diese Verhaltensweise, diese einge\u00fcbte Verhaltenstechnik darf nicht untersch\u00e4tzt und verharmlost werden. Sie hat die deutschen Medien, Politik und Zivilgesellschaft seither in Sachen Rassismus, Antisemitismus, Morde der KKK und ihrer Komplizen begleitet. Selbst als neun Menschen exekutiert wurden, haben es deutsche Medien, Politik und Zivilgesellschaft geschafft, den Fokus von den wesentlichen Fakten auf eine konstruierte &#8222;D\u00f6ner-Mafia&#8220; zu lenken. So wurden beispielsweise Familienangeh\u00f6rige falsch verd\u00e4chtigt und das Augenmerk in die falsche Richtung gelenkt.<\/p>\n<p><strong>Flucht ins Ausland erm\u00f6glicht<\/strong><\/p>\n<p>Auch beim Lewin-Mord 1980, hat die Polizei keineswegs im Spektrum von Rechtsau\u00dfen, sondern unter Angeh\u00f6rigen der j\u00fcdischen Gemeinde ermittelt. Auf diese Art und Weise wurde Spielraum geboten, um Beweismittel zu vernichten und eine Flucht ins Ausland zu erm\u00f6glichen. Die Opfer wurden als Kriminelle angesehen. Und Deutschland verf\u00e4llt wieder einmal in kollektive Beleidigung, denn \u201cdie Ausl\u00e4nder beschmutzen ihr Nest&#8220;. Die Mehrheit der Beh\u00f6rden sind gew\u00f6hnt, erst zu jammern, dann sich viel Zeit zu nehmen, um die Beleidigten zu spielen, dann vielleicht passiert mal etwas.<\/p>\n<p><strong>NSDAP hatte am Kriegsende 6,5 Millionen Mitglieder<\/strong><\/p>\n<p>Bei Kriegsende f\u00fchrte die NSDAP-Kartei 6,5 Millionen Mitglieder. \u00dcber 65 Prozent der Beamten, mehr als 80 Prozent aller Richter und Justizbeamten waren Parteigenossen. Der NS-Lehrerbund meldete 491.000 Mitglieder. Der \u00c4rztebund 72.000 Gefolgsleute.<\/p>\n<p><strong>Bilanz der Entnazifizierung<\/strong><\/p>\n<p>Am 30. Juni 1949, kurz nach Gr\u00fcndung der Bundesrepublik Deutschland, pr\u00e4sentierte die amerikanische Milit\u00e4rregierung ihre Entnazifizierungsbilanz, nach der angeblich 99,8 Prozent aller F\u00e4lle abgeschlossen waren. Erfasste Nazis beliefen sich auf \u00fcber 13 Millionen, bei einer Gezamtzahl von zirka 49 Millionen Erwachsenen. Gegen rund 3,5 Millionen war Anklage erhoben worden, etwa 2,5 Millionen waren ohne Verfahren amnestiert worden. Es ist wichtig, zur Kenntnis zu nehmen, dass eines der ersten Gesetze, das der Deutsche Bundestag 1949 erlie\u00df, das einstimmig verabschiedete Amnestiegesetz war. Es folgte 1954 die zweite Bundesamnestie, nach der die gro\u00dfe Mehrheit der verurteilten NS-T\u00e4ter begnadigt und die Urteile aus dem Strafregister gel\u00f6scht wurden.<\/p>\n<p><strong>Gustav Heinemann, ehemalige Bundespr\u00e4sident, fasste die Entnazifizierungsprozess zusammen:<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Anstelle einer Isolierung der wirklichen Verantwortlichen des Dritten Reiches hat sich eine Solidarit\u00e4t ergeben, die man mit Renazifizierung einigerma\u00dfen richtig bezeichnen kann.&#8220;<\/p>\n<p>Am 31. Januar 1951 wurde in den N\u00fcrnberger Kriegsverbrecherprozessen alle Verbrecher und Verbrecherinnen die weniger als 15 Jahre Freiheitsstrafe erhalten hatten vom amerikanischen Hochkommissar amnestiert. Als w\u00e4re nichts geschehen, kehrten NS-Spitzenleute auf ihre Posten zur\u00fcck in die Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Kultur, Medien und Wissenschaft und das undemokratische Gedankengut der Nazis wurde weitergetragen. Der Fokus wird immer wieder auf andere L\u00e4nder gelenkt, wo es angeblich \u201eviel schlimmer ist\u201c.<\/p>\n<p><strong>Perspektiven:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wie integriert ist das Thema im Bildungssystem in Deutschland?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Politiker m\u00fcssen aufh\u00f6ren, aus Opportunismus zu vertuschen<\/strong><\/p>\n<p>Das Thema wird zwar behandelt, wird jedoch unzureichend gelehrt \u00fcber die Parallelen und Kontinuit\u00e4ten, die im Nationalsozialismus zu finden sind, kritisch analysiert. Auch die globale Vernetzung des KKK und anderer Rechtsgruppierung sind ernst zunehmen. An der Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf gibt eine NS-Forschungsstelle. In Dresden gibt es die Hannah Arendt-Forschungsstelle zum Totalitarismus. Politiker und Politikerinnen m\u00fcssen das \u201eKind beim Namen nennen\u201c, um die M\u00f6glichkeit zu schaffen, Probleml\u00f6sungsans\u00e4tze zu entwickeln. Sie sollen aufh\u00f6ren aus opportunistischen Gr\u00fcnden zu vertuschen. Wenn ernsthaft gewollt ist sind sie in der Lage effektiv gegen solche Verbrechen anzugehen.<br \/>\nSie m\u00fcssen sich emp\u00f6ren und furchtlos, ohne opportunistische Haltung, Stellung zwischen Recht und Unrecht zu beziehen, anstatt sich hinter einer fabrizierten Grauzone zwischen Recht und Unrecht zu verstecken. Die Zivilgesellschaft muss sich daran erinnern, die \u201eVerteidigung von Werten unserer offenen und freiheitlichen Gesellschaft\u201c, ernst zu nehmen.\u00a0 Sie m\u00fcssen es vormachen.<\/p>\n<p><strong>Hoffnung:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Viele Menschen haben Zivilcourage gezeigt und effektives Engagement durchgesetzt, darunter:<\/strong><\/p>\n<p>Die Rosa Luxemburg Stiftung,Veranstaltungen\u00a0 durchf\u00fchren zum Thema; ein kleiner Fernsehsender, Radio Weser im Land Bremen hat am 17. Februar 2013 eine Sendung zur Entnazifizierung ausgestrahlt. Von der Ortsbeh\u00f6rde, Polizei Bremerhaven (Wesermunde) kritisierte das Demokratieverst\u00e4ndnis in Deutschland, in einem Vortrag.<\/p>\n<p><strong>Von Inlandsgeheimdiensten gef\u00f6rdert<\/strong><\/p>\n<p>NTV und Ph\u00f6nix leisten gute Arbeit zum Thema. Die Universit\u00e4t und die Schulbeh\u00f6rden m\u00fcssen ihre Arbeit ausweiten. Das m\u00fcssen wir als Teil der Zivilgesellschaft zu unserer Aufgabe machen und Vorschl\u00e4ge unterbreiten. Viele kritischer Autoren schreiben ununterbrochen zum Thema. Sie entlarven Verschw\u00f6rungstheoretiker. Sie erleuchten wie die Rechtsterroristen von den Strafverfolgungsbeh\u00f6rden behelligt und von den Inlandsgeheimdiensten gef\u00f6rdert wurden. Se kommentieren wie von offizieller Seite, der gr\u00f6\u00dfte Geheimdienstskandal in der Geschichte der Bundesrepublik als \u201ePanne\u201c verharmlost wurde, trotz allen zuverl\u00e4ssigen Enth\u00fcllungen. Dadurch wird das wahre Ausma\u00df verschleiert.<\/p>\n<p><strong>T\u00e4ter kommen aus ganz &#8222;normaler&#8220; Mittelschicht<\/strong><\/p>\n<p>Sie nennen Verharmloser, Vertuscher und F\u00f6rderer beim Namen. Sie leuchten die Parallelen des Terrors der Nazis heute und w\u00e4hrend des Nationalsozialismus. Sie zeigen, dass Mitglieder der Naziterrorgruppen aus der ganz \u201enormalen\u201c Mittelschicht kommen und es sich nicht, wie es die Mehrheit der Gesellschaft gern haben m\u00f6chte, um \u201easoziale Verhaltensweisen, die \u00fcberall gibt\u201c, handelt.<\/p>\n<p><strong>Markus Bernhardt (2012) pl\u00e4diert:<\/strong><\/p>\n<p>\u201e\u2026dass die zur Staatsdoktrin erhobene Gleichsetzung von \u201erot\u201c und \u201ebraun\u201c letztlich ein ideologisches und politisches Instrument gegen einen konsequenten Antifaschismus darstellt und wirksame Ma\u00dfnahmen gegen den Rechtsextremismus verhindert\u201c.<\/p>\n<p><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n<p>Annas, G. &amp; Grodin, M. (Eds.). The Nazi Doctors and the Nuremberg Code: Human Rights in Human Experimentation. Amazon, 1995.<br \/>\nArendt, H. Elemente und Urspruenge totaler Herrschaft. Munich\/Zurich: Piper 1986. [Elements and Origin of Totalitarian Rule]<br \/>\nBernhardt, Markus (2012). Das brauene Netz. Naziterror-Hintergr\u00fcnde, Verharmloser, F\u00f6rderer. K\u00f6ln: Papy Rossa Verlag.<br \/>\nBunting, B. The Rise of the South African Reich. Revised ed.: International Defense and Aid Fund for Southern Africa, 1969. Reprint, 1986.<br \/>\nFuchs, Christian\/Goetz, John (2012). Rechter Terror in Deutschland. Reinbek: Rowohlt Verlag.<br \/>\nHochreither, Irmgard, Stern 22. M\u00e4rz 2005 \u201ehttp:\/\/www.stern.de\/politik\/geschichte\/entnazifizierung-eine-zweite-chance-fuer-hitlers-helfer-538077.html<br \/>\nRamelow, Bodo (Hrsg.)(2013). Schreddern, Spitzel, Staatsversagen. VSA: Verlag Hamburg<br \/>\nStaud, Toralf\/Radke Johannes (2012, 2. Auflage). Neue Nazis. Jenseits der NDP: Populisten, Autonome Nationalisten und der Terror von rechts. K\u00f6ln: Verlag Kiepenheuer &amp; Witsch.<br \/>\nDER SPIEGEL\u00a047\/1984.<\/p>\n<p><strong>KKK in Deutschland<\/strong><\/p>\n<p><em>Von Professor Rose B. Folson Ph.D.<\/em><\/p>\n<p><strong>Der Umgang des Rechtssystems<\/strong><\/p>\n<p>Entnazifizierungsprozesse in Deutschland: 3\/1946 bis zur Gr\u00fcndung der Bundesrepublik 5\/1949;<br \/>\nBei Kriegsende im Mai 1945 hatte die NSDAP 6,5 Millionen Mitglieder; \u00fcber 65 Prozent der Beamten, mehr als 80 Prozent aller Richter und Justizbeamten waren NSDAP-Parteigenossen; der NS-Lehrerbund meldete 491.000 Mitglieder; der \u00c4rztebund 72.000 Gefolgsleute;<br \/>\nIm Januar 1951 wurden in den N\u00fcrnberger Kriegsverbrecherprozessen alle VerbrecherInnen, die weniger als 15 Jahre Freiheitsstrafe erhalten hatten, von dem amerikanischen Hochkommissar amnestiert.<\/p>\n<p><strong>Der Umgang der Politik in der Vergangenheit:<\/strong><\/p>\n<p>Gustav Heinemann, damaliger Justizminister in Nordrhein-Westfalen, kritisiert sehr scharf (12\/1947):<br \/>\n&#8222;Anstelle einer Isolierung der wirklichen Verantwortlichen des Dritten Reiches hat sich eine Solidarit\u00e4t ergeben, die man mit Renazifizierung einigerma\u00dfen richtig bezeichnen kann.&#8220;<br \/>\nKurz vor dem Mord an dem j\u00fcdischen Verleger Lewin und seiner Frau in Erlangen (9\/1980) und des Attentats auf dem Oktoberfest, das von Hoffmann und seiner Wehrsportgruppe ausge\u00fcbt wurde, bemerkte der bayerische Innenminister Tandler Folgendes zur Lagebeurteilung: &#8222;Wer die Lage kennt, der wei\u00df, dass es zwar einen Rechtsextremismus gibt, aber dass die eigentlichen gro\u00dfen Gefahren von Seiten des Linksextremismus kommen. Man soll nicht ein Schattenreich aufbauen, eine Schattengefahr aufbauen \u00fcber das hinaus, was existiert.\u201e (DER SPIEGEL 47\/1984).<\/p>\n<p>Strau\u00df \u00fcber Hoffmann: &#8222;Mein Gott, wenn ein Mensch sich vergn\u00fcgen will, indem er am Sonntag auf dem Land mit einem Rucksack und mit einem mit Koppel geschlossenen &#8220;Battle Dress&#8220; spazieren geht, dann soll man ihn in Ruhe lassen.&#8220; (DER SPIEGEL\u00a047\/1984)<\/p>\n<p><strong>Der Umgang der Politik heute:<\/strong><\/p>\n<p><strong>1989<\/strong> reiste K\u00fchnen unbehelligt nach Ost-Berlin, um die 15000 DDR-Faschos zu mobilisieren;<br \/>\n<strong>1991<\/strong> bildete sich erneut eine Klan-Gruppe-Ost-West und marschiert durch Bayreuth;<br \/>\n<strong>1992:<\/strong> Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen die Klan-Gruppe;<\/p>\n<p><strong>Danach zahlreiche organisierte Morde und versuchte Morde:<\/strong><\/p>\n<p><strong>1982 Hoyerswerda:<\/strong> Bei Verbrennung eines Asylbewerberheims wurden 200 Vietnamesen verletzt;<br \/>\n<strong>1992 M\u00f6lln:<\/strong> drei Tote;<br \/>\n<strong>1993 Solingen:<\/strong> f\u00fcnf Tote; und viele andere unvermittelte \u00dcberf\u00e4lle;<\/p>\n<p><strong>Politische Antwort:<\/strong> Laut Bundeskanzler Kohl, \u201easoziale Verhaltensweise, die es \u00fcberall gibt\u201c! Weizs\u00e4cker widersprach der Aussage Kohls;<br \/>\n<strong>2013:<\/strong> Haltung von PolitikerInnen zum Holocaust-Leugner Kardinal Williamsen.<\/p>\n<p><strong>Perspektiven:<\/strong><\/p>\n<p>\u2013 Wege aus der Kultur der Verharmlosung;<br \/>\n\u2013 Abschied vom Drang zu schnellen Erkl\u00e4rungen ohne tiefe Reflektion;<br \/>\n\u2013 Abschied von der Personalisierung struktureller Probleme;<br \/>\n\u2013 Raus aus der Konfliktverschwiegenheit;<br \/>\n\u2013 Schutzma\u00dfnahmen statt Schutzbehauptung.<\/p>\n<p><strong>Zum Weiterlesen:<\/strong><\/p>\n<p>Abella, I. None Is Too Many: Canada and the Jews of Europe, 1993-1948. Toronto: Lester and Orpen Dennys, 1982.<br \/>\nAdam, Heribert. \u201cNegotiating the Non-Negotiable in South Africa and Israel\/Palestine. (Watson Institute for International Studies, 1992. Unpublished manuscript)<br \/>\nAnnas, G. &amp; Grodin, M. (Eds.). The Nazi Doctors and the Nuremberg Code: Human Rights in Human Experimentation. Amazon, 1995.<br \/>\nArendt, H. Elemente und Urspruenge totaler Herrschaft. Munich\/Zurich: Piper 1986. [Elements and Origin of Totalitarian Rule]<br \/>\nBannerji, H. The Dark Side of the Nation: Essays on Multiculturalism, Nationalism and Gender. Toronto: Canadian Scholars&#8216; Press Inc., 2000.<br \/>\nBernhardt, Markus (2012). Das brauene Netz. Naziterror-Hintergr\u00fcnde, Verharmloser, F\u00f6rderer. K\u00f6ln: Papy Rossa Verlag.<br \/>\nBunting, B. The Rise of the South African Reich. Revised ed.: International Defense and Aid Fund for Southern Africa, 1969. Reprint, 1986.<br \/>\nDER SPIEGEL\u00a047\/1984<br \/>\nDuehring, E. Die Judenfrage als Frage des Racencharakters und seiner Schaedlichkeit fuer Voelkerexistenz. Berlin, 1901. [The Jewish Question as a Question of Race\u2026]<br \/>\nDuckitt, J., The Development and Validation of the Subtle Racism Scale in South Africa. South African Journal of Psychology, 23, 1933-1967, 1991.<br \/>\nDurrheim, K., White Opposition to Racial Transformation. Is it Racism? South African Journal of Psychology, 33, (4), 241-249, 2003.<br \/>\nFolson, R. B. Bourgeois Morality, Sexualities, and Racism (Book: forthcoming)<br \/>\nFuchs, Christian\/Goetz, John (2012). Rechter Terror in Deutschland. Reinbek: Rowohlt Verlag.<br \/>\nFurlong, Patrick J. The Mixed Marriages Act: An Historical and Theological Study: Center for African Studies, University of Cape Town, 1983.<br \/>\nBetween Crown and Swastika: The Impact of the Radical Right on the Afrikaner Nationalist Movement in the Fascist Era. Hanover and London: Wesleyan University Press, 1991.<br \/>\nGilman, S. The Jewish Body. New York: Routledge, 1991.<br \/>\nGilman, S. &#8222;Black Bodies White Bodies: Toward an Iconography of Female Sexuality in Late Nineteenth-Century Art, Medicine and Literature. &#8222;In &#8222;Race&#8220;, Culture and Difference, edited by J. Donal, A.Rattansi. London: Open University Press, 1992.<br \/>\nFreud, Race, Gender. New York\/London: Routledge, 1993<br \/>\nHall, S., ed. Representation: Cultural Representations and Signifying Practices. London: Sage Publications, 1997.<br \/>\nGoldberg, D. T. Racist Culture-Philosophy and Politics of Meaning. Oxford: Blackwell, 1993.<br \/>\nGoldberg, D.T. Racial Subjects. New York: Routledge, 1997.<br \/>\nGoldberg, D.T. The Racial State. Oxford: Blackwell, 2004.<br \/>\nHenry, F., C. Tator, W. Mattis, and T. Rees. The Colour of Democracy: Racism in Canadian Society. Edited by Toronto, Harcourt Brace and Co., 1995.<br \/>\nLipstadt, D. Denying the Holocaust: The Growing Assault on Truth and Memory. Free Press\/Macmillan, 1993.<br \/>\nLinke, U. German Bodies. Race and Representation After Hitler. New York: Routledge, 1999.<br \/>\nMerry, S. E., Getting justice and getting even; legal consciousness among working class Americans. Chicago: University of Chicago Press, 1990.<br \/>\nMcLaren, A. Our Own Master Race, Eugenics in Canada, 1885-1945. Oxford University Press, 1990.<br \/>\nMcClintock, A. Imperial Leather: Race, Gender and Sexuality in the Colonial Contest. New York: Routledge, 1995.<br \/>\nMoser, J. &#8222;Die Entrechtung der Juden im Dritten Reich. Diskriminierung und Terror durch Gesetze, Verordnungen, Erlasse&#8220;. In: Walter H. Pahle (Eds.), Der Judenpogrom 1938. Von der &#8218;Reichkristallnacht&#8216; zum Voelkermord. Frankfurt\/M: Fisher, 1993.<br \/>\nMosse, G. L. Nationalism and Sexuality: Middle-Class Morality and Sexual Norms in Modern Europe. Madison, WI: University of Wisconsin Press, 1985.<\/p>\n<p>Nationalismus und Sexualitaet. Reinbek: Rowohlt, 1987.<br \/>\nMueller, Ingo. Hitler\u2019s Justice: The Courts of the Third Reich\u201d. Harvard University Press, 1992.<br \/>\nStaud, Toralf\/Radke Johannes (2012, 2. Auflage). Neue Nazis. Jenseits der NDP: Populisten, Autonome Nationalisten und der Terror von rechts. K\u00f6ln: Verlag Kiepenheuer &amp; Witsch.<br \/>\nSTERN 22. M\u00e4rz 2005<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen im Internet:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nuremberg.law.harvard.edu\" target=\"_blank\">www.nuremberg.law.harvard.edu<\/a><\/p>\n<p><strong>South African History Online:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.sahistory.org.za\/ web-site\" target=\"_blank\">http:\/\/www.sahistory.org.za\/\u00a0web-site<\/a><\/p>\n<p><strong>World History Archives:<\/strong> <a href=\"http:\/\/worldhistoryarchive.org\/\" target=\"_blank\">http:\/\/worldhistoryarchive.org\/<\/a><\/p>\n<div class=\"pdf24Plugin-cp\"> \t<form name=\"pdf24Form0\" method=\"post\" action=\"https:\/\/doc2pdf.pdf24.org\/wordpress.php\" target=\"pdf24PopWin\" onsubmit=\"var pdf24Win = window.open('about:blank', 'pdf24PopWin', 'resizable=yes,scrollbars=yes,width=600,height=250,left='+(screen.width\/2-300)+',top='+(screen.height\/3-125)+''); pdf24Win.focus(); if(typeof pdf24OnCreatePDF === 'function'){void(pdf24OnCreatePDF(this,pdf24Win));}\"> \t\t<input type=\"hidden\" 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Sie ist in Ghana geboren und wohnt in Deutschland. Zum Vortrag eingeladen hatte der Club Alpha 60. Hohenlohe-ungefiltert ver\u00f6ffentlicht die schriftliche Zusammenfassung des Vortrags und die Quellenangaben. 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