„75.000 geheime Berichte über den Afghanistan-Krieg im Internet“ – Nachzulesen auf der Seite Wikileaks

Das Internetforum WikiLeaks veröffentlichte am Sonntag, 26. Juli 2010, mehr als 75.000 geheime US-Militärberichte über den Krieg in Afghanistan. Insgesamt beinhaltet das „The Afghan War Diary“ (Das Tagebuch des Afghanistan-Krieges) über 91.000 geheime Berichte des Afghanistan-Kriegs aus den Jahren 2004 bis 2010.

Todbringende Militäraktionen, beteiligte Einheiten und Waffensysteme

Die Berichte beschreiben todbringende Militäraktionen, machen genaue geografische Angaben zu den Orten der jeweiligen Militäraktionen, die beteiligten Militäreinheiten und die verwendeten Waffensysteme.

Das Tagebuch des Afghanistan-Krieges ist zu finden auf der Internetseite http://wikileaks.de/wiki/Afghan_War_Diary,_2004-2010

   Sende Artikel als PDF   

„Mord an Babette H. aus Creglingen-Finsterlohr“ – Eines der letzten Euthanasie-Opfer in Grafeneck

Gedenkveranstaltungen für Opfer der NS-Euthanasie – bei der kranke, behinderte oder damals für krank oder behindert erklärte Menschen von den Nazis getötet wurden, sollen am Sonntag, 12. Dezember 2010, in allen Ortschaften stattfinden, aus denen Opfer stammen, die am 13. Dezember 1940 in Grafeneck auf der Schwäbischen Alb vergast und verbrannt wurden. Über 10.000 Menschen wurden von den Nazis in Grafeneck ermordet.

Von den Initiativen Stuttgarter Stolpersteine und „Die AnStifter, Interculturelle Initiativen e.V – gemeinsames Projekt „Spur der Erinnerung“

Auch eine Frau aus Creglingen-Finsterlohr unter den letzten Mordopfern

In Grafeneck auf der Schwäbischen Alb wurden am 13. Dezember 1940 im Rahmen der NS-„Euthanasieaktion“ die letzten Menschen vergast und verbrannt. Es waren:

Babette H., 45 Jahre alt, Finsterlohr (heute Teilort von Creglingen), Erwin W., 19 Jahre, Flein, Karl W,, 16 Jahre, Herkunft unbekannt, Gregor B,, 47 Jahre, Augsburg, Wilhelm H., 55 Jahre, Glems (heute Teilort von Metzingen), Julie F., 30 Jahre Hemmingen, Erwin D., 23 Jahre Jebenhausen (heute Teilort von Göppingen), Frieda H., 24 Jahre, Kleinsachsenheim (heute Teilort von Sachsenheim), Lydia A., 28 Jahre, Höfingen (heute Teilort von Leonberg), Hans B., 23 Jahre, Nagold, Karl V., 29 Jahre, Obernhausen (heute Teilort von Birkenfeld), Gertrud K., 32, Jahre, Richard R., 43 Jahre und Richard W., 66 Jahre, aus Reutlingen, Karl P., 26 Jahre Schluckenau (heute Sluknov in Tschechien), Otto G. 38 Jahre, und Eugen St., 33 Jahre, aus Schwäbisch Gmünd sowie aus Stuttgart Heinrich R., 21 Jahre, Karl B., 36 Jahre sowie Herbert F., 18 Jahre.

Mörder feierten noch Weihnachten in Grafeneck

Die Menschen kamen aus dem diakonischen Behindertenheim Mariaberg bei Gammertingen. Die Mörder feierten noch Weihnachten in Grafeneck und wechselten anschließend nach Hadamar in Hessen, um ihr Vernichtungswerk weiter fortzuführen.

Kirchenglocken sollen Tonspuren von allen Herkunftsgemeinden nach Mariaberg legen

Am 12. Dezember 2010, Sonntagnachmittag, sollen in allen Herkunftsorten Erinnerungsveranstaltungen für die oben aufgeführten Menschen stattfinden, stellvertretend für die über 10.600 im Grafeneck ermordeten Menschen. Daneben wollen wir am Montag, 13. Dezember, dem 70. Jahrestag mit Kirchenglocken Tonspuren von allen Herkunftsgemeinden bis nach Mariaberg legen. Wir denken, dass in annähernd 400 Kirchen die Glocken läuten werden – in Erinnerung an den Mord an kranken und behinderten Menschen einerseits und andererseits zur Achtsamkeit im Umgang mit den Menschen, die nicht der medizinischen, sozialen oder gesellschaftlichen Norm entsprechen als auch den Grenzsituationen am Beginn und Ende des Lebens. Es ist ein Bemühen, Spuren sicht- und wahrnehmbar zu machen und einmal den Trott des Alltags zu überschreiten – in Birkenfeld, in Flein oder auch in Stuttgart oder Berlin.

Veranstalter bittet um Mitarbeit und/oder Spenden

Wir stehen in der Umsetzungsphase und brauchen Ihre Hilfe. Wenn Sie Geld erübrigen und uns geben können, ist es für uns sehr hilfreich – wichtiger ist uns aber Ihre ideelle Begleitung als Einzelperson oder als Familie, als Schulklasse oder Schule, als Firma oder Betriebsrat, als Behörde oder Personalrat, als kirchliche oder weltliche Gemeinde, als Initiative oder Sportverein – alle sind uns wichtig und wertvoll.

Spendenkonto/Spendenbescheinigung

Unter www.spurensicherung.info, links, Rubrik „ideelle Unterstützung“ finden Sie die Möglichkeit, sich als ideelle(r) Unterstützerin/er einzutragen und mit Ihren Namen, Ihrem Status und Ihrer Reputation das Bürgerprojekt „SPURENSICHERUNG“ zu unterstützen. Wenn Sie daneben auch noch etwas Geld abgeben können sind wir dankbar – unser Konto: 229 234 2, BLZ: 600 501 01, Bank: BW Bank, Kontoinhaber: AnStifter, Stichwort: Spur, eine Spendenbescheinigung kann ausgestellt werden.

Gerne stehen wir Ihnen für weitere Fragen zur Verfügung. Bitte geben Sie doch die Information in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis weiter.

Danke und mit freundlichem Gruß

Harald Habich

P.S.: Die Stuttgarter Erinnerungsveranstaltung verzichtet auf Reden – stattdessen werden Künstler mit und ohne Behinderung durch Musik, Tanzperformance, Pantomime und weitere Ausdrucksformen das besondere Wesen der Veranstaltung konstruieren.

Kontakt: Harald Habich, Walter-Heller-Straße 29a, 70563 Stuttgart, Telabends: 0711 / 735 631 3, E-Mail: habichha@t-online.de

Einrichtungen, die mit Menschen mit Behinderungen arbeiten übernehmen Schirmherrschaft

Das BohnenCafe, ein Arbeitsort für Menschen mit Behinderungen des Caritasverbandes für Stuttgart, und der heilpädagogische Kindergarten der Karl-Schubert-Schule für seelenpflegebedürftige Kinder, Stuttgart Degerloch, haben gemeinsam für die Erinnerungsveranstaltung eine Schirmherrschaft übernommen.

Weitere Informationen im Internet:

www.Stolpersteine-stuttgart.de

www.die-anstifter.de

www.spur-der-erinnerung.de

WWW.BOHNENCAFE.DE

www.karl-schubert-schule.de

www.spurensicherung.info.de

   Sende Artikel als PDF   

„Hohenloher Tagblatt goes Anzeigenblättchen“ – Ralf E. Stegmayer zum stellvertretenden Redaktionsleiter ernannt

Einen weiteren Schritt hin zum Anzeigenblättchen hat die Lokalzeitung Hohenloher Tagblatt (HT) vollzogen. Mit Ralf E. Stegmayer bekommt das HT einen neuen stellvertretenden Redaktionsleiter und Chef vom Dienst (CvD). Der 43-jährige Mittelfranke hat bisher für Anzeigenblätter gearbeitet. In solchen kostenlosen Zeitungen wird vor allem PR-Material veröffentlicht, auf keinen Fall aber aufklärerischer Journalismus betrieben.

Kommentar von Ralf Garmatter, Hohenlohe-ungefiltert

Gier nach Werbeanzeigen verhindert kritischen Journalismus

Erst zu Beginn des Jahres 2010 hatte das Hohenloher Druck- und Verlagshaus (HDV), das die Crailsheimer Lokalzeitung herausgibt, einen neuen Geschäftsführer eingestellt. Thomas Scherf-Clavel leitete zuvor das Anzeigengeschäft der Rhein-Neckar-Zeitung in Heidelberg, davor unter anderem die Anzeigensparte des Donaukurier in Ingolstadt. Beides sind keine passenden Qualifikationen, um die HT-Redakteure und freien Mitarbeiter des HT zu mehr investigativem Journalismus zu motivieren.

PR-Journalismus und lokale Seifenopern

Was die Region „Altkreis Crailsheim“ braucht, sind aber nicht noch mehr seichter PR-Journalismus und „lokale Seifenopern“, sondern kritische Geschichten über lokalpolitische, wirtschaftliche, kulturelle, gesellschaftliche und sportliche Themen. Mit der eingeschlagenen Richtung in der Personalpolitik entfernt sich das Hohenloher Tagblatt immer weiter von seinem eigentlichen Auftrag – die Menschen über relevante Dinge, Hintergründe und Missstände umfassend und unabhängig zu informieren.

Andreas Harthan weiter Lehrling als Leiter

Seine Ausbildung „vom Lehrling zum Leiter“ (HT vom 24. Juli 2010) darf der 50-jährige Andreas Harthan beim Hohenloher Tagblatt fortsetzen. Der frühere HT-Kulturredakteur und HDV-Betriebsratsvorsitzende wurde von den HDV-Gesellschaftern in seinem Amt als HT-Redaktionsleiter bestätigt. Seit Anfang 2010 war der gebürtige Stuttgarter, der seit den 1980er Jahren bei der Crailsheimer Lokalzeitung arbeitet, als „kommissarischer Redaktionsleiter“ tätig.

Bartels und Zigan?

Was machen jetzt eigentlich der ehemalige Redaktionsleiter Mathias Bartels alias Mathias Schäfer und sein früherer Stellvertreter Harald Zigan? Die beiden degradierten Redakteure arbeiten laut Impressum noch immer für das Hohenloher Tagblatt – fragt sich nur was?.

Weitere Informationen zum Hohenloher Tagblatt in Hohenlohe-ungefiltert:

Journalisten-Chamäleon Andreas Harthan wechselt die Seiten – Neuer HT-Geschäftsführer Scherf-Clavel war bisher vor allem Anzeigenverkäufer http://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=6387

   Sende Artikel als PDF