Hat die Diakonie eine Doppelmoral?

Leiharbeit, Lohnarbeit und unternehmerische Tricks gibt es nicht nur bei Schlecker und Lidl, sondern auch bei einem der größten Arbeitgeber Deutschlands mit ethischem Anspruch, der Diakonie. Bis zu 80.000 Mitarbeiter sind bundesweit nicht direkt in den diakonischen Einrichtungen, sondern bei Tochter- oder Zeitarbeitsfirmen angestellt. In Baden-Württemberg, so schätzen Mitarbeitervertreter, rund 6.000. Die Diakonie hält dagegen: knapp 1.900. Dort verdienen sie oft Hungerlöhne, kritisieren Mitarbeitervertreter, von denen die Beschäftigten nicht leben können.

Gefunden von Axel Wiczorke, Hohenlohe-ungefiltert

„Es gibt keine Schweinerei von prekärer Arbeit, die in der Diakonie nicht praktiziert wird“, sagen Mitarbeitervertreter. Die Diakonie hält dagegen: „Wir wenden Tarifverträge an“. Das gilt aber nicht dort, wo Mitarbeiter nicht direkt bei der Diakonie angestellt sind: da wird das Arbeitsverhältnis schnell schwierig und ein „Vergelt’s Gott!“ solls ausgleichen.

Hier geht es zum Beitrag von der Sendung vom Donnerstag, den 17.2.2011 im SWR Fernsehen in Baden-Württemberg. Im Beitrag geht es auch um Schwäbisch Hall:

http://www.swr.de/zur-sache-baden-wuerttemberg/-/id=3477354/did=7650560/pv=video/nid=3477354/1lz56i5/index.html

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„Grünen-Wähler wollen getäuscht werden“

Ein Interview mit Jutta Ditfurth anlässlich des Erscheinens ihres Buches „Krieg, Atom, Armut. Was sie reden, was sie tun: Die Grünen“ auf SPON.

Gefunden von Axel Wiczorke, Hohenlohe-ungefiltert

SPIEGEL ONLINE: Sie werfen den Grünen auch im Falle von Stuttgart 21 Verrat vor. Nun haben sich die baden-württembergischen Grünen aber klar gegen S21 gestellt…

Ditfurth: Nein, sie wollen nur genau so viel Protest, wie sie brauchen, um in die Regierung zu kommen. Sie haben 2004 im Bundestag und im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn für Stuttgart 21 gestimmt, das verschweigen sie gern. Sie könnten eine Volksabstimmung für Stuttgart fordern, immerhin handelt es sich ja um den Stuttgarter Bahnhof. Stattdessen wollen sie ein Plebiszit für ganz Baden-Württemberg. Damit wird der Tiefbahnhof kommen, weil viele Kleinstädter im Umland scharf auf den unterirdischen Bahnhof sind.

SPIEGEL ONLINE: Die Grünen agieren in Stuttgart in bewusster Täuschungsabsicht?

Ditfurth: Mag ja sein, dass einige grüne Politiker den Kopfbahnhof tatsächlich für vernünftiger halten. Aber auch sie handeln so, dass es am Ende S21 geben wird. Im August 2009 haben die Grünen begriffen, dass der Protest unberechenbar werden könnte. Also haben sie einen Runden Tisch vorgeschlagen. Nach dem blutigen Polizeieinsatz im Schlossgarten musste Mappus vorsichtiger auftreten und nahm Winfried Kretschmanns Vorschlag für Heiner Geißler als Schlichter auf.

SPIEGEL ONLINE: Und damit haben die Grünen den Protesten die Schärfe genommen?

Ditfurth: Ja. Viele Grüne kommen aus dem Milieu von Bürgerbewegungen und wissen, wie man mäßigend eingreifen kann. Die haben sozusagen den bürgerlichen Teil des Widerstands an der Zipfelmütze gepackt und auf’s Sofa gesetzt: „So, jetzt guckt mal Fernsehen.“ Dort können sich die grünen Politiker als Experten produzieren – das fasziniert die anpolitisierten Bürger. Statt den Widerstand auf die Straße zu tragen, setzen viele nun auf die Landtagswahl. Dabei erklärt der grüne Spitzenkandidat Kretschmann öffentlich, dass die Grünen einen Erhalt des Kopfbahnhofes nicht versprechen.

SPIEGEL ONLINE: Was wäre die Alternative zum Runden Tisch gewesen?

Ditfurth: Solche Schlichtungsangebote kommen immer erst dann, wenn die staatstragenden Einrichtungen nicht mehr wissen, wie sie den Widerstand in den Griff kriegen sollen. Also in genau dem Moment der Stärke, in dem man solche Befriedungsangebote ablehnen muss. Diese Erfahrung haben wir mit der außerparlamentarischen Anti-AKW-Bewegung der Siebziger gemacht: Man kann aus eigener Kraft Erfolg haben. Es sind damals eben nicht, wie geplant, zwischen neunzig und fünfhundert Atomkraftwerke gebaut worden, sondern um die zwanzig.

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,745943,00.html

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„Für Volksabstimmung zu Stuttgart 21“ – SPD-Spitzenkandidat Nils Schmid kommt nach Schwäbisch Hall

Der SPD-Spitzenkandidat bei der Landtagswahl 2011, Nils Schmid, kommt am Donnerstag, 3. März 2011, um 20 Uhr in den Neubausaal nach Schwäbisch Hall.

Vom SPD-Wahlkreisbüro Schwäbisch Hall

Sakellariou stellt seine Ziele vor

Im Rahmen seiner Tour kreuz und quer durch Baden-Württemberg im Hinblick auf die Landtagswahl am 27. März steht der SPD-Landesvorsitzende den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort Rede und Antwort. Nach der Begrüßung durch den Journalisten Daniel Abbou stellt der Schwäbisch Haller SPD-Landtagsabgeordnete und Landtagskandidat Nikolaos Sakellariou seine Ziele den Bürgerinnen und Bürgern vor.

Schmid: „Ich will die Menschen mitnehmen statt über ihre Köpfe hinweg zu entscheiden“

Nils Schmid, Finanzexperte und Vize der SPD-Landtagsfraktion, konnte sich 2009 in einer bundesweit beachteten Befragung der Parteimitglieder gegen zwei Mitbewerber durchsetzen. Er wurde Nachfolger von Ute Vogt als Landesvorsitzender und Spitzenkandidat der SPD Baden-Württemberg. Der zweifache Familienvater steht für einen neuen Politikstil. „Ich will die Menschen mitnehmen statt über ihre Köpfe hinweg zu entscheiden“, sagt Nils Schmid, dessen Leitlinie sich durch alle Politikfelder durchzieht. Dies gilt für seinen Vorschlag, „mehr Demokratie zu machen“ und eine Volksabstimmung zu Stuttgart 21 zu machen. Dies gilt in der Bildungspolitik, in der Nils Schmid gemeinsam mit Eltern, Lehrern und Kommunalpolitikern die Schulformen vor Ort passgenau gestalten will. Und das gilt in der Energiepolitik, in der der versierte Finanz- und Wirtschaftsexperte ganz auf dezentrale Energieversorgung und die Neugründung von Stadtwerken setzt.

Absoluter Höhepunkt des SPD-Landtagswahlkampfs im Wahlkreis Schwäbisch Hall

Die Veranstaltung im Neubausaal ist absoluter Höhepunkt des Landtagswahlkampfs im Wahlkreis Schwäbisch Hall. Im Anschluss an die Veranstaltung wird es auch Gelegenheit geben, mit dem örtlichen SPD-Landtagsabgeordneten Nikolaos „Nik“ Sakellariou sowie weiteren Mandatsträgern und Mitgliedern des SPD-Kreisverbands Schwäbisch Hall ins Gespräch zu kommen. Interessierte Menschen sind herzlich eingeladen.

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„Orte des Partisanen-Widerstands besuchen“ – VVN Schwäbisch Hall bietet Info-Reise nach Slowenien an

„Auf den Spuren der PartisanInnen“ lautet das Thema einer geführten Reise des VVN-Bund der AntifaschistInnen Schwäbich Hall nach Slowenien. Diese findet von Donnerstag, 9. Juni 2011, bis Sonntag 12. Juni 2011 statt. Mit dabei ist der frühere Landtagsabgeordnete der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) in der Steiermark, Ernest Kaltenegger und der Bildungsverein der KPÖ Steiermark.

Von Siegfried Hubele, Schwäbisch Hall

Hart gegen die Nazis und ihre Verbündeten gekämpft

Nirgendwo wurde der Widerstand gegen das Nazi-Regime und seine Verbündeten derart entschlossen geführt wie im Gebiet des späteren Jugoslawien. Nach 1945 wurde der antifaschistische Kampf – im Gegensatz zu Österreich und Deutschland – entsprechend gewürdigt. Bis heute sind viele Einrichtungen (Druckerei, Basislager, Flughafen, usw.) der PartisanInnen erhalten. Der KPÖ-Bildungsverein organisiert für die VVN Schwäbisch Hall von Donnerstag 9. Juni 2011 bis Sonntag 12. Juni 2011, einen Ausflug nach Slowenien, um diese Orte des Widerstands zu besuchen. Ernest Kaltenegger erläutet die Hintergründe des jugoslawischen PartisanInnenkampfes, und der österreichischen Beteiligung.

Unkostenbeitrag:  zirka 200 Euro pro Person – Halbpension inklusive Fahrkostenanteil
(2 Übernachtungen in Graz und 2 Übernachtungen in Slowenien)
Infos und Anmeldung : Siggi Hubele, Schwäbisch Hall: 0791-51377 ab 17 Uhr / E-Mail: s.Hubele@t-online.de

Das Reiseprogramm:

Donnerstag, 9. Juni 2011
Anreise mit PKWs. Schwäbisch Hall – Graz zirka 700 Kilometer
Fahrtkostenanteil pro Person zirka 60 Euro/ im Preis inbegiffen

Übernachtung in Jugendhotel (JUFA- Graz) in der Stadtmitte
2-Bett-Zimmer, im Preis

Freitag, 10. Juni 2011
Abfahrt in PKWs Richtung Klagenfurt, Loibl-Pass vormittags

Die Passstraße in ihrer heutigen Trassenführung und vor allem der Tunnel entstanden in den Jahren 1941-1945 unter dem massiven Einsatz von KZ-Häftlingen. Als Außenstelle des KZ-Mauthausen wurde an den Tunnelportalen das Lager Loibl (Nord/Süd) eingerichtet. 1652 Häftlinge mussten dort unter unmenschlichen Bedingungen den Loibl-Tunnel in den Karawankenfels treiben. Eine Gedenkstätte auf slowenischer Seite

http://www.mauthausen-memorial.at/db/admin/de/show_thema.php?cbereich=2&cthema=396

Freitagnachmittags
Partisanenkrankenhaus Franja, 5282 Cerkno
Das Partisanenkrankenhaus Franja verbirgt sich in einer tiefen Schlucht des Baches Pasice unweit von Dolenji Novaki oberhalb von Cerkno. Nach der Kapitulation Italiens wurde das Krankenhaus schrittweise ausgebaut. Ab Dezember 1943 diente es zur Behandlung der Verwundeten und Kranken auf dem Gebiet des 9. Partisanenkorps.

http://www.slovenia.info/de/kul-zgod-znamenitosti/Dolenji-Novaki,-Partisanenkrankenhaus-Franja.htm?kul_zgod_znamenitosti=6790&lng=3

Übernachtung Jugendherberge Idrija

http://www.hihostels.com/dba/hostels-Jugendherbergen-Idrija—Youth-Hostel-Idrija-092534.de.htm
Halbpension im Preis

Abendessen in einem Lokal der Wahl
Essen nach Wahl

Samstag, 11. Juni 2011
Nachmittag
Fahrt nach Smuka

Smuka: Gedenkstein für Willi Frank, Mitglied ZK der KPÖ und Willi Högl, dessen Funker

Fahrt nach Pdturn

Podturn: Übernachtung in Pension und Abendessen (sehr lecker!)
HP – im Preis

Sonntag, 12. Juni 2011

Baza 20, Partisanenbasislager, Lager der politischen Führung der PartisanInnen
Kočevski rog ist eines der größten Waldgebiete zwischen Bela krajina und Kočevje. Oberhalb von Dolenjske Toplice verbergen sich zwischen Karsttrichtern und Fichten mehrere im Krieg erbaute Krankenhäuser, Druckereien und Werkstätten. Für das Quartier der Partisanenführung wurde eine besonders unwegsame Lage gewählt. Die Barackensiedlung erhielt den Namen Baza 20. Das Militärkommando hatte seinen eigenständigen Sitz schon 1943 in der Nähe der Baza 21.
Die erste Baracke wurde 1943 errichtet. Sie diente als Quartier für einen Teil der Führung der Befreiungsbewegung, die sich vom Polhov-Gradec-Bergland hierher zurückzog. Schritt um Schritt mit der Erweiterung der Führungsorgane wuchs auch die Baza, die im Sommer 1944 schon 26 Baracken zählte. In der Baza lebten und arbeiteten Partisanenkommandeure, die Führungsschicht der Befreiungsfront und der Kommunistischen Partei sowie andere Funktionäre, gelegentlich auch Mitglieder der jugoslawischen Befreiungsfront.
http://www.slovenia.info/de/kul-zgod-znamenitosti/Baza-20,-Partisanenbasislager.htm?kul_zgod_znamenitosti=6663&lng=3

Mitagessen in Pension Podturn

Fahrt zum PartisanInnen-Flugplatz in der Bela Krajina

Sonntagnachmittag

Flugplatz der PartisanInnen

Sonntagabend
Rückfahrt nach Graz

Übernachtung Jugendhotel (JUFA) in Graz
2-Bett Zimmer-im Preis

Montagfrüh, 13. Juni 2011
Rückfahrt nach Schwäbisch Hall

Informationen und Anmeldung bei Siegfried Hubele, Schwäbisch Hall, Telefon 0791-51377, ab 17 Uhr – E-Mail: s.Hubele@t-online.de

Weitere Informationen zu den Veranstaltern:

http://www.kpoe-steiermark.at/

http://bildungsverein.kpoe-steiermark.at/bildungsverein.phtml

http://www.kpoe.at/

http://de.wikipedia.org/wiki/Ernest_Kaltenegger

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/589164/Ernest-Kaltenegger_KPOe-ist-die-Partei-der-Zukunft

http://www.datum.at/0310/stories/letzte-fragen-an/

http://www.vvn-bda.de/

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