Sieg der Pharma-Lobby: Aus für den Pillen-TÜV?

Das Institut zur Qualitätssicherung und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen ist der Pharma-Industrie seit seiner Gründung unbequem und zu kritisch. Gegründet wurde es, um durch unabhängige Studien zu verhindern, dass zu teure oder gar schädliche Arzneimittel auf den Markt kommen. Die Lobbyisten der Pharmabranche sind jetzt offenbar am Ziel: Regierungspolitiker aus FDP und CDU fordern unverhohlen eine Neuausrichtung des Instituts. Es gelte, die Wettbewerbsfähigkeit des Pharmastandortes Deutschland zu erhöhen. Der Leiter des Instituts soll abgesetzt werden.

Gefunden von Axel Wiczorke, Hohenlohe-ungefiltert

Noch vor der Wahl haben wir in >Was wollen die Parteien zum Thema Lobbyismus tun? – LobbyControl hat nachgefragt< ( http://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=4239 ) darauf hingewiesen, dass insbesondere die CDU und FDP mit Transparenz und Schranken für Lobbyisten nicht viel im Sinn haben. Jetzt bekommen wir die Quittung dafür!

Gleichzeitig wird sogar in der ZEIT vom 10. Dezember (>Medizin am Limit. Welche Behandlung sollen wir uns noch leisten? Wir weigern uns über diese zentrale Frage zu diskutieren<, Autor Harro Albrecht) zu dieser Volksverdummung und Lobbyarbeit für die Pharmaindustrie beigetragen. Die im Monitorbeitrag angeführte Problematik wird nicht einmal ansatzweise erwähnt, die Arbeit des IQWiG sogar falsch dargestellt. Peinlich! (Während meinem Studium hatte ich DIE ZEIT ein paar Jahre abonniert, traurig wie sie inzwischen herunter gekommen ist!) http://www.wdr.de/tv/monitor//sendungen/2010/0107/pharma.php5

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