„Was hat Crailsheim mit Stuttgart 21 zu tun ? – S21-Aktionstage in Crailsheim und Schwäbisch Hall

Was hat Crailsheim mit Stuttgart 21 zu tun ? Das Bahnhofsgebäude in Crailsheim ist immer noch ein Provisorium seit 1945. Der Crailsheimer Bahnhof ist ein wichtiger Umsteigebahnhof ohne Infrastruktur – keine Aufzüge, keine Rolltreppen. Für ältere und behinderte Menschen, für Kinderwagen und Fahrräder ist dies ein riesiges Problem. Die Wartung der Transportbänder für Koffer ist miserabel – sie sind oft defekt. Die Toiletten sind verschlossen. Wer dringend auf die Toilette muss, muss sich erst beim Bahnpersonal den Toilettenschlüssel holen. Es gibt auf dem Crailsheimer Bahnsteigen nur noch ein Fahrkartenautomat auf Bahnsteig 2. Der zweite Automat auf Bahnsteig 2 und der Automat auf Bahnsteig 3/4 wurden abgebaut.

Von den Veranstaltern

Fahrkartenschalter sonntags geschlossen

Reisende, die vom Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) kommen, müssen für den Fahrkartenkauf Umwege über den Bahnsteig 2 nehmen. An den Fahrkartenautomaten gibt es oft eine Warteschlange, weshalb man lange vor der Zugabfahrt da sein muss. Die Unterführung zum ZOB ist oft stark verschmutzt und es besteht Rutschgefahr. In der Unterführung sind nur ganz am Ende Fahrpläne ausgehängt. Das DB ReiseZentrum in Crailsheim hat am Wochenende nur noch am Samstag von 8 bis 13 Uhr geöffnet. Ähnliche Zustände gibt es auch am nächstgelegenen Umsteigebahnhof Schwäbisch Hall-Hessental.

Reisen mit der DB ist nicht lustig

Das Wagenmaterial der Deutschen Bahn ist eine Zumutung. Türen sind kaputt und stellen ein Sicherheitsrisiko dar, Toiletten sind häufig unbenutzbar und/oder verschlossen, die Heizung ist oft defekt, die Fahrgeräusche sind sehr laut, usw. Auf der Bahnstrecke nach Stuttgart gibt es bis zu 14 Minuten Zwangshalt, weil sie nur eingleisig ist. Fahrzeiten verlängern sich somit unnötig.

S 21 blockiert den regionalen Bahnverkehr

Crailsheimer Bahnhof

Um die Attraktivität des Crailsheimer Bahnhofes zu steigern, müsste viel Geld investiert werden. Es fehlen hierfür die finanziellen Mittel, weil sie in Prestigeprojekte wie S21 gesteckt werden.

Preisentwicklung

Durch die Priorisierung von ICE-Strecken wird der Regionalverkehr vernachlässigt.Gleichzeitig gibt es Preiserhöhungen im Regionalverkehr und die Preise für ICE-Verbindungen bleiben gleich.

Regionalverkehr

S 21 bringt nur Vorteile für den Fernverkehr, aber Nachteile und starke Einschränkungen für den Regionalverkehr. Die Bahn wird jedoch zu 90 Prozent im Nahverkehr genutzt. Der Fernverkehr gibt jedoch nur Sinn, wenn er eine gute Anbindung an den Nahverkehr hat. Bei Störungen ist Hilfe durch die Tunnellösung erschwert oder gar blockiert. Der Taktverkehr ist nicht mehr aufrecht zu erhalten. Bei Störungen summieren sich Zugverspätungen auf. Unter dem Renditedruck werden weitere Strecken ausgedünnt oder ganz eingestellt. Während der jahrelangen Bauzeit wird der Zugverkehr stark beeinträchtigt werden. Verbesserungen für den regionalen Bahnverkehr werden auf den „Sankt-Nimmerleins-Tag“ verschoben.

Landesweite Aktionstage auch im Landkreis Schwäbisch Hall

Samstag, 5. Februar 2011

Bürgerbahn gegen Stuttgart 21

in Crailsheim
Treff am Bahnhof, um 10.10 Uhr, dann gemeinsam in die Crailsheimer Innenstadt, Kundgebung unter den Rathausarkaden, Am Marktplatz, 10.45 Uhr

Samstag, 5. März 2011
KEIN Stuttgart 21 TAG / in Schwäbisch Hall

…und am Sonntag, 27. März 2011, ist Landtagswahl.

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„Die Enden der Welt“ – Roger Willemsen liest in Crailsheim

Auf fünf Erdteilen war der bekannte Fernsehjournalist, Filmemacher und Essayist  Roger Willemsen unterwegs, um ganz persönliche Eindrücke zu sammeln. Am Mittwoch, 9. Februar 2011, ab 20 Uhr, liest er im Crailsheimer Rathaussaal aus seinem daraus entstandenen Buch „Die Enden der Welt“. Karten zu dieser Veranstaltung der Literarischen Gesellschaft gibt es im Vorverkauf in der Buchhandlung Baier (Telefon 07951-940312).

Von der Buchhandlung Baier in Crailsheim

Besuch in chilenischem Gefängnis

Manchmal waren es die großen geographischen Enden: Das Kap von Südafrika, Patagonien, der Himalaya, die Südseeinsel von Tonga, der Nordpol. Manchmal waren es aber auch ganz persönliche Erlebnisse, ein Bordell in Bombay, ein Bett in Minsk, eine Behörde im kriegszerstörten Kongo. Willemsen bestieg einen sibirischen Vulkan und besuchte ein chilenisches Gefängnis, reiste mit einem russischen Eisbrecher und entkam im Pazifik einem Schiffsunglück.

Rätselhafte Todesfälle, mysteriöse Verstrickungen und existentielle Wendungen

An allen diesen Orten kam es zu außergewöhnlichen Ereignissen. Es gab rätselhafte Todesfälle, mysteriöse Verstrickungen und existentielle Wendungen. Immer geht es in diesen grandiosen literarischen Reisebildern von den Enden der Welt auch um Enden in einem anderen Sinn: Um ein Ende der Liebe und des Begehrens, der Illusion, der Ordnung und Verständigung. Um das Ende des Lebens – und um Neubeginn.

Kurzinfo:

Beginn dieser Veranstaltung der Literarischen Gesellschaft in Crailsheim ist um 20 Uhr im Crailsheimer Rathaussaal. Karten gibt es im Vorverkauf in der Buchhandlung Baier in Crailsheim (Telefon 07951-94 03 12).

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„Weltmarktführer brauchen einen Tarifvertrag, einen Betriebsrat und keine Leiharbeit“ – Plakataktion vor dem Schwäbisch Haller Neubausaal

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Plakataktion der IG Metall vor dem Neubausaal.

Seit Montag, 24. Januar 2011, findet in Schwäbisch Hall der „Kongress der Weltmarktführer“ statt. Natürlich freut sich die IG Metall als Arbeitnehmervertreter darüber, dass es in unserer Region viele wirtschaftlich gut aufgestellte Unternehmen gibt. Noch mehr würden wir uns jedoch freuen, wenn neben den Produkten auch die Arbeitsbedingungen bei allen unseren Weltmarktführern „top“ wären.

Von der IG-Metall Schwäbisch Hall

Weltmarktführer müssen ihre Belegschaft mitbestimmen lassen

Wir meinen, Weltmarktführer brauchen einen mit der Gewerkschaft ausgehandelten Tarifvertrag, statt einseitig Löhne und sonstige Arbeitsbedingungen anzuordnen. Weltmarktführer sind keine Fürstentümer. Deshalb sollten auch diese Unternehmen einen Betriebsrat haben und ihre Belegschaft mitbestimmen lassen. Wir meinen, Weltmarktführer brauchen keine Leiharbeit. Für gleiche Arbeit muss es das gleiche Geld geben. Wir wollen uns nicht verstecken, wenn die regionale Wirtschaftsprominenz zusammenkommt, sondern unseren Forderungen Nachdruck verleihen. Deshalb haben wir am Dienstagabend bei der Verleihung des Würth-Investitionspreises mit einer Plakataktion gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen des DGB deutlich gemacht: „Weltmarktführer brauchen einen Tarifvertrag, einen Betriebsrat und keine Leiharbeit.“ Heidi Scharf, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Schwäbisch Hall ergänzt: „Weltmarktführer brauchen qualifizierte und unbefristet beschäftigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, gute Tarifverträge, gute Arbeit und gutes Einkommen für ihre Belegschaften.“

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„Was will Bürgermeister Ohr, was wollen die Referenten verbergen?“ – Leserbrief zur Tetrafunk-Veranstaltung in Kirchberg/Jagst

Was will Kirchbergs Bürgermeister Stefan Ohr, was wollen die Referenten verbergen, die am 19. Januar 2011 in Kirchberg/Jagst zu TETRA Stellung nahmen? Das Podium am 19. Januar war ausschließlich mit TETRA-Befürworten besetzt. Die Gegenseite war nicht zugelassen.

Von Beate Braun, Michelbach/Bilz

Polizei will sich nicht mit Kritikern auseinanderzusetzen

Der Vertreter des Innenministeriums und der Polizei, Manfred Müller, hatte seine Teilnahme an einem ausgewogenen Podium bereits für die im September 2010 von den Bürgerinitiativen organisierte Informationsveranstaltung kategorisch abgelehnt. Dasselbe Spiel wurde schon in Mainhardt gespielt. Dort hatte der Gemeinderat nach meiner Kenntnis bereits eine Podiumsdiskussion beschlossen, musste dann aber zwei getrennte Veranstaltungen durchführen, weil Herr Freisleben, für die Polizeidirektion Schwäbisch Hall, und besagter Herr Müller sich weigerten an einer ausgewogenen Podiumsdiskussion teilzunehmen.

Was hat der vermeintlich neutrale Herr Dr. Otto mit dem Foto des kritischen Fragestellers vor?

Bei öffentlichen Veranstaltungen – wie der in Kirchberg – gilt das Presserecht. Dies beinhaltet auch das Recht auf Aufzeichnung. Warum verbot Bürgermeister Ohr die Aufzeichnung? Warum ließ er nicht einmal die Frage zu, was und wer der Grund dafür ist? Im Gegenzug erdreistete sich Dr. Otto vom Podium aus einen Zuhörer zu fotografieren, der kritische Fragen stellte. Darauf angesprochen, versuchte er dies wiederholt zu leugnen. Warum? Erst als er vom Publikum in die Enge getrieben wurde, gab er zu, mit seinem Handy ein Foto geschossen zu haben, angeblich in die Menge hinein. Was hat der vermeintlich neutrale Herr Dr. Otto, der für die Mobilfunkindustrie Broschüren schreibt, mit dem Foto des kritischen Fragestellers vor?

Beate Braun
Obere Wiesen 9
74544 Michelbach/Bilz

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„C’est tout Martine“ – Erstmals ist eine Band aus Dänemark in der 7180-Bar in Crailsheim

Mit „C’est tout Martine“ gastiert am Freitag, 28. Janaur 2011, um 20.30 Uhr erstmals eine Band aus Dänemark in der 7180-Bar in Crailsheim.

Von Harald Haas, Betreiber der 7180-Bar in Crailsheim

Leichtigkeit melodiöser Indie-Pop-Hymnen

Der französische Namen hat mit der Leichtigkeit der melodiösen Indie-Pop-Hymnen zu tun. Das Trio um die bezaubernde Martine Madsen präsentiert Songs, die nur so von Lebensfreude und Sonne strotzen. Mit ihrer kraftvollen, dynamischen und optimistischen Art spielt die Band die langen Winternächte in Grund und Boden. Vom ersten Takt wippt man mit und so manches Publikum hat schon die Stühle beiseite geschoben, um das Tanzbein bis zum letzten Takt zu schwingen.

Jeder Zuhörer wird mit einem Frühlingsgefühl nach Hause gehen

Die Lieder handeln vom Leben, der Liebe und den damit verbundenen Freuden. Dazu gibt es noch 1000 Exotikpunkte für den dänischen Gesang. An diesem Abend wird jeder Zuhörer mit einem Frühlingsgefühl nach Hause gehen. Beginn der Veranstaltung ist um 20.30 Uhr.

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„KZ-Überlebende Inge Auerbacher setzt sich für Frieden und Freundschaft ein“ – Radiosendung morgen in SWR1-Leute

Inge Auerbacher, eine jüdische KZ-Überlebende erinnert sich an die Jahre des Grauens. Der Radiosender SWR1 hat Inge Auerbacher interviewt. Die Sendung wird morgen, Donnerstag, 27. Januar 2011, voon 10 Uhr bis 12 Uhr in „SWR1 Leute“ ausgestrahlt.

Informationen des SWR und der Landeszentrale für politische Bildung

Mit sieben Jahren kam sie ins KZ Theresienstadt

Inge Auerbacher erinnert sich noch gut an die Judenpogrome der so genannten „Reichskristallnacht“ in Kippenheim, obwohl sie damals erst knapp vier Jahre alt war. Sie erinnert sich auch, wie sie mit sieben Jahren ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert wurde. Sie überlebte den Holocaust, wanderte nach der Befreiung in die USA aus und machte Karriere als Chemikerin. Immer wieder kehrt sie in die Heimat nach Baden-Württemberg zurück, um in Schulen über die Judenverfolgung aufzuklären – und um sich für Frieden und Freundschaft einzusetzen.

Weitere Informationen im Internet:

http://www.swr.de/swr1/bw/programm/leute/-/id=1895042/nid=1895042/did=7358762/3l0thx/

http://www.ingeauerbacher.com/

http://de.wikipedia.org/wiki/Inge_Auerbacher

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„Endlich mehr Mittel für den Sport“ – Nik Sakellariou (SPD) kritisiert aber zu niedrige Erhöhung durch die Landesregierung

„Endlich gibt es mehr Mittel für den Sport“, freut sich der SPD-Landtagsabgeordnete Nik Sakellariou aus Schwäbisch Hall. „Die Landesregierung hat sich nach einer langen Hängepartie endlich bewegt und kommt der Forderung von SPD und Sportverbänden nach.“

Vom SPD-Wahlkreisbüro Schwäbisch Hall

Solidarpakt Sport II verabschiedet

Der monatelange Druck zeigt endlich Wirkung. Die Landesregierung hat sich dazu durchgerungen, gemeinsam mit den Sportverbänden den Solidarpakt Sport II zu verabschieden. Die Verbesserung des Solidarpaktes Sport zwischen Land Baden-Württemberg und dem organisierten Sport in Baden-Württemberg war überfällig. Die Sportverbände hatten zu Recht darauf hingewiesen, dass die einst von Ministerpräsident Oettinger festgeschriebene mehrjährige Sportförderung nicht mehr auskömmlich war. Sowohl die Inflationsrate als auch neu hinzugekommene beziehungsweise unterfinanzierte Sportaufgaben berechtigten zu einer Korrektur nach oben.

Land kaschiert mit dem ehrenamtlichen Sport weiterhin Defizite in seiner Bildungsförderung

Allerdings erfolgte diese Korrektur nicht in der von der SPD geforderten Höhe. Bereits im August 2009 hatte die SPD-Landtagsfraktion gemeinsam mit den Sportverbänden die CDU aufgefordert, die Mittel von 64,9 Millionen Euro um 7,8 Millionen Euro pro Jahr zu erhöhen. SPD-Abgeordnete Nikolaos Sakellariou: „Mit den von uns geforderten Mitteln hätten wir den Sport für die nächsten fünf Jahre auf eine solide finanzielle Grundlage gestellt. Die jetzige Erhöhung von zirka 3,3 Millionen Euro im Jahr ist inflationsbereinigt nicht viel mehr als ein  Nasenwasser.“ Zudem bleibe das Unbehagen, dass das Land mit dem ehrenamtlichen Sport weiterhin Defizite in seiner Bildungsförderung kaschieren wolle, so der SPD-Abgeordnete Sakellariou weiter.

Sport hält viele Jugendliche von dummen Gedanken ab

Die Sportvereine in Baden-Württemberg leisten einen sehr wichtigen Beitrag zur Stabilisierung unserer Gesellschaft. Sie bieten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eine Plattform, sich sinnvoll zu beschäftigen, Gemeinschaft zu erleben, sich fit zu halten und sich zu engagieren. Dadurch ersparen die Sportvereine dem Staat und den Sozialkassen viel Geld, da Sport den Durchschnittsbürger gesund und viele Jugendlichen von dummen Gedanken abhält.

Landesregierung übt ihre Sparpolitik auch auf dem Rücken der Vereine aus

Doch die Vereine bringen sich inzwischen auch verstärkt an den Ganztagsschulen ein. Zwar könne dieses Engagement nach Auffassung der SPD-Landtagsfraktion nur als Übergang akzeptiert werden. Trotzdem müssten für die Zeit, in der die Landesregierung ihre Sparpolitik auch auf dem Rücken der Vereine ausübe, die die Jugendbegleiterprogramme unentgeltlich organisieren, zumindest teilweise die Verantwortlichen entschädigt werden. Nik Sakellariou: „Daher hätte der Solidarpakt II nicht nur mit dem Inflationsausgleich, sondern darüber hinaus mit zusätzlichen Mitteln für die in jüngster Zeit neu hinzugekommenen Leistungen der Vereine aufgestockt werden müssen.“

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„Feige Aktion der Landesregierung Baden-Württembergs“ – Demokratiefeindliche Dienstanweisung für Schulen

Von einer Schule im Land hat die Piratenpartei Baden-Württemberg erfahren, dass das Kultusministerium eine offenbar demokratiefeindliche Anweisung herausgegeben hat. Darin untersagt das Kultusministerium den Schulen verbindlich, außerparlamentarische Parteien zu Podiumsdiskussionen einzuladen. Grundlage dieses Verbots sei das Hausrecht. Dies berichtet das Internetportal Presse Anzeiger auf der Seite http://www.presseanzeiger.de/meldungen/politik/435046.php

Von Ralf Garmatter, Hohenlohe-ungefiltert

Allen Parteien sei Hausverbot zu erteilen, die nicht im Parlament vertreten sind

Ein Leser, Mitglied der Piratenpartei Kreisgruppe Schwäbisch Hall, hat sich in einem Schreiben an Hohenlohe-ungefiltert gewandt. Darin möchte der Mann darauf aufmerksam machen, dass die Landesregierung Baden-Württembergs ein Rundschreiben an sämtliche Schulen im Ländle gerichtet habe. Die Schulleiter seien darin angewiesen worden, sämtlichen Parteien Hausverbot zu erteilen, die nicht im Parlament vertreten sind. Eine Teilnahme an Podiumsdiskussionen zur politischen Meinungsbildung der Schüler sei für diese Parteien ausgeschlossen – eine Einladung sei zu unterlassen.

Ein Leser meint: Die Landesregierung hat offenbar Angst bekommen

Der Leser bezeichnet dies als einen „Skandal“ und eine „feige Aktion der Landesregierung, die offenbar Angst bekommen hat. Als Mitglied dieser Partei fühlt sich die Dienstanweisung für mich an wie ein Schlag ins Gesicht.“ Die Piratenpartei Baden-Württemberg steht in diesem Jahr landesweit zur Wahl – insbesondere auch in den Wahlkreisen Schwäbisch Hall und Hohenlohe.

Das Wahlprogramm der Piratenpartei kann unter folgender Internetadresse heruntergeladen werden (auch als Hörbuch):

http://piraten-bw.de/wahlprogramm/download/

Pressetext zum Verbot von Parteien, die nicht im Parlament vertreten sind:

http://www.presseanzeiger.de/meldungen/politik/435046.php

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„Polizei außer Kontrolle ?“ – Der Polizeieinsatz am 30. September 2010 in Stuttgart

Zur Veranstaltung „Polizei außer Kontrolle ?“ – Der Polizeieinsatz am 30. September 2010 in Stuttgart lädt das Stuttgarter Bündnis für Versammlungsfreiheit  am Freitag, 4. Februar 2011, um 19 Uhr ins Alte Feuerwehrhaus in Stuttgart-Heslach ein. Es spricht Rechtsanwalt Dr. Rolf Gössner, Vizepräsident der internationalen Liga für Menschenrechte und Mitherausgeber des Grundrechtereports.

Vom Stuttgarter Bündnis für Versammlungsfreiheit

Zu viel Macht – zu wenig Kontrolle ?

Gössners Thema lautet „Polizei im Sicherheitsstaat: Zu viel Macht – zu wenig Kontrolle ? (Neuere Polizeientwicklung, Kontrolldefizit und Sanktionsimmunität).
Das Alte Feuerwehrhaus Heslach ist erreichbar mit der U1/U14/Bus Linie 42 Haltestelle Erwin-Schöttle-Platz.

Zur Bereinigung der Folgen politischer Versäumnisse missbraucht

Wegen brutaler Übergriffe, unverhältnismäßigen Einsätzen und Fehlentwicklungen gerät die Polizei immer wieder in die öffentliche Kritik – so in Stuttgart, als sie die Demonstration gegen das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 mit Wasserwerfern, Pfeffergas und Knüppeln brutal angriff oder wegen des Castor-Einsatzes im Wendland 2010. Hier wird die Polizei zur gewaltsamen Durchsetzung umstrittener politisch-ökonomisch-technischer Großprojekte gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung eingesetzt – letztendlich auch zur polizeilichen „Lösung“ sozial-politischer Konflikte und zur Bereinigung der Folgen politischer Versäumnisse missbraucht. Nicht selten führt gerade dieser politische Missbrauch zu Polizeieinsätzen, die – außer Menschen – auch Bürgerrechte und den Verfassungsgrundsatz der Verhältnismäßigkeit verletzen. Hier wird der Polizeieinsatz schnell zum Politikersatz und das „polizeiliche Gegenüber“ zum Feindbild stilisiert, das es staatlicherseits zu bekämpfen gilt.

Allmähliche Militarisierung der „Inneren Sicherheit“

Rolf Gössner wird in der Veranstaltung eine Antwort auf die Frage suchen: Wie steht es um die für eine rechtsstaatlich verfasste Demokratie existentielle Kontrollierbarkeit der Polizei und um die Verhältnismäßigkeit von Polizeieinsätzen unter den Bedingungen einer Polizeientwicklung, die von ständigen Aufgaben- und Befugnisausweitungen und einem enormen Machtzuwachs gekennzeichnet ist? Die gekennzeichnet ist von einer Vorverlagerung polizeilicher Tätigkeit weit ins Vorfeld des Verdachts, von einer zunehmenden Verzahnung von Polizei und Geheimdiensten sowie einer allmählichen Militarisierung der „Inneren Sicherheit“.

Einschränkung der Versammlungsfreiheit und anderer elementarer Grund- und Freiheitsrechte nicht zulassen

In der Diskussion sollen weitergehende Fragen erörtert werden: Für welche künftigen Zwecke wird der bereits entwickelte präventive Sicherheitsstaat immer noch weiter aufgerüstet? Und wie kann dem – im Zuge der Antiterrorbekämpfung –  herausgebildeten Trend zum alltäglichen Ausnahmezustand, der zunehmenden Entgrenzung staatlicher Gewalten und der Machtkonzentration der Sicherheitsbehörden noch wirksam entgegen gewirkt werden? Und wie der weiteren Einschränkung der Versammlungsfreiheit und anderer elementarer Grund- und Freiheitsrechte, die im Namen der „Sicherheit“ schrittweise ausgehöhlt wurden?

Die Repressionswelle rollt – Opfer vom 30. September 2010 zu Tätern umgelogen

Im parlamentarischen Untersuchungsausschuss hat die Ausschussmehrheit die Opfer vom 30. September 2010 zu Tätern umgelogen. Jetzt soll der Widerstand gegen S21 von den Gerichten abgeurteilt werden. 1.000 Verfahren gegen S21-Gegner sind anhängig.

Wir fordern:

– Einstellung aller Verfahren gegen S21- Gegner
– Abschaffung der „Wegtragegebühr“
– Übernahme aller Kosten, die den Protestierenden durch juristische Verfahren, Verdienstausfälle, medizinische Behandlung usw. entstanden sind.

Der Referent Dr. Rolf Gössner arbeitet als Rechtsanwalt und Publizist in Bremen. Er ist Vizepräsident der Internationalen Liga für Menschenrechte, Mitglied der Deputation für Inneres der Bremischen Bürgerschaft, Sachverständiger in Gesetzgebungsverfahren des Bundestags und von Landtagen. Mitherausgeber des jährlich erscheinenden „Grundrechte-Report. Zur Lage der Bürger- und Menschenrechte in Deutschland“ (Fischer-TB). Autor zahlreicher Bücher zum Thema Innere Sicherheit und Bürgerrechte, darunter des Bestsellers „Der Apparat. Ermittlungen in Sachen Polizei (zusammen mit Uwe Herzog, Köln 1984); zuletzt: >Menschenrechte in Zeiten des Terrors. Kollateralschäden an der „Heimatfront“<, Hamburg 2007.

Weitere Informationen im Internet:

www.versammlungsrecht.info

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„Naturfreunde legen Jahresprogramm 2011 vor“

Die NaturFreunde der Ortsgruppe Schwäbisch Hall haben für das neue Jahr 2011 ein attraktives Programm zusammengestellt. Dieses ist im Internet zu finden auf der Seite http://www.naturfreunde-schwaebischhall.de/news-reader/items/Jahresprogramm2011.html

Von Jochen Dürr, Vorsitzender der NaturFreunde-Ortsgruppe Schwäbisch Hall

Auch gedruckte Programme erhältlich

Gedruckte Exemplare des Jahresprogramm sind erhältlich bei der Tourismus-Information der Stadt Schwäbisch Hall, im Rathaus Michelfeld, in der Verwaltung des Sonnenhof und natürlich im Lemberghaus.

Mehr Informationen und Auskünfte gibt es über den Verein und das Lemberghaus im Internet auf den Seiten:

www.naturfreunde-schwaebischhall.de

http://www.naturfreunde-schwaebischhall.de/programm.html

http://www.naturfreunde-baden-wuerttemberg.de/

E-Mail: info@lemberghaus.de
Telefon: 0791 – 6740

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