„Strahlenbelastung durch Mobilfunk nimmt erschreckend zu“ – Leserbrief von Werner Schüpf aus Kirchberg/Jagst

Auf der Kirchberger Gemarkung wurden ab März 2011 zusätzlich zwei LTE-Sender und der TETRA-BOS-Funk in Betrieb genommen. Seither klagen immer mehr Bürger über Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Schweißausbrüche, Herzrhythmusstörungen, Erschöpfungszustände (Burn-out-Syndrom), Bluthochdruck, ….

Leserbrief von Werner Schüpf, Kirchberg/Jagst

Nächste Wohnsiedlung nur 150 Meter entfernt

Im Kirchberger Amtsblatt wurde jetzt veröffentlicht, dass die Strahlenbelastung durch Mobilfunk – zuletzt durch LTE –  erschreckend zugenommen hat. Der durch den TÜV München aktuell gemessene und berechnete Höchstwert im Gemeindegebiet Kirchberg – im Außenbereich – liegt bei 11 697,6 Mikrowatt pro Quadratmeter, obwohl die nächste Wohnsiedlung nur 150 Meter entfernt ist. Was bedeutet das vor allem für den betroffenen Bürger?

Bereits Werte unter 50 Mikrowatt pro Quadratmeter können zu gesundheitlichen Schäden führen

Das bundesweite Bürgerforum “Elektrosmog” stellt fest, dass bereits Werte unter 50 Mikrowatt pro Quadratmeter zu gesundheitlichen Schäden führen können. Selbst Abgeordnete haben inzwischen den Landtag ersucht, die Landesregierung zu beauftragen, die gesundheitlichen Auswirkungen von elektromagnetischen Feldern im Mobilfunk und bei Funkanlagen zu überprüfen.

WHO: Mobilfunk „möglicherweise krebserregend“

Auch eine Resolution des Umweltausschusses des Europarats fordert ein Umdenken in der Mobilfunkpolitik, da die Krebsforschungsagentur der WHO (Weltgesundheitsorganisation) im Mai 2011 Mobilfunkstrahlung als möglicherweise krebserregend eingestuft hat.

Mensch und Tier vertragen keine periodische Taktung (Pulsung)

Der europaweit bekannte Medizinphysiker Dr. Lebrecht von Klitzing (Lübeck) begründet das so: „Das biologische System von Mensch und Tier verträgt keine periodische Taktung (Pulsung), da die Kommunikation zwischen den Zellen dadurch gestört wird. Erschreckend sei, dass bei den staatlichen Expertisen gesundheitlich vorbelastete Menschen oder Kinder keine Rolle spielen.“

Was kann ich als Bürger nun konkret tun, um mich vor zu hoher Mobilfunkstrahlung zu schützen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die eine sichere Verringerung der Strahlungswerte im privaten Bereich bewirken: Zunächst kann der Hausbesitzer die dem Sender zugewandten Außenwände mit einem Spezialanstrich hochdämpfender schwarzer Abschirmfarbe streichen, die Fenster mit einem Metallgitter bzw. einer Folie versehen oder sie letztendlich durch dreifach verglaste Thermofenster ersetzen.

Strahlende Geräte im Haus austauschen

Eine Verringerung wird ebenfalls dadurch erreicht, wenn in den Wohn-, Schlaf – und Büroräumen die schnurlosen DECT-Telefone, die W-LAN-Internetverbindung, das Babyphon sowie die Mikrowelle ausgetauscht werden.

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2 Gedanken zu „„Strahlenbelastung durch Mobilfunk nimmt erschreckend zu“ – Leserbrief von Werner Schüpf aus Kirchberg/Jagst

  1. Die Ratschläge sind sicherlich gut gemeint. Abschirmen kostet aber ein Heidengeld. VerantwortungsträgerInnen in Politik und Industrie und ein paar weitere privilegierte Menschen können sich das natürlich locker leisten und tun das auch (so z.B. Herr Stoiber aus Bayern). Aber wie sieht’s mit denen, die in Mietwohnungen, Mietblocks wohnen, aus? Wie sollen sich Menschen mit geringem Einkommen schützen? Und wie kriegen wir das mit der Natur hin? Die Bäume in den Strahlungskegeln von Mobilfunkantennen sterben. Dafür gibt es unzählige Beispiele. Eines davon ist der Mobilfunkmast am Schützenhaus in Rosengarten-Westheim. Und wie sollen die Bauern ihr Vieh schützen? Auch abschirmen? Manche machen’s, das Vieh bleibt drin. Und wie schützen wir unsere Kinder? Rausgehen ist nicht – also im Haus lassen wie nach Tschernobyl? Die Guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen?
    Aufs Handy verzichten ist gar nicht so schwer und tut sogar gut. Ausprobieren bietet sich an – es ist ja grade Fastenzeit.

    P.S.: 50 µW-Dauerstrahlung ist übrigens schon sehr starker Tobak. Wer anderes behauptet, verharmlost. Dauerhafte Gesundheitsschäden treten schon deutlich unterhalb 1 µW auf.

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